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Aktuelle Nachrichten
Personalien

Ernst Beyeler verstorben

Im Alter von 89 Jahren verstarb Ernst Beyeler. Er hatte seit 1951 als Galerist gearbeitet und zusammen mit seiner Frau Hildy eine Kunstsammlung aufgebaut, die 1997 in das Museum Fondation Beyeler überging.

Personalien

Gironcoli gestorben

Im Alter von 73 Jahren ist in Wien der österreichische Bildhauer Bruno Gironcoli gestorben. Bis 2004 war er Leiter der Meisterschule für Bildhauerei an der Wiener Kunstakademie gewesen.

PersonalienMünster

Leitungswechsel

Katja Schroeder ist neue Leiterin des Westfälischen Kunstvereins Münster. Ihre Vorgängerin Carina Plath wechselte als Kuratorin für Malerei und Skulptur an das Sprengel Museum Hannover.

Biennalen & Grossausst.

4. Bukarest Biennale

Felix Vogel (geb. 1987) ist Kurator der 4. Bukarest Biennale „Handlung. On Producing Possibilities" (21.5.-25.7.2010). In seinem Konzept hebt Vogel bewusst ab auf die Vieldeutigkeit des deutschen Wortes „Handlung", das zwischen Aktion, Aktivität, Tätigkeit und Teilnahme oszilliert, zugleich auch Geschichte oder Erzählung bedeuten kann. Vogel will das vermeintliche Versprechen von Kunst im öffentlichen Raum untersuchen: Schafft sie Möglichkeiten für politische Aktion? Oder trägt das Kunstwerk diesen Moment der Aktion bereits in sich? Die Biennale will den Austausch mit den städtischen und politischen Kontexten der Stadt intensivieren, weshalb nicht nur bildende Künstler, sondern auch Architekten, Politiker, Anthropologen u.a. eingeladen werden.

Felix Vogel lebt und arbeitet in Karlsruhe und Konstanz. Der Kurator und Theoretike befasst sich mit den Beziehungen von Ästhetik und sozialer Sphäre. Vogels jüngste Ausstellungsprojekte waren „100 Dutch Minutes" (Bucharest, Cluj, Iasi, Timisoara), „1234567" (Karlsruhe) und „Holy Damn It!" (Karlsruhe). Vor kurzem veröffentlichte er bei OneStarPress (Paris) die Publikationen „Renaud Auguste-Dormeuil: Fin de representation" und „Lia Perjovschi: Sense". r

PersonalienMünchen

Neuer Kunstvereinsdirektor

Der Niederländer Bart van der Heide hat die Leitung des Münchener Kunstvereins übernommen. Seine erste Ausstellung am neuen Wirkungsort ist der in London lebenden deutschen Künstlerin Silke Otto-Knapp gewidmet (ab 26. März 2010).

Preise

Künstlerin des Jahres 2010

Einen neuen Kunstpreis vergibt die Deutsche Bank: Jährlich ehrt sie ein/n Künstler/-in des Jahres. Mit der Auszeichnung will das Geldinstitut "besondere Aufmerksamkeit auf junge zeitgenössische Kunst aus aller Welt richten". Erste Preisträgerin ist die afrikanerin Wangechi Mutu (geb. 1972 in Kenia, lebt und arbeitet in New York).

Messen & Märkte

ARCO: Reformen angemahnt

„Aus wirtschaftlicher Sicht" seien die Erwartungen der Aussteller bei der jüngsten ARCO Madrid übertroffen worden, bilanzierte Luis Eduardo Cortés, Leiter der madrilenischen Messegesellschaft IFEMA. Und die Erwartungen waren vorher eher bescheiden gewesen: Spaniens Wirtschaft spürt nämlich derzeit die Auswirkungen einer Immobilienkrise. Mit rund 150.000 verkauften Eintrittskarten zählt die ARCO dennoch nach wie vor zu den weltweit besucherstärksten Kunstmessen. Allerdings bekommt auch sie die jüngsten Veränderungen auf dem Kunstmarkt deutlich zu spüren.

War früher die Kunst aus Lateinamerika ein wichtiges Standbein der ARCO, so fürchten manche Marktbeobachter, diese Kunst könnten manche Galerien künftig lieber auf der Art Basel Miami anbieten wollen. Die Galeristen drängen daher massiv zu einer Auffrischung des Messekonzepts, damit die ARCO nicht die Entwicklungen verschläft wie einst die Art Cologne-Macher Ende der 1990er Jahre, die bekanntlich an den alten Strukturen zu lange festhielten und dann gegenüber den neuen Messen in Berlin, London und Miami bis heute nachhaltig ins Hintertreffen gerieten.

Einen ersten Reformschritt machten die ARCO-Strategen bereits mit ihrer Entscheidung, als Sonderprogramm ab 2010 nicht mehr ausschließlich einen Länderschwerpunkt zu präsentieren, sondern stattdessen auch prosperierende Kunststädte. In diesem Jahr war Los Angeles an der Reihe. Doch das reicht natürlich nicht. Dringend überarbeiten müssen die ARCO-Macher für das kommende Jahr vor allem ihren viel zu großen Hallenplan. Da in diesem Jahr einige internationale Teilnehmer absagten und frei gelassene Kojen den Besuchern ein schlechtes Bild geboten hätten, wollte der IFEMA-Direktor Cortés die vakanten Stände mit Galerien auffüllen, die der Zulassungsausschuss zuvor abgelehnt hatte. Das gab natürlich im Vorfeld der ARCO böses Blut unter den Ausstellern.

Unter den 227 Teilnehmern fehlten diesmal vertraute Namen wie Karsten Greve (Köln/Paris) oder Hauser und Wirth (Zürich/London), die die ARCO-Leiter neben einigen anderen prominenten Galeristen im kommenden Jahr aus Prestigegründen sicherlich gerne zurück gewinnen würden. Hinter den Kulissen wird derzeit auch vehement darüber diskutiert, ob die Teilnehmerzahl künftig nicht doch lieber deutlich weniger als 200 Galerien umfassen sollte.

Auktionen & Galerien

Galeriezentrum im Kölner Süden

Die Kölner Galerien Schmidt Maczollek und Michael Wiesehöfer verlagern ihre Räume in die Schönhauser Str. 8. I dem Architekturkomplex sind auch die Galerie Thomas Zander und das Forum für Fotografie und das Literaturhaus untergebracht. Neben den jeweils koordinierten Eröffnungen planen die drei Galerien in Zukunft auch weiterführende Veranstaltungen wie Künstlergespräche, Podiumsdiskussionen und kuratierte Ausstellungen. Die erste gemeinsame Eröffnung findet statt am 13. März 2010, ab 16 Uhr.

Das erste gemeinsame Projekt ist eine Gruppenausstellung im WAREHOUSE an der Bonner Straße 488, die anlässlich der ART COLOGNE am 21. April 2010 eröffnet wird.

Kulturpolitik

Aufruf

Rund 1.000 Künstler und Kulturschaffende haben bislang einen Aufruf „Unruhe stiften" unterzeichnet. Für den März 2010 sind zudem Protestkundgebungen in Nürnberg und Essen angekündigt. Die Unterschriftensammlung soll „zeitlich unbegrenzt" weitergeführt werden. Das Motto der Kampagne lautet: „In Würde leben und arbeiten -aber hartzlos!" Die Aktion versteht sich als ein „Aufruf gegen rechts, gegen die Abwälzung der Krisenfolgen und für die Umverteilung von oben nach unten, gegen die Kriegspolitik der Bundesregierung - und für die Förderung der kulturellen Vielfalt."

Kulturpolitik

Fonds Soziokultur

Der Fonds Soziokultur veranstaltet vom 3. - 5. Juni 2010 einen Kongress in Dortmund. Die Referenten beschäftigen sich mit der „sozialen Spaltung der Gesellschaft" und mit der Frage nach den „Möglichkeiten von Kulturpolitik und Kulturarbeit", wie dieser fatalen Entwicklung begegnet werden kann. In den Kongress eingebettet ist das „Forum 10" mit Beiträgen zum Thema „Interkulturelle Kulturarbeit - Strategien gegen kulturelle Ausgrenzung?"

