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Ausschreibungen

Gabriele Münter-Preis

Der Gabriele Münter Preis soll dazu beitragen, Künstlerinnen über 40 Jahren in ihrer weiteren künstlerischen Entwicklung zu unterstützen. Auslober ist das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK), dem Verband der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstförderer (GEDOK) und dem Frauenmuseum in Bonn. Das Preisgeld von 20.000 Euro wird im Frühjahr 2017 in Berlin übergeben. Zum Wettbewerb eingeladen sind Bildende Künstlerinnen mit Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland, die vor dem 30.11.1975 geboren sind. Die Bewerbungsunterlagen sind bis zum 30. November 2015 digital einzureichen. Download der Wettbewerbsbedingungen und Teilnahmeunterlagen unter www.gabrielemuenterpreis.de

Preise

LICHTER Art Award

Jonathan Van Essche aus Antwerpen gewann den LICHTER Art Award 2015 im Rahmen des 8. LICHTER Filmfest Frankfurt International (1.000 Euro). „Van Essches Videoarbeit bildet eine Situation ab, einen Seelenzustand, einen Moment, der nicht in Zeit und Raum verortet werden kann. Sie besticht durch ihre ästhetische Sprache, die reich an Details ist“, hieß es zur Begründung. Der Wettbewerb wird für zeitgenössische Film- und Videokunst ausgelobt. www.lichter-filmfest.de

Museen & Institutionen

Von der Heydt-Museum geschlossen

VON DER HEYDT MUSEUM WUPPERTAL, Eingangsfront, Fotoquelle: Wikipedia/Frank Vincentz –GNU-Free Documentation License

Im Von der Heydt-Museum Wuppertal wird die Klimaanlage erneuert. Deswegen bleibt das Museum während der Sommermonate geschlossen. Die Wiedereröffnung ist für den 27. September 2015 mit der Ausstellung „Weltkunst – von Buddha bis Picasso“ angekündigt. Sie zeigt bis zum 28. Februar 2016 Werke aus der Sammlung von Eduard von der Heydt (1882-1964). Dessen Vater hatte das Museum gegründet. vdh.netgate1.net/.

Aktionen & Projekte

Bienenstock

JEFTA HOEKENDIJK, Projekt Beehive Mons 2015

Neben Pilsen (Tschechien) ist die belgische Stadt Mons Europäische Kulturhauptstadt 2015. Das österreichische Festival Ars Electronica ist eingeladen, sich mit dem Projekt Beehive (Bienenstock) am Kulturprogramm in Mons zu beteiligen. Videos von diversen Kulturveranstaltungen werden von Smartphonenutzern auf eine Plattform geladen, mit Geodaten verknüpft und anschließend auf einer eigens errichteten Projektionswand abgespielt. „Verortet ist der Beehive im sogenannten Café Europa, einem Hub, von dem aus BesucherInnen mit verschiedenen europäischen Städten in Kontakt treten können.“ Auf diese Weise wird ein Großevent aus Sicht des Publikums eingefangen: die Teilnehmer schwärmen wie ein Bienenschwarn aus und sammeln Eindrücke mit ihren Smartphones. „Darüber hinaus bietet der Bienenstock die Möglichkeit, mit den Partnerstädten von Mons in Kontakt zu treten. Linz und im Speziellen das Ars Electronica Festival werden übrigens von 3. bis 7. September 2015 im Rahmen einer Austrian Week in Mons zugeschaltet sein.“ www.aec.at

Ausschreibungen

Holzwege

Die Kölner Künstlerin Martina Biesenbach sammelt Beiträge von Profi-Künstlern zum Thema „Holzwege“. Die Einreichungen werden im Internet am am Ende des Projekts in Buchform dokumentiert. Für eine Auswahl sucht die Ausloberin geeignete Ausstellungsräume. Deadline: 1. Mai 2015. Kontakt: Martina Biesenbach, Lochnerstr. 9, 50674 Köln, m.biesenbach@gmx.net

Biennalen

D-o ARK Biennal Sarajevo

Ein Atomschutzbunker der ehemaligen jugoslawischen Armee aus der Tito-Ära ist Schauplatz der D-o ARK Biennal Sarajevo. Sie ist im internationalen Biennale-Kalender von artfacts.net für den Zeitraum 26.4. bis 26. 9. 2015 angekündigt; die Website der Veranstalter bot allerdings bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch keine konkreten Informationen für die dritte Auflage dieser Biennale im Sommer 2015. Bekannt ist nur, dass der Bunker nicht von Individualtouristen ohne Erlaubnis des Verteidigungsministeriums von Bosnien-Herzegowina angefahren werden kann. Die Veranstalter wollen den Schutzbunker als einen Kunstort etablieren. www.bijenale.ba

Museen & Institutionen

Creating Realities

YANG FUDONG, Lock Again, 2004, 1-Kanal-Videoprojektion (Farbe, Ton), 3 min., Sammlung Goetz, München, Copyright: Yang Fudong

Mit seiner Museumslandschaft, die seit dem 19. Jh. entstand, und mit seiner Kunstakademie ist München eine der bedeutendsten Kunststädte in Deutschland. Seit 1919 entwickelte sich der Vorort Geiselgasteig mit seinen Filmstudios zu einem zentralen Ort der deutschen Filmindustrie – die „Bavaria Filmstadt“ rühmt sich sogar, ein „bayerisches Hollywood“ zu sein. Die Ausstellung „Creating Realities“ (5. Feb. bis 31. Mai 2015) in der Münchener Pinakothek der Moderne und im Museum Brandhorst verzahnt diese beiden Bereiche der bildenden und der cineastischen Kunst.. Anlässe zu dieser Ausstellung sind die Schenkung von 375 Arbeiten der Medienkunst aus der Sammlung Goetz und das Festibal „Kino der Kunst“ (22. bis 26. April 2015). „Die Ausstellung befasst sich mit Formen des fiktionalen Erzählens in der zeitgenössischen Medienkunst... Präsentiert werden Werke von 17 Medienkünstler/innen, die in den 1960er- bis 1980er-Jahren geboren wurden. Diese Künstlergeneration setzt sich in ihrem Schaffen besonders intensiv mit Rezeption und Reflexion des Erzählkinos auseinander. Gezeigt werden Filme und mehrkanalige Filminstallationen mit fiktionalem Charakter und innovativer Erzählstruktur. Ihnen gemeinsam ist eine abgeschlossene, immersive Bildwelt sowie ein poetisches oder utopisches Potenzial.“ www.pinakothek.de

Biennalen

Biennale-Termine

Bis 19.4. 2015 Videonale Bonn bis 24.5. 2015 New Museum Triennal New York 28.-30. 5. 2015 Ideas City New York bis 5.6. 2015 Sharjah Biennale 24.4. bis 24.9. 2015 D-o ARK Biennal Sarajevo 9.5. - 22.11. 2015 56. Biennale von Venedig 13.5.- 5.9. 2015 WRO Media Art Biennale Wrocław 20.5.-18.10. 2015 Triennale Brugge 22.5. bis 2.6. 2015 Biennal de la Habana 28.-30.5. 2015 Ideas City New York 28.5. bis 30.9. 2015 Thessaloniki Biennale 10.6. - 30.8. 2015 Turku Biennale Alle Terminangaben ohne Gewähr

Messen & Märkte

Frieze New York

Randall's Island ist Schauplatz der Frieze Art Fair New York (14. -17. Mai 2015). Das Teilnehmerfeld umfasst 190 Galerien. Unter dem Label „Frieze Projects“ sind in einem Spezial-Programm ortsbezogene Arbeiten von Korakrit Arunanondchai, Pia Camil, Samara Golden, Aki Sasamoto und Allyson Vieira angekündigt. Außerdem wird in diesem Bereich als „special tribute“ das Fluxus-Labyrinth dokumentiert, das George Macunias als Installation 1976 in Berlin schuf. - Das Organisationsteam von Frieze meldete auch personelle Veränderungen: Bereits im vergangenen Jahr übernahm Victoria Siddall zusätzlich zur Leitung von Frieze Masters auch die Direktorin von Frieze London und Frieze New York. Zwei künstlerische Direktorinnen mit Sitz in London und in New York unterstützen sie in ihrer Aufgabe. Für Amerika und Asien ist Abby Bangster die neue künstlerische Direktorin. Joanna Stella-Sawicka ist als künstlerische Direktorin für Europa, Russland, den Mittleren Osten und Afrika zuständig. www.friezenewyork.com

Aktionen & Projekte

Baumpflanzaktion

Pünktlich zum Frühlingsanfang am 21. März 2015 führte der Darmstädter Waldkunstverein wieder eine seiner traditionellen Baumpflanzaktionen durch. Die Neuanpflanzung der Eichen dient der Wiederaufforstung des Darmstädter Westwaldes und in „ökologisch korrekter Weise“ einem CO 2-Ausgleich für die Flugreisen der „Waldkunstkünstler zum 7. Waldkunstpfad  'Kunst Biotope' 2014.“ Jeder kann gegen eine Spende von 10 Euro bei der Aktion mitmachen. Bislang pflanzten die Kunstaktivisten etwa 600 Bäume. (Bankverbindung: Verein für Internationale Waldkunst e.V., Sparkasse Darmstadt, Stichwort: Baumpflanzaktion, IBAN: DE37508501500003011330, BIC HELADEF1DAS) Für Sonntag, den 26. April 2015 ist eine weitere Veranstaltung „Frühlingserwachen im Wald“ angekündigt. Am 30. und 31. Mai 2015 findet zum „Tag der Offenen Tür“ im Waldkunstzentrum auch ein „Waldflohmarkt“ statt. Außerdem sind Workshops zu „LandART“, „Nature Art“, eine „Natur-Schreibwerkstatt“ und Kinderprogramme in Planung. www.waldkunst.com

Preise

Nationale Suisse Kunstpreis

DIJAN KAHRIMANOVIC, Ohne Titel, 2015, Installationsansicht der Siegerarbeit auf der „Plattform 15“ Foto: Nationale Suisse

Dijan Kahrimanovic gewann den Nationale Suisse Kunstpreis – Förderpreis für junge Kunst (15.000 Franken). Die Auszeichnung soll diplomierten Kunstschaffenden der Schweizer Hochschulen eine Starthilfe bieten. „Während der Fokus der firmeneigenen Sammlung von Schweizer Gegenwartskunst auf Malerei, Zeichnung und Fotografie ausgerichtet ist, wird der Förderpreis für junge Kunst bewusst offener gehalten, um auch neue Ideen und Kunstformen der nachrückenden Künstlergeneration zu unterstützen.“ Mit der Preisvergabe ist eine Ausstellung auf der Kunstmesse Liste Basel verbunden. www.kunstwollen.ch

Ausschreibungen

Neue Heimat

Die Stadt Kenzingen lobt einen Holzbildhauerwettbewerb zum Thema „Neue Heimat“ aus. Sieben eingeladene Künstler schaffen vom 14. bis 20. Sept. 2015 vor Ort im Bürgerpark ihre Werke. Aufwandsentschädigung: 700 Euro zuzügl. Unterbringung und Verpflegung. Material wird zur Verfügung gestellt. Deadline: 8. April 2015. Teilnahmebedingungen unter: www.kenzingen.de

Ausschreibungen

GWK-Preis

Die GWK vergibt den GWK-Förderpreis Kunst an Bewerber aus Westfalen-Lippe, Die Auszeichnung ist mit 4.000 Euro und einer Ausstellung im Dortmunder Kunstverein dotiert (16. November 2015 bis 14. Februar 2016). Deadline: 24. April 2015. Infos:www.gwk-online.de/kunst-fp.html www.gwk-online.de/kunst-fp.html

Aktionen & Projekte

Arbeit

AMY VAN HOUTEN, „Elektriker“, Filmstill, Johannesburg 2014, Copyright: Amy van Houten

„Die erste Kamera in der Geschichte des Films war auf eine Fabrik gerichtet, aber nach hundert Jahren lässt sich sagen, dass die Fabrik den Film kaum angezogen, eher abgestoßen hat“, meint der 2014 verstorbene Filmemacher Harun Farocki. Der Film „Einstellung zur Arbeit“ von Harun Farocki und Antje Ehrmann steht im Mittelpunkt der Ausstellung im Haus der Kulturen der Welt in Berlin (bis 26. April 2015). Die Ausstellung wird von einer Konferenz, Workshops, Gesprächen und weiteren Filmen begleitet. „Einstellung zur Arbeit“ entstand zusammen mit anderen Filmemachern aus allen Kontinenten, die in jeweils zweiminütigen Sequenzen Menschen bei ihrer Arbeit dokumentieren. www.hkw.de

Preview

Pipilotti Rist in Krems

PIPILOTTI RIST (Entlastungen) Pipilottis Fehler, Videostill 1988. Copyright: Pipilotti Rist, Courtesy die Künstlerin, Hauser und Wirth und Luhring Augustine

Die Video- und Objektkünstlerin Pipilotti Rist ist derzeit wohl die bekannteste Künstlerpersönlichkeit in der Schweiz. Die Kunsthalle Krems widmet ihr bis zum 28. Juni 2015 eine ihrer bislang größten Einzelausstellungen mit Beispielen aus dreißig Schaffensjahren. „Die Ausstellung bietet einen einzigartigen Einblick in Pipilotti Rists fantasievolles Universum bewegter wie bewegender Bilder. Indem sie Seh-, Tast- und Hörsinn gleichermaßen ansprechen, aktivieren Rists Videos und Installationen nicht nur das eigene Körperempfinden, sondern laden gleichzeitig dazu ein, die Welt mit anderen Augen zu sehen und gewohnte Sichtweisen in Frage zu stellen.“ www.kunsthalle.at

Ausschreibungen

Hörspiel-Labor

Die Akademie Graz, das Forum Stadtpark, das Literaturhaus, der ORF Steiermark und der steirische herbst schreiben eine Teilnahme am lime_lab – Labor für transdiziplinäres Hörspiel aus. Einzureichen sind bisher nicht veröffentlichte Hörspielprojekte in deutscher Sprache, präsentiert durch einen Textauszug von maximal 10 Seiten und ein zweiseitiges Exposé zum Inhalt und zum Konzept. Preisgelder: 4.000 Euro Gewinnerpreis und 1.800 Euro Förderpreis. Bewerbungsende: 30. Juli 2015. Kontakt: Akademie Graz Schmiedgasse 40/1, A-8010 Graz, Tel: 0043 (0) 316 837985-0, Fax: 0043 (0) 316 837985-17, E-Mail: office@akademie-graz.at, www.akademie-graz.at

Personalien

Nauman-Zeichnungen

BRUCE NAUMAN, Untitled (Study for Model for Underground Space: Saucer), 1968-72, Copyright: Bildrecht Wien, 2015, Courtesy of the artist and Sperone Westwater, New York (Ausschnitt)

Bruce Nauman, Konzeptkünstler, hat als aktueller Preisträger der Friedrich Kiesler-Stiftung bis zum 23. Mai 2015 eine Ausstellung. Sie findet in den Räumen der Stiftung in der Maria Hilfer-Str. 1b statt und wurde von Chris Dercon und Peter Bogner kuratiert. Unter dem Titel „Drawings for installation“ zeigt Nauman 15 großformatige Zeichnungen aus den Jahren 1970 bis 2002. www.kiesler.org

Preview

Dali als Illustrator

SALVADOR DALI, Der Kampf gegen die Bedrohung, 1957, Farblithografie, aus Don Quichotte. Foto: Akos Biro, Copyright: (Dalí) VG BILD-KUNST Bonn, 2015

Bei seiner Druckgrafik ließ Salvador Dali sich häufig von Motiven aus der Weltliteratur inspirieren. Das Horst-Janssen-Museum Oldenburg zeigt vom 14. Mai bis 6. September 2015 die Sonderausstellung „Salvador Dalí – Illustrator. Der geniale Spanier und die Weltliteratur“. Im Mittelpunkt stehen Illustrationen zu Dantes Göttlicher Komödie und zu Miguel de Cervantes' Roman „Don Quichotte“. Den furchtlosen Ritter, der den aussichtslosen Kampf gegen Windflügel aufnimmt, und seinen komischen Knappen hat Dalí in zwölf Farblithografien festgehalten, in denen nicht nur seine Bilderfindungskraft zum Ausdruck kommt, sondern ebenso sein experimenteller und innovativer Ansatz im Steindruck. www.horst-janssen.de

Preise

Credit Suisse Preis

ANDRÉ MAYR (Mitte) mit Jurypräsidentin Kathleen Bühler (Kunstmuseum Bern) und Reti Elsener (Credit Suisse), Foto: Kunstmuseum Bern

André Mayr wurde mit dem Credit Suisse Förderpreis Videokunst ausgezeichnet (8.000 Franken). Der Student an der Kunsthochschule Bern gewann den Wettbewerb mit seinem Experimentalfilm „Vampyroteuthis“, in dem er die menschliche Wahrnehmung mit der tierischen vergleicht. Dabei geht er von Vilèm Flussers Hypothese aus, dass ein Tiefseetintenfisch das exakt antipodale, biologische Gegenindividuum zum Menschen verkörpert.

Preise

Binding-Kulturpreis

MAX HOLLEIN, Foto: A. Heimann

Max Hollein, Direktor des Frankfurter Städel Museums, wurde der Binding-Kulturpreis zugesprochen (50.000 Euro). Seine Arbeit habe der Kunststadt Frankfurt einen Glanz verliehen, der weit über Deutschland hinausstrahle, erklärte das Kuratorium zu dieser Entscheidung. Die Binding-Kulturstiftung würdigt seit 1906 Kulturschaffende aus Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet.

Ausschreibungen

Kollaps der Moderne

„Kollaps der Moderne - Eine Epoche auf dem künstlerischen Prüfstand“ lautet das Thema des Malerei-Wettbewerbs um den Hans-Jürgen Imela-Gedächtnispreis. Auslober ist der Mainzer Kunstverein Eisenturm.Teilnehmen können alle Künstler mit Wohnsitz in Deutschland (Mindestalter: 18 Jahre). Preisgelder: 5.000/3.000/2.000 Euro. Einzureichen sind hochwertige Ausdrucke von Arbeiten aus den Jahren 2014/2015. Die Originale sollen nicht größer als max. 1,50 x 1,50 m sein. Einsendeschluss ist 31. Juli 2015 Bitte senden an: Kunstverein Eisenturm Mainz e.V., Fritz-Arens-Platz 1, 55116 Mainz. Bewerbungsbogen unter: www.kunstverein-eisenturm-mainz.de

Personalien

Günter Wallraff: Spende für Obdachlose

GÜNTER WALLRAF, Fotoquelle: Wikipedia/Christoph Hardt

Günter Wallraff, Schriftsteller und Undercover-Journalist, spendete 50.000 Euro für ein Wohnprojekt „Casa Colonia“ für Obdachlose, Flüchtlinge, arme Studenten und Künstler. Die Bedingung: Bis 2016 sollen Bürger, Unternehmer und Sponsoren weitere 100.000 Euro zusammen tragen und davon ein Stadthaus kaufen. Wallraff ist Beirat im Verein „unst hilft geben für Arme und Wohnungslose in Köln e.V.“, der Kunst ausstellt und verkauft und Spenden sammelt, die Armen und Obdachlosen zugute kommen. Spender für eine Benefiz-Versteigerung sind u.a. Gerhard Richter, Rosemarie Trockel, Candida Höfer, HA Schult, Boris Becker, Klaus Staeck, Markus Lüpertz, Otto Piene und Anton Fuchs. www.kunst-hilft-geben.de

Museen & Institutionen

Daniel Spoerri: Sammlungsprojekte

DANIEL SPOERRI

Daniel Spoerri wurde im März 2015 85 Jahre alt. Er machte sich nicht nur in den 1960er Jahren als Begründer der Eat Art einen Namen, sondern seit den 1970er Jahren auch mit diversen Sammlungsprojekten: „Sammeln ist für mich Lernen!“ sagt der Künstler. Das thematische Sammeln steht denn im Mittelpunkt der aktuellen Ausstellung „Lieben und Haben – Liebhaben, Sammeln und Sammler“ im Ausstellungshaus Spoerri in Hadersdorf (Niederösterreich). So trug Spoerri im Laufe der Jahre mehr als 100 unterschiedliche Eierschneider zusammen und weit über hundert Sparschäler. 2014 begann er eine Sammlung von Schreibmaschinen. An der Ausstellung, die vom 21. März bis zum 1. November 2015 zu sehen ist, sind noch weitere Sammler beteiligt: Tex Rubinowitz sammelt Bürsten und Besen, Susanne Neumann zerborstene Rückspiegel. Margret Baumann präsentiert „Die Lesende“ von Jean-Francois Fragonard als Stickbild in allen möglichen Größen und Qualitätsstufen. Martin Kätelhöhn rettete Heftrandzeichnungen auf Schullektüre-Klassikern des Reclam-Verlages. Außerdem stellen ihre Sammlungsprojekte vor: Otmar Engel, Volker Gerling, Leni van Heukelum, Hertha Hurnaus, Barbara Husar, Theo Kerp, Christoph Melichar, Beate Möllering, Wolfgang Niedecken, Dr. Louis Peters, Joachim Römer, Thomas Schneider, Ben Sistig, Ursula Stalder, Martin Stankowski, Tanya Ury, Nives Widauer. www.spoerri.at

Hochschulen

Akademie-Gespräch

Das 58. Akademie-Gespräch der Berliner Akademie der Künste steht unter dem Leitthema: Nicht einknicken! 12 Wochen nach Charlie Hebdo. Termin: 28. März 2015, 19 Uhr (Sonnabend) Akademie der Künste, Hanseatenweg 10. Es diskutieren: Katharina Greve, Cartoonistin, Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung , Aiman A. Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland Til Mette, Cartoonist, Klaus Stuttmann, Karikaturist, Klaus Staeck, Präsident der Akademie der Künste. Moderation: Bettina Huber, Akademie der Künste. Das Akademie-Gespräch findet im Rahmen der Ausstellung „KUNST FÜR ALLE. Multiples, Grafiken, Aktionen aus der Sammlung Staeck“ (18.3. – 7.6.2015) statt. www.adk.de

Preise

Birgit Jürgenssen-Preis

Cana Bilir-Meier, Foto: Copyright Paul Stockinger

Cana Bilir-Meier ist aktuelle Birgit-Jürgenssen-Preisträgerin (5.000 Euro). Die Auszeichnung wird im Gedenken an die ehemals an der Wiener Kunstakademie lehrende Künstlerin Birgit Jürgenssen verliehen. Cana Bilir-Meier arbeitet als Filmemacherin und Künstlerin in Wien und Istanbul. Sie studiert an der Akademie der bildenden Künste Wien derzeit bildende Kunst/Fachbereich Kunst und digitale Medien bei Constanze Ruhm. In der Jurybegründung heißt es: „Die filmischen und filmisch-performativen Arbeiten von Cana Bilir-Meier bewegen sich an den Schnittstellen von Archivarbeit, Textproduktion, historischen Recherchen und zeitgenössischer Medienreflexivität oder auch -archäologie...“ www.ak.bild.at

Museen & Institutionen

Stiftung Ahlers: Neue Standorte für Ausstellungen

Stiftungssitz in Hannvoer

Die Hannoveraner Stiftung Ahlers Pro Arte hat für ihre Ausstellungen im Jahre 2017 neue Standorte vereinbart. Mit dem Franz Marc Museum in Kochel schloss die Stiftung einen Kooperationsvertrag über eine Expressionisten-Ausstellung. Mit Leihgaben unterstützt die Stiftung die Ausstellung „Art in Europe 1945-1968: Facing the Futire“, die im BOZAR Bruxelles, im ZKM Karlsruhe und im Puschkin Museum Moskau Station macht. Mit Leihgaben aus dem Fundus der Stiftung können ebenfalls die geplanten Wanderausstellungen mit Georg Baselitz und Alexej Jawlensky rechnen. Die Kooperation mit dem Sprengel Museum Hannover wird auch in der Zukunft fortbestehen.

Aktionen & Projekte

Kaiserwalzer

Das „schrit-tmacher Tanzfestival“ (Eigenschreibweise) in Aachen und Heerlen (Niederlande) läuft derzeit noch bis zum 29. März 2015. längst internationale Bedeutung erlangt. Zum 20jährigen Jubiläum des Festivals hat ein monumentales Gemälde von Eric Peters mit dem Titel „Kaiserwalzer“ Einzug in die Empfangs-Halle der Fabrik Stahlbau Strang in Aachen gehalten. „In seiner aufwändigen Technik und mit den kunstfremden Materialien fügt es sich nahtlos in die stählerne und backsteinerne Industriearchitektur ein. Mit seinem Thema, das zahlreiche Figuren in mehreren Schichten wie vor und hinter diaphanen Vorhängen Hand in Hand neben- und hintereinander rhythmisch schreitend vorführt, schlägt das Bild einen engen Bogen zu den Tanzdarbietungen.“

Aktionen & Projekte

Designmonat Graz

Der Designmonat Graz 2015 findet vom 1. bis 31. Mai 2015 statt. Das Programm besteht aus Ausstellungen, Festivals und einem umfangreichen Diskursprogramm. Die Veranstaltungen bieten zahlreiche Möglichkeiten, Design und dessen Wert für Wirtschaft und Gesellschaft zu entdecken: Die Bandbreite reicht von Initiativen einzelner Designerinnen und Designer bis hin zu den großen lokalen Design-Ausbildungsstätten und Institutionen. Koordiniert und organisiert wird auch die siebente Auflage der Veranstaltung wieder vom Netzwertk Creative Industries Styria (CIS). www.designmonatgraz.at

Museen & Institutionen

Symposion: Bellae Haleine - der Duft der Kunst

PIETER JANSZ. QUADST, De Reuk, 1615-1647 Druck, 152 x 125 mm Rijksmuseum, Amsterdam, Copyright: Foto: Rijksmuseum, Amsterdam

Bis zum 17. Mai 2015 zeigt das Basler Museum Jean Tinguely die Ausstellung "Belle Haleine - der Duft der Kunst". Auf über 1200 qm sind multimediale Rauminstallationen, Videos, Plastikenund Objekte, konzeptuelle Werke, Zeichnungen, Fotografien sowie Grafiken zu sehen. Künstlerliste: John Baldessari, Bernard Bazile, Louise Bourgeois, Marcel Broodthaers, Carlo Carrà, Marcel Duchamp, Peter de Cupere, Sylvie Fleury, Jaromír Funke, Yuan Gong, Raymond Hains, Carsten Höller, Bruno Jakob, Oswaldo Maciá, Piero Manzoni, Jenny Marketou, Cildo Meireles, Kristoffer Myskja, Ernesto Neto, Markus Raetz, Man Ray, Martial Raysse, François Roche, Dieter Roth, Ed Ruscha, Valeska Soares, Daniel Spoerri, Gerda Steiner & Jörg Lenzlinger, Jana Sterbak, Jean Tinguely, Sissel Tolaas, Clara Ursitti, Ben Vautier, Bill Viola, Claudia Vogel, Meg Webster und Anna-Sabina Zürrer. Im ersten Raum der Schau wird zudem eine Auswahl allegorischer Arbeiten von Künstlern wie Cornelis Dusart, Pieter Jansz. Quast, Jan Saenredam, Jacob Fransz. van der Merck aus dem 16. bis 17. Jahrhundert präsentiert. Dazu findet am 17./18. April 2015 ein Symposion zur Geruchsforschung statt. www.tinguely.ch

Museen & Institutionen

Tunis: Terroranschlag auf Museum

MUSEE NATIONAL DU BARDO, Tunis, Fotoquelle: Wikipedia/Giorces

Während das tunesische Parlament über eine Verschärfung der Anti-Terror-Gesetze tagte, schossen auf dem Vorplatz drei Dschihadisten mit Schnellfeuergewehren um sich und stürmten dann das benachbarte Nationalmuseum Musée national du Bardo, nahmen dabei Besucher als Geiseln. Medienberichten zufolge kamen bei dem Überfall mindestens 21 Menschen ums Leben; 24 wurden verletzt, die meisten von ihnen sind Touristen. Beim Eingreifen der Sicherheitskräfte sollen ein Polizist und zwei der Terroristen getötet worden sein. Ministerpräsident Habib Essid erklärte, unter den Todesopfern seien auch Deutsche, Polen, Spanier und Italiener.

Aktionen & Projekte

Symposion über Künstlernachlässe

Käthe Schmitz-Imhoff, um 1925. Foto: Elsbeth Gropp. Nachlass Käthe Schmitz-Imhoff, RAK (Ausschnitt)

Käthe Schmitz-Imhoff (1893-1985) stammte aus einer Familie von Kölner Dombildhauern, war selber Malerin und Kunstlehrerin an der Kölner Ursulinenschule. Vor allem aus der Zeit der Weimarer Republik ist eine rege Ausstellungstätigkeit überliefert. Damit man darüber und über ähnliche Biografien auch in Zukunft forschen kann, gibt es in Bonn das Rheinische Archiv für Künstlernachlässe. Dieses veranstaltet am 22:723. April 2016 in der Bonner Buundeskunsthalle ein Symposion zum Thema. Vorgetragen werden Referate zu Aspekten wie "Zwischen Erinnern und Vergessen Künstlernachlässe als prekäres Kulturgut", "Zur Materialität und Methodik von Nachlassarchiven für Künstler" oder "Künstlernachlässe zwischen Kulturressource und Marktrelevanz". Diese Diskussion wird aufgezeichnet und zu einem späteren Zeitpunkt im WDR 3 Rundfunk gesendet. Zum Abschluss der Veranstaltung  berichtet ganz aktuell der in Gründung befindliche "Bundesverband Künstlernachlässe e.V." über seine geplanten Aktivitäten. Anmeldungen bis zum 15. April 2016 unter anmeldung@rak-bonn.de

Preise

LICHTER Art Award

James N. Kienitz Wilkins empfing in Frankfurt den LICHTER Art Award (1.000 Euro). Die Auszeichnung würdigt seinen Film„B-ROLL with Andre“ als dritten Teil seiner „Andre“-Trilogie. „Im Zentrum der Filme steht die abwesende Figur Andre. Das Phantom aus einem realen Traum des Künstlers wird in Aussagen und Beschreibungen anderer Charaktere greifbar. In „B-ROLL with Andre“ sind es die Stimmen ehemaliger Mitgefangener Andres, die von ihrem Knastbruder das Bild eines visionären Gurus und Philosophen zeichnen. Filmemacher Williams ist als unsichtbarer Interviewer wie Andre selbst anwesend und abwesend zugleich.“

Museen & Institutionen

Die Macht der Sammler

H.-N.-JOCKS (rechts), Foto: Karsten Fassbender

Der Kunstverein Hannover lädt in unregelmäßigen Abständen zu seinem „Kunstsalon im Kunstverein“ mit Diskussionsveranstaltungen ein. Am 23. März 2015 erörtert der KUNSTFORUM-Autor und Ausstellungsmacher Heinz-Norbert Jocks gemeinsam mit Direktorin Kathleen Rahn „Klischee, Rolle und Relevanz der 'Figur des Sammlers' für das zeitgenössische Kunstgeschehen“. Titel: „Die heilige Macht der Sammler“. Für „Kunstforum international“ hat Jocks als Herausgeber die Themenbände „Die Heilige Macht der Sammler“, Bd. I und II (Bd. 209 und 211, 2011) und „Herrschaften des Sammelns“ (Bd. 227, 2014) redaktionell betreut und dazu Interviews mit international renommierten Sammlern geführt. www.kunstverein-hannover.de

Museen & Institutionen

Polke-Vernissage in Köln

POLKE-VERNISSAGE im Museum Ludwig Köln, März 2015, Foto: Raap

Die erste posthume Retrospektive „Sigmar Polke – Alibis“ macht derzeit Station im Museum Ludwig Köln (bis 5. Juli 2015). Wie die Lokalpresse berichtete, war es der ausdrückliche Wunsch der Kinder Anna und Georg Polke, nach New York und London die Werkschau mit 250 Arbeiten auch in der Heimatstadt ihres Vaters zu zeigen, wo Sigmar Polke (1941-2010) seit 1978 gelebt hatte. Die Ausstellung wurde bereits in der Ära des früheren Museumsdirektors Philipp Kaiser ins Programm aufgenommen und für Köln von der Museumskuratorin Barbara Engelbach organisiert, doch die Vernissage war zugleich auch die Antrittsveranstaltung für den neuen Direktor Yilmaz Dziewior. Einen besonderen Schwerpunkt bildet das filmische Werk Polkes, aber die Ausstellung macht vor allem deutlich, wie der Künstler als Maler immer wieder über mediale Grenzen hinweg zu neuen Bilderfindungen gelangte und dabei auch bis dato im Kunstbetrieb ungewöhnliche Materialien einsetzte, etwa bedruckte Stoffe aus der Karnevalsabteilung eines Kaufhauses: vor allem in den 1960er und 1970er Jahren war er sehr stark an der Massenkultur interessiert und galt in dieser Zeit für viele Kritiker als Protagonist einer deutschen Pop Art. Ab Mitte der 1980er Jahre experimentierte er dann in großformatigen abstrakten Bildern mit fotochemischen, wärmeempfindlichen und giftigen Substanzen – diese Arbeiten haben einen quasi-alchimistischen Charakter. Zu Polkes Filmen richten das Museum Ludwig und die Universität Köln vom 12. Bis zum 14. Juni 2015 eine Tagung aus. Im kommenden Band 232 wir eine ausführliche Rezension der Polke-Ausstellung erscheinen. www-museum-ludwig.de

Personalien

Hollein geht nach San Francisco

Max Hollein, Copyright: Städel Museum Frankfurt, Foto: Gaby Gerster 

Max Hollein verlässt die Schirn Kunsthalle Frankfurt, die er seit 200 fünfzehn Jahre lang geleitet hatte. Er wechselt in die USA und ist dort ab dem 1. Juni 2016 Direktor der Fine Arts Museums of San Francisco. Der Kunsthistoriker Hollein hatte neben Schirn Kunsthalle und später auch das Städel Museum sowie die Liebighaus Skulpturensammlung geleitet.

Biennalen

Urban Art Biennale

URBANART BIENNALE VÖKLINGER HÜTTE 2013, Möllerhalle des Weltkulturerbes Völklinger Hütte. Kunstwerke: Shepard Fairey: „Nixon's the one“, 2004 (kleines Bild) und Psyckoze: „Rainbow Warriors“, 2008-2012, Copyright: Weltkulturerbe Völklinger Hütte/Oliver Dietze (Ausschnitt)

Die Völklinger Hütte richtet in diesem Sommer die dritte Biennale zu jener Kunst aus, „die sich aus dem Grafftiti entwickelt hat“ (bis 1. Nov. 2015). Auf dem Geländes des Weltkulturerbes stehen rund 100.000 qm für Ausstellungen und Installationen zur Verfügung. Im Zentrum des Festivals steht die Ausstellung in der Möllerhalle. Mit 100 Künstlern ist diese Veranstaltung eine der größten mit Street Art und Urban Art. Als Künstler sind unter anderem Shepard Fairey, Invader, Jef Aérosol, Cope2, L’Atlas, JonOne, Delta, M. Chat oder Logan Hicks vertreten. Aus dem arabischen Raum und Ägypten sind Werke von Ammar Abo Bakr, Alaa Awad, Zepha oder Nazeer und Gemeinschaftsarbeiten ägyptischer Street-Art-Künstler zu sehen. www.voelklinger-huette.org

Aktionen & Projekte

Digital und Analog

ELECTROBOUTIQUE, ALEXEI SHULGIN, ARISTARKH CHERNYSHEV , ohne Titel, 2015  

Vom 22. April bis zum 4. Juli 2015 läuft in der Dresdner Motorenhalle – Projektzentrum für zeitgenössische Kunst  ein Projekt „Digital // Analog: Indifferenz“ mit unterschiedlichen künstlerischen „Interaktionen zwischen Analog und Digital“. „Das Digitale stammt vom anfänglichen Zählen mit den Fingern (Digitus), beruht auf den geistigen Ressourcen aus der analogen Welt und ist in Struktur, Aufbau und Ordnung von dieser bestimmt. Ist das (noch) so?  Oder bestimmen uns bereits digitale Algorithmen in dem, was wir sehen, wohin wir uns wenden, was wir konsumieren, wie wir kommunizieren oder mit wem wir uns potentiell fortpflanzen?... Oftmals werden digitale und analoge Strukturen als gegensätzlich, einander ausschließend, als zwei verschiedene Welten betrachtet. Vielleicht folgt diese Sicht der alten abendländischen Denktradition des Körper-Geist Dualismus. Wir möchten dagegen beispielhaft deren zusammenwirken, ihre Interaktion, ihre gegenseitige Bedingtheit thematisieren...“. Künstlerliste: MEDIENGRUPPE BITNIK, César Escudero Andaluz, Aram Bartholl, Carla Chan Ho Choi, Electroboutique, Alexei Shulgin & Aristarkh Chernyshev, Stéphane Degoutin & Gwenola Wagon, Magali Desbazeille, Constant Dullaart, Ornella Fieres, Matthias Fritsch, Hanna Haaslahti, Steffen Koritsch, Marc Lee, Rosa Menkman, Umbrico, Anne-Theresa Wittmann. www.riesa-efau.de

Aktionen & Projekte

Schlaflos

JOHN LENNON, YOKO ONO, „Bed-In“. Hilton-Hotel Amsterdam, 1969, Fotoquelle: Wikipedia/Nationaal Archief, Den Haag, Rijksfotoarchief: Fotocollectie Algemeen Nederlands Fotopersbureau (ANEFO), 1945-1989 - negatiefstroken zwart/wit, nummer toegang 2.24.01.05, bestanddeelnummer 922-2302

1969 demonstrierten Yoko Ono und John Lennon mit einem „Bed In“ im Amsterdamer Hilton Hotel gegen den Vietnam-Krieg und für den Frieden; in diesem Kontext entstand auch der berühmte Beatles-Song „Give peace a chance“. Die Hippie-Generation folgte dem Slogan jener Jahre: „Make love, not war“. Von Carl Spitzweg kennen wir das Bild vom armen Poeten, der sich in seiner kalten Dachkammer in einen Mantel gehüllt ins Bett gelegt und wegen des undichten Daches einen Regenschirm aufgespannt hat. Als „Schauplatz von Gebutrt, Liebe, Krankheit und Tod“ spielt das Bett in allen Kulturen eine zentrale Rolle, und natürlich dann ebenso in der Kunst. Unter dem Titel „Schlaflos“ zeigt das Wiener „21er Haus“ bis zum 7. Juni 2015 eine Ausstellung über „Das Bett in Geschichte und Gegenwartskunst“. „Zahlreiche Künstler der Gegenwart, von Nobuyoshi Araki, Diane Arbus, Lucien Freud, Yayoi Kusama über Jannis Kounellis, Antoni Tàpies, Rosemarie Trockel bis Egon Schiele, Jürgen Teller oder Franz West und Rachel Whiteread haben sich der Form des Betts bedient oder – wie Tracey Emin, Mona Hatoum, Damian Hirst, Jim Lambie und Sarah Lucas – das Bett als Readymade verwendet.“ www.21erhaus.at

Aktionen & Projekte

Electric spring

MUSEUMSQUARTIER WIEN, Haupteingang, Fotoquelle: Wikipedia/Briséis

Am 16. und 17. April 2015 findet im MuseumsQuartier Wien ein neues Musikfestival statt. Es heißt „Electric Spring“ und bietet eine Plattform für die neue, heimische Elektronik-Musik-Szene. Der Bofgen reichrt von österreichisachem HipHop bis zu visuellen Projektionen und Installationen. Für das Programm zeichnet als Kurator Thomas Heher verantwortlich. In den kommenden Jahren sollen jährlich wechselnde Kuratoren das Programm auswählen. Der erste Abend des Festivals wird mit „Living Waterfalls“ eingeleitet. „Dabei wird sich im Wasserbecken mitten im MQ Haupthof eine farbige Wasserskulptur erheben. Über eine Breite von zwölf Metern und eine Höhe von zwei Stockwerken erstreckt sich eine künstliche Fontäne, auf der sich abstrakte Bildkompositionen des Berliner Künstlers Robert Seidel verflüssigen. Die unruhige Wasseroberfläche wird sich zu den teils rhythmischen, teils experimentellen Klängen und Tönen von Richard Eigner alias Ritornell aus Österreich in eine komplexe Leinwand verwandeln.“ Anschließend präsentiert der Wiener Rapper Nazar sein aktuelles Album „Camouflage”. In das Festival eingebunden ist auch die Kunsthalle Wien, in deren Foyer ebenfalls Auftritte stattfinden. www.mqt.at

Galerien & Auktionshäuser

Transparenz-Tool

HANS PAFFRATH, Galerie Paffrath

Hans Paffrath, Düsseldorfer Galerist, hat ein „Transparenz-Tool“ für den Kunsthandel entwickelt. Mit seinem Modell zu einer Selbstverpflichtung der Galeristen will Paffrath der Verunsicherung entgegen wirken, die nach den jüngsten Skandalen bei vielen Sammlern herrscht. Sein „Drei-Säulenprogramm“ mit dem griffigen Logo „AAA Art“ steht für die „Bonität des Verkäufers“, für eine „Qualität“ der Galerie z.B. mit einer „inhabergeführten Struktur“ und „solidem Marktwissen“, und alsdann für „verbindliche Regeln der Transparenz“. Das bedeutet eine „verbindliche und klare“ Abwicklung des „Eigentumübergangs“: „Keine überhöhten Rechnungen, keine überhöhten Provisionen, sondern ein faires und transparentes Instrumentarium stehen Käufer und Verkäufer hiermit zur Verfügung.“ www.galerie-paffrath.de

Galerien & Auktionshäuser

Achenbach: Sechs Jahre Haft

HELGE ACHENBACH, Foto: H.-N. Jocks

Im Strafprozess wegen Betrugsvorwürfen befand das Gericht den Düsseldorfer Art Consulter und Kunsthöändler Helge Achenbach in 18 Fällen für schuldig und verurteilte ihn zu sechs Jahren Haft. Achenbachs mitangeklagter Geschäftspartner kam mit einer Bewährungsstrafe davon. Achenbachs Anwälte stellten wegen einer Herzerkrankung ihres Mandanten einen Antrag auf Haftverschonung, den das Gericht jedoch ablehnte. Ob Achenbach in Revision geht, stand bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht fest.

Preview

Fassbinder-Jetzt

RAINER WERNER FASSBINDER, 1970, Foto: Peter Gauhe, Copyright: DIF Frankfurt

In diesem Jahr wäre der Filmregisseur Rainer Werner Fassbinder 70 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass zeigt der Berliner Martin Gropius-Bau vom 6. Mai bis zum 23. August 2015 die Ausstellung „Fassbinder –Jetzt”. Mit den drei Schwerpunk-ten Werkstatt, Kostüm und Bildende Kunst stellt die Ausstellung die Geschlossenheit in Fassbinders Werk heraus, der in nur 16 Jahren 44 Filme gedreht hatte. Die Ausstellung präsentiert Kreationen der Kostümbildnerin Barbara Baum, au-ßerdem Videoarbeiten von Tom Geens, Runa Islam, Maryam Jafri, Jeroen de Rijke/Willem de Rooij und Ming Wong, Arbeiten von Olaf Metzel und Rirkrit Tiravanija sowie Fotografien von Jeff Wall. „Als Grundlage für den Vergleich mit den zeitgenössischen Kunstwerken führt eine Kompilation mit Ausschnitten aus Fassbinders Filmen auf drei großen Leinwänden in die wichtigsten Themen seines filmischen Werks ein und verdeutlicht zudem prägende stilistische Mittel, wie Licht, Rahmung und Blickführung.“ www.deutsches-filmmuseum.de

Personalien

Aachen: Abschiedsausstellung

BRIGITTE FRANZEN, Foto: S. Kallnbach

Brigitte Franzen wechselt vom Direktorensessel des Aachener Ludwig Forums für internationale Kunst  als Geschäftsführender Vorstand in die Peter und Irene Ludwig Stiftung. Ihre letzte Ausstellung in den Aachener Museumsräumen ist dem Sammler Wilhelm Schürmann gewidmet. Er kuratiert  mit Blick auf die Sammlung Ludwig eine Ausstellung mit seiner eigenen Sammlung. Unter dem Titel „Le Souffleur“ sind 15 Räume entstanden, indenen sich beide Sammlungen „auf Aufgenhöhe begegnen“. Gezeigt werden Arbeiten von Valie Export, Guerrilla Girls, Richard Hamilton, On Kawara, Konrad Klapheck, Alice Creischer, Lee Lozano, Katja Novitskova, Anna Oppermann, Gerhard Richter, Rita McBride, Jason Rhoades, Franz West, Heimo Zobernig, Tomma Abts, Vincent Fecteau oder Jasper Johns. (22. März 2015 bis 31. Januar 2016). wwww.ludwigforum.de

Preise

ADKV-Art Cologne Preis

STEFAN KOBEL, Foto: Bettina Keller

Stefan Kobel nimmt auf der diesjährigen Art Cologne den ADKV-Art Cologne Preis für Kunstkritik entgegen, den der Messeausrichter gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft deutscher Kunstvereine verleiht (3.000 Euro). In der Jurybegründung heißt es: Weiter heißt es in der Begründung: „Stefan Kobels Arbeit steht in scharfem Kontrast zum schöngeistigen Feuilletonverständnis. Er bereist Messen, berichtet über Auktionen, verfolgt aber auch mit journalistischer Skepsis und akribischer Recherche die Marktakteure, beleuchtet ihre Interessen und bringt Licht in ein ökonomisches Umfeld, in dem Transparenz selten und Interessenkonflikte der Regelfall sind. Wo andere den Verlautbarungen des Handels glauben, fragt Kobel nach...“. www.kunstvereine.de

Messen & Märkte

Art Cologne: Talk-Programm Grenzgänger

Art Cologne, Pressefoto zum Veranstaltungshinweis

Es waren stets die mutigen Grenzgänger, die nicht den eigenen Tellerand als Horizont akzeptierten, sondern in viel weitsichtiger Weise die bildende Kunst zu Höchstleistungen angetrieben haben. Dazu ist für den 14. und 15. April 2016 während der Art Cologne in den Kölner Messehallen eine Talk-Reihe angekündigt. Teilnehmer sind Guus Beumer, Tobia Bezzola, Alain Bieber, Damian Zimmermann, Fritz Emslander, Martin Germann,Renate Goldmann, Nav Haq, Doris Krystof, Ludwig Seyfarth und Wolfgang Voigt. www.artcologne.de

Personalien

Hans-Jürgen Müller: 80 Jahre

Gerhard Richter, Porträt von Hans-Jürgen Müller, Öl auf Leinwand, 1965

Er war ein Urgestein unter den deutschen Galeristen, denn er fing bereits in den 1950er Jahren unter schwierigen Bedingungen an, zeitgenössische Künstler zu promoten: am 8. April dieses Jahres wäre der Stuttgarter Galerist Hans-Jürgen Müller 80 Jahre alt geworden. Der umtriebige Galerist war 1967 auch Mitbegründer des Kölner Kunstmarkts, der unter seinem jetzigen Namen Art Cologne in diesen Wochen sein 50jähriges Jubilläum feiert. Der Aufbau der Sammlung Kurt Fried (heute im Museum Ulm) und der Darmstädter Sammlung Ströher trägt in wesentlichen Zügen seine Handschrift. Neben seiner Galerietätigkeit in Stuttgart und Köln verfolgte Müller zusammen mit seiner Ehefrau Helga Müller ab 1984 auf Teneriffa das "Zukunftsprojekt Atlantis", um damit"einen persönlichen Beitrag zur dringend notwendigen gesellschaftlichen Kurs-Änderung zu leisten. Ziel: der Bau eines wahrhaft schönen Ortes für interdisziplinäre Begegnung als Geschenk an die Welt zum Jahrtausendwechsel, um dort unter humanistischer Zielsetzung neue, nachhaltige Konzepte für die Zukunft dieser Erde zu entwickeln." Daraus entstand die Begegnungstätte Mariposa, die seit Müllers Tod nach schwerer Krankheit 2009 von Helga Müller weiter geführt wird. Dort finden unter dem Label "Mariposion" regelmäßig Workshops, Seminare und andere Veranstaltungen statt, auch immer wieder mit Schulklassen. www.galerie-artlantis.eu

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