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Kulturpolitik

Berlin: Mehr Geld für freie Szene

Es ist guter Brauch, einem Politiker nach seinem Amtsantritt 100 Tage Schonfrist zu geben, bis die Opposition anfängt, eine erste Bilanz zu ziehen. Michael Müller (SPD), Berlins Regierender Bürgermeister und Kultursenator, hat von Anfang an deutlich gemacht, dass er weniger glamourös aufzutreten gedenke als sein Vorgänger Klaus Wowereit, und bislang bot er der Opposition auch wenig Angriffsmöglichkeiten. Ein Reizpunkt in der Berliner Landespolitik sind allerdings immer noch die Pläne für den Bau einer Zentral- und Landesbibliothek auf dem Tempelhofer Feld. Ein Volksentscheid führte nämlich 2014 zu einer deutlichen Mehrheit gegen eine Bebauung des Areals, doch Müller hält dennoch unverdrossen an den Plänen für den Bibliotheksbau fest. Für den Neubau eines Museums der Moderne am Kulturforum sagte Müller dem Bund Unterstützung zu, und auch sonst gibt er sich kulturfreundlich: Bei den Einnahmen aus der City Tax rechnet Müller mit Einnahmen von rund einer 1 Mill. Euro für den Kulturbereich, und damit soll vor allem die freie Szene stärker gefördert werden als bisher. Die „Freie Szene“ definiert sich selbst als „Gesamtheit aller in Berlin frei produzierenden Künstler, Ensembles, Einrichtungen und Strukturen in freier Trägerschaft aus den Bereichen Architektur, Bildende Kunst, Tanz, Schauspiel, Performance, Neue Medien, Musik von Barock, Elektro, Jazz, Klassik bis zur Neuen Musik, Musiktheater, Kinder- und Jugendtheater, Literatur sowie alle spartenübergreifenden und transdisziplinären Arbeiten.“

Biennalen

Kiew Biennale

Wie der Wiener „Standard“ meldete, hat der Organisator Mysteskyi Arsenal die Biennale von Kiew abgesagt, die unter dem Namen „Die Schule von Kiew“ für August 2015 geplant war. Die Organisatoren begründeten dies mit der schwierigen politischen und wirtschaftlichen Situation in der Ukraine sowie Sicherheitsbedenken. Die beiden Kuratoren Hedwig Saxenhuber und Georg Schöllhammer wollen diese Biennale nun in Eigenregie ohne Mysteskyi Arsenal ausrichten. Näheres geben Saxenhuber und Schöllhammer im April 2015 auf einer Pressekonferenz bekannt.

Personalien

Zürich: Neue Leiterin

Katharina Ammann übernimmt am 1. April 2015 die Leitung der Abteilung Kunstgeschichte des Schweizerischen Instituts für Kunstwissenschaft (SIK-ISEA) in Zürich. Sie folgt auf Juerg Albrecht der das Institut altershalber verlässt. Ammann ist arbeitete vorher als Konservatorin am Bündner Kunstmuseum Chur. Die Abteilung Kunstgeschichte von SIK-ISEA verantwortet Publikationen wie Werkverzeichnisse, Bestandskataloge von Museen und Sammlungen, Ausstellungskataloge, Lexika sowie Sammelbände mit Aufsätzen zu aktuellen Fragen des Wissenschaftsdiskurses. www.sik-isea.ch

Preise

Stipendiaten in Baden-Württemberg

Samantha Bohatsch, Lotte Meret Effinger, Marcelo Fiuza, Sara-Lena Maierhofer, Felix Oehmann, Priyanka Jain sowie Alina Schmuch dürfen im Bereich Bildende Kunst die Stipendien der Kunststiftung Baden-Württemberg über 900 solcher Fördergelder ausschütten können.

Hochschulen

Landschaftsbilder

Gan-Erdene Tsend ist Meisterschüler von Prof. Hermann-Josef Kuhna an der Kunstakademie Münster. Derzeit präsentiert er seine neuen Arbeiten bis zum 25. April 2015 in der Haleh Gallery in Berg am Starnberger See. Ferdinand Ullrich bemerkte zu seiner Landschaftsmalerei: „Die Bilder von Gan Erdene Tsend sind weit, tief und endlos. Sie sind so, wie wir uns die mongolische Heimat des Künstlers vorstellen: einsame, flache Landschaften ohne Abwechslung ohne dramatische Ausblicke spannungslos...“ Eine zweite Ausstellung als Retrospektive hat Tsend derzeit bis zum 2. Mai 2015 ebenfalls in der Galerie Hovestadt in Nottuln. Sie umfasst Arbeiten aus dem Zeitraum 2005 bis 2015. www.kunstakademie-muenster.de

Kulturpolitik

Urteil wegen Sachbeschädigung

In zweiter Instanz bestätigte das Oberlandesgericht Hamm bestätigte ein Urteil des Amtsgerichts Essen wegen Sachbeschädigung. Eine muslimische Studentin hatte 2013 in der Essener Universitätsbibliothek aus einer Collage mit Teilen aus dem israelischen Comic-Roman „Blutspuren“ die Zeile „Nieder mit Allah“ herausgeschnitten, weil sie sich religiös beleidigt fühlte. Das Oberlandesgericht bestätigte die Verurteilung zu einer Geldstrafe von 400 Euro: Die im Grundgesetz garantierte Glaubens- und Gewissensfreiheit erlaube keine Sachbeschädigung.

Preise

Artist of the Year

Koki Tanaka ist „Artist of the Year“ 2015 der Deutschen Bank Kunsthalle in Berlin. Bekannt wurde er durch seinen Beitrag mit Videoarbeiten im Japanischen Pavillon auf der Biennale von Venedig 2013. In der Deutschen Bank Kunsthalle hat er derzeit eine Einzelausstellung bis zum 25. Mai 2015. www.deutsche-bank-kunsthalle.de

Preise

HAP Grieshaber-Preis

Pia Linz nimmt im Herbst 2015 den HAP-Grieshaber-Preis der VG Bildkunst entgegen (25.000 Euro) und hat dann eine Einzelausstellung beim Deutschen Künstlerbund in Berlin. Die Künstlerin studierte an der Frankfurter Städelschule bei Christa Näher und Thomas Bayrle. Bei ihren „Haubenbildern“ bemalt sie unter einer Acrylglashaube Landschaften, Straßenszenen oder Innenräume von innen. www.kunstfonds.de

Preise

Fotopreis der Michael Horbach Stiftung

Pep Bonet, spanischer Fotograf und Filmemacher, wurde der Fotopreis 2015 der Kölner Michael Horbach Stiftung zugesprochen (10.000 Euro). In der Ausstellung Hell & Heaven zeigt er vom 1. Mai bis zum 16. Juni 2015 in den Kunsträumen der Michael Horbach Stiftung eine Auswahl seiner Arbeiten der vergangenen Jahre. „Pep Bonet beschäftigt sich mit der globalen Ungleichverteilung. Seine Fotografien zeigen Menschen in verschiedenen unterentwickelten Ländern und die dortigen Defizite. Sie erzählen von Menschen, die Opfer von Kriegen, Naturkatastrophen oder gesellschaftlichen Konventionen geworden sind. Menschen aus Randgruppen, moderne Sklaverei, Zwangsprostitution und Kinderarbeit sind zentrale Themen in Pep Bonets fundierten Foto- und Filmprojekten. Parallel zu der Ausstellung stellt der Künstler Hermann-Josef Hack sein Projekt "Bewohnbare Bilder" vor. www.michael-horbach-stiftung.de

Preise

Create your Bucharest

Alexandru Bălăşescu und Ovidiu Anton sind Gewinner des Ideenwettbewerbs Create your Bucharest (10.000 Euro). Der Hauptpreis wurde ihnen für ihr Projekt „How I miss Bucharest or The Journey of a Dog's Life“ zugesprochen. Darin erzählen sie das Leben von zwei Stadthunden. Außerdem wurden neun Sonderpreise mit je 3.000 Euro an Anca Benera & Arnold Estefan, Larisa Crunțeanu & Xandra Popescu, Carmen Secăreanu Rareș Tudor Pop, Răzvan Delcea & Andrei Voica, Maria Daria Oancea & George Octavian Marinescu und an Dragoș Olea vergeben. Diese zehn Projekte werden bis zum 4. Oktober 2015 einem gesonderten Bereich auf der Vienna Biennale präsentiert. www.viennabiennale.org.

Personalien

KW Berlin: Neuer Vorstand

Julia Stoschek, Sammlerin, Olafur Eliasson, Künstler, sowie Martin Heller, Jurist und Berater, bilden den neuen Vorstand des Berliner KW Institute for Contemporary Art. Julia Stoschek und Olafur Eliasson waren bisher bereits Mitglieder des KW Trägervereins. Die KW werden auch in Zukunft Träger und Hauptveranstaltungsort der Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst sein. www.kw-berlin.de

Galerien & Auktionshäuser

Sotheby's: neuer Geschäftsführer

Tad Smith ist neuer CEO-Chief Executive Officer (Geschäftsführer) bei Sotheby’s. Zuvor war Smith Geschäftsführer bei einem lokalen Medienunternehmen in New York und Vorstandsvorsitzender eines amerikanisch-niederländischen Verlagshauses. Außerdem leitet er seit 1999 als außerordentlicher Professor an der Stern School of Business der New York University den Kurs „Strategie und Finanzierung für Unterhaltungs-, Medien- und Technologieunternehmen“. Das Auktionsgeschäft ist zwar beruflich bislang Neuland für ihn, doch der Aufsichtsratsvorsitzende bei Sotheby’s, Domenico De Sole, ist zuversichtlich, dass Smith als guter Stratege den Aufbau einer Handelsmarke wie Sotheby’s gut versteht. Der Vorgänger von Tad  Smith, William F. Rupprecht, war zurück getreten, als der Sotheby’s-Aktionär Daniel Seth Loeb ihm „mangelnde Visionen“ vorgeworfen hatte. www.sothebys.com

Galerien & Auktionshäuser

Achenbach: Revision

Im Strafprozess wegen Betrugs wurde der Düsseldorfer Kunsthändler Helge Achenbach zu sechs Jahren Haft verurteilt. Gegen das Urteil wollen seine Anwälte Revision einlegen, sobald die schriftliche Urteilsbegründung vorliegt. Auch der mitangeklagte Ex-Geschäftspartner, der zu einer Bewährungsstrafe verurteilt wurde, will in Revision gehen. Das Essener Landgericht hatte Aachenbach in 18 Fällen des Betrugs zu Lasten des ALDI-Erben Bertold Albrecht und des Unternehmers Christian Boehringer für schuldig befunden.

Preise

Birgit Jürgenssen-Preis

Daniela Grabosch gewann den Birgit Jürgenssen-Preis (5.000 Euro). Die Preisverleihung ist am 22. April 2015. Grabosch studiert an der Wiener Kunstakademie performative Künste bei Carola Dertnig. Jurybegründung: „Daniela Grabosch entrollt mit ihren Arbeiten zum Thema Wohnen ein ganzes Dispositiv – die Verbindungen zwischen den Elementen Privatsphäre, gesellschaftlicher Prägung und Überwachung all dessen, was man als eigene Entscheidung oder Gestaltungsleistung begreift. Ihre Analysen und Kreationen von Wohnungsplänen werden zu einem Display, einer Bühne, die das vermeintlich Private als immer schon Äußeres entdecken.“ www.akbild.ac.at

Kulturpolitik

Kunsthistorikertag: Mehr Kunstgeschichtler an die Schulen

Das Thema beim jüngsten Deutschen Kunsthistorikertag lautete „Der Wert der Kunst“; und Wertschätzung genießt die Kunst nicht in allen gesellschaftlichen Bereichen. So hatte Kilian Heck, Vorsitzender des Verbandes Deutscher Kunsthistoriker, Anlass zur Klage, an unseren Schulen werde zu selten Kunstgeschichte gelehrt. „Wenn wir damit nicht beginnen, wird der nächsten Generation gar nicht mehr klar, warum wir Museen überhaupt unterhalten sollen“, meinte Heck. An deutschen Gesamtschulen und Gymnasien trifft man im Lehrerzimmer nur ganz selten Kunsthistoriker an. Die meisten Kunsterzieher sind nämlich ausgebildete Künstler; sie haben zumeist an den Kunstakademien studiert, wo es neben der Möglichkeit eines Studiums der „freien Kunst“ auch Lehrangebote in Kunstpädagogik gibt. Der Kunsthistoriker Gregor Mainz hält das nicht für grundlegend falsch, aber Kunsthistoriker gehörten eben auch an die Schulen: „Das ist so, als würde der Deutschunterricht von Literaten gehalten.“ www.kunsthistoriker.org

Ausschreibungen

Salzburg: Kunstlitfasssäulen

Vier ausgewählte Künstler können in Salzburg eine „Kunstlitfasssäule“ gestalten. Die umgesetzten Entwürfe sind vier Wochen lang im Stadtbild zu sehen und werden mit je 1.000 Euro honoriert. Dabei solle „die Rahmenbedingungen des öffentlichen Raumes als Forum für soziales Leben und Kommunikation“ thematisiert werden. „Gewünscht sind kooperative und interdisziplinär entwickelte Projekte, die sich unterschiedlichster Medien bedienen... Die Kosten für die Ausführung übernimmt die Progress Werbung, wobei der Finanzierungsbedarf mit der Progress Werbung im Vorfeld abzuklären ist.“ Gestaltungskonzepte sind bis zum 4. Mai 2015 einzureichen bei: Kultur, Bildung und Wissen, Mozartplatz 5, Postfach 63, A-5024 Salzburg, Tel. +43 662 8072 3422, Fax +43 662 8072 3423. E-Mail:kultur.bildung.wissen@stadtsalzburg.at. www.stadt-salzburg.at

Preise

Follow Fluxus-Stipendium

Mehreen Murtaza wurde mit dem Follow Fluxus-Stipendium bedacht (10.000 Euro). Der Preis wird vom Nassauischen Kunstverein Wiesbaden vergeben und ist mit einer Ausstellung dort verbunden. Außerdem darf die Stipendiatin einen dreimonatigen Arbeitsaufenthalt in Wiesbaden verbringen. Sie kombiniert in ihren Arbeiten Folklore, Pop-Kultur, Science Fiction, Religion, Spiritualität und Technik. www.kunstverein-wiesbaden.de

Messen & Märkte

The Original London Print Fair

The Original London Print Fair (23. bis 26. April 2015) ist eine Messe für die Freunde der Druckkunst aus allen Epochen der Kunstgeschichte. Das Programm reicht von Holzschnitten aus der Dürer-Zeit bis zu Editionen zeitgenössischer Künstler. Veranstaltungsort ist die Royal Academy of Arts. Für den 24. April 2015 ist ein „Young Collector's Evening“ angekündigt. www.londonprintfair.com

Messen & Märkte

Nada New York

Nada New York ist seit 2002 als „non profit model“ konzipiert und wird vom 14. bis zum 17. Mai 2015 in Basketball City (299 South Street am East River) ausgerichtet. Der Veranstaltungsort liegt ganz in der Nähe der Galerien an der Lower East Side, die einen großen Teil der Mitglieder in Kunsthändlerverband NADA stellen. Das Programm focussiert sich auf „neue Kunst“ und „aufstrebende Talente“. Die Atmosphäre wird von der Lokalpresse gelobt, und das liegt wohl auch daran, dass der Eintritt hier frei ist, weshalb man viele Kunststudenten und junge Künstler unter den Besuchern antrifft. www.newartdealers.org

Messen & Märkte

Art Cologne: New Positions

Auch in diesem Jahr führt die Art Cologne (6. bis 19. April 2015) wieder ihr Förderprogramm „New Positions“ durch. 21 ausgewählte Künstler dürfen ein 25 qm große Einzelkoje bespielen. Aus ihrer Mitte wird ein Preisträger für den Art Cologne Award mit einer Einzelausstellung in der Kölner Artothek ausgewählt (Preisgeld: 10.000 Euro). Den preis stiftet die Deutshe Telekom; für das Förderprogramm gibt es Zuschüsse von Bund, Land, Galeristenverband BVDG und der Kölner Messegesellschaft. www.artcologne.de

Ausschreibungen

Romulus Candeda-Preis

designaustria schreibt in Zusammenarbeit mit dem Luftschacht Verlag, dem Institut für Jugendliteratur sowie der Kunstsektion des Bundeskanzleramts Österreich einen Illustrationspreis aus. Die Auslobung bezieht sich auf „ein vollständig illustriertes, jedoch unveröffentlichtes Kinderbuchprojekt“. Für Aufbereitung und Präsentation wird allerdings eine Kostenbeteiligung von Euro 15,– zuzüglich USt. Verlangt. Die Einreichfristendet am 30. Juni 2015. Infos und Formblatt unter: www.designaustria.at/system/assets/3081/original/rc15_ausschreibung.pdf www.designaustria.at/system/assets/3081/original/rc15_ausschreibung.pdf

Aktionen & Projekte

Il Giardino di Daniel Spoerri

Auch in diesem Jahr ist während der Sommermonate bis Anfang November 2015 wieder der Skulpturengarten „Il Giardino di Daniel Spoerri“ bei Seggiano/Toskana öffentlich zugänglich. Für den Rundgang sollte man etwa drei Stunden einplanen. Daniel Spoerri hat den Garten ca. 80 km südlich von Siena Anfang der 1990er Jahre angelegt und 1997 mit eigenen Skulpturen und Werken befreundeter Künstler eröffnet. Auf dem 16 ha großen Gelände sind mehr als 100 Skulpturen von 50 Künstlern zu besichtigen, darunter Werke z.B. von Eva Aeppli, Katharina Duwen, Meret Oppenheim, Pavel Schmidt, Dieter Roth, Martin Schwarz, Roland Topor, Jean Tinguely und Ugo Dossi. In diesem Jahr wird Katrin Plavčak dort ihre Arbeit „Schwarze Raucher“ installieren. Darunter versteht man „Schlote von Tiefseevulkanen, um die herum eine Lebenswelt existiert, die nicht auf der Photosynthese gründet, sondern auf der Chemosynthese. Es sind hydrothermale Quellen der Tiefsee, aus deren Schornsteinen eine Sedimentwolke austritt. Aus diesen Schloten schießt 400 Grad heißes, mineralreiches Wasser, angereichert mit Sulfiden und Salzen, das die Ernährungsgrundlage für chemosynthetisch aktive Bakterien und Archaeen bildet.“ Das weitere Giardino-Programm besteht aus einer Ausstellung mit dem Florentiner Maler Robert Barni. An die Vernissage am Ostermontag (6. April 2015) schließt sich im benachbarten Castel del Piano die Einweihung einer Skulptur von Daniel Spoerri an. Sie wurde von der Gemeinde angekauft und interpretiert das alljährlich stattfindende Palio, ein Pferderennen um den Marktplatz des Ortes ähnlich dem Sieneser Palio. Im Ausstellungshaus Spoerri in Hadersdorf/Österreich ist außerdem bis zum 1. November 2015 die Ausstellung „Lieben und Haben – Liebhaben, Sammeln und Sammler“ zu sehen. www.danielspoerri.org

Aktionen & Projekte

ICAS-Festival

Die Dresdner Trans-Media-Akademie Hellerau e.V. präsentiert vom 27. April bis zum 3. Mai 2015 im Festspielhaus Hellerau das ICAS-Festival mit Vertretern der avantgardistischen Musikszene und der Klangkunst. „Das Festival für fortschrittlichen Sound und verwandte Künste widmet sich mit Foren, Lab-Formaten, Installationen im Freien sowie audio-visuellen Performances und Clubbing sowohl den Möglichkeiten künstlerischer und musikalisch-klanglicher Zusammenarbeit, als auch der Präsentation künstlerischer Nachwuchsprojekte zwischen Klangkunst und 'adventurous sound'“. Damit findet das fünfjährige Projekt „European Cities of Advanced Sound“ (ECAS) seinen Abschluss. Zugleich dient das Festival „als Sprungbrett für das neue europäische Projekt 'Sound, Heterogeneous Art and Performance in Europe' (SHAPE)“.Außeninstallationen und Klangspaziergänge auf dem Gelände des Festspielhauses, ein Klang-Karussell, in dem man jede Runde neue akustische Welten entdeckt, Hacklabs und Workshops, Vorträge und Filmexperimente runden das Programm ab. www.t-m-a.de, www.ecasnetwork.org.www.cynetart.de

Ausschreibungen

B.AGL-Kunstmesse Berlin

Während des Berliner Gallery Weekends findet vom 20. April bis zum 3. Mai 2015 im Postbahnhof die unabhängige Kunstmesse B.AGL statt.cDie Initiatoren haben „eine Sektion für aufstrebende Künstler und Newcomer der Szene reserviert, in denen diese eine reale und bezahlbare Chance haben, sich live einem interessierten Publikum zu präsentieren.“ Unter dem Namen „B.AGL – ART2GO“ wird eine „Verkaufsplattform für junge oder noch nicht etablierte Kunst“ eingerichtet. „Hier werden Werke zu erschwinglichen Preisen als ART2GO zum direkten Mitnehmen angeboten. Bewerben können sich Künstler aus den Bereichen Malerei, Zeichnung, Skulptur, Fotografie, Street Art, Design, Mode und mehr. Voraussetzung für die Teilnahme bei ART2GO ist, dass es sich um eigene Werke des Künstlers handelt und kein Einzelwerk mehr als 300,00 Euro kostet.“ Teilnahmebedingungen und Anmeldung unter: www.bagl-berlin.com/#!art2go/czkh

Preise

Salzburger Keramikpreis

Frank Louis erhielt den Keramikpreis des Landes Salzburg 2015. Die beiden Anerkennungspreise gingen an Andreas Vormayr und Daniel Wetzelberger. In Österreich ist dieser Preis für Kunst aus Keramik, Porzellan, Ton oder Lehm einzigartig. „Frank Louis setzt auf die Auseinandersetzung von organischen Formen mit Elementen der Gebrauchskeramik. Er thematisiert in subtiler Weise den Ton als rohen Werkstoff und bezieht sich auf die amorphe Masse als Ausgangsmaterial im Atelier. Es entstehen assoziative Objekte, die Bezüge zu Körpern und Gefäßen nahe legen. Souverän ist die Autonomie seiner Skulpturen im Raum. Sie bestehen sowohl als Solitär, wie auch mit deutlichem Bezug zum Boden und der Wand als Raumbegrenzung.“ www.traklhaus.at

Ausschreibungen

Internationaler Senefelder-Preis 2015

Zu Ehren von Alois Senefelder, dem Erfinder der Lithographie, schreiben die Internationale Senefelder-Stiftung (ISS) und der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) einen Wettbewerb für Lithografie/Flachdruck aus. Die Preissumme von 15.000 Euro wird auf drei Preisträger aufgeteilt. Einsendeschluss für eine ein- oder mehrfarbige Arbeit, die nach 2010 entstand, ist der 1. Juni 2015. Kontaktdaten: Internationale Senefelder-Stiftung, Im Haus der Stadtgeschichte , Herrnstraße 61, 63065 Offenbach, info@senefelderstiftung.com, www.senefelderstiftung.com

Biennalen

Ideas City

Das New Yorker New Museum rief 2011 die Biennale „Ideas City“ ins Leben. Sie beschäftigt sich mit der Zukunft der Städte rund um den Globus. Bereits jetzt lebt rund die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten, und die Zahl der Stadtbewohner wird in den nächsten Jahrzehnten noch mehr zunehmen. Nicht zuletzt deswegen gehen die Initiatoren davon aus, dass Kunst und Kultur wesentlich für die Vitalität der heutigen und künftigen Metropolen sind: (sozio)-kulturelle Angebote verbessern die Lebensqualität in der Stadt. Die diesjährige Veranstaltungsreihe steht unter der Leitung des Direktors Joseph Grima und bietet vom 28. bis zum 30. Mai 2015 Workshops, ein Straßenfest und dieverse Projekte. www.ideas-city.org

Biennalen

Turku Biennale

Merkmal der finnischen Turku Biennale (10. Juni bis 30. August 2015) ist der Grundsatz, jedes Mal ein neues Veranstatungskonzept zu entwerfen und dabei eben nicht bereits vertrauten strukturellen Pfaden zu folgen. Deswegen werden auch jedes Mal neue kuratorische Modelle und Auswahlverfahren ausprobiert. In den vergangenen zehn Jahren wurden hauptsächlich Künstler aus Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark, Island, Russland, Italien, Spanien und den USA ein geladen. Partnerschaftsprogramme mit anderen Städten ermöglichten auch eine Präsentation der Ausstellung in St. Petersburg (2003) und Barcelona (2007). Für die ortsbezogenen Beiträge zu dieser Biennale bietet vor allem der archäologische und historische Fundus des Abo Vetus & Ars Nova-Museums inhaltliche Anknüpfungspunkte. 2015 werden 18 Künstler und Künstlergruppen eingeladen. Das Thema lautet: „Der unerwartete Gast“. www.turkubiennaali.fi

Museen & Institutionen

Sammlung Falckenberg

Seit 2011 arbeiten die Deichtorhallen Hamburg mit dem Sammler Harald Falckenberg zusammen. In den Phoenix-Hallen ist die Sammlung mit mehr als 2.100 Werken jedoch nicht ständig präsent, sondern sie hat zusammen mit der Foto-Sammlung von F.C. Gundlach die Funktion eines „Basislagers“ und als „Ideengeber“ für ein Ausstellungshaus, wie es Falckenberg selbst formuliert. Die Kooperation wird bis 2023 in dieser Form fortgesetzt. Soeben lief dort die Ausstellung „Selbstjustiz durch Fehleinkäufe. Eine Auswahl von Neuerwerbungen der Sammlung Falckenberg 2011-2014“. Anschließend ist in der Sammlung Falckenberg vom 11. Juni bis zum 11. Oktober 2015 unter dem Titel „Civic Radar“ eine Retrospektive der amerikanischen Medienkünstlerin Lynn Hershman Leeson zu sehen. Sie arbeitet mit Video, Film, Performance, Installation sowie interaktiver und netzbasierter Medienkunst. Ihre bekannteste Werkreihe, „Roberta Breitmore“ (1973–1978) behandelt eine Kunstfigur „als eine Art Klon der Künstlerin“. Deren Leben von 1973 bis 1978 wurde in Echtzeit und in der realen Außenwelt inszeniert. Roberta Breitmore wird dabei von Hershman Leeson selbst verkörpert, teilweise jedoch auch simultan von drei anderen Frauen. www.deichtorhallen.de

Museen & Institutionen

Documenta-Jubiläum

1955 veranstaltete Arnold Bode in Kassel die erste Documenta. Sie sollte eine Dokumentation der modernen Kunst sein, die in der NS-Zeit in Deutschland verfemt war und nun in der Nachkriegszeit den Zeitgenossen nahegebracht werden sollte. Inzwischen gilt die alle fünf Jahre stattfindende Documenta als weltweit wichtigste Großausstellung für zeitgenössische Kunst. Mit Vorträgen, Ausstellungen und Konzerten im Rahmen einer Festwoche wird im Juli 2015 in Kassel an diese erste Documenta vor 60 Jahren erinnert. So diskutieren z.B. in einem Symposium die künstlerischen Leiter der vier vergangenen Documenta-Ausstellungen am 17. und 18. Juli 2015 und der Leiter der kommenden Documenta 14, Adam Szymczyk, miteinander über die verschiedenen Konzepte, wie man eine Documenta realisieren kann. Am 19. Juli 2015 lädt Kassel zu einem „Documenta-Fest" mit Filmvorführungen, Lesungen und Führungen zur Geschichte der Documenta ein. Auf dem Friedrichsplatz vor der Kunsthalle findet dazu ein Konzert statt. Am 16. Juli 2015 wird eine Ausstellung des belgischen Künstlers Marcel Broodthaers (1924-1976) eröffnet. Die nächste Documenta findet 2017 in Kassel und Athen statt. www.documenta.de

Personalien

Timm Ullrichs: Runder Geburtstag

Timm Ullrichs feierte seinen 75. Geburtstag. Der „Totalkünstler“ (Ullrichs über Ullrichs) richtete Ende der 1960er Jahre eine „Kunstpraxis“ mit Sprechstunden wie bei einem Arzt ein, erklärte sich selbst zum „ersten lebenden Kunstwerk“ und stellte sich selbst aus. Seine Arbeiten sind zwischen Neo-Dadaismus, Prozesskunst, Ideenkunst und Konzeptkunst anzusiedeln. Kaum ein anderer deutscher Künstler hatte bereits in den frühen 1960er Jahren den klassischen auratisch aufgeladenen Werkbegriff so radikal in Frage gestellt wie er, und mit der Vermessung seines Körpers und anderen Körper-Aktionen nahm er vieles vorweg, was erst in den 1970er und 1980er Jahren in der Performance Art und in der Body Art an Zeithöhe gewann: in Höhe des Herzens ließ er sich eine Zielscheibe auf die Brust tätowieren und auf das rechte Augenlid „The End“ wie beim Abspann eines „ultimativ letzten Films“.

Kulturpolitik

Sammlung Gurlitt: Erste Rückgaben angekündigt

Max Liebermann malte zwei Fassungen des Motivs „Zwei Reiter am Strand“. Bis 1939 gehörte eine dieser beiden Fassungen zur Sammlung von David Friedmann in Breslau; das Bild wurde dann von den Nazis beschlagnahmt. Mit Teilen der Sammlung des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt beschlagnahmten es die alliierten Siegermächte 1945 erneut, gaben es aber 1950 an Hildebrand Gurlitt zurück. Das Gemälde gehört zu jenen Werken in der Sammlung Gurlitt, die unter Raubkunst-Verdacht stehen. Aber erst jetzt, rund ein Jahr nach dem Tod des Sohnes Cornelius Gurlitt, soll es als eines der ersten Objekte aus dessen Nachlass restituiert werden. Die Taskforce, die den Nachlass Gurlitts untersucht, hatte bereits im August 2014 den Raubkunst-Verdacht bestätigt. Dass sich die Rückgabe dennoch bis jetzt verzögerte, hatte verschiedene Seiten zur Kritik veranlasst. Anspruchsberechtigt ist ein Großneffe des früheren Eigentümers, ein Holocaust-Überlebender, der heute als Anwalt in New York lebt. Die Taskforce hat ebenfalls das Bild „Sitzende Frau“ von Henri Matisse zweifelsfrei als Raubkunst eingestuft; es soll nun auch relativ zügig an die Erben des jüdischen Kunsthändlers Paul Rosenberg zurück gegeben werden. Kompliziert ist nicht nur die Erforschung der Provenienzgeschichte mancher Bilder, sondern auch die aktuelle Rechtslage: vor dem Nachlassgericht München ist ein Rechtsstreit zwischen dem Kunstmuseum Bern, das die Sammlung Gurlitt erbte, und einer Cousine von Cornelius Gurlitt anhängig. Bevor der New Yorker Nachfahre von David Friedmann das Liebermann-Bild tatsächlich ausgehändigt bekommt, muss er den Restitutionsvertrag noch dem Nachlassgericht vorlegen. Sowohl das Kunstmuseum Bern als auch die Cousine haben allerdings mehrfach betont, einer zügigen Rückgabe von identifizierter Raubkunst nicht im Wege stehen zu wollen.

Messen & Märkte

ADKV-Art Cologne-Preis

Der Düsseldorfer Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen in Düsseldorf erhält den ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstvereine 2015 (8.000 Euro). Über eine „Lobende Würdigung“ darf sich der Förderkreis Schloss Plüschow freuen. Der Preis wird seit 2006 in Kooperation von Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (ADKV) und ART COLOGNE verliehen. Der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen steht heute „für die kritische Auseinandersetzung mit künstlerischen und gesellschaftlichen Prozessen. In der Ausstellungs- wie Vermittlungstätigkeit des Kunstvereins wird dabei programmatisch immer wieder die Frage nach dem grundsätzlichen Zustandekommen und der Wirkungsweise von Kunst im sozialen und kulturellen Kontext gestellt..." www.kunstverein-duesseldorf.de

Messen & Märkte

TEFAF Maastricht

Eine neue Abteilung „Night Fishing“ hatte die TEFAF Maastricht in diesem Jahr eingerichtet. Sydney Picasso kuratierte diese Schau mit Werken aus verschiedenen Galerien. So zeigte z.B. die Galerie Buchmann aus Berlin und Lugano eine große Scheiben-Skulptur von Tony Cragg zum Preis von 800.000 Euro. Die Galerie Hans Mayer aus Düsseldorf war mit Nam June Paik vertreten und Thaddaeus Ropac (Salzburg/Paris) mit einer hölzernen Großskulptur von Georg Baselitz’ jüngsten Monumentalskulpturen. „Night Fishing“ zeigte somit bewusst nur etablierte Künster, die man in 100 oder 200 Jahren als die „Alten Meister“ des 20./21. Jh. apostrophieren wird. Die TEFAF gilt neben der Art Basel als weltweiter Marktführer unter den Kunstmessen, und sie hat sich im Laufe der Jahre vom Programm einer Antiquitätenmesse konsequent in Richtung Gegenwart ausgeweitet. Mit diesem Profil versuchte sie auch jetzt, sich gegenüber der zeitgleichen Art Basel Hongkong und der New Yorker Asia Art Week durchzusetzen. www.tefaf.com

Galerien & Auktionshäuser

Kunstkompass: Gerhard Richter wieder Nr. 1

Gerhard Richter liegt weiterhin unangefochten auf Platz 1 der "Kunstkompass"-Ranking-Liste, die Linde Rohr-Bongard für die Zeitschrift "Weltkunst" zusammen gestellt hat. Auch sonst hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf den drei folgenden Plätzen nichts geändert: hier folgen als derzeit erolgreichste Künstler Bruce Nauman, Rosemarie Trockel und Georg Baselitz. Kriterium für die Punktevergabe sind wichtige Museumsausstellungen, Teilnahme an der "Documenta" oder an wichtigen Biennalen und Rezensionen in Fachzeitschriften wie "Kunstforum international". Um Ruhmespunkte zu sammeln, d.h. um eine Künstlerkarriere aufzubauen, braucht man Zeit, Beharrlichkeit und Geduld: Auf den ersten zwanzig Plätzen tauchen nämlich nur drei Künstler auf, die jünger als 60 Jahre sind: Olafur Eliasson (Platz 7, Jahrgang 1967), Pipilotti Rist (Platz 10, Jahrgang 1962) und Douglas Gordon (Platz 18, Jahrgang 1966). Entscheidend für diese Ruhmespunkte sind nicht kurzzeitige Markterfolge - denn Auktionsergebnisse oder Galerieverkäufe bleiben bei dieser Ranking-Liste außen vor - sondern museale Weihen. Daher finden sich kommerziell erfolgreiche Künstler wie Jeff Koons nur auf Platz 12 und Damien Hirst auf Platz 29. Doch es gibt auch noch eine separate Liste der "Aufsteiger des Jahres", die 2015 Camille Henrot (Jahrgang 1978) und Katharina Grosse (Jahrgang 1961) anführen.   www.zeitkunstverlag.de

Ausschreibungen

Lepsien Art Foundation - Förderprogramm

Die Lepsien Art Foundation vergibt jährlich 5 Stipendien an internationale Künstler/-innen, die im Rahmen eines öffentlichen Ausschreibungsverfahrens ermittelt werden. Das Förderprogramm beinhaltet neben Atelierräumen im Art House Düsseldorf die Herausgabe von zwei limitierten Künstler-Editionen und einem Jahreskatalog. Den Abschluss eines Förderjahrs bildet eine gemeinsame Abschlussausstellung aller Stipendiaten im Art House Düsseldorf. Das Förderprogramm 2015/16 startet am 1. September 2015 und läuft bis zum August 2016. Bewerber/- innen sollten zum Zeitpunkt der Bewerbung nicht älter als 39 Jahre alt sein. Alle Informationen zum Förderprogramm sowie zur Bewerbung unter: www.lepsien-art-foundation.com, www.the-art-house.eu

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Aktueller Band

Der vor Jahren bereits eingeläutete Trend zum Künstlerkurator scheint in eine heiße Phase eingetreten zu sein. Sowohl die Manifesta in Zürich als auch die Berlin Biennale kürten Künstler zu Meisterregisseuren ihrer jüngsten Ausgabe. In Zürich hat der international renommierte Künstler Christian Jankowski die Manifesta mit seiner Perspektive beseelt, während man in Berlin das so interdisziplinär arbeitende wie international vernetzte Kollektiv DIS aus New York kommen ließ.
Von ihren Prämissen könnten die beiden Großveranstaltungen in Zürich und Berlin kaum unterschiedlicher sein: Während die Manifesta als durch Europa vagabundierende Biennale sowieso eine Ausnahmeerscheinung ist, die sich alle zwei Jahre auf ein anderes Land einlässt und die Überwindung von Trennlinien zum Ziel hat, ist die Berlin Biennale stets mit dem besonderen Charakter ihrer Stadt verbunden, in der sie sich jedes Mal neu erfindet.
KUNSTFORUM International wirft mit diesem Themenband einen analytischen Blick darauf, was die die jüngste Manifesta und die Berlin Biennale ausmachen. Wie immer bei Großausstellungen, die internationale Bedeutung haben, schafft KUNSTFORUM in kommentierten, systematischen Fotorundgängen, in exklusiven Interviews mit den Kuratoren (Jankowski und DIS) und Organisatoren (Hedwig Fijen und Gabriele Horn) und zahlreichen Künstlern (z.B. Cécile B. Evans, Simon Fujiwara, Anne de Vries, Wu Tsang, F.E. Walther), begleitenden Texten, Kommentaren und Wahrnehmungshilfen die Ausstellungen nahezu komplett zu dokumentieren und kontrovers zu diskutieren.
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