Kulturpolitik

Eine Million für Köln

Die Kulturstiftung der Länder bewilligte aus ihrem Etat eine Million Euro für die Restaurierung von kostbaren Handschriften aus dem eingestürzten Historischen Archiv Köln. Angesichts von Gesamtkosten von 300 bis 600 Mill. Euro für die Restaurierung aller bislang aus der Trümmergrube geborgen Bestände wirkt die bewilligte Summe auf den ersten Blick gering. Deshalb betonte denn auch Martin Hoernes, stellvertretender Generalsekretär der Kulturstiftung, es ginge mit dieser Maßnahme in erster Linie darum, „ein Zeichen zu setzen", welches andere Stifter und Sponsoren animieren solle.

Kulturpolitik

Streit um Rückgabe

In Russland streitet sich die Kultur-Szene um die Rückgabe von Kunstwerken aus den Museen an die russisch-orthodoxe Kirche. Ministerpräsident Putin hatte angekündigt, die Kirchenschätze zurückgeben zu wollen, die nach der Oktoberrevolution 1917 enteignet wurden. In einem Protestbrief an Staatspräsident Medwedew warnten daraufhin rund 150 Museumsexperten vor einem „Tod des kulturellen Erbes". Die Kirche verfüge weder über das Geld noch über die museologischen Rahmenbedingungen, um die Kulturgüter konservatorisch angemessen zu betreuen und vor dem Verfall zu bewahren.

Preise

Gabriele Münter-Preis

Christiane Möbus bekommt im April 2010 den Gabriele Münter-Preis überreicht (20.000 Euro). Eine Ausstellung der Preisträgerin zusammen mit 39 anderen Künstlerinnen ist dann im Berliner Martin-Gropius-Bau und anschließend im Bonner Frauenmuseum zu sehen.

Preise

Fotopreis

Stephen Shore nimmt im September 2010 den Kulturpreis der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) entgegen. Geehrt wird mit Steven Shore einer der führenden Protagonisten der "New-Color-Photography", dessen ikonisches Schaffen international gleich mehrere Photographengenerationen entscheidend geprägt hat. Das NRW Forum für Kultur und Wirtschaft in Düsseldorf zeigt im Rahmen der Quadriennale 2010 die Ausstellung "Der rote Bulli - Stephen Shore und die Neue Düsseldorfer Fotografie".

Auktionen & Galerien

Galerie-Umzug

Julia Garnatz eröffnet ihre neuen Räume in der Schaafenstraße 10, 50676 Köln, mit einer Ausstellung neuer Werke von Siegfried Anzinger. Zur Vernissage am Fr, 212.3., 18-21 Uhr, spricht Siegfried Gohr.

Personalien

Runder Geburtstag

Seinen 60. Geburtstag feierte der aus Togo stammende und in Köln lebende Künstler El Loko. Er studierte Anfang der 1970er Jahre bei Joseph Beuys an der Düsseldorfer Kunstakademie. Sein „Markenzeichen" als Bildhauer sind hohe Figurenstelen, auf denen Vögel oder Geister wie auf Bäumen nisten.

Kulturpolitik

Klage gescheitert

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg scheiterte vor dem Brandenburgischen Oberlandesgericht (OLG) mit Unterlassungsklagen gegen einen Fotografen und zwei Fotoagenturen: Die Stiftung darf keine Gebühren für kommerziell genutzte Fotos ihrer Parkanlagen und Gebäude erheben. Das Gericht entschied, es gäbe „kein Vorrecht des Eigentümers, das Bild seines Eigentums zu verwerten".

Das Urteil bezieht sich nur auf Außenaufnahmen und nur auf die Stiftung, der das Eigentum an den Parks und Schlössern „deswegen übertragen worden" sei, „damit sie gepflegt, bewahrt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden." Ein Privatmann hingegen könne durchaus den Zugang zu seinem Eigentum verbieten oder die Sicht darauf unterbinden. Gegen das Urteil ist Revision bis zum Bundesgerichtshof möglich, so dass es noch nicht rechtskräftig ist.

