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Ausschreibungen

Baden-Württemberg-Stipendium

Künstler aus Baden-Württemberg können sich bis zum 30. September 2016 um ein Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg bewerben (keine reine Projektförderung). Bedingung: abgeschlossene Ausbildung, Altersgrenze: 35 Jahre. Die Stipendien sind je nach Juryentscheidung mit 5.000 bis 12.000 Euro dotiert. Kontakt: Kunststiftung Baden-Württemberg, Gerokstraße 37, 70184 Stuttgart, Tel.: 0711 2367671. ausschreibung@kunststiftung.de

Ausschreibungen

Symposion "Wem gehört das Museum?"

"Wem gehört das Museum? – Fragen und Bedingungen musealer Vermittlung im globalen Kontext" lautet der Titel eines Symposions in der Düsseldorfer Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen. Die Veranstaltung wird dort vom 18. – 20. Januar 2017 ausgerichtet. "Unter der Prämisse, bestehende museale Strukturen zu untersuchen und offenzulegen sowie auf die wachsende Diversität und Heterogenität der Lebensformen in der Gesellschaft zu reagieren, soll über neue Formen der Vermittlung und des (Auf-)Zeigens kultureller Inhalte und Objekte nachgedacht werden. Wer hat im Museum eine Stimme und wer sollte eine bekommen? Ziel des Symposiums ist es, zu eruieren, wer bisher im Museum repräsentiert ist und welche Möglichkeiten der erweiterten Teilhabe des Publikums etabliert werden können." Bis zum 25. September 2016 können Vorschläge für Referate eingereicht werden. Als Panelbeitrag sind wissenschaftliche Beiträge gewünscht, die auf die Fragestellungen des Symposons rekurrieren und max. 20 Minuten dauern. Dafür werden Honorare gezahlt und Reisekosten erstattet. Zum Programmpunkt "Merket of ideas" können Projekte präsentiert werden. Ausführliche Beschreibung der Auslobung unter www.kunstsammlung.de/forschen/museum-global/konferenzen.html. Einreichungen unter symposium2017@kunstsammlung.de

Aktionen & Projekte

Raumbilder

Das Gartenhaus im Parc de Chateaubriant von Radevormwald, Quelle: Heimat- und Verkehrsverein Radevormwald e.V.

Ein Historisches Rokoko-Gartenhaus von 1772 im Parc de Châteaubriant von Radevormwald (Bergisches Land) ist Schauplatz der Ausstellung mit Arbeiten von Heike Weber. Die Arbeiten sind nur von außen durch die Fenster der Flügeltür zu betrachten (3. Sept. bis 3. Okt. 2016). Mit einer Stahlplatte und Silikonzeichnungen greift sie sie spezifische Ornamentik des historischen Gebäudes auf. Die Ausstellung findet im Rahmen der 700 Jahr-Feier von Radevormwald statt und wird von Bernd Freudenberg und der „Kunst-Initiative im HVV“ veranstaltet.

Aktionen & Projekte

Balmoral: Stipendiatenausstellung

Danja Erni mit E.A und H.A., »Zeichenstammtisch № 4, Bad Ems« (Ausschnitt), 2016

Bis zum 6. November 2016 zeigt das Künstlerhaus Schloss Balmoral in Bad Ems eine Ausstellung seiner Stipendiaten. Der Schwerpunkt liegt diesmal auf "Zeichnung". Ausstellungsort ist »Made in Balmoral« in der Römerstraße 27. Künstlerliste: Danja Erni, Rayeon Kim und David Semper. Für Mittwoch, 31. August 2016 (15 Uhr) bietet Annegret Werner-Scholz eine Führung durch das Künstlerhaus an. Mit den Stipendiaten William Engelen, Anne Gathmann, Dagmara Genda, Gabriela Oberkofler, Christian Pilz, Ralf Ziervogel kann man bei den "Offenen Ateliers" am 24. und 25. September 2016 (nachmittags ab 14 Uhr) in Kontakt treten. www.balmoral.de

Ausschreibungen

DolomitArt

Die Dolomiten sind UNESCO-Weltkulturerbe. Künstler sind aufgerufen, sich kritisch mit der Bedeutung dieses Welterbes zu beschäftigen und Impulse für naturkundliche Wanderungen zu formulieren etc. Zugelassen sind Malerei, Collage, Grafik (keine EDV). Jeder darf bis zum 30. September 2016 drei ungerahmte Werke einreichen. Über eventuelle Preisgelder enthält die Auslobung keine konkreten Angaben. Nähere Infos: www.dolomitart.com

Ausschreibungen

Künstleraustausch für Berlin

Bis zum 22. September 2016 sind Bewerbungen beim Land Berlin für Studienaufenthalte in Istanbul, Tokyo, New York, Paris und an selbst gewählten Orten möglich. In Frage kommen nur Profi-Künstler mit Wohnsitz in Berlin und nachweisbaren Berufserfolgen. Die monatliche Stipiendienhöhe beträgt zwischen 2.500 und 3.000 Euro. Kontakt: Senatskanzlei Berlin-Kulturelle Angelegenheiten, Brunnenstr. 188-190, 10119 Berlin, Iris Seidel, Tel. 030.90228745, E-Mail: iris.seidel@kultur.berlin.de

Ausschreibungen

Arbeitsräume in Stuttgart

Das Künstlerhaus Stuttgart vergibt im Rahmen seines Atelierprogramms vier Arbeitsräume für die Dauer von 12 Monaten. Die Arbeitsräume sind jeweils etwa 25 qm groß. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit sich für ein Wohnatelier zu bewerben, welches sich auf der gleichen Etage befindet und somit die gleichen Bedingungen aufweist. Dieses Atelier kann für kürzere Aufenthalte von 3 bis 6 Monaten vergeben werden. Das Künstlerhaus begrüßt Vorschläge aus den Arbeitsfeldern Kunst, Architektur, Theorie und Design. Deadline: 30. September 2016. Bewerbungen an info@kuenstlerhaus.de

Aktionen & Projekte

On Building Nations

Szabolcs KissPál, Amourous Geography, Video, 2012, Standbild © (Szabolcs KissPál) VG Bild-Kunst Bonn, 2016

Das Oldenburger Edith-Russ-Haus für Medienkunst zeigt ab dem 19. August 2016 die  Doppelausstellung „On Building Nations“: Die beiden Künstler Mahmoud Khaled und Szabolcs KissPál thematisieren dabei "die komplexen Mechanismