Titelthema Band 173, 2004
Kunst im Licht von Konkurrenz, Neid und Rivalität
Herausgegeben von Rainer Metzger

Auf die eher unschönen Seiten hinter dem zumeist ja glänzenden Auftreten der Kunst blickt Rainer Metzger in dieser spannenden Dokumentation. Den Herausgeber interessiert die gemeinhin verborgene, dunkle Kehrseite der Kunst-Medaille: Statt Genialität und Meisterschaft herauszustellen, dringt er ein in das finstere Dickicht von Konkurrenz, Neid und Rivalität.
In der Tat entpuppt sich das Thema als höchst virulent und alle Bereiche der Kunstszene tangierend. Die Geschichte von Künstlerkonkurrenz und Künstlerkampf zeichnet Sabine Poeschel in einem kenntnisreichen Aufsatz nach: vom historischen Paragone-Wettstreit der Gattungen bis zur Künstlerwettstreit als inszeniertem Spektakel reicht das Spektrum rivalisierender Auseinandersetzungen.
Doch nicht nur die Schöpfer der Werke haben mit Konkurrenz, Neid und Rivalität zu kämpfen. Auch Sammler und Kritiker geraten rasch in einen Sog rivalisierenden Verhaltens, ja selbst zwischen Fachmann und Laien kommt es zu unschönen Spannungen. Wie komplex das Geflecht von Konkurrenz, Neid und Rivalität im weiten Feld der Kunst ist, deutet auch Walter Holzers Untersuchung über Fälschungen und Aneignungen an.
Siehe auch “Künstlerehen“ (Band 28, 1978), „Künstler-Paare“ (Bände 106 und 107, 1990) und „Künstlergruppen“ (Band 116, 1991).
Alle Artikel zu diesem Titelthema ein-/ausklappen
Band 173, 2005, S. 34
Rainer Metzger
Kunst im Licht von Konkurrenz, Neid und Rivalität.
Editorial
weiterlesen
Band 173, 2005, S. 36
Rainer Metzger
Kunst im Licht von Konkurrenz, Neid und Rivalität
Einige Markierungen auf einem unendlichen Feld
weiterlesen
Band 173, 2005, S. 80
Martin Fritz
Ich will da rein!
Neid und Habgier im Kunstsystem unter besonderer Berücksichtigung von Eröffnungen
weiterlesen
Band 173, 2005, S. 90
Sabine Poeschel
Paragone - "Ein Duell vortrefflichster Künstler"
Zur Geschichte von Künstlerkonkurrenz und Künstlerkampf
weiterlesen
Band 173, 2005, S. 112
Walter Holzer
Art and its Double
Eine Collage von echter Fälschung über echte Zuneigung zu echter Aneignung
weiterlesen
Band 173, 2005, S. 132
Christian Demand
Kunst in Gefahr!
Fachmann und Laie: Noch eine Konkurrenzgeschichte.
weiterlesen
Band 173, 2005, S. 140
Rudolph Angermüller
"Erstaunliche Cabalen wieder sich"
Mozart und Salieri - Konkurrenten?
weiterlesen
Band 173, 2005, S. 150
Christian Wessely
Mimesis und Religiosität
Ein Blick auf den Ansatz René Girards
weiterlesen
Titelthema Band 155, 2001
Der gerissene Faden
Herausgegeben von Thomas Wulffen

Zeitgenössische Kunst zeigt sich heute so divers wie kaum zuvor. Neben den klassischen Medien wie Malerei und Skulptur stehen mittels technologischer Medien erzeugte digitale Ausdrucksformen. Mit der Einführung der „Nichtlinearität“ als Beschreibungs- und Darstellungskategorie unternimmt Thomas Wulffen den Versuch, diese Diversität zeitgenössischer Kunstformen zu begreifen. Der Begriff der „nichtlinearen Künste“ öffnet dabei das enge Feld der Bildenden Kunst zu anderen kulturellen Bereichen wie Film und Literatur.
Diskussionsgrundlagen liefern u. a. die Mathematiker Jürgen Kurths und Udo Schwarz in ihrem Aufsatz über die neuen Paradigmen und Konzepte nichtlinearer Wissenschaften, Markus Brüderlin mit seinem Beitrag über Virtual Reality und die Bildbegriffe ungegenständlicher Kunst sowie Manuel Bonik mit seinen Bemerkungen zum Verhältnis von Kunst und wissenschaftlichen Theorien des Geistes. Analysiert unter dem Aspekt der Nichtlinearität werden die Werke von knapp 30 Künstlern.
Alle Artikel zu diesem Titelthema ein-/ausklappen
Band 155, 2001, S. 48
Thomas Wulffen
Der gerissene Faden
Von der Wunderkammer zum Hypertext
Nichtlineare Techniken in der Kunst
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 64
Jürgen Kurths und Udo Schwarz
Nichtlineare Wissenschaften - neue Paradigmen und Konzepte
Zentrum für Dynamik komplexer Systeme, Universität Potsdam
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 70
Manuel Bonik
Erewhon forever
Bemerkungen zum Verhältnis von Kunst und wissenschaftlichen Theorien des Geistes
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 77
Carrie Asman
Wunderkammer-Europa
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 86
Stefan Banz
Näher an der Wirklichkeit
Muhammad Ali, Frank Zappa, Bruce Nauman
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 99
Hilde Teerlinck
Überlebensgröße
Stefan Banz im Migros Museum Zürich
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 149
Thomas Wulffen
Reproduktion: Für eine kleine Kunst
Reflexionen zum Werk von Eran Schaerf
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 136
Thomas Wulffen
Annette Begerow
Constant Memory
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 138
Jeremy Millar
Keith Tyson
The Sony Kit
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 141
Thomas Wulffen
Nichtlineare Projektionen
Die Videoarbeiten von Heike Baranowsky
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 144
Thomas Wulffen
Sabine Groß – Im Modell
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 249
Robert Krokowski
Katastrophentheoretische Interlinearversionen
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 254
Fritz Balthaus
Demo or die
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 259
Vitus H. Weh
Im Dickicht der Straßen
"Das Plakat" von Museum in Progress
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 262
Claudia Wahjudi
Netzwerke und die Grenze zur Neuen Ökonomie: Botschaft und Mikro
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 268
Stephan Schmidt-Wulffen
»Was hätte van Gogh gemalt, wenn er täglich drei Stunden ferngesehen hätte?«
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 273
Jeremy Millar
Etwas zwischen den beiden
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 277
Vitus H. Weh
Dokumentationstaumel
Ausstellungskataloge und ihre Ordnungssysteme
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 283
Anne Marie Freybourg
Ein Versuch aufs Ganze – Montagekonzepte bei Jean-Luc Godard
(für Jochen Steltzer)
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 288
Markus Krajewski
Ver(b)rannt im »Fahlen Feuer«
Ein Karteikartenkommentar
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 147
Thomas Wulffen
Reflexion der Inflation
Zu den Arbeiten von Pietro Sanguinetti
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 102
Jan Verwoert
Let's Get Lost!-?
Das Versprechen non-linearer Subjektmodelle und das Problem politischer Verantwortung
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 111
Marius Babias
How did you do it, Sascha?
Sascha "Arschloch" Anderson war Stasi-Im David Menzer - Ein deutsch-deutsches Fallbeispiel instrumenteller Historizität
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 114
Markus Brüderlin
Virtual Reality und die Bildbegriffe
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 120
Charles Harrison
Postscript: Wrongs
Indizes und andere Zahlen
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 216
Martin Conrads
Samplermuseum
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 222
Claudia Wahjudi
Carsten Nicolai
Systeme aus Klang und Bild
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 252
Susanne Titz
Das Ende des 20. Jahrhunderts
Betrachtungen zur Malerei von Anne Berning
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 228
Frank Frangenberg und Manfred Hermes
Anmerkungen zu einer nichtlinearen Malerei
JOCHEN KLEIN (Frank Frangenberg) und ULL HOHN (Manfred Hermes)
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 153
Frank Frangenberg
Roth Stauffenberg – Was erzählt uns die Black Box?
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 156
Jutta Koether
Robert Beck: »The Woods«
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 159
Frank Frangenberg
Tatsuo Miyajima
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 162
Thomas Wulffen
Roland Schappert
Umkehrung der Perspektive
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 164
Martin Stingelin
Das Netzwerk von Gilles Deleuze oder
Der nichtlineare Begriff des Begriffs
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 170
Ute Vorkoeper
Anders sein
Anna Oppermanns vermittlungen zwischen Welten
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 177
Harald Fricke
Franz Ackermanns »Mental-Map«-Zeichnungen und »Evasion«-Serien
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 180
Harald Fricke
Die Filme und Zeichnungen von Heinz Emigholz
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 183
Christoph Doswald
Gilles Barbier
Das Diagramm als Ausgangspunkt autopoietischer Simulationen
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 188
Sassa Trülzsch
Liam Gillick
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 194
Robert Fleck
Peter Kogler: Arbeiten im Raum
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 198
Marius Babias
Von der Superform zum Bildcontainer
Zu den neueren computergestützten Prints von Thomas Bayrle
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 202
Vitus H. Weh
Verhaltensenklaven und Farbblasen
Zum Werk von Urs Frei
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 205
Jan Verwoert
Maximale Sichtbarkeit
Nicht-lineare Gefühls-Effekte in den Videos von Ellen Cantor
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 209
Stefanie Sembill
Sarah Sze
Das Mädchen mit den Zündhölzern?
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 212
Barbara Steiner
Rirkrit Tiravanija
»ON STAGE«
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 293
Martin Berghammer
»Where do you want to play today?«
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 296
Florian Waldvogel
Charaktermaske Kurator
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 236
Inke Arns
»Unformatierter ASCII-Text sieht ziemlich gut aus«
Die Geburt der Netzkunst aus dem Geiste des Unfalls
weiterlesen
Band 155, 2001, S. 243
Stefan Heidenreich
Bilderströme
Lineare und nichtlineare Relationen zwischen Bildern
weiterlesen
Titelthema Band 154, 2001
Der homoerotische Blick
Herausgegeben von Heinz-Norbert Jocks

Diese von Heinz-Norbert Jocks herausgegebene Dokumentation, versteht sich als Bestandsaufnahme, ja als exemplarischer Überblick auf die stark gewandelte Situation der Homosexuellen in westlichen Gesellschaften. Die Frage lautete, ob es einen homoerotischen Blick gibt, was ihn ausmacht und wie er sich in Kunst, Literatur, Philosophie, Film, Mode und Reklame, in der DJ-Musik und auf der Theaterbühne darstellt.
Bei den beispielhaften Künstler-Interviews (u. a. mit Gilbert & George, Duane Michals, Pierre & Gilles, Nan Goldin und Wolfgang Tillmans) wird deutlich, wie sehr deren biografische Notizen jeweils den Wandel des Gesellschaftlichen widerspiegeln. Gleiches gilt auch für die Ausstellungsmacher Peter Weiermair und Rafael von Uslar, die sich beide recht unterschiedlich, aber geradezu generationsbedingt mit dem Aspekt der Homosexualität befassen.
Zum Thema siehe auch „Erotik in der Bildenden Kunst“ (Band 2, 1973) und „Erotik in der Kunst heute“ (Band 46, 1981).
Alle Artikel zu diesem Titelthema ein-/ausklappen
Band 154, 2001, S. 86
Christoph Geiser
Von der (Ent-)Fesselung der (An-)Rede
weiterlesen
Band 154, 2001, S. 44
Heinz-Norbert Jocks
Der homoerotische Blick
weiterlesen
Band 154, 2001, S. 46
Heinz-Norbert Jocks
Eine Essaybrücke zum anderen Ufer
Von Heinz-Norbert Jocks
Für Martin M.
weiterlesen
Band 154, 2001, S. 79
Heinz-Norbert Jocks
Der erotisierte Körper
Erste Annäherung an den vom Begehren geweiteten, verzehrenden, alles erwartenden Blick
Ein Gespräch mit Christoph Geiser
weiterlesen
Band 154, 2001, S. 193
Christoph Klimke
»Die Welt will mich nicht mehr und weiß es nicht«
Über die Bilder von Federico García Lorca und Pier Paolo Pasolini
weiterlesen
Band 154, 2001, S. 202
Jutta Zaremba
Label Lesbenfilm
weiterlesen
Band 154, 2001, S. 213
Antje Olivier
Von der passiven Muse zur aktiven Künstlerin
Der homo-erotische Blick von Frauen und seine lange Verdrängungsgeschichte
weiterlesen
Band 154, 2001, S. 226
Heinz-Norbert Jocks
Das eigentlich lebbare Leben
Ein Gespräch mit Werner Schroeter
weiterlesen
Band 154, 2001, S. 244
Heinz-Norbert Jocks
Das Flüstern der Haut des Mannes
Ein Gespräch mit Duane Michals
weiterlesen
Band 154, 2001, S. 314
Heinz-Norbert Jocks
Von der Zerbrechlichkeit der Nacktheit und der unerschrockenen Suche nach Glück
Ein Gespräch mit Wolfgang Tilllmans
weiterlesen
Band 154, 2001, S. 328
Heinz-Norbert Jocks
Halb Macho, halb Engel
Ein Gespräch mit Salomé
weiterlesen
Band 154, 2001, S. 343
Heinz-Norbert Jocks
Amanda Lear, die emanzipierte Muse, die mich rettete
Ein Gespräch mit Jan Schüler
weiterlesen
Band 154, 2001, S. 359
Heinz-Norbert Jocks
»VaterMutterIch« und die schwule Familie
Ein Gespräch mit Ingo Taubhorn
weiterlesen
Band 154, 2001, S. 268
Heinz-Norbert Jocks
Der bigotte Charme der homophoben Bourgeoisie
Ein Gespräch mit Gilbert & George
weiterlesen
Band 154, 2001, S. 281
Heinz-Norbert Jocks
Schwuler Eros und Thanatos
Ein Gespräch mit Pierre & Gilles
weiterlesen
Band 154, 2001, S. 294
Heinz-Norbert Jocks
Der Glamour der Queer-Sicht
»warum ich mich wie ein schwuler Mann in einem weiblichen Körper fühle«
Ein Gespräch mit Nan Goldin
weiterlesen
Band 154, 2001, S. 91
Philippe Deriviere
Ein schwules Leben
weiterlesen
Band 154, 2001, S. 95
Heinz-Norbert Jocks
Philosophische Überlegungen zur Schwulenfrage
Ein Gespräch mit Didier Eribon
weiterlesen
Band 154, 2001, S. 106
Heinz-Norbert Jocks
Das quere Bild vom männlichen Körper
Ein Gespräch mit Peter Weiermair
weiterlesen
Band 154, 2001, S. 112
Heinz-Norbert Jocks
Die Subversion des anderen Sehens
Zwischen hoher und Subkultur
Ein Gespräch mit Rafael von Uslar
weiterlesen
Band 154, 2001, S. 132
Heinz-Norbert Jocks
Rückblick auf eine Ausstellung, die den Queer-Blick durchquerte
Gespräche mit den Kuratoren Martin van Nieuwenhuyzen und Hripsimé Visser sowie den Künstlern Nicole Eisenman, John Lindell, Albert van Westing, Matts Leiderstam und Arnoud Holleman
weiterlesen
Band 154, 2001, S. 152
Birgit Richard
Metrosexual
Schwule Crossovers in den Mainstream
weiterlesen
Band 154, 2001, S. 166
Heinz-Norbert Jocks
Von der Anmut des coolen Schwulen
Ein Gespräch mit Ulf Poschardt
weiterlesen
Band 154, 2001, S. 179
Andreas Wilink
Es ist eine schlechte Zeit für Gefühle
Unordentliche Gedanken über Homosexualität, den spezifischen Blick von Filmemachern des Gleichgeschlechtlichen und die stehende Formel der Sehnsucht
weiterlesen
Titelthema Band 145, 1999
Künstler als Gärtner
Herausgegeben von Paolo Bianchi

Abgesehen von der chinesischen Mauer, den ägyptischen Pyramiden und anderen Zweckbauten ist der Garten die größte vom Menschen geschaffene Kunstform. Während Land-Art-Künstler klare Gedanken mit Punkt und Komma in die Landschaft setzen, beschreiben Plant-Art-Künstler die Natur nicht wie ein weißes Blatt von oben links nach unten rechts. Dem Weinen nach Erhabenheit wird nicht mit schönem Impressionismus zugearbeitet, statt dessen werden Pflanzen in die Landschaft gesetzt, wie Maler gern Farben auf die Leinwand bringen, um zu sehen, was passiert. Die spektakuläre Land Art wird vom gewöhnlichen Gärtnern abgelöst.
Eine Reihe solcher Künstlergärtner aus Theorie und Praxis kamen im Rahmen eines Symposiums zusammen, das vom O.K Centrum für Gegenwartskunst in Linz und Paolo Bianchi unter dem Titel "Modern Nature. Künstler als Gärtner" am 25. und 26. September 1998 organisiert wurde. Die zum Teil stark überarbeiteten Vorträge dieses Symposiums sind in der Dokumentation „Der Künstler als Gärtner“ dokumentiert und bilden einen aufschlussreichen Einstieg ins Denken und Handeln zeitgenössischer Künstler und Theoretiker.
Ergänzend enthält die Dokumentation theoretische und philosophische Diskurse im Irrgarten des Denkens (Aurel Schmidt und Philippe Nys) sowie um die Kunst des Ausstellens von Natur in Kunsthallen (etwa von Kuratoren wie Stefan Banz in Luzern und von Harm Lux in Frauenfeld), im Stadtraum (Lausanne) oder eben im Garten (Weimar). Barbara Nemitz berichtet von dem Projekt der Künstlergärten Weimar und Brigitte Franzen zeigt in ihren Interviews, was die Gärten von Jenny Holzer, Tobias Rehberger, Annette Weisser & Ingo Vetter und der Künstlergruppe Haha charakterisiert und welche Auffassung von Garten und Kunst sich jeweils dahinter verbirgt.
Der Folgeband "Das Gartenarchiv" (Band 146, 1999) bietet vor allem viel Anschauungsmaterial.
Alle Artikel zu diesem Titelthema ein-/ausklappen
Band 145, 1999, S. 98
Brigitte Franzen
Translokation
Jenny Holzers "Black Garden"
weiterlesen
Band 145, 1999, S. 100
Brigitte Franzen
Flood: Der Garten als kommunikative Sphäre über Aids
Ein Gespräch mit der Haha-Group
weiterlesen
Band 145, 1999, S. 110
Brigitte Franzen
Garten als Skulptur oder Garten meets Schneekanone
Ein Gespräch mit Tobias Rehberger
weiterlesen
Band 145, 1999, S. 120
Brigitte Franzen
Floral History oder Das Medium »Pflanze«
Ein Gespräch mit Annette Weisser & Ingo Vetter
weiterlesen
Band 145, 1999, S. 131
Brigitte Franzen
Die vierte Natur
weiterlesen
Band 145, 1999, S. 48
Paolo Bianchi
Künstlergärtner
Vom spektakulären Ort der Land Art zum Gewöhnlichen Ort der Plant Art
weiterlesen
Band 145, 1999, S. 59
I. Irrgarten Denken
Essays
weiterlesen
Band 145, 1999, S. 60
Aurel Schmidt
Was ist Natur?
Möglicher Versuch einer unmöglichen Erklärung
weiterlesen
Band 145, 1999, S. 69
Stepanek & Maslin
Liebe zur Kreatur
weiterlesen
Band 145, 1999, S. 71
Philippe Nys
Ethik und Ästhetik des Gartens
Das ewige Aus-dem-Lot-Sein der Garten- und Landschaftskunst
weiterlesen
Band 145, 1999, S. 83
Eva-Maria Schön
Innere Gärten
weiterlesen
Band 145, 1999, S. 42
Paolo Bianchi
Modern Nature: Künstler als Gärtner
weiterlesen
Band 145, 1999, S. 86
II. Künstler als Gärtner
Gespräche von Brigitte Franzen
weiterlesen
Band 145, 1999, S. 88
Brigitte Franzen
The Black Garden: Der Garten als Anti-Memorial
Ein Gespräch mit Jenny Holzer
weiterlesen
Band 145, 1999, S. 145
Barbara Nemitz
Künstlergärten Weimar
Gärten als Orte existentieller Grenzerfahrung
weiterlesen
Band 145, 1999, S. 155
André Schmid
Schritte in seismographischer Aufmerksamkeit
Mike Tyler, Bob Gramsma, Daniele Buetti, Jörg Lenzlinger Und Performances Von Victorine Müller, Irene Bachmann und Joko
weiterlesen
Band 145, 1999, S. 167
Pascal Amphoux
Lausanne Jardins '97
Gärten im Werden im Stadtraum
weiterlesen
Band 145, 1999, S. 178
IV. Modern Nature
Symposium in Zusammenarbeit mit O.K Centrum für Gegenwartskunst Linz
weiterlesen
Band 145, 1999, S. 180
Martin Sturm
Kunst im urbanen Grün
weiterlesen
Band 145, 1999, S. 181
Lucius Burckhardt
Natura Maestra
Über Pflanzen, Tiere, Landschaft und Andere Phänomene in Natur und Kunst
weiterlesen
Band 145, 1999, S. 193
Bittermann & Duka
Die Dritte Kammer
Wo begegnet uns heute das »Pittoreske«?
weiterlesen
Band 145, 1999, S. 207
Barbara Nemitz
Der Garten ist der Ort der Handlung
»Die Arbeit an den 'Künstlergärten Weimar' bedeutet das Experiment der Seinsweise als Erkenntnismethode«
weiterlesen
Band 145, 1999, S. 213
Peter Arlt
Lästige Zonen - Gewöhnliche Orte
Berliner Orte, an denen sich die Stadt selbst besichtigt
weiterlesen
Band 145, 1999, S. 222
Peter Arlt
Was ist ein Ort?
weiterlesen
Band 145, 1999, S. 40
Paolo Bianchi
Künstler als Gärtner - Das Gartenarchiv
weiterlesen
Band 145, 1999, S. 132
III. Natürlich künstlich
Ausstellungen
weiterlesen
Band 145, 1999, S. 134
Stefan Banz
Der Anbau des Museums
Jacques Derrida, Wada Jossen, Theo Kneubühler und Harald Szeemann als Gärtner
weiterlesen
Band 145, 1999, S. 224
Lois Weinberger
Das Verlassen der Gärten
Die Müllhalde Als Garten Oder Erster Entwurf »hiriya Dump«
weiterlesen
Band 145, 1999, S. 233
Rainer Zendron
Glossar
Es ist natürlich alles künstlich
weiterlesen
Titelthema Band 144, 1999
Dialog und Infiltration
Herausgegeben von Christiane Fricke und Jürgen Raap

Wie kommt es eigentlich zu der auffälligen Häufung von Cross-overs zwischen den Teilkulturen Kunst und Naturwissenschaft? Wer sind die Protagonisten und was sind ihre Anliegen? Unter welchen Voraussetzungen und Bedingungen, an welchen Orten werden sie aktiv? Diese Fragen stellten sich im Sommer 1996, als eine Serie ambitionierter Ausstellungen signalisierte, dass man sich offenkundig bereits mitten in einer Phase pragmatischer Annäherungsversuche und heftigster Interaktionen zwischen Künstlern und Wissenschaftlern befand.
Derzeit machen sich die künstlerischen Positionen zur Wissenschaft vor allem an der Gentechnologie, Molekularbiologie und Hirnforschung fest. Die Neuartigkeit von kulturell konzipierten Generierungsprozessen in Kontexten, die "wie Natur" funktionieren (Biotechnologie) und ihre Thematisierung in der Kunst bilden einen Schwerpunkt der Erörterung in diesem Band. Die Herausgeber Christiane Fricke und Jürgen Raap haben die aktuellen Ausstellungen über „Kunst und Naturwissenschaft“ besucht und Gespräche mit Kuratoren, Künstlern und Wissenschaftlern geführt. Außerdem stellen sie Wissenschaftsbezogene Projekte von 26 Künstlern vor.
Zum Thema „Kunst und Wissenschaft“ siehe auch „Kunst und Wissenschaft“ (Band 85, 1986) und „Das neue Bild der Welt – Wissenschaft und Ästhetik“ (Band 124, 1993).
Alle Artikel zu diesem Titelthema ein-/ausklappen
Band 144, 1999, S. 60
Christiane Fricke
Akademie zum dritten Jahrtausend
Ein Gespräch mit Christa Maar
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 63
Christiane Fricke
»Herausfinden, ob es Dogmen gibt«
Ein Gespräch mit Tyyne Claudia Pollmann
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 86
Christiane Fricke
Hybride Artefakte
Ausstellung »formule2/formel2«
Newmetropolis Science § Technology Center, Amsterdam, Frebruar/März 1998, Künstlerhaus Bethanien, Berlin, 21.1 - 21.2.1999
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 94
Jürgen Raap
Anwendungsbereiche und Mythos
Robotronika, Museumsquartier Wien, 19.-23.6.1998
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 46
Christiane Fricke
Für eine Überwindung der Teilkulturen
Ein Gespräch mit Ernst Pöppel
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 96
Jürgen Raap
Wandel des Naturbegriffs
»post Naturam - Nach fer Natur«
Geologisch-paläontologisches Museum fer Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Städt. Ausstellungshalle Am Hawerkamp, 29.3.- 10.5.1998, Hessisches Landesmuseum Darmstadt, 14.6. - 10.5.1998
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 104
Jürgen Raap
Aktuelle Äußerungen
»gen-welten: Prometheus im Labor ?«
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, 27.3.1998 - 10.1.1999
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 68
Christiane Fricke
Künstler, Multiplikatoren von Erfahrung
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 73
Christiane Fricke
Fenster ins Gehirn
Interventionen in Musealem Kontext
Ausstellungsreihe »art & brain«, Forschungszentrum Jülich, November 1994, Deutsches Museum Bonn, seit 4. November 1995
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 80
Jürgen Raap
Schalten und Walten
»Übergangsbogen und Überhöhungsrampe«
Symposion Hochschule für Bildende Künste Hamburg, 11.-13.2.1994 und 15.-16.11.1996
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 134
Jürgen Raap
Sammlung und Dialog
Christoph Inderwiesen
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 137
Jürgen Raap
Skulpturen als Schaumodell
Horst Günter Koch
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 138
Jürgen Raap
Begegnung und Kommentar
Harald Fuchs
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 141
Eva-Maria Schön
Innen / Außen - Parallele Natur
Eva-Maria Schön
weiterlesen
Band 144, 1999, S.
Jürgen Raap
Enzyklopädie des Globalen
Ingo Günther
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 161
Jürgen Raap
Parallele Forschung
Peter Mönnig
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 54
Jürgen Raap
»Analoges Nebeneinander«
Ein Gespräch mit Bogomir Ecker
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 119
Jürgen Raap
Interkulturelles Denken
George Brecht
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 169
Rune Mields
Beispiele aus der Praxis
Zum Thema Kunst und Wissenschaft
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 170
Christiane Fricke
Mind the Gap (short cut)
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 171
Deborah Sengl
Die Katze, als Räuber, ertarnt sich ...
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 172
Nana Petzet
Sammeln - Bewahren - Forschen
Nana Petzet
(sbf-system) oder DSD(duales System): Deutschlands Drittes Müllentsorgungssystem im Modellhaushalt, 1998
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 156
Christiane Fricke
Beutezüge im Bodensatz der Wissenschaft
Christiane Fricke im Gespräch mit Bea Emsbach
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 150
Jürgen Raap
Skulpturale Versuchseinheit
Georg Dietzler
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 114
Jürgen Raap
Gegen-Kampagne
Projekt »gegen-welten - Widerstände gegen Gentechnologien«, 1998
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 163
Christiane Fricke
Strahlung optisch dingfest machen
Albert Hien
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 165
Jürgen Raap
Vererbungsallegorien
Gail Wight
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 122
Jürgen Raap
Industrieller Versuch
Paul Etienne Lincoln
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 124
Jürgen Raap
Bereiche vor der Wissenschaft
Ein Gespräch mit Boris Nieslony
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 127
Christiane Fricke
Natürliche Ressourcen
Jochen Lempert
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 128
Jürgen Raap
Expeditionen
Expeditionen »Ant XII-2« 1994/95 und "»Ark XIII-3« 1997 (Fritsch/Lauer)
Projekt »Bibliothek im Eis« 1997-2001 (Fritsch)
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 132
Jürgen Raap
Beobachtungen und Transformationen
Igor Sacharow-Ross
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 116
Jürgen Raap
Wissenschaftliche Mimikry
Anmerkungen zu den methodischen Unterschieden zwischen Kunst und Naturwissenschaften
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 152
Jürgen Raap
Fiktive Zoologie und Randaspekte
K.G. Gaida
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 154
Christiane Fricke
Naturgeschichte der artifiziellen Welt
Christiane Fricke im Gespräch mit Regula Dettwiler
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 40
Christiane Fricke / Jürgen Raap
Dialog und Infiltration
Wissenschaftliche Strategien in der Kunst
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 44
Christiane Fricke
An den Grenzen nichts Neues?
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 144
Solare Ästhetik
Ein Gespräch mit Jürgen Claus
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 167
Christiane Fricke
Temperaturen, Frequenzen, Parasiten
Stefan Mayer
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 142
Jürgen Raap
Präparation und Rekonstruktion
Corinne Schneider
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 48
Christiane Fricke
»Bridge the Gap!«
Ein Gespräch mit Hans-Ulrich Obrist
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 50
Christiane Fricke
»Nicht auf das Anschauen zurückziehen«
Ein Gespräch mit Peter Fries
weiterlesen
Band 144, 1999, S. 147
Christiane Fricke
Experiment mit Vögeln
Rupert Sheldrake
weiterlesen
Titelthema Band 123, 1993
KUNST GESCHICHTE KUNST
Herausgegeben von Heinz Schütz

Moderne Kunst, das war seit Duchamp immer das Neue, das Andere, das sich zuallererst durch die vermeintlich radikale, revolutionäre Abspaltung von allem vorher Gehenden definierte. Doch seit Ende der siebziger Jahre scheint sich diese ständige Revolution totgelaufen zu haben: Die in ihr zugrunde gelegte utopische Denkfigur ist durch die "mnestische" ersetzt worden. Diesen radikalen "Paradigmenwechsel" im Verhältnis von Kunst und Geschichte respektive von Künstlern zur Kunstgeschichte thematisiert Heinz Schütz in dieser Dokumentation.
Erste Anzeichen einer grundsätzlichen Veränderung erkennt er in Werken der so genannten "Spurensicherung". Im Folgenden beobachtet Schütz die allgemeine Restitution auf drei Ebenen: Künstler, die aus politischen Gründen die künstlerische Produktion ganz einstellten, arbeiten wieder als Künstler. Künstler, die sich ausschließlich avantgardistischer Verfahren bedienten, malen nun wieder. Künstler, die bis dahin Expression und Mimesis ablehnten, integrieren Realismen und Expressionismen in ihre Arbeit. Der Restitution der Gattungen entspricht auf der Ebene der "Sujets" ein gleichsam restitutives Verhältnis zur Kunstgeschichte; sie wird nicht mehr wie im Avantgardismus durch Negation vorwärts getrieben, sondern als Stil- und Bildzitat, als Anleihe und Wiederholung vergegenwärtigt.
Parallel hierzu zeichnet sich auf theoretischer Ebene der Versuch ab, den Avantgardismus als Ideologem zu entlarven. Eine Sammlung geschichtsphilosophischer Zitate von Bloch bis Llyotard geleitet den Leser ins begriffliche Bermudadreieck "Fortschritt - Gegenwärtige Vergangenheit - Ende der Geschichte". Untersucht wird in diesem Zusammenhang auch die Rolle des Museums und der gesellschaftlichen Institution Kunst (Beitrag von Johannes Meinhardt). Interessanterweise meidet Schütz in seiner durchdachten Analyse der "mnestischen" Denkrichtung aktueller Kunst den plakativen Begriff der "Postmoderne". Diesem widmet Stefan Morawski "polemische Reflexionen".
Alle Artikel zu diesem Titelthema ein-/ausklappen
Band 123, 1993, S. 209
Otto Karl Werckmeister
Der grösste deutsche Künstler und der Krieg am Golf
weiterlesen
Band 123, 1993, S. 64
Heinz Schütz
Jenseits von Utopie und Apokalypse?
Zum Mnemismus der Gegenwartskunst
I. Vergangenheit und Gegenwart - Kunstgeschichte in der Kunst
weiterlesen
Band 123, 1993, S. 101
Markus Brüderlin
Ornamentalisierung der Moderne
Zur Geschichtlichkeit der abstrakten Malerei
weiterlesen
Band 123, 1993, S. 113
Marie Louise Syring
Großgeschriebene, kleingeschriebene und »geschichtete« Geschichte
weiterlesen
Band 123, 1993, S. 118
Werner Lippert
Der Blick hinter den Spiegel
Kunstgeschichte als Ready-Made
weiterlesen
Band 123, 1993, S. 123
S. Morawski
Polemische Reflexionen über die Postmoderne
weiterlesen
Band 123, 1993, S. 131
Künstlerbeiträge
von Axel Kasseböhmer, Peter Porzner, Aribert von Ostrowski, Art in Ruins
weiterlesen
Band 123, 1993, S. 150
Heinz Schütz
»Der Text und das Bild sind nie wirklich zerstört, sie sind versteckt.«
Ein Gespräch mit Svetlana und Igor Kopystiansky
weiterlesen
Band 123, 1993, S. 160
Johannes Meinhardt
Eine andere Moderne
Die künstlerische Kritik des Museums und der gesellschaftlichen Institution Kunst
II. Museum - Vom Ort der Kunstgeschichte
weiterlesen
Band 123, 1993, S. 192
Heinz Schütz
Fortschritt Gegenwärtige Vergangenheit Ende der Geschichte
III. Geschichtsphilosophische Materialien und ein Gespräch
weiterlesen
Band 123, 1993, S. 200
Karlheinz Lüdeking
Das Ende der Kunstgeschichte ist nicht das Ende der Kunst
Ein Gespräch mit Arthur C. Danto
weiterlesen
Band 123, 1993, S. 220
Heinz Schütz
Von der Kritik zur Affirmation der Malerei
Ein Gespräch mit Dieter Hacker
weiterlesen
Titelthema Band 111, 1991
Dialog mit dem Anderen
Herausgegeben von Martin Roman Deppner und Doris von Drathen

"Dialog" ist Mode geworden. Nach den großen Schlagwörtern der 70er und 80er Jahre, der Ich-Findung, der persönlichen Mythologie, nach den Verstrickungen des Ichs im "Labyrinth" der Postmoderne, scheint sich ein neuer Begriff als geschmeidiger Titel für Ausstellungen und Begegnungen durchzusetzen. Doch nur selten kommt ein fruchtbringender Dialog zustande, finden Martin Roman Deppner und Doris von Drathen.
Die größte Chance bieten ihrer Ansicht nach noch die Kunstwerke selbst, die, kenntnisreich in Beziehung gesetzt, tatsächlich ein non-verbales Zwiegespräch führen können. Denn wer habe in den vergangenen Jahren auch nur eine Podiumsdiskussion erlebt, von der man nicht ermattet und enttäuscht nach Hause ging?
„Wenn wir unsere Beitragssammlung "Dialog mit dem Anderen" genannt haben, dann, um deutlich zu machen, dass wir so komplexe Bereiche wie Interdisziplinarität, Künstlersymposien oder -gesprächsrunden, partnerschaftliches Arbeiten oder Beziehungen zwischen verschiedenen Medien und auch den gesamten Bereich des Zitats im postmodernen Sinne nicht behandeln. Wir nähern uns dem Thema über das Phänomen des "Fremden", des "Anderen", denn dessen Antlitz zu erkennen und zu achten, schafft erst den Boden für einen Dialog.“
Das Spektrum der in dieser Dokumentation versammelten Beiträge reicht von Horst Bredekamps „Bemerkungen zur Antikenrezeption der Romantik über die von Monika Wagner recherchierten „Duelle mit van Gogh“ bis zu Jürgen Zankers beobachteten „Pop-Dialogen zwischen Kunst, Design und Medienkultur“ und der von Franz-Joachim Verspohl analysierten „Methode von Pollock und Wols, den Betrachter mit sich selbst zu konfrontieren“.
Alle Artikel zu diesem Titelthema ein-/ausklappen
Band 111, 1991, S. 82
Martin Roman Deppner / Doris von Drathen
Der Dialog mit dem Anderen
Eine Einführung in den Dialog als Weltaspekt
weiterlesen
Band 111, 1991, S. 140
Klaus Herding
Kitaj: Weltkultur aus der Diaspora
weiterlesen
Band 111, 1991, S. 148
Martin Roman Deppner
Kitaj, Kiefer
»Surely Germans and Jews have things to say to each other«
weiterlesen
Band 111, 1991, S. 168
Martin Roman Deppner
Maske und Figur, Beckmann und Marées
Ein Deutscher Künstler und sein Jüdisches Vorbild
weiterlesen
Band 111, 1991, S. 180
Doris von Drathen
Der Dialog mit dem Gleichen
Enteignung der Appropriation
weiterlesen
Band 111, 1991, S. 98
Horst Bredekamp
Ein Mißverständnis als schöpferischer Dialog
Bemerkungen zur Antikenrezeption der Romanik
weiterlesen
Band 111, 1991, S. 80
Jochen Gerz
Von der Kunst 1 bis 8
weiterlesen
Band 111, 1991, S. 110
Jürgen Zänker
Pop-Dialoge
Zwischen Kunst, Design und Medienkultur
weiterlesen
Band 111, 1991, S. 122
Monika Wagner
Duell mit van Gogh
weiterlesen
Band 111, 1991, S. 134
Franz-Joachim Verspohl
Innerer Dialog
Die Methode von Pollock und Wols, den Betrachter mit sich selbst zu Konfrontieren
weiterlesen
Band 111, 1991, S. 78
Martin Roman Deppner / Doris von Drathen
Dialog mit dem Anderen
weiterlesen
Band 111, 1991, S. 95
Martin Warnke
Tete-a-tete
weiterlesen
Titelthema Band 105, 1990
Das Gequälte Quadrat
Herausgegeben von Dieter und Gertraud Bogner

Eine Installation von Peter Weibel lieferte den Titel: "Das gequälte Quadrat" lautete das Motto des 4. Buchberger Kunstgesprächs (1989), das den Anlass für diese Dokumentation bot. Dabei, so schreiben die Herausgeber, ging es um mehr, als "zeitgeistige Pointensuche" zu betreiben: Es galt, den Streit der "Geometrien" in Theorie und Praxis, die Begriffsumfelder "konstruktiv, dekonstruktiv und konzeptuell" aufzuarbeiten.
Die verzerrte Form des Quadrates symbolisiert bei Weibel den Bruch mit der "heiligen Ikone geometrischen Gestaltens" und bildet gleichzeitig die Folie für eine Diskussion über den gegenwärtigen Stand nachkonstruktivistischer Kunst und deren unterschiedliche Theorien. Beiträge von Kornelia von Berswordt-Wallrabe, Markus Brüderlin, Peter Frank, Erich Franz, Heinz Gappmayr, Michael Hübl, Gerhard Johann Lischka und Peter Weibel fächern die inhaltlichen und methodischen Dimensionen der "geometrischen Kunst" auf und untersuchen, welche Inhalte, welche Vorstellungen, Ideale, Visionen und Ängste mit der einfachen Form des Quadrates verbunden und gestalterisch zum Ausdruck gebracht wurden.
Zum Thema siehe auch „Postmoderne Seele und Geometrie“ (Band 86, 1986).
Alle Artikel zu diesem Titelthema ein-/ausklappen
Band 105, 1990, S. 80
Dieter und Gertraud Bogner
Das Gequälte Quadrat
Zum Streit Der »Geometrien« in Theorie und Praxis.
Konstruktiv - Dekonstruktiv - Konzeptuell
Anlässlich des 4. Buchberger Kunstgespräches
weiterlesen
Band 105, 1990, S. 102
Kornelia von Berswordt-Wallrabe
Zu Phänomenen von Vielheit und Grenze
weiterlesen
Band 105, 1990, S. 110
Markus Brüderlin
Das geflügelte Bild oder Malerei als Wiederholung
weiterlesen
Band 105, 1990, S. 126
Peter Frank
Rekonstruktivismus - Neomoderne Abstraktion in den Vereinigten Staaten
weiterlesen
Band 105, 1990, S. 140
Erich Franz
Konstruktion jenseits des Überschaubaren
Geheimnis als Entzogene und als »geborgte« Realität in der Kunst
weiterlesen
Band 105, 1990, S. 146
Heinz Gappmayr
Formen des Konstruktiven
weiterlesen
Band 105, 1990, S. 154
Michael Hübl
Fluchtpunkt Farbfeld ?
weiterlesen
Band 105, 1990, S. 162
Gerhard Johann Lischka
Das Monitorstadium
weiterlesen
Band 105, 1990, S. 168
Peter Weibel
Zur Perspektive als konstruktivem Prinzip
Eine Geometrie des Imaginären
weiterlesen
Band 105, 1990, S. 179
Biographische Daten der Autoren
weiterlesen
Titelthema Band 102, 1989
Das Theater der Embleme
Herausgegeben von Heinz Schütz

Emblem, Wort und Schrift sind in der Kunst wieder zu aktueller Bedeutung gelangt. "Theater der Embleme" meint die Wiederkehr dieses Kunstparadigmas. Dabei bedient sich die Kunst heute der allegorischen Darstellung, der Personifikation, ebenso wie des exponierten Wortes. Sie rekurriert auf das politische Emblem ebenso wie auf das Warenemblem. Jedoch gerät die Sinnvergewisserung in eine Schräglage, die bedingt ist durch Auszehrung einstiger Sinnsysteme.
Heinz Schütz und weitere Autoren skizzieren die Entwicklung des Phänomens von der Antike über das Mittelalter, die Hochzeit der Emblematik im Barock, bis zur Kunst der Moderne und unternehmen eine deutende Einordnung aktueller Tendenzen in die kunsthistorischen Gesamtzusammenhänge. Interviews mit Urs Lüthi, Stephan Huber und Rudolf Herz sowie acht Originalbeiträge - "Künstlerdramen/ Künstlertexte" - und eine umfangreiche Bildreihe runden die Dokumentation ab.
Zum Thema „Text-Bild-Beziehungen“ siehe auch „Zwischen Literatur und Kunst“ (Band 37, 1980).
Alle Artikel zu diesem Titelthema ein-/ausklappen
Band 102, 1989, S. 48
Heinz Schütz (Hrsg.)
Das Theater der Embleme
weiterlesen
Band 102, 1989, S. 132
Burghart Schmidt
Allegorie heißt: Es anders sagen
weiterlesen
Band 102, 1989, S. 134
Heinz Schütz
Die Sehnsucht nach der Möglichkeit von Sinn
Ein Gespräch mit Urs Lüthi
weiterlesen
Band 102, 1989, S. 142
Heinz Schütz
Es gibt eine Verbindung von Geld und Tod
Ein Gespräch mit Stephan Huber
weiterlesen
Band 102, 1989, S. 150
Heinz Schütz
Rote Fahnen
Ein Gespräch mit Rudolf Herz
weiterlesen
Band 102, 1989, S. 158
Thomas Huber
Das Meer - Die Königin von Saba - Hier und Jetzt - Wasser, Salz und Bilder
weiterlesen
Band 102, 1989, S. 162
Klaus Kumrow
FIDO
Verfahren zur Untersuchung und Auflösung von Nebelfeldern
weiterlesen
Band 102, 1989, S. 162
MINIMAL CLUB
grundbegriffe der technischen anwendung von sprache
weiterlesen
Band 102, 1989, S. 173
Konrad Balder Schäuffelen
Ein haymlich Verstan
Beiträge zur Emblematik
weiterlesen
Band 102, 1989, S. 184
Ulrich Horndash
Barras, Herztod und Latein
weiterlesen
Band 102, 1989, S. 192
Jesus bleibt Sieger
Ein Film von Axel Schäfer
weiterlesen
Band 102, 1989, S. 198
Herbert Achternbusch
Sintflut
Ein Zeitgenössisches Mysterienspiel
Mit Originalmusik von Anton Prestele
weiterlesen
Band 102, 1989, S. 202
Albert Oehlen
Tannhäuser
weiterlesen
Transformation und Wiederkehr
Herausgegeben von Heinz Schütz

"Der historische Abstand zur Nazidiktatur wächst, aber die Vergangenheit holt die Gegenwart ein", urteilt Heinz Schütz, der ehemalige Leiter des Frankfurter Kunstvereins, über einen gesellschaftspolitischen Tatbestand, den auch die zeitgenössische Kunst thematisiert. Auch hier stelle sich die Frage "ob es heute möglich ist, unbefangen Ideologeme, Leitsätze und Euphemismen der Nazis wieder zu verwenden".
Die Dokumentation zur künstlerischen Rezeption nationalsozialistischer Symbole und Ästhetik versammelt zahlreiche historische und aktuelle Beispiele. Der Herausgeber betrachtet einzelne Künstler, Werke und eine Motivwelt, die nationalsozialistisch belegt ist. Er zeigt Transformationen des Nibelungenmotivs auf und analysiert die Entwicklungen vom „Haus der deutschen Kunst zum Haus der Kunst“, „Swastika – Hakenkreuz – Swastika“ und „Klassizismus – Neo-Klassizismus – Neo-Neoklassizismus“.
Weitere Informationen, Hintergründe und Gedanken enthält das anschließende Interview mit Heinz Schütz, das Georg Bussmann führte. Ein Aufsatz von Hanne Weskott über "50 Jahre Haus der Kunst - 50 Jahre entartete Kunst" ergänzt die Dokumentation.
Alle Artikel zu diesem Titelthema ein-/ausklappen
Band 95, 1988, S. 104
Hanne Weskott
50 Jahre Haus der Kunst
50 Jahre 'entartete Kunst'
weiterlesen
Band 95, 1988, S. 64
Heinz Schütz
Transformation und Wiederkehr
Zur künstlerischen Rezeption nationlsozialistischer Symbole und Ästhetik
weiterlesen
Band 95, 1988, S. 99
Heinz Schütz
"Ich kann beim besten Willen kein Hakenkreuz entdecken."
Georg Bussmann im Gespräch
weiterlesen
Titelthema Band 77/78, 1985
Cross Culture
Herausgegeben von Wolfgang Max Faust
Im Gegenzug zur sich zementierenden Fixierung der bildenden Kunst auf "Bilder", auf "Malerei", die in der Mitte der 80er Jahre durchgängig zu beobachten war, taten sich junge Künstler (und Nichtkünstler) zusammen und bildeten Gruppen/Bands, die bewusst die neuen Beschränkungen auf einzelne Kunstgattungen unterliefen. "Kunst und Leben" stand wieder zur Debatte, "Kunst und Öffentlichkeit", "Kunst und Medien".
Wolfgang Max Faust hat diese Tendenzen, die er unter den von der amerikanischen Kultursoziologie geprägten Begriff der „Cross Culture“ subsumiert, beobachtet. Anhand von drei Beispielen aus West-Berlin – den Gruppen endart und Tödliche Doris sowie dem „Discount-Kaufhaus für Kunst“ – schildert der Autor neue Verhaltensweisen im Bereich der Kunstproduktion, die statt der Isolation die permanente Vermengung von Eigenem und Fremdem suchen.
Alle Artikel zu diesem Titelthema ein-/ausklappen
Band 77 / 78, 1985, S. 165
Wolfgang Max Faust
Cross Culture
Eine neue Tendenz in der Kunst
weiterlesen
Band 77 / 78, 1985, S. 174
Wolfgang Max Faust
endart usw.
weiterlesen
Band 77 / 78, 1985, S. 204
Wolfgang Max Faust
Die Tödliche Doris
weiterlesen
Band 77 / 78, 1985, S. 224
Wolfgang Max Faust
Discount-Kunst
weiterlesen
Paradoxien künstlerischer Praxis
Herausgegeben von Michael Lingner und Rainer Walther

Michael Lingner und Rainer Walther entdecken in der künstlerischen Praxis vier Paradoxien: 1. Künstlerische Produktion kann Arbeit sein, ohne dass der Künstler eigentlich arbeitet. 2. Je mehr der Künstler leistet, umso weniger wird seine Leistung aktuelle Anerkennung finden. 3. Obwohl der Künstler sich im schöpferischen Akt nicht wirklich selbst bestimmt, ist er auch nicht eigentlich fremdbestimmt. 4. Künstlerische Tätigkeit muss entweder „arbeitslose“ Kunst oder „kunstlose“ Arbeit sein.
Ausgehend von dieser Beobachtung untersuchen die Herausgeber dieser Dokumentation die unterschiedlichen wissenschaftlichen Theorieansätze, leisten eine Klärung der Begrifflichkeiten und weisen eine Perspektive der Diskussion auf. Kernpunkte ihrer kunsthistorisch-theoretischen Betrachtungen sind das Kunstschaffen als Arbeit, Fragen der Autonomie und des Schöpferischen sowie Aspekte der künstlerischen Selbst- oder Fremdbestimmung. Ergänzt haben sie ihre Ausführungen durch umfangreiche, aus diversen Quellen gespeiste Textmaterialien zu einzelnen Begriffen.
Alle Artikel zu diesem Titelthema ein-/ausklappen
Band 76, 1984, S. 60
Michael Lingner/Rainer Walther
Paradoxien künstlerischer Praxis
weiterlesen
Der Elfenbeinturm
Herausgegeben von Brigitte Caster und Barbara Westermann

Brigitte Caster und Barbara Westermann erfanden 1981 ein Stipendium, das sie großzügig gleich über 60 Personen des öffentlichen Lebens anboten, seriösen Professoren und arrivierten Künstlern, respektablen Architekten, bekannten Schriftstellern und Musikern. Diesen wurde unter einem professionellen Briefkopf vorgegaukelt, in Kassel stünde ein siebenstöckiger Elfenbeinturm, der nur darauf warte, vom Adressaten des Schreibens für fünf Jahre bezogen zu werden, weshalb um Vorschläge für die Innenausstattung gebeten werde, wobei Geld keine Rolle spiele.
Diese Parodie auf das grassierende Modell des artist in residence war Bestandteil des Ausstellungsprojektes Elfenbeinturm, aus dem die vorliegende Dokumentation hervorgegangen ist. Die Forderung, den Elfenbeinturm zu verlassen, klingt vertraut. Seit Jahrzehnten gilt sie bestimmten Institutionen, vornehmlich den Museen und Universitäten. Andererseits ist so gut wie nichts darüber bekannt geworden, wie es im Elfenbeinturm überhaupt aussieht und wie es dort zugeht. In ihrer vielgestaltigen Sammlung dokumentieren Brigitte Caster und Barbara Westermann zahlreiche Sichtweisen auf und in den Elfenbeinturm.
Humorvoll etwa die Antworten Prominenter - von Richard Hamilton bis Rudolf Augstein - auf die künstlerische Auszeichnung, fünf Jahre einen Elfenbeinturm zu bewohnen. Ihre eigenen Gedanken und Arbeiten zur Elfenbeinturm-Problematik vermitteln u. a. Jacques Lennep, Friederike Petzold, Lili Fischer, Rune Mields, Anna Oppermann und Daniel Spoerri.
Alle Artikel zu diesem Titelthema ein-/ausklappen
Band 51, 1982, S. 15
Brigitte Caster
Rund um den Elfenbeinturm und dann mitten hinein
weiterlesen
Band 51, 1982, S. 19
Barbara Westermann
Türme
Eine Bilddokumentation
weiterlesen
Band 51, 1982, S. 28
Barbara Westermann
Habe ich Sie überrascht?
weiterlesen
Band 51, 1982, S. 29
Walter Grasskamp
Die Lüge produziert Wahrheit
weiterlesen
Band 51, 1982, S. 37
Jacques Lennep
Eben-Ezer
Ein Turm aus lebenden Steinen
weiterlesen
Band 51, 1982, S. 58
Walter Grasskamp
World Trade Center
weiterlesen
Band 51, 1982, S. 64
Der Elfenbeinturm in Düsseldorf
weiterlesen
Band 51, 1982, S. 97
Georg Jappe
Pied-a-terre
Einen Fuß am Boden
weiterlesen
Band 51, 1982, S. 106
Walter Grasskamp
Elfenbeinsplitter
Zur Baugeschichte des Elfenbeinturms
Ein Glossarium für Einsteiger
weiterlesen
Band 51, 1982, S. 121
Jochen Gerz
Werkzeuge und Instrumente
weiterlesen
Kultur wird nicht in Kultusministerien gemacht
Herausgegeben von Georg Jappe

„Was tut das Internationale Künstler Gremium? Auf diese Frage weiß ich immer nur zu antworten: es konstituiert sich. Und was will es? Ich finde da im Rundschreiben von Karl Gerstner, das Symposion zusammenfassend, die treffende Absichtserklärung: Wir müssen das Gremium zu einem Instrument ausbilden, das, gerade weil es keine durchsichtigen Zwecke verfolgt, um so mehr gehört werden wird," schreibt Georg Jappe im Vorwort dieses Bandes. Das Internationale Künstler Gremium hielt seine 2. Tagung vom 21.-23. April 1978 in der Kongresshalle am Tiergarten in West Berlin ab.
Die Beiträge der 211 Referenten sind sämtlich in diesem Sonderheft des KUNSTFORUMs vereint, in der tatsächlichen Reihenfolge, soweit dies noch nachprüfbar war. Sie entstand ziemlich spontan und zufällig, gibt aber die Spannungen und überraschenden Querverbindungen zwischen kulturpolitischen Überlegungen und künstlerischen Selbstdefinitionen anschaulicher wieder, als eine nachträgliche thematische Gruppierung. Nur eine Umstellung schien zweckmäßig: die Beiträge für die öffentliche Matinee an den Anfang zu setzen. Schließlich hat eine öffentliche Zeitschrift andere Gesetze als eine Arbeitstagung.
Alle Artikel zu diesem Titelthema ein-/ausklappen
Band 29, 1978, S. 64
Walter Warnach
Denken, ein kreativer Vorgang?
weiterlesen
Band 29, 1978, S. 67
Dietrich Helms
Zeichnen aus der Erinnerung an etwas, das man nie gesehen hat.
weiterlesen
Band 29, 1978, S. 75
Rune Mields
317 Einsen oder die Schwierigkeiten, sein Material zu bekommen.
weiterlesen
Band 29, 1978, S. 80
Georg Bussmann
Stichworte zum Thema Kunst und Kunstvermittlung.
weiterlesen
Band 29, 1978, S. 82
Otto Dressler
Publikumsmeinungen
weiterlesen
Band 29, 1978, S. 92
Bernd Schulz
Trotzdem weitermachen
weiterlesen
Band 29, 1978, S. 94
Ansgar Nierhoff
Arbeitet.
weiterlesen
Band 29, 1978, S. 102
Franz Erhard Walther
Der andere Werkbegriff.
weiterlesen
Band 29, 1978, S. 105
Gerhard von Graevenitz
Wird von Künstlern nur Kunst gemacht? Oder machen Künstler nur Kunst?
weiterlesen
Band 29, 1978, S. 115
Reimer Jochims
Materie, Form der Farbe.
weiterlesen
Band 29, 1978, S. 121
Timm Ulrichs
Eine Rose mit Namen Gertrude Stein.
weiterlesen
Band 29, 1978, S. 129
Karla Fohrbeck
Zum Selbstverständnis des internationalen Künstlergremiums. Beobachtungen und Erwartungen.
weiterlesen
Band 29, 1978, S. 136
Panamarenko
Magnetfelder.
weiterlesen
Band 29, 1978, S. 138
Georg Jappe
Sind wir am Anfang oder am Ende einer Epoche? Von der Anthropologie zum Drucker.
weiterlesen
Band 29, 1978, S. 151
Joseph Beuys
Eintritt in ein Lebewesen
Vortrag - gehalten am 6.8.77 im Rahmen der Free-International-University, documenta 6 in Kassel
weiterlesen
Band 29, 1978, S. 18
Internationales Künstler Gremium
weiterlesen
Band 29, 1978, S. 20
Georg Jappe
Vorbemerkung des Herausgebers
weiterlesen
Band 29, 1978, S. 24
Karl Gerstner
Plädoyer für eine demokratische Kunst
weiterlesen
Band 29, 1978, S. 27
Hetum Gruber
Beim Gehen und Waten im Gebiet sich selbst auf die Spur kommen
weiterlesen
Band 29, 1978, S. 35
Ulrike Rosenbach
Zur Entwicklung und Position der Künstlerinnen.
weiterlesen
Band 29, 1978, S. 39
Klaus Staeck
Kunst und Öffentlichkeit
weiterlesen
Band 29, 1978, S. 46
Heinz Mack
Kunst 2000.
weiterlesen
Band 29, 1978, S. 56
K.P. Brehmer
Was mich nicht interessiert.
weiterlesen
Band 29, 1978, S. 58
Dorothy Iannone
Berlin Beauties
weiterlesen
Schamanen
Von Lili Fischer
Jahre 1978 fügte die Künstlerin Lili Fischer einem Artikel über „Schamanen“ ein Foto bei, das Joseph Beuys bei seiner New Yorker Aktion zeigte. Für KUNSTFORUM hat die Autorin diesen Artikel handschriftlich überarbeitet und ergänzt. So stellte sie dem Wort „Schamane“ das Wort „Künstler“ an die Seite und fand für zahlreiche Begriffe schamanistischen Wirkens Parallelen in der Kunst.
Für die schamanistische „Seance“ etwa „Happening, Aktion, Performance“, für das schamanistische „Weltbild“ die „Individuelle Mythologie“ von Künstlern oder für „Weihe“ „Vernissage“.
Im Anhang der mit zahlreichen Dokumentarfotos illustrierten Dokumentation zitiert Lili Fischer ein Kapitel aus Knud Rasmussens „Tagebuch der Thulefahrt (Grönlandsagen)“.
Zum Thema siehe auch „Das Magische“ (Bände 163 und 164, 2003).
Alle Artikel zu diesem Titelthema ein-/ausklappen
Band 25, 1978, S. 54
Lili Fischer
Schamanen
weiterlesen