Kulturpolitik

Diebstahl und Schlamperei

Im August 2006 vermisste man in der Eremitage von St. Petersburg mehr als 220 Objekte. Der damalige Staatspräsident Wladimir Putin setzte daraufhin eine Regierungskommission ein. Drei Jahre lang prüften 700 Experten landesweit das Inventar von rund 1.800 russischen Museen. Das jetzt vorgelegte Ergebnis ist erschütternd: Vermisst werden 182.700 Kunstgegenstände.

Sie verschwanden durch illegalen Verkauf, Diebstahl oder schlicht durch Schlamperei. Vollständig sind nur die Bestände im Kreml, im Weltkriegsmuseum und in der früheren Zarenresidenz von St. Petersburg. Andrej Bussygin, Leiter der Untersuchungskommission, klagte, dass die meisten Museen nur unzureichend gegen Diebstahl gesichert seien. Auch in den Depots ginge es oft allzu hemdsärmelig zu: In Perm z.B. bewahrt das örtliche Museum seine Ikonen einfach in einem Glockenturm auf, und in St. Petersburg lagerte man wertvolle Stücke achtlos in einem Keller ein, der bereits zweimal überschwemmt wurde.

Aktionen & Projekte

Phaenomenale 2010

Seit 2007 organisieren der Kunstverein Wolfsburg, das städtische Kulturbüro und das Science Center Phaeno alljährlich das Science & Art-Festival „Phaenomenale". In diesem Jahr steht die Wolfsburger Veranstaltungsreihe unter dem Motto „Riskio Unlimited? Spekulation als wissenschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Praxis". Der Kunstverein Wolfsburg beteiligt sich an diesem Festival mit der Ausstellung „The Art Of Speculation" (bis 2. Mai 2010).

Den größten Risiken ist man bekanntlich beim Spekulieren an der Börse ausgesetzt: „In der Wirtschaft werden mit Spekulationen kurzfristige Investitionen bezeichnet, die ein höheres Risiko bedeuten aber auch höhere Renditen versprechen. Gerade letztere sind durch die ökonomischen und politischen Vorgänge der letzten Jahre in Misskredit geraten." In den einzelnen Ausstellungsbeiträgen ist die Begrifflichkeit allerdings weiter gefasst; sie überschneidet sich zum Teil auch mit „Fiktion" und „Imagination".

In diesem Bedeutungsfeld thematisieren die Künstler den allgemeinen umgangssprachlichen Begriff der Spekulation als „einer ungesicherten Mutmaßung über etwas" oder auch den Begriff der „Hypothese" in den Naturwissenschaften und in der Philosophie: „Dabei handelt es sich um Vermutungen jenseits des Empirischen. Es werden Fragen aufgeworfen, die einer rationalen Grundlage entbehren" (Pressetext). Künstlerliste: Jekaterina Anzupowa, Hubert Blanz, Harun Farocki, Samantha Rees, Lars-Andreas Tovey Kristiansen, Max Müller, John Pilson, Linda Weiss.

Aktionen & Projekte

Swinger Club

Das Kasseler Kunstpublikum erinnert sich noch daran, wie Christoph Büchel 2008 ein Solarium und einen Billig-Supermarkt in das Museum Fridericianum verpflanzte. Seine Strategie, reale Räume in ein Museum zu transformieren, erprobte er nun im Februar 2010 in der Wiener „Secession". Deren Räume verwandelte er in das Ambiente eines echten Swinger-Clubs, zusammen mit den Betreibern eines solchen Etablissements.

Wer in der „Secession" an griechischen Kitschvasen als Kondom-Behälter vorbei zu dem Raum mit dem berühmten Beethoven-Fries von Gustav Klimt vordrang, der sah sich dort nunmehr mit einer Dekoration konfrontiert, die aus einem ausgestopften Löwen und Palmen bestand. Abend und nachts konnte man sich im Angesicht des Klimt-Werks dann auch physisch vergnügen wie sonst nur in einem echten Swinger Club.

