Architekturbiennale Venedig
Generalkommissar für den deutschen Pavillon ist das Büro „Walverwandtschaften" (Cordula Rau, Eberhard Tröger und Ole W. Fischer). Das Thema der Ausstellung im deutschen Pavillon ist „Sehnsucht". „Mit dem Thema 'Sehnsucht' gehen die Kuratoren dieses Jahr den emotionalen und sinnlichen Aspekten der Architektur nach. Das sind Aspekte, die auf dem internationalen Parkett nicht unbedingt als erstes mit deutscher Architektur in Verbindung gebracht werden. In den porträtierten Bauwerken spiegeln sich kollektive und individuelle Sehnsüchte wider. Das herauszuarbeiten ist ein Versuch, einen Blick in die Seele unserer Gesellschaft zu wagen", kommentierte Jan Mücke, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesbauminister, das Konzept. Das Bundesbauministerium fördert den deutschen Beitrag zur größten internationalen Architekturausstellung auch in diesem Jahr wieder mit rund 500.000 Euro. (Ausstellung 29.8.-21.11.2010).
7. Taipei Biennale
Diese Biennale soll nicht nach dem gängigen Muster „e-flux-Anzeige + (Budget x Ausstellungsfläche / Anzahl der Künstler)" gestrickt werden. Hongjohn Lin und Tirdad Zolghadr, Kuratoren der 7. Taipei Biennale (4.9.-14.11.2010), wollen die Produktionsbedingungen von Biennalen untersuchen und das traditionelle Format neu strukturieren. Sie verzichten bewusst auf einen Titel und wollen auch Künstler als Co-Kuratoren in die Gestaltung der Ausstellung mit einbeziehen.
Ihre Ausstellung baut auf Ideen und Projekten früherer Ausgaben auf, die von Künstlern unter dem Motto „TB08 Revisited" einer kritischen Revision unterzogen werden können: Lara Almárcequi, Burak Delier, Irwin und Superflex). Parallel dazu werden neu in Auftrag gegebene Werke gezeigt, Works in Progress sowie diskursive Infrastrukturen. Die Zahl der beteiligten Künstler ist jedoch begrenzt: gezeigt werden 37 Arbeiten von 23 Künstlern. Um einen Bezug zur örtlichen Kunstszene herzustellen, wurden unabhängige Kunstinstitutionen aus Taipei eingeladen, auf verschiedenen Ebenen mit der Biennale zu kooperieren. Mit der Einführung so genannter „Sputniks", kritischer Begleiter, die ständig schonungsloses Feedback liefern, will man die „Dualität zwischen der korrupten Intellektualität und der naiven Autonomie" aufbrechen.
Hongjohn Lin arbeitet als Künstler, Autor und Kurator. 2004 nahm er an der Taipei Biennale teil, 2007 kuratierte er den taiwanesischen Pavillon der Venedig Biennale. Tirdad Zolghadr lebt als unabhängiger Kritiker und Kurator in Berlin. Er organisierte den UAE Pavillon auf der Biennale von Venedig 2009 und ist kuratorischer Berater des Artist Pension Trust und des Guggenheim Abu Dhabi.
Foto-Triennale Esslingen
„Mapping Worlds" lautet der Titel der 8. Foto-Triennale Esslingen. Die Ausstellung zeigt und befragt Weltbilder beziehungsweise Bilder dieser Welt, darunter auch Bilder fremder Kulturen. Ein „Insert" von 200 historischen Dokumentar-Fotografien zeichnet unter dem Titel „Aufbruch in die Gegenwart" die Entwicklung eines Landes von einem Agrar- zum Industrieland in der Zeit von 1840 bis 1960 nach.
„Wie erschließt sich im geschichtlichen Rückblick Gegenwart? Wie prägt sich kulturelle Vielfalt aus? Wie ergänzen sich und beeinflussen einander parallel existierende Wertesysteme?" lauten die Fragestellungen, auf die die Fotografien von 18 internationalen Künstlern Antwort geben sollen. (27.6.-19.9.2010., Villa Merkel, Bahnwärterhaus und Galerie im Heppächer).
Sizilianische Gastspiele
Unter dem Titel „Others" geben die Athen Biennale, die Istanbul Biennale und die Biennale Marrakesch sommerliche Gastspiele auf Sizilien. Im Palazzo Riso in Palermo werden Videoarbeiten, Filme, Architekturskulpturen und Installationen von 26 Künstlern der III. Internationalen Kunstbiennale Marrakesch gezeigt (10.7. bis 28.11.2010). In Catania hat das Gründer- und Kuratorenteam der ersten Athen Biennale, XYZ (Xenia Kalpaktsoglou, Poka-Yio, Augustine Zenakos) eine Ausstellung mit Werken von 18 Künstlern der ersten beiden griechischen Biennalen zusammengestellt. Parallel dazu präsentiert das Kollektiv WHW 26 ausgewählte Teilnehmer der 11. Istanbul Biennale (Fondazione Puglisi Consentino, 9.7.-7.11.2010).
Kuratorin in Lyon
Die Argentinierin Victoria Noorthoorn wurde zur Kuratorin der 11. Biennale von Lyon im Jahr 2011 ernannt. Noorthoorn arbeitet derzeit als freie Kuratorin, zuvor war sie Projektkoodinatorin am MoMA, New York, Assistenzkuratorin für zeitgenössische Ausstellungen in The Drawing Center, New York, und Kuratorin des Malba - Fundación Costantini in Buenos Aires. Die 11. Biennale Lyon findet statt vom 15.9.-31.12.2011.
Manifesta 8
Aufgrund eines angekündigten Generalstreiks ist die Eröffnung der manifesta 8 um eine Woche verschoben worden. Offizieller Eröffnungstag ist der 9. Oktober 2010. Die Ausstellung läuft dann bis zum 9.Januar 2011.
Zu den Künstlern, die auf der Manifesta 8 neue Arbeiten zeigen werden, gehören Simon Fujiwara (geb. 1982, Preisträger des diesjährigen Cartier Awards, des Baloise Prize 2010 und nominiert für den Future Generation Art Prize 2010), Hassan Khan (geb. 1975, gilt zurzeit als einer der aktivsten und spannendsten Künstler im Mittleren Osten) und Ryan Gander (geb. 1976, Träger des Baloise Prize 2005 und des Zurich Art Prize 2009).
Das erste Kunstwerk der dOCUMENTA (13) kann bereits besichtigt werden: am 21. Juni 2010 wurde Guiseppe Penones „Idee di Pietra" im Staatspark Karlsaue in Kassel eingeweiht. Die fast neun Meter hohe Bronzeskulptur passt sich in die Parklandschaft ein. An ihrem Fuß wurde ein weiteres kleines Bäumchen eingepflanzt, das bis zur Eröffnung der Ausstellung in zwei Jahren wachsen soll. „Dieses Ereignis findet am Tag der Sommersonnenwende statt, wenn die Sonne ihren höchsten Stand am Himmel erreicht", kommentierte Carolyn Christov-Bakargiev die Aktion. „Wir feiern den Beginn des Sommers und der Schaffenskraft von Kunst mit diesem Augenblick im Park - dem Pflanzen eines Baumes."
Diskussion um deutschen Pavillon
Arno Sighart Schmid, Präsident der Bundesarchitektenkammer hat sich für den Abriss und einen Neubau des deutschen Pavillons auf dem Biennale-Gelände in Venedig ausgesprochen. „Der Pavillon entspricht so ganz und gar nicht mehr unserem demokratischen Staatsverständnis", erklärte Schmid, „Es wird Zeit, dass wir uns vom jetzigen Gebäude mit der ausgeprägt nationalsozialistischen Monumentalität verabschieden."
Der deutsche Pavillon wurde 1909 von dem italienischen Architekten Daniele Donghi als antiker Tempelbau errichtet und 1938 von Ernst Haiger im Auftrag der Nazis zu seiner jetzigen Form umgestaltet. Unter den Kuratoren gilt der Pavillon schon lange als schwer bespielbarer Ort. Auch Christoph Schlingensief, Gestalter der nächsten Kunst-Biennale 2011, würde das Haus am liebsten „auf Knopfdruck wegklicken".
Schmid bemängelte ferner, dass der Pavillon seine einmalige Lage direkt am Ufer der Lagune nicht nutzt: „In vielen Metropolen der Welt gilt eine Lage am Wasser immer als ein besonders attraktiver Standort, hier gibt es nicht einmal eine Fensteröffnung zur Lagune", beschreibt er die Situation. Er schlägt einen Architektenwettbewerb vor und sieht auch in den italienischen Denkmalschutzbestimmungen „keine unüberwindliche Hürde".
Bice Curiger kuratiert 54. Biennale von Venedig
Die Schweizer Kunsthistorikerin und Kuratorin Bice Curiger (geb. 1948) wurde zur Kuratorin der internationalen Ausstellung der 54. Biennale von Venedig (2011) berufen. Die Mitbegründerin und Chefredakteurin der Zeitschrift „Parkett" arbeitet seit 1993 als Kuratorin am Kunsthaus Zürich.
Curigers erster Kommentar: „Die Biennale ist eine Ausstellung, die traditionell ein sehr weit gefasstes Publikum anzieht - von Professionals bis zu so genannten ‚Amateuren‘ und Kunstliebhabern. Diese Tatsache ermöglicht es, über den ausgeprägt kommunikativen Aspekt zeitgenössischer Kunst zu reflektieren, die den Betrachter in hohem Maße mit einbezieht und kompromittiert - und so ein zeitgenössisches Bild des Indiviuums vor dem breiten kollektiven und sozialen Kontext zu entwerfen."
Schlingensief gestaltet Deutschen Pavillon
Christoph Schlingensief gestaltet den Deutschen Pavillon auf der Biennale Venedig 2011. Für Kuratorin Susanne Gaensheimer zeichnet sich sein Werk durch „beispiellose Radikalität" aus. „Ich halte ihn für einen der ganz wesentlichen Künstler dieses Landes und stelle mir vor, dass durch seine künstlerische Vision der Deutsche Pavillon zu einem Ort der Kommunikation und des kosmopolitischen Geschehens wird," sagte die Direktorin des Frankfurter Museums für Moderne Kunst gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger. Bereits 2003 hatte der Regisseur sein Projekt „Church of Fear" im Rahmen der Biennale vorgestellt.
6. berlin biennale
Die 6. berlin biennale (11.6.-8.8.2010) hat keinen Titel. Das ist Programm. Kuratorin Kathrin Rhomberg setzt nicht auf griffige Slogans, sondern auf inhaltlichen Tiefgang: „Lassen Sie uns über die Risse in der Wirklichkeit sprechen, über den Abstand zwischen der Welt, über die geredet wird, und der Welt, die tatsächlich da ist. Aber wozu diese Unterscheidung? Weil die Wirklichkeit immer das Andere ist? Oder die Anderen? Alles, was draußen wartet? Sprechen wir über die Selbsttäuschungen, da, wo die Wirklichkeit zu schmerzhaft wird. Sprechen wir vom fiktionalen Arsenal der Massenmedien und des Konsums, von den Rhetoriken der Ablenkung und der Beschwichtigung. Müsste uns das nicht endlich zur Frage nach der Kunst der Gegenwart führen, nach ihrem Verhältnis zur Wirklichkeit?" (Pressetext).
In einen (kunst-)historischen Kontext gesetzt wird die Biennale durch eine Ausstellung mit Werken von Adolph Menzel (1815-1905), die der amerikanische Kunsthistoriker Michael Fried auf Einladung von Kathrin Rhomberg in Zusammenarbeit mit der Alten Nationalgalerie und dem Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin kuratiert.
Auftakt der 6. Berlin Biennale bildet das durch die Europäische Kommission geförderte Projekt „Artists Beyond", mit dem die Produktion von Künstlerinnen und Künstlern an ihren Wirkungsstätten in einen öffentlichen Dialog eingebunden wird. Veranstaltungen vor Ort stellen den Entstehungsprozess der Werke für die 6. Berlin Biennale der jeweiligen lokalen Öffentlichkeit vor. An dem Projekt nehmen teil: Mark Boulos (Amsterdam), Phil Collins (Glasgow und Berlin), Marcus Geiger (Wien), Nibar Güreş (Istanbul), Petrit Halilaj (Berlin, Runik/Kosovo und Bozzolo/Italien), Thomas Locher (Kopenhagen und Berlin) und Marie Voignier (Paris). Erster künstlerischer Beitrag der Biennale ist Michael Schmidts Fotoserie „Frauen". Die Schwarz-Weiß-Aufnahmen sollen die Ausstellung im öffentlichen und medialen Raum begleiten.
dOCUMENTA (13): Notizen im Vorfeld
Spätestens seit Okwui Enwezor die documenta 11 in fünf „Plattformen" aufteilte, von denen die ersten vier im Vorfeld der eigentlichen Ausstellung an den verschiedensten Orten weltweit stattfanden, ist klar: Die documenta-Ausstellungen beginnen nicht erst am Tag der Eröffnung in Kassel, sondern schon lange vorher. Carolyn Christov-Bakargiev, künstlerische Leiterin der im Sommer 2012 stattfindenden dOCUMENTA (13), will ihrerseits mit einer Reihe von „Notizbüchern" auf die Großausstellung einstimmen.
Für die Serie mit dem Titel „100 Notizen - 100 Gedanken" werden Autoren aus den verschiedensten Disziplinen - Kunst, Naturwissenschaft, Philosophie, Psychologie, Anthropologie, Wirtschafts- und Politikwissenschaft, Linguistik, Literaturwissenschaft und Lyrik - Beiträge verfassen. Die Reihe soll einen Forschungsraum rund um die dOCUMENTA (13) eröffnen und untersuchen, wie das Denken als Ausgangspunkt für menschliche Vorstellungen von der Welt funktioniert. Die „Notizbücher" erscheinen ab Ende 2010 im Hatje Cantz Verlag.
11. Triennale Kleinplastik Fellbach
Nachdem bei der 10. Triennale Kleinplastik Fellbach die Kategorie der „Kleinplastik" infrage gestellt wurde, macht Kuratorin Ulrike Groos diesmal das kleine Format in der Skulptur explizit zum Thema. „Larger Than Life - Stranger Than Fiction" lautet der Titel der 11. Ausgabe (12.6.-11.10.2010), in der Groos das „Kleine" in seinem ästhetischen Eigenwert und mit seinen inhaltlichen Möglichkeiten aufzeigen möchte.
Ausgehend von der Beobachtung, dass die kleinformatige oder kleinteilige Skulptur in der Kunst der Gegenwart in vielfältigen Positionen präsent ist, wird sie überwiegend aktuelle Werke und neu produzierte Arbeiten, aber auch frühere Werke und historische Referenzobjekte von 50 internationalen Künstlen präsentieren. Neben Skulpturen und Skulpturenensembles werden Videos und Filme ausgestellt, deren Protagonisten Knet- und Marionettenfiguren sind. Eine eigens für die Präsentation kleinformatiger Arbeiten geschaffene Ausstellungsarchitektur soll die große Halle der Alten Kelter zur angemessenen Bühne für kleinplastische Arbeiten machen.
Postmonument
Die 14. Internationale Skulpturenbiennale von Carrara (26.5.-31.10.2010) widmet sich dem Denkmal, das nach Ansicht von Fabio Cavallucci in den letzen einhundert Jahren radikal “ent-monumentalisiert” wurde. In einem historischen Exkurs will der Kurator Beispiele monumentaler Denkmäler des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts sowie Modelle aus der Zeit des Faschismus und des sowjetischen und chinesischen sozialistischen Realismus zeigen. Hauptakzent der Schau liegt jedoch auf zeitgenössischen Arbeiten, von denen viele speziell für die Biennale entstehen werden.
Künstler: Carl Andre, Giorgio Andreotta Calo, Huma Bhabha, Rossella Biscotti, Monica Bonvicini, Carlos Bunga, Cai Guo-Qiang, Valentin Carron, Maurizio Cattelan, Marcelo Cidade, Nemanja Cvijanović, Sam Durant, Urs Fischer, Yona Friedman, Cyprien Gaillard, Antony Gormley, Thomas Houseago, Daniel Knorr, Terence Koh, Liu Jianhua, Paul McCarthy, Ohad Meromi, Gustav Metzger, Deimantas Narkevicius, Kristina Norman, Damián Ortega, Santiago Sierra, Rirkrit Tiravanija, Kevin van Braak, Yelena Vorobyeva and Viktor Vorobyev, Gillian Wearing, Yerbossyn Meldibekov and Nurbossyn Oris, Artur Żmijewski.
Biennale für internationale Lichtkunst
Zu den Ausstellunsprojekten im Rahmen von Ruhr.2010 gehört die erste Biennale für internationale Lichtkunst. Die künstlerische Leitung hat Matthias Wagner K., dessen Konzept sich an Jan Hoets Genter Ausstellung „Chambres d'amis" (1986) orientiert: Schauplatz der Biennale sind 60 private Räumlichkeiten von Einwohnern der Städte Bergkamen, Bönen, Fröndenberg/Ruhr, Hamm, Lünen und Unna. Die eingeladenen Künstler sollen in ihren Arbeiten Bezug nehmen zu den Orten, den privaten Räumen und den Menschen, die diese bewohnen oder in ihnen tätig sind.
Bereits von 2002 bis 2009 entwickelte Matthias Wagner K. als künstlerischer Gesamtleiter einen Parcours von Lichtkunstwerken in der Hellweg Region. Zu seinen kuratorischen Grundsätzen gehört es, immer wieder neu zu verhandeln, was Kunst sein kann: „Verschiebung und Verdichtung sind dabei anwendbare Methoden und ebenso der kritische Umgang mit den ökonomischen Rahmenbedingungen, den gesellschaftlichen Kontexten sowie mit den Präsentationssystemen - etwa den Veranstaltungsformaten oder der gestalterischen Inszenierung".
Eingeladen hat er u.a. John M. Armleder, Angela Bulloch, Olafur Eliasson, Sylvie Fleury, Joseph Kosuth, Olaf und Carsten Nicolai, Gunilla Klingberg, Maix Maier, Anny & Sibel Öztürk, Saburo Teshigawara, James Turrell und Jun Yang.
4. Bukarest Biennale
Felix Vogel (geb. 1987) ist Kurator der 4. Bukarest Biennale „Handlung. On Producing Possibilities" (21.5.-25.7.2010). In seinem Konzept hebt Vogel bewusst ab auf die Vieldeutigkeit des deutschen Wortes „Handlung", das zwischen Aktion, Aktivität, Tätigkeit und Teilnahme oszilliert, zugleich auch Geschichte oder Erzählung bedeuten kann. Vogel will das vermeintliche Versprechen von Kunst im öffentlichen Raum untersuchen: Schafft sie Möglichkeiten für politische Aktion? Oder trägt das Kunstwerk diesen Moment der Aktion bereits in sich? Die Biennale will den Austausch mit den städtischen und politischen Kontexten der Stadt intensivieren, weshalb nicht nur bildende Künstler, sondern auch Architekten, Politiker, Anthropologen u.a. eingeladen werden.
Felix Vogel lebt und arbeitet in Karlsruhe und Konstanz. Der Kurator und Theoretike befasst sich mit den Beziehungen von Ästhetik und sozialer Sphäre. Vogels jüngste Ausstellungsprojekte waren „100 Dutch Minutes" (Bucharest, Cluj, Iasi, Timisoara), „1234567" (Karlsruhe) und „Holy Damn It!" (Karlsruhe). Vor kurzem veröffentlichte er bei OneStarPress (Paris) die Publikationen „Renaud Auguste-Dormeuil: Fin de representation" und „Lia Perjovschi: Sense". r





