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Personalien

Dortmunder U: Museumschef geht in Altersteilzeit

KURT WETTENGL

Prof. Kurt Wettengl hat nach über zehn Jahren seine Tätigkeit am Museum Ostwall im Dortmunder U beendet. „Im Hinblick auf die Rolle, die das Museum Ostwall in dem ehemaligen Brauereigebäude einnehmen würde, entwickelte Wettengl bereits in seinem ersten Jahr das Leitbild des „Museums als Kraftwerk“ und damit das Museum als einen Ort, in dem die Kunst der Vergangenheit immer wieder neu kontextualisiert und gemeinsam mit jüngerer und zeitgenössischer Kunst für die Gegenwart fruchtbar gemacht wird.“ Wettengl geht nun in eine Altersteilzeitphase und wirkt weiterhin als Honorarprofessor an der TU Dortmund. www.museumostwall.dortmund.de

Museen & Institutionen

Lüneburg:Jubiläum

STUDIO MANUEL RAEDER, Plakatentwurf für die Jahresgaben an die Kunsthalle Lüneburg 2008 bis 2015 (Ausschnitt)

Sechs Wochen lang dauert in diesem Sommer das Fest zum 20jährigen Jubiläum der Halle für Kunst Lüneburg e.V. Dazu gibt es bis zum 17. Juli 2015 Ausstellungen und Projekte mit Künstlern, Kuratoren und Theoretikern, die das Programm des Hauses in den vergangenen 20 Jahren geprägt haben. Teilnehmerliste: Ei Arakawa, Jasmin Baltres, Bar du Bois, Will Benedict, BFFA3AE, Eva Birkenstock, Stare Case, Hans-Christian Dany, Michele Di Menna, Michaela Eichwald, Manfred Hermes, Nico Ihlein, Valérie Knoll, Jochen Lempert, Adam Linder, Hannes Loichinger, Lonely Boys, Lisa Mazza, Fiona McGovern, Michaela Meise, Bernd Milla, Manuel Muerte, Heike Munder, Jenny Nachtigall, Christian Naujoks, NoFutureKomplex + Industry, Lights & Magic, Alain Resnais, Alexander Sandi Kuhn, Magnus Schaefer, Frances Scholz, Lucie Stahl, Kerstin Stakemeier, Bettina Steinbruegge, Catherine Tatge, Philipp Timischl, Antonia Treek, Nicole Wermers, Amelie von Wulffen, Zentralrat der Asozialen in Deutschland (ZAiD) und Alivia Zivich. www.halle-fuer-kunst.de

Galerien & Auktionshäuser

Klimt-Versteigerung

GUSTAV KLIMT, Bildnis Gertrud Loew, 1903, Foto: Sotheby's (Ausschnitt)

1902 porträtierte Gustav Klimt Gertrud Felsöványi, geborene Loew. Bis zu ihrer Flucht vor den Nazis befand es sich in ihrem Besitz, kam dann 1941 in die Sammlung des Klimt-Sohnes Gustav Usicky, der als Filmregisseur Propagandsstreifen für das NS-Regime drehte. Seine Witwe gründete 2013 die Klimt Foundation und brachte das Bildnis in diese ein. Weil in Österreich das Kunstrückgabegesetz nur für Werke aus dem Bestand des Bundes, nicht jedoch für solche aus Privatbesitz gilt, dauerte es zwei Jahre lang, bis sich die Klimt-Stiftung mit den Erben von Gertrud Felsöványi einigte: das Porträt wird nun am 24. Juni 2015 bei Sotheby's versteigert und der Erlös zwischen den beiden Streitparteien gütlich geteilt. www.sothebys.com.

Kulturpolitik

Streit um Denkmal

König Samuil (958-1014) war einer der letzten Zaren des ersten bulgarischen Reiches, bis dieses nach 40jähriger militärischer Auseinandersetzung eine finale Niederlage erlitt. 15.000 bulgarische Krieger wurden gefangen genommen, und die byzanthinischen Herrscher ließen ihnen die Augen ausstechen. Samuil verstab kurz darauf an einem Schlaganfall, und sein Reich zerfiel – es wurde in fünf byzanthinische Provinzen aufgeteilt. Jetzt wurde ihm zu Ehren in Sofia ein mehr als 6 m hohes Denkmal neben der Basilika Sweta Sofia eingeweiht, doch ein bizarrer Streit überlagerte die feierliche Zeremonie: als Anspielung an das Blenden der gefangenen Soldaten hatte der Bildhauer Aleksandar Hajtow dem Herrscher-Denkmal nämlich leuchtende Augen verpasst. Das passt vielen nicht, es regte sich Protest, und Sofias Vize-Bürgermeister Todor Tschobanow dachte allen Ernstes laut darüber nach, mit einer künstlerischen Korrektur in das Werk einzugreifen und die leuchtenden Augen zu ersetzen. Dass auch im EU-Staat Bulgarien das europäische Urheberrecht zu gelten hat, wonach das geistige Eigentum am Werk beim Künstler bleibt und dieser unter Berufung darauf ein „Entstellungsverbot“ durchsetzen kann, ficht den Politiker offensichtlich nicht an. Die Mittel für die Errichtung des Denkmals stellte die Stiftung „Bulgarische Erinnerung“ des Unternehmers und Philanthropen Milen Wrabewski zur Verfügung, und ungeachtet der Kontroverse will die Stiftung noch zwei weitere Denkmäler zu Ehren bulgarischer Herrscher errichten lassen. In der benachbarten Republik Mazedonien ist man über das Samuil-Denkmal in Sofia auch nicht sehr glücklich, denn die Politiker und Historiker im dortigen Skopje betrachten den historischen Samuil als mazedonischen und nicht als bulgarischen Herrscher.

Hochschulen

Daniele Buetti: I still want you

DANIELE BUETTI, I still want you, Illustration zur Ausstellungsankündigung, 2015

Daniele Buetti, Professor für Fotografie an der Kunstakademie Münster, zeigt bis zum 31. Oktober 2015 neue Arbeiten im Hofraum der Züricheer Stadelhofer Passage. „Er wirft darin einen Blick auf die Irrungen und Wirrungender Kommunikation, auf Smartphones, welche unseren heutigen Alltag grundlegend mitbestimmen.“ www.kunstakademie-muenster.de

Ausschreibungen

Sound Design-Wettbewerb

Nachwuchskomponisten und Sound Designer sind bei dem Wettbewerb dazu aufgerufen, den Animationsfilm OMA (2014) von Karolien Raeymaekers mit ihren eigenen Sounds und musikalischen Ideen zu vervollständigen. Gesucht wird ein eigenständiger kreativer Ansatz, Narration und Bildebene zu interpretieren und zu unterstützen. Die Gewinner dieses EUROPEAN TALENT COMPETITION werden mit einer eintägigen Aufnahme-Session einer eigenen Komposition mit dem WDR Funkhausorchester Köln und einer 5.1 Kurzfilm-Kinomischung in den Frankfurter Fun De Mental Studios belohnt. Teilnahmeberechtigt sind alle Studierenden der Fachbereiche Musik und Ton europäischer Hochschulen (hier gibt es keine Altersbegrenzung) sowie andere junge Kreative bis zu einem Alter von 30 Jahren. Einsendeschluss ist der 15. Juli 2015. Teilnahmebedingungen unter: www.soundtrackcologne.de.

Messen & Märkte

Cologne Art Book Fair

Das Kölner Kunsthaus Rhenania (Bayenwerft, am Rheinauhafen) ist Schauplatz der ersten Kölner Art Book Fair. Veranstalter sind André Sauer, Verena Maas und (Tim),.Die grafische Gestaltung des Messeauftritts hat der Berliner Illustrator Hamed Eshrat übernommen. Vom 13. bis zum 15. August 2015 präsentiert sich diese Messe als Treff für Liebhaber von Künstlerbüchern, Fanzines, Editionen & Unikaten. Die. Art Book Fair soll künftig regelmäßig einmal im Jahr stattfinden. In diesem Jahrnehmen über 40 Aussteller teil: das sind Buch- und Magazin-Macher, Zines-Liebhaber, DIY-Künstler, Antiquare und Verlage, die sich dem Medium “Buch als Kunst” gewidmet haben. www.thecologneartbookfair.com

Ausschreibungen

Art for Art-Trailer: Fristverlängerung

Die Einreichfrist für den "Art for Art-Trailer"-Wettbewerb  wird bis zum 24. Juni 2015 verlängert. Ziel des Wettbewerbs ist die Produktion einer kurzen Filmsequenz, die das Engagement der Kunstvereine für zeitgenössische Kunst sowie ihr Wirken in die Zivilgesellschaft hervorhebt und ihren Bekanntheitsgrad allgemein steigert. Der Preisträgerfilm kann von unseren 300 Mitgliedsvereinen in Deutschland und Österreich in die eigene Homepage eingebunden werden und darüber hinaus nach Absprache bundesweit in Programmkino gezeigt werden. Der Wettbewerb richtet sich an den studentischen Filmnachwuchs, aus dessen Einsendungen die Jury fünf Kandidaten auswählt. Zur Produktion der ausgewählten Konzepte werden je 1.000 Euro zur Verfügung gestellt und die produzierten Filme im Rahmen des exground filmfest 28 (13.-22. November 2015) in Wiesbaden uraufgeführt. Der von der Jury gewählte beste Trailer erhält ein Preisgeld von 2.000 Euro. Infos und Teilnahmeformular: www.kunstvereine.de

Preise

Kunstclub-Förderpreis

FRANZ WANNER zusammen mit der Jury, Foto: PLATFORM

Franz Wanner darf den Förderpreis des Münchener Kunstclubs 13 in Anspruch nehmen. Mit seinem Ausstellungskonzept für die Halle der PLATFORM überzeugte er die Jury. Die Ausstellung, die sich um den Begriff „Dual-Use“ dreht, wird am 2. Oktober 2015 eröffnet und wird vom Kunstclub 13 unterstützt den Preisträger mit 7.500 Euro unterstützt. Korbinian Jaud wurde der Publikumspreis zugesprochen. Er erhält vom Kunstclub13 einen Betrag von 500 Euro und von der PLATFORM die Möglichkeit einer Residency im Gastatelier im Jahr 2016. www.platform-muenchen.de

Museen & Institutionen

MoMA kauft Sander-Porträts

Das New Yorker Museum of Modern Art hat mehr als 600 Bilder des Fotografen August Sander (1876-1964) aus dem Besitz seiner Nachfahren gekauft. Das Konvolut wurde in einem Zeitraum von rund 60 Jahren aufgenommen worden und repräsentiert eines der „ambitioniertesten Unternehmungen in der Geschichte der Fotografie“, wie das Museum mitteilte. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen bewahrt. Die Sammlung trägt den Titel „Menschen des 20. Jahrhunderts“ und ist eine optische Bestandsaufnahme der deutschen Gesellschaft vor allem in der Zeit der Weimarer Republik. 1929 hatte Sander sein erstes Buch mit Porträts veröffentlicht. Die Fotoserie „Menschen des 20. Jh.“ hatte er in sieben Kapitel aufgeteilt: Der Bauer, der Handwerker, die Frau, die Stände, die Künstler, die Großstadt und „Die letzten Menschen“. www.moma.org

Galerien & Auktionshäuser

Cohen ersteigert Giacometti-Skulptur

Der New Yorker Hedgefondsmanager Steve Cohen hat nach Presseberichten die Bronzefigur „Zeigender Mann“ von Alberto Giacometti für 141,3 Mill. Dollar ersteigert. Das „Forbes“-Magazin taxiert Cohens Vermögen auf etwa 11,4 Milliarden Dollar (ca. 10 Mill. Euro). Zu seiner Kunstsammlung gehören Werke des Impressionismus, von Paul Gauguin, Vincent van Gogh, Paul Cézanne, Willem de Kooning und Vertretern der Pop Art, und ebenso ein in Formaldehyd eingelegter Hai von Damien Hirst.

Museen & Institutionen

Museum Garage in Moskau

Der Architekt Rem Koolhaas hat in Moskau das „Café der Jahreszeiten“ in seinen Entwurf für das 5.400 qm Fläche umfassende Museum Garage of Contemporary Art einbezogen. Gründerin des landesweit größten Privatmuseums ist die Sammlerin Dascha Schukowa. Sie erhofft sich von dieser Einrichtung am Gorki Park vor allem einen bildungspolitischen Effekt, um „Perspektiven vn Kulturen aus aller Welt“ nach Moskau zu bringen. In der Ausstellung sind u.a. Arbeiten von Erik Bulatov und Rirkrit Titavanija zu sehen. www.garageccc.com

Aktionen & Projekte

Künstlerhaus Eckernförde

Der Förderkreis von Otte1 – Schleswig-Holsteinisches Künstlerhaus Eckernförde vergibt jährlich 27 Monatsstipendien für Bildende Kunst, Musik und Literatur des Kultusministeriums Schleswig-Holstein. Die Höhe eines Monatsstipendiums beträgt 700 Euro. Die Bewerbung geschieht ausschließlich über ein Onlineformular, das bis zum 31. August 2015 abgerufen werden kann: www.otte1.org/bewerbung/

Museen & Institutionen

Seine-Impressionen

GUSTAVE CAILLEBOTTE, Boote und Schuppen am Ufer der Seine, 1891, Öl auf Leinwand, Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Foto: RBA-Rheinisches Bildarchiv Köln (Ausschnitt)

„Mit den Impressionisten entlang der Seine“ geht es derzeit noch bis zum 27. September 2015 im Kölner Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud. Anlässlich des 90. Geburtstages seines Stifters Gerard J. Corboud verwandelt das Museum einen Teil seiner ständigen Sammlung in eine kunsthistorische Flusslandschaft. Zu sehen sind Werke von Bethe Morisot, Gustave Caillebotte, Auguste Renoir, Paul Gauguin. Louis Hayet, Maximilien Luce, Claude Monet und Paul Signac. Sie markieren eine künstlerische Neuorientierung, denn dank der Entwicklung der Tubenfarbe konnten die Künstler nun auch Ölmalerei im Freien betreiben. www.museenkoeln.de

Ausschreibungen

Stuhr-Stipendium

Die Gemeinde Stuhr unterhält eine Künstlerstätte mit Wohn- und Arbeitsräumen zur Förderung des künstlerischen Schaffens. Hierfür wird jetzt ein Wohn- und Arbeitsstipendium für den Bereich Malerei ausgeschrieben. Für die Dauer von zehn Monaten werden Atelierräume und eine Wohnung mietfrei sowie ein Stipendium von 1.400 Euro/mtl. zur Verfügung gestellt. Teilnahmeberechtigt sind Nachwuchskünstler/-innen der Bildenden Künste aus Bremen und Niedersachsen mit erfolgreichem Hochschulabschluss. Der Abschluss sollte nicht länger als fünf Jahre zurückliegen. Die Bewerbungsunterlagen sind bis zum 31. August 2015 einzureichen. Infos: Gemeinde Stuhr, Blockener Straße 6, 28816 Stuhr, Tel. 04 21 / 56 95-2 46, Fax 0421 / 56 95-296, E-Mail: A.Wuehrmann@Stuhr.de, www.Stuhr.de.

Preise

Kunst & Konstrukt

Bastian Beyer, Musquiqui Chihying, Andreas Greiner, Katharina von Hagenow, Marc von der Hocht, Markus Hoffmann, Lucia Kempkes, Jeewi Lee, Mileta&Arhelger, Ann-Kristin Röhrs, Idan Sher, Diana Sirianni, Sprenger &Williams, Julia Lia Walter und Sarah Wohler sind Kandidaten für den Kunstpreis Kunst & Konstrukt. Ihre Arbeiten sind ab dem 23. Juni 2015 im WESTRAUM, Nestorstr. 36, Berlin-Wilmersdorf zu sehen. Den Kunstpreis lobt die Leinemann-Stiftung für Bildung und Kunst in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis der UdK- Karl Hofer Gesellschaft aus. Ziel ist es, den künstlerischen Nachwuchs der Universität der Künste Berlin auf dem Weg in die berufliche Existenz zu unterstützen. Fünfzehn junge Talente der Fakultäten Bildende Kunst und Gestaltung werden mit einer Ausstellung und einem Katalog der Öffentlichkeit vorgestellt. Zwei von ihnen erhalten dann den Preis. www.karl-hofer-gesellschaft.de

 

Preise

Fotografiepreis der Deutschen Börse

Mikhael Subotzky und Patrick Waterhouse gewannen den Deutsche Börse Photography Prize 2015. Die international Auszeichnung wird jährlich an einen Fotografen vergeben, der im Vorjahr einen wichtigen Beitrag zur zeitgenössischen Fotografie in Europa geleistet hat. Die Jury würdigte, dass die beiden Preisträger „beim Storytelling durch Fotografie und bei der Fotopräsentation in Buchform neue Wege beschreiten.

Preise

Brandenburgischer Kunstpreis

SCHLOSS NEUHARDENBERG, Fotoquelle: Wikipedia/A. Savin

Ulrike Hogrebe (Kategorie Malerei), Christiane Wartenberg (Grafik) und Gudrun Kühne (Bildhauerei) gewannen den Brandenburgischen Kunstpreis der Märkischen Oderzeitung. Neben dem Preisgeld erhalten sie auch eine Skulptur von Helge Leiberg. Eine Ausstellung der drei Preisträgerinnen ist bis zum 30. August 2015 in Schloss Neuhardenberg zu sehen. Träger des Schlosses ist eine Stiftung, die die Räume regelmäßig für Kunstveranstaltungen öffnet. www.moz.de

Personalien

Runder Geburtstag

DAMIEN HIRST, Fotoquelle: Wikipedia/Luke Stephenson

Damien Hirst feierte seinen 50. Geburtstag. Mit einem in Formaldehyd konservierten Hai wurde Hirst 1991 berühmt, als er in den 1990er Jahren zu den Young British Artists gehörte, die der Galerist Charles Saatchi förderte. Auch 1993 hatte er Schlagzeilen gemacht, als er auf der Biennale von Venedig eine konservierte aufgeschnittene Kuh mit Kalb ausstellte. 2007 präsentiwerte er in der Londoner White Cube Galerie den Abguss eines Totenschädels in Platin, den er zudem mit 8.600 Diamanten bestückt hatte. Als diese Skulptur für umgerechnet 75 Mill. Euro verkauft wurde, galt sie als das teuerste Werk eines zeitgenössischen Künstlers.

Aktionen & Projekte

Schlosspark-Köln-Stammheim

SCHLOSS STAMMHEIM um 1860, historische Darstellung, Sammlung Alexander Duncker

Um das Jahr 1830 ließ der Freiherr Franz Egon von Fürstenberg Stammheim einen Hofgärtner aus Düsseldorf namens Weyhe kommen und im heutigen Kölner Vorort Stammheim einen Schlosspark im Stil eines Englischen Gartens anlegen. Das Schloss wurde 1944 bei einem Fliegerangriff zerstört. Der Park ist heute eine öffentliche Grünanlage mit teilweise noch originalem Baumbestand aus dem 19. Jh. und nördlicher Endpunkt einer geplanten 11 km langen Rheinpromenade, von der aber bislang nur Teilstücke realisiert wurden. Seit 2002 finden hier regelmäßig während der Sommerwochen Skulpturenausstellungen mit regionalen Künstlern statt. Mit diesem Programm ergänzt der Verein KKR – Initiative Kulturraum Rechtsrhein die Präsentationen in dem anderen Skulpturenpark auf der linken Rheinseite an der Zoobrücke. Bestehende Plastiken und Installationen werden ergänzt oder durch neue ersetzt; für 2015 listet die Initiative mehr als 60 Beiträge mit Skukpturen und Interventionen im Park auf. www.schlosspark-stammheim.com

Hochschulen

Braunschweig: Design-Professur

PAOLO TUMMINELLI

Prof. Paolo Tumminelli verwaltet ab dem Sommersemester 2015 an der HBK Braunschweig die Professur „Wissenskulturen im digitalen Zeitalter / Design strategies“ im Industrial Design. „Im Mittelpunkt steht dabei u.a. die zentrale Frage wie die strategische Integration von Marke, Design und Kommunikation erfolgen kann, um Produkte und Dienstleistungen erfolgreich zu vermarkten. Tumminelli arbeitete u.a. als Designer im Centro Stile von Alfa Romeo und als Leiter des strategischen Marketings bei Rosenthal. 2002 gründete er goodbrands in Düsseldorf (ein Unternehmen für strategische Marken- und Designberatung), nahm auch Lehraufträge in London und in Arnhem wahr. 2003 wurde er als Professor für Design Konzepte an die Köln International School of Design berufen. Er schreibt für verschiedene nationale und internationale Medien wie z.B. für das Handelsblatt und das H.O.M.E. Magazin. www.hbk-bs.de

Preise

AICA-Kritikerpreis

BHARTI LALWANI

Bharti Lalwani aus Indien wurde für die critic-in-residency des Kritikerverbandes AICA Austria ausgewählt. Lalwani bespricht kritisch Kunstmessen und Biennalen. Sie wird im August/September 2015 im ehemaligen Hundertwasser-Appartment im Kunst Haus Wien wohnen. www.aica.at

Ausschreibungen

Jahresausstellung Gelsenkirchener Künstler

UWE GELESCH (Entwurf), Motiv Jahresschauen Gelsenkirchener Künstler

Vom 13.12.2015 bis zum 7.2.2016 zeuigt das Kunstmuseum Gelsenkirchen die Jahresschau Gelsenkirchener Künstlerinnen und Künstler. Bewerben können sich "alle in Gelsenkirchen lebenden und arbeitenden Künstler sowie die hier geborenen. Auch die Mitgliedschaft in einer Gelsenkirchener Künstlervereinigung ist ausreichendes Kriterium für die Bewerbung." (Keine Deadline-Angabe). Infos: www.gelsenkirchen.de/de/Kultur/Kunstmuseum/Aktuelles/default.asp?Z_highmain=11&Z_highsub=1&Z_highsubsub=0

Kulturpolitik

Israel: Protest gegen Kulturministerin

Miri Regev, israelische Kulturministerin, legte sich mit den Künstlern des Landes an: mehr als 2.000 israelische Künstler protestierten mit einer Unterschriftensammlung gegen ihre Ankündigung, Kulturinstituten den Etat zu kürzen, falls sie Israel in einem schlechten Licht darstellen sollten. Der Anlass: Regev hatte einem Theater in Jaffa die Kürzung öffentlicher Gelder angedroht, weil dessen arabischer Leiter sich weigerte, ein Stück in der besetzten Westbank aufzuführen. Miri Regev betonte, sie könne als Ministerin entscheiden, wohin das Geld ginge. Die Künstler kritisieren dies als „anti-demokratische“ Zensurpolitik. Die Ministerin wird dem rechten Flügel der konservativen Likud-Partei zugerechnet.

Ausschreibungen

Istanbul-Stipendium

Die Stadt Köln schreibt ein Stipendium für das Atelier Galata in Istanbul aus. Die Künstler leben und arbeiten dort in der Regel Monate. Neben der kostenlosen Nutzung des Wohnateliers umfasst das Stipendium eine Zuwendung von 1.000 Euro/mtl. sowie einen einmaligen Reisekostenzuschuss in Höhe von 600 Euro. Die Bewerber müssen aus Köln sein oder einen Köln-Bezug haben. Bewerbungsschluss ist der 31. Juli 2015. www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/kultur/kulturfoerderung/kuenstlerstipendien-fuer-das-atelier-galata-istanbul

Aktionen & Projekte

Homo faber

ILLUSTRATION zur Ausstellungsankündigung

Der homo ludens, der spielende Mensch, gibt sich dem zweckfreien Spiel hin, z.B. mit Legosteinen. Ihm - und dem arbeitenden Tier - stellte der Philosoph Max Scheler in seinen anthropologischen Betrachtungen den "homo faber" gegenüber, den schaffenden, tätigen Menschen. Der Regensburger Kunstverein GRAZ e.V. führt vom 23. bis zum 28. Juni 2015 ein "siebentägighes Experiment" zum Thgema "homo faber" durch. Annemarie Kleinert, Franziska von Plocki und Johannes Sturm forderten Künstlerkollegen auf, nach dem Schneeballsystem weitere Künstler auf das Projekt anzusprechen: "Wer, wie viel und was am Ende an den Wänden hängt, bleibt bis zur Eröffnung am 26.6. unbekannt." Moto der Aktion: "Bring your own art mit". Etwas kryptisch heißt es in der Konzeotbeschreibung weiter: "Wer in der letzten Juniwoche ein thematisches Abbild des Max Frisch Romans erwartet, der wird wohl enttäuscht werden. Dennoch fügen sich die Worte: „Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit..."

Ausschreibungen

48 Stunden Neukölln

Eva Winnersbach plant auf dem Richard Platz in Berlin-Neukölln  ein "Dienstleitungszentrum Kunst" fmit dem Betrieb einer Galerie "Faktor X" für 48 Stunden. Bis zum 24. Juni 2015 können hierfür Malerei, Zeichnung, Fotografie und DRucke in "beschnittenen oder zerschnittenen Formaten" eingereicht werden. Angenommen werden ausschließlich Exponate, die sonst "nir mehr ausgestellt werden können" und "im normalen Kunstbetrieb nicht mehr verkäuflich" wären. Infos und Kontakt: www.riXXperiment.org, www.evaAMwinnersbach.de

Aktionen & Projekte

Wien: ACOnet-Performance

NET_ART_NEAR IN THE DISTANCE 2, Pressefoto, Copyright: Hermann Rothe

Am 25. Juni 2015 (20 Uhr) führt ein Showcase vor, wie das seit Anfang 2015 im MuseumsQuartier Wien neu per Glasfaseranschluss verfügbare Wissenschaftsnetz ACOnet für künstlerische Anwendungen genutzt werden kann: im Rahmen von „net:art – near in the distance 2“ interagieren zahlreiche Künstler simultan an verschiedenen Orten der Welt und werden dabei live in die Halle G übertragen. "Die Veranstaltung... ist ein Statement, Hochleistungsdatennetze für Kunst und Kultur zu beanspruchen, diesen Raum bewusst einzufordern und dessen Bewegungsfreiheit, Flexibilität und Mobilität auszureizen...." "near in the distance 2" ist eine Live-Performance, die nach dem Netzwerkprinzip als "digitales Roadmovie" inszeniert wird. Künstlerliste:Rupert Huber, Richard Dorfmeister, Dominik Grünbühel, Antje-Greie-Ripatti aka AGF, konic thtr, Victoria Macarte, Chris Eckman u.a.. www.net25.at.

Aktionen & Projekte

Kuratorenteam Bublitz

SOL LEWITT, Black Cubes, Pressefoto zur Ankündigung der Ausstrellung in den Kunstsaelen Berlin (Ausschnitt)

2011 gründete sich in Berlin das Kuratorenkollektiv Bublitz. Sein Arbeitsschwerpunkt focussiert sich auf die „Entwicklung von gesellschaftspolitischen Ausstellungen, die sich der Analyse und Darstellung von aktuellen oder zeithistorischen Phänomenen widmen.“ Eine Ausstellungsreihe unter dem Titel „Thesauros“ widmet sich Outsider-Künstlern. Die Arbeit der Initiative wurde soeben von der Senatskanzlei für kulturelle Angelegenheiten mit der Vergabe eines Pürojektraumpreises gewürdigt. Lukas Töpfer, der als Kurator eng mit Bublitz assoziiert ist, zeichnet für die beiden Ausstellungen „Sol LeWitt – Black Cubes 2“ und „Daniel Gustav Cramer -Three“ in den Kunstsaelen verantwortlich (20. Juni bis 22. August 2015, Bülowstr. 90). Die zweite Ausstellung, die Bublitz derzeit begleitet, findet vom 8. Juli bis zum 9. August 2015 im „Experimentalsystem“ (Lenaustr. 23) und stellt das Schaffen des Malers und Komponisten Hilarion Manero vor. info@bublitz.org

Aktionen & Projekte

Projekte über Armut

JURYSITZUNG „Perspektive Armut“, Foto: Montag Stiftung

Der Malereistudent Leo Fischer und der BWL-Alumnus Leon von der Eltz wollen an öffentlichen Orten in Köln ein temporäres Büro unter freiem Himmel errichten „und die Passanten einladen, einen Wunsch und eine persönliche Fähigkeit zu nennen, die dann in eine Kartei aufgenommen werden. In einem zweiten Schritt möchten sie passende Wünsche und Angebote zusammenbringen.“ Dies ist eines der fünf Projekte, die von der Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft mit jeweils 1.000 Euro unterstützt werden. Studenten der Alanus-Hochschule in Alfter bei Bonn waren aufgerufen, partizipative Kunstprojekte zum Thema „Armut“ zu entwickeln. Bis November 2015 haben die fünf Gewinner des Wettbewerbs Zeit, ihre Projekte umzusetzen. „Ein besonderer inhaltlicher Fokus aller Ideen liegt auf dem Ort des Projektgeschehens: Justizvollzugsanstalt, Landesklinik, Flüchtlingsheim und der öffentliche Raum werden von den partizipativen Projekten in besonderer Weise künstlerisch sichtbar gemacht, indem sie durch ungewohnte Perspektiven mit den Menschen vor Ort neue Möglichkeits- und Handlungsräume gestalten,“ heißt es dazu. Anna Thinius und Laila Sahrai beschäftigen in einem Übergangsheim mit „Gefühlsarmut“ und „Gefühlssprache“. Lilian Friese und Jacqualine Burk werfen einen kritischen Blick auf die „Selfie“-Mode mit fotografischen Selbstporträts. Theresa Herzog, Sarah Arend und Lisa Küpper wollen „die Besucherzonen der Justizvollzugsanstalt Köln-Ossendorf künstlerisch bearbeiten und Insassen und Angehörige miteinander in einen Dialog bringen.“ Jennifer Skibbe und Natasha Grimm planen gemeinsam mit Kunststudenten ein Ausstellungsprojekt in der LVR-Klinik Bonn. www.alanus.edu

Aktionen & Projekte

URBAN NATION

HERAKUT, „If I knew the world ends tomorrow, I would plant an apple tree today“, Wandbild an der Heinrich Böll-Bibliothek, Greifswalderstr. Berlin, Mai 2015, Foto: Courtesy Urban Nation Team

Yasha Young ist Leiterin des Berliner Netzwerks „URBAN NATION“ als Plattform für „Künstler, Projekte und Nachbarschaft“. Im Zentrum steht die Kunstform Urban Art. Seit Ende 2013 lädt das Netzwerk in regelmäßigen Abständen Künstler und Kuratoren der Urban Art-Szene nach Berlin ein, „um urbane Räume künstlerisch zu gestalten und damit positiv zu verändern. Mit Workshops, Events und Ausstellungen in einem öffentlichen Non-profit-Raum fördert sie die Gemeinschaft, öffentliche Teilhabe und den kreativen Austausch.“ Im Juni 2015 kommen zehn international renommierte Star-Künstler, darunter Shepard Fairey, Word to Mother und Maya Hayuk, in den Stadtteil Schöneberg, um dort mehrere Wandbilder (Murals) zu gestalten. Der Künstler Herakut vollendete kürzlich eine Arbeit an der Heinrich Böll-Bibliotkek in der Greifswander Str. www.urban-nation.net

Aktionen & Projekte

Ars Electronica

ARS ELECTRONICA CENTER LINZ, Fotoquelle: Wikipedia/NeoUrfahraner

Alljährlich findet in Linz seit 1979 das Festival Ars electronica statt. Es präsentiert Kunst in enger Verbindung mit digitaler Medientechnik und gesellschaftlichen Fragestellungen. Die diesjährige Veranstaltung steht vom 3. bis zum 67. September 2015 unter dem Motto „POST CITY – Lebensräume für das 21. Jahrhundert“. Dabei geht es um die Frage, „wie unsere künftigen Städte wohl beschaffen sein werden, wenn in den Fabriken mehr Roboter als Menschen arbeiten, alles intelligent miteinander vernetzt ist, die Autos autonom fahren und die Post per Drohne zugestellt wird? Und was es für die künftigen Megacities – vor allem jene an den Küsten – bedeutet, wenn der Klimawandel endgültig seine Wirkung entfaltet? Das Rethinking des städtischen Lebensraumes hat bereits begonnen und überall auf der Welt entstehen spannende Ideen für neue Architekturen und gesellschaftliche Organisationsformen, die den Veränderungen der nächsten Jahrzehnte gewachsen sind.“ Zentraler Festivalort ist diesmal das ehemalige Post- und Paketverteilerzentrum am Bahnhofsgelände.Weitere Veranstaltungsorte sind das OK Offenes Kulturhaus OÖ, das CENTRAL, der Hauptplatz, das LENTOS Kunstmuseum Linz sowie das Ars Electronica Center. www.aec.at/postcity/

Aktionen & Projekte

Unterwegs

KARIN MEINER, PETRA DEUS, „Unterwegs“-Performance in Köln, 2014,  Foto: Thomas Reul

Eine dreistündige Performancewanderung durch Köln hat die Künstlerinitiative PAErsche für Samstag, den 17. Juni 2015 angekündigt. Der Weg führt ab 15 Uhr vom Ebertplatz zu den Opekta-Ateliers in Köln-Niehl (Xantener Str. 99). Auf der Wegstrecke hält der Wandertrupp immer wieder an, und die Teilnehmer führen im öffentlichen Raum kurze Performances auf. Künstlerliste: Karin Meiner, Petra Deus, Susanne Helmes, Taisiya Ivanova, Evamaria Schaller, Rahel Flink, Anne Hoffmann, Alice de Visscher, Delphine Richer, Lisa Cieslik, Lala Nomada, Erwin Stefanie Posamig, Taufik Riaz, Frank Homeyer, Rolf Hinterecker. Weginformationen: 0176-55426668, www.paersche.org.

Messen & Märkte

Art Bodensee

  ART BODENSEE, Copyright: Messe Dornbirn

5.300 Besucher zählte man letztes Jahr  auf der Art Bodensee in Dornbirn, an der rund 70 Galerien teilnehmen (10. bis 12. Juli 2015). Dass im vergangenen Jahr ein deutlicher Anstieg der Besucherzahlen zu verzeichnen war, ist für den Messegeschäftsführer Daniel Mutschlechner „ein deutliches Zeichen, dass die Art Bodensee nach schwierigen Jahren wieder ihren festen Platz gefunden hat“. Mutschlechner und sein Team sehen sich in ihrem Festhalten am Sommertermin bestätigt: die Messe findet in der Ferienzeit in einer Ferienregion statt, hat somit eine tourismuswirtschaftliche Komponente, doch hochkarätige Sammler und Einkäufer der großen internationalen Museen zieht es nicht unbedingt in der Urlaubszeit nach Dornbirn, sondern eher einen Monat zuvor nach Basel. 2016 sollen in Dornbirn die neuen Messehallen fertig sein – das ist dann auch für die Art Bodensee eine Chance für ein Relaunch. In diesem Jahr nehmen u.a. die Semjon Contemporary (Berlin), Andreas Binder (München), Armin Berger (Zürich), Galerie Obrist (Bonn) sowie die Galerie Gimpel + Müller (Paris) teil. Aus Vorarlberg kommen die Galerien Feurstein, Lisi Hämmerle, Maximilian Hutz, c.art, Galerie.z, am Hofsteig und Arthouse anwesend sein. Erstmals vertreten auf der Art Bodensee sind die Galerien Thoman (Innsbruck/Wien) sowie die Galerie Bäckerstraße4 (Wien). Ergänzend dazu präsentiert die Art Bodensee auch in diesem Jahr eine Sonderschau mit der Sammlerin Hanny Frick aus Schaan. Sie zeigt unter dem Titel „Leben mit Kunst“ eine persönliche Auswahl aus der Sammlung ihrer Mezzanin Stiftung. Das Land Vorarlberg fördert im Rahmen der Art Bodensee den Messeauftritt eines Künstlers aus der Region. Ausgewählt von Kurator und Künstler Harald Gfader wird diesen Sommer der gebürtige Bregenzer Christoph Luger seine Werke präsentieren. Der 58-Jährige hat an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Max Melcher und Josef Mikl studiert. www.messedornbirn.at.

Personalien

Christo: 80 Jahre

CHRISTO und JEANNE-CLAUDE, Fotoquelle: Wikipedia/ Martin Dürrschnabel

Christo wurde am 13. Juni 2015 achtzig Jahre alt. Zusammen mit seiner Frau Jeanne-Claude, die 2009 starb, realisiert er aufwändige Projekte im offenen Landschaftsraum oder urbanen Raum. Bei manchen Projekten dauern die Vorbereitungen Jahre oder sogar Jahrzehnte, bis alle Genehmigungen eingeholt sind, die Finanzierung gesichert und alle organisatorisch-logistischen Fragen abgeklärt sind. Aktuell sind die Projekte „Over The River“ mit der Abdeckung eines Flusses in Colorado über fast elf Kilometer Länge, und „Mastaba“ mit einer Pyramide in Abu Dhabi aus 400 000 Ölfässern. Wann die beiden Projekte tatsächlich realisiert werden, ist allerdings noch ungewiss. Für 2016 plant Christo „Floating Piers“: Dann werden zwei Inseln Im oberitalienischen Iseosee will der Künstler für 16 Tage zwei Inseln mit orangefarbenen Pontonbrücken verbinden.

Personalien

Protest gegen Skulptur

ANISH KAPOOR, Fotoquelle: Wikipedia/team art in Berlin

Anish Kapoor, britisch-indischer Bildhauer, löste mit seiner Ausstellung am Schloss Versailles Proteste aus. Eine zehn Meter hohe Stahl-Plastik mit dem Titel „Vagina der Königin“ veranlasste moralisierende Eiferer, sich als Zensoren aufzuspielen und lautstark die Entfernung der Arbeit zu fordern. Die Ausstellung im Schlossgarten von Versailles läuft noch bis zum 1. November 2015.

Biennalen

ZERO-Ausstellung zur Istanbul-Biennale

HEINZ MACK, OTTO PIENE und GÜNTHER UECKER 1962 im Stedelijk Museum, Amsterdam, Foto: Raoil Van den Boom, Copyright: ZERO foundation

Anlässlich der 14. Istanbul Biennale zeigt die ZERO foundation vom 2. September 2015 bis 4. Januar 2016 im Sakıp Sabancı Museum in Istanbul die erste ZERO-Ausstellung, die jemals in der Türkei zu sehen war. Die Werkschau umfasst100 Arbeiten von Künstlern der ZERO-Kerngruppe, darunter Heinz Mack, Otto Piene, Günther Uecker, Yves Klein, Jean Tinguely und Piero Manzoni. Neben historischen Werken zu den klassischen ZERO-Themen Licht, Vibration, Bewegung, Raum und Zeit werden auch zeitgenössischere Arbeiten gezeigt, darunter bunte Inflatables, die Otto Piene für seine Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie konzipiert hatte,  sowie die neun goldenen Stelen, die Heinz Mack anlässlich der Architektur-Biennale in Venedig 2014 gezeigt hatte. Auch werden die Tische und Kuben erstmals wieder ausgestellt, mit denen Günther Uecker 1970 den deutschen Pavillon der Biennale di Venezia bespielte. www.zerofoundation.de/

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