Naturgemäß empörte sich darüber die Kultursprecherin der rechtslastigen FPÖ, Heidemarie Unterreiner, und neben dem vermeintlichen Sittenverfall prangerten Teile der Presse wie in solchen Fällen auch sonst üblich eine angebliche Verschwendung von Steuergeldern an. Der Wiener „Kurier" gab allerdings der „Secession" die Gelegenheit, vorzurechnen, „dass sich das Projekt voll selbst trage. Der Club hat selbst Sponsoren lukriert, die Installationskosten  (ca. 90.000 Euro) würden durch Eintritte und durch Mieteinnahmen für die Räume sowie für Werbeflächen an der Fassade eingespielt."

Aktionen & Projekte

Am 19. und 20. Juni 2010 laden hessische Unternehmen wieder zur Besichtigung der Kunstwerke ein, die sich in ihrem Besitz befinden: „Kunst privat" heißt die Initiative, die in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal sonst nicht öffentlich zugängliche Ankäufe und Sammlungen vorstellt. Etwa 30 Unternehmen beteiligen sich landesweit an der Aktion.

Aktionen & ProjekteSaarbrücken

Ausgang City-Aufgang Nord

Kai Bauer kuratiert in Saarbrücken eine Projektreihe mit künstlerischen Interventionen im Eurobahnhof-Viertel und in der Innenstadt. Die Installationen tragen den Obertitel „Ausgang City - Aufgang Nord" und finden im Rahmen des Jahresprogramms „Kunstraum Saarbrücken 2010" statt. Künstlerliste: Byung Chul Kim, Bernadete Fernandes, Jürgen Palmtag, Simone Decker sowie Köbberling/Kaltwasser. Das Projekt ist mit anderen Aktivitäten in Saarbrücken vernetzt, z.B. mit Veranstaltungen von Studenten an der HBK Saar parallel zur Aufstellung von Skulpturen von Michael Sailstorfer an der Europaallee. Für den 23. April 2010 ist eine Podiumsdiskussion über „Kunst im öffentlichen Raum" im Kunstzentrum KUBA angekündigt.

Aktionen & Projekte

Ping Pong Künstlerpost

Die Kunstproduktion ist eine einsame Angelegenheit. Der Künstler ringt in der Abgeschiedenheit des Ateliers um den Zusammenklang von Form und Inhalt bzw. Form und Farbe. Manche Maler oder Bildhauer weigern sich auch, Besuchern unfertige Werke zu zeigen und lassen niemanden in ihr Atelier. Doch irgendwann drängt es die Künstler dazu, ihre Werke zur Diskussion zu stellen, und am liebsten schätzen sie dabei die Fachkompetenz ihrer Kollegen.

Der Deutsche Künstlerbund präsentiert in seinem Berliner Projektraum in der Rosenthaler Str. vom 5. März bis zum 21. Mai 2010 eine Ausstellung über „den direkten Austausch zwischen Künstlerinnen und Künstler untereinander. Angesprochene Fragen sind z.B.: Wie entsteht überhaupt eine künstlerische Arbeit? Welche Idee liegt ihr zugrunde? Wie artikulieren Künstler sich in ihrer eigenen Sprache? Gezeigt werden Korrespondenzen, die im Allgemeinen nicht den Weg in einen Ausstellungsraum finden." An der „Ping Pong Künstlerpost" beteiligt sind Nanne Meyer, F.W. Bernstein, Nora Schattauer, Eva-Maria Schön und Suse Wiegand.

Zu den Exponaten gehört eine Postkartenkorrespondenz mit Zeichnungen zwischen Nanne Meyer und F.W. Bernstein. Ihr Bildwechsel ist mittlerweile auf fast 400 Karten angewachsen. Auch die beiden Künstlerinnen Nora Schattauer und Eva-Maria Schön korrespondieren seit vier Jahren „in der Art eines Wechselspiels per Post über ihre Kunst" und senden sich gegenseitig Werkproben zu. Suse Wiegand verschickt Fotografien und Text an ausgewählte Personen und Freunde per E-mail. „Die Worte sind eine spontane Aufforderung für das Bild oder/und für den Blick des Lesers..."  Dabei „fällt die Nachricht unmittelbar in eine neue Umgebung und macht Sinn und Unsinn."

