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Titelthema Band 148, 1999

Ressource Aufmerksamkeit

Herausgegeben von Florian Rötzer

Der Mensch hat bekanntlich nur zwei Augen, mit denen er sehen, und zwei Ohren, mit denen er hören kann. Mit den Augen kann er ein Buch lesen, mit den Ohren einem Gesprächspartner lauschen. Beides im heutigen Zeitalter der überhöhten Geschwindigkeiten zugegebenermaßen nicht gerade optimale Ausnutzungen des Potenzials des menschlichen Erfassungsapparats. Man könnte nämlich schneller mehr erfassen, sich beispielsweise bewegte Bilder anschauen, Argumentationen in verkürzend aufbereiteter Form zur Kenntnis nehmen. Die immer größer werdende Menge an Information zwingt den Menschen jedoch verstärkt, seine Aufmerksamkeit möglichst ökonomisch zu verteilen. Florian Rötzer bezeichnet Aufmerksamkeit als eine "Ressource", laut Duden zum einen also eine Reserve, zum anderen ein "natürliches Produktionsmittel für die Wirtschaft". Tatsächlich steht sie jedem von uns in beschränktem Umfang zur Verfügung und tatsächlich versucht die Wirtschaft mit allen Mitteln, ein möglichst großes Stück für ihre Zwecke davon zu ergattern. Mit der zunehmenden Verbreitung neuer Technologien stößt die Aufmerksamkeit immer weiter an ihre "natürlichen" Grenzen. Das Dilemma: Auf der einen Seite gibt es zu viele Informationen und man sucht nach Filtern und anderen Selektionsmitteln, die dem Menschen einen Teil seiner Aufmerksamkeitsarbeit abnehmen, auf der anderen Seite wächst der Bedarf, immer weitere Informationen erzeugen und erheben zu können. Als Folge dieser Entwicklung werden die Informationen immer ausgefeilter gestaltet, um in der Konkurrenz der Masse wahrgenommen zu werden. Indem die Ästhetik dergestalt den Alltag erobert, zerfällt auch die traditionelle Arbeitsteilung zwischen Kunst und Wirklichkeit. Von dieser Entwicklung und den Konsequenzen, die die Kunst daraus gezogen hat, handelt die vorliegende Dokumentation. Zum Umgang mit Information im Medienzeitalter siehe auch „Transitorische Turbulenzen“ (Bände 127 und 128, 1994).

Alle Artikel zu diesem Titelthema ein-/ausklappen

Band 148, 1999, S. 176

Tilman Baumgärtel

Informationsrecycling

Kompostieren, recyceln oder alphabetisch sortieren: Eine Reihe von Internet-kunstprojekten entsorgen für ihre Betrachter den Info-müll

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Florian Rötzer

Inszenierung von Aufmerksamkeitsfallen

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Band 148, 1999, S. 98

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Florian Rötzer

Agentur für virtuelle Topmodels


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Band 148, 1999, S. 171

Harald Taglinger

Eine Website ist eine Website ist eine Website


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Band 148, 1999, S. 78

Michael H. Goldhaber

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Herbert W. Franke

Aufmerksamkeit - zwischen Irritation und Langeweile


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Band 148, 1999, S. 116

Charles Lumsden

Darwinistische Poetik

Aufmerksamkeit und Meta-Aufmerksamkeit in der Soziobiologie des Geistes

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Band 148, 1999, S. 122

Andreas Brill, Michael de Vries

Consuming CLAUDIA:

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Band 148, 1999, S. 128

Florian Rötzer

Pamela Anderson, Webstar Nummer 1

Auf einer offiziellen Website will sie jetzt selbst von der Aufmerksamkeit im Netz profitieren

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Band 148, 1999, S. 131

Chris Hables Gray

Cyborgs, Aufmerksamkeit und Ästhetik


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Folgt dem Führer


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Band 148, 1999, S. 139

Niels Werber

Zweierlei Aufmerksamkeit in Medien, Kunst und Politik


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Band 148, 1999, S. 152

Armin Medosch

In den Korridoren der Macht

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Rolf Sachsse

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Band 148, 1999, S. 58

Florian Rötzer

Das Web wird zum Massenmedium

Immer mehr Menschen zieht es zu einigen wenigen Websites

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Band 148, 1999, S. 64

Florian Rötzer

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Band 148, 1999, S. 74

Florian Rötzer

Was die Kunden wirklich kaufen wollen

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Band 148, 1999, S. 161

Ingo Rentschler, Erhardt Barth

Vom Vorteil der tätigen Veränderung bildlicher Vorstellungen


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Band 148, 1999, S. 106

Tilman Baumgärtel

»Kunst gibt einem die Lizenz, unverantwortlich zu handeln«

Matthew Fuller von der britischen Künstlergruppe I/O/D im Gespräch mit Tilman Baumgärtel

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Band 148, 1999, S. 108

Florian Rötzer

Zur Neurowissenschaft der Aufmerksamkeit

Ein Gespräch mit Wolf Singer, dem Direktor des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung in Frankfurt/M.

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