Band 149, 2000, Titel: Kunst und Geld, S. 96

Siglinde Kallnbach: documenta-Ablassgeld

Der Loskauf von den Sünden, der Ablass, war einer der Angriffspunkte von Martin Luther gegen die katholische Kirche gewesen. Anfang des 16. Jahrhunderts wurde der Ablass zum Bau des Petersdoms in Rom ausgeschrieben, durfte aber in Kursachsen nicht verkündet werden. Doch Luthers Widersacher, der Ablass prediger Tetzel, umwarb in recht aggressiver Weise auch Wittenberger Gemeindemitglieder, sich jenseits der nahen Landesgrenze von der Sündenstrafe freizukaufen – in seinen 95 Thesen forderte Luther deshalb eine Disputation über den Ablass und das wahre Wesen der Buße. Als sich dann der Protestantismus als eigene Kirche organisierte, verzichtete man gleich auch auf die Beichte als Ritual zur Vergebung der Sünden.  

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