Ausschreibungen

Gay Games Cologne

Die VIII. Gay Games Cologne 2010 finden zwischen dem 31. Juli und 7. August 2010 in Köln statt. Dazu wird ein Kunst-Wettbewerb zum Thema „Bewegung" ausgerichtet. Dabei geht es nicht nur um Bewegung im physisch-athletischen, sondern auch in metaphorischem Sinne: „Die Bewegung steht für das Leben, so wie der Stillstand für den Tod steht." Weiterführende Informationen auf der Internetseite www.games-cologne.de/ unter Kultur oder per E-Mail: art@games-cologne.de.

Ausschreibungen

Ehrenfelder Kunstpreis

Der Kunstverein Kultur Köln 30 und die Interessengemeinschaft Köln-Ehrenfeld loben den Ehrenfelder Kunstpreis zur Gestaltung eines Plakates für ein Straßenfest am 14./15. August 2010 aus. Die Ausschreibung richtet sich an Profi-Künstler (keine Grafiker!). Die Preisgelder für die drei Sieger betragen 1.000/350/150 Euro. Teilnahmewillige müssen vorher eine Bearbeitungsgebühr von 10 Euro auf das Konto 223 120 86 (Sparkasse Köln/Bonn), BlZ 370 501 98 einzahlen.

Es wird erwartet, dass der erstplatzierte Sieger an Terminen vor Ort teilnimmt (Presse, Preisverleihung). Daher sind Bewerbungen aus dem Großraum Köln am sinnvollsten. Grundlage für die Auswahl sind Kataloge, Pressetexte u.ä. Keine fertigen Entwürfe einschicken! Der Wettbewerbssieger soll dann binnen zehn Tagen drei Entwürfe erarbeiten, aus denen einer ausgewählt wird. Einsendeschluss: 30. Mai 2010. Bewerbungen an: Kultur Köln 30, Postfach 300 444, 50774 Köln.

Ausschreibungen

Münsteraner Förderpreis

Der Förderpreis des Westfälischen Kunstvereins Münster ist mit 5.200 Euro dotiert. Das Thema in diesem Jahr lautet „Konzeptuelle Strategien". Ausgezeichnet wird eine künstlerische Position, die „eine konzeptuelle Herangehensweise als Fundament künstlerischer Arbeit versteht, gleichzeitig aber aktuelle thematische Anknüpfungspunkte und eigenständige Ausdrucksformen dafür findet." Es gibt in diesem Jahr keine medienspezifische Gattungsbeschränkung. Altersgrenze: 35 Jahre.

Bewerbungsformular und Dokumentationsmaterial (z.B. Installationsansichten, Farbkopien, Projektskizzen, Texte, DVDs) sind bis zum 9. April 2010 einzureichen. Achtung: Keine Originale einsenden, Rückporto beilegen! Abrufen der Bewerbungsunterlagen: brohm@westfaelischer-kunstverein.de  oder www.westfaelischer-kunstverein.de unter „Presse". Kontakt: Westfälischer Kunstverein, Friesenring 40, 48147 Münster, Tel. 0251-46157.

Ausschreibungen

Künstlerinnen mit Kind

Das Land Nordrhein-Westfalen vergibt fünf Stipendien für Bildende Künstlerinnen mit Kindern. Von August bis Dezember 2010 wird eine Fördersumme von je 1000 Euro pro Monat überwiesen. Bewerben können sich alle Bildenden Künstlerinnen mit mindestens einem Kind unter 14 Jahren, die in Nordrhein-Westfalen leben. Einsendeschluss ist der 2. Juni 2010. Das Frauenkulturbüro NRW übernimmt die Organisation der Stipen­dienvergabe im Auftrag der Kulturabteilung des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen.

Download Bewerbungsunterlagen: www.frauenkulturbuero.nrw.de , Kontakt: Frauenkulturbüro NRW e.V., Kulturzentrum Fabrik Heeder, Virchowstraße 130, 47805 Krefeld, Tel. 02151/ 39 30 25, Fax 02151/ 86 26 36, Ansprechpartnerin im Frauenkulturbüro NRW: Frau Sophia Boettcher-Willig, Tel. 02151/ 39 30 25, e-mail: info@frauenkulturbuero-nrw.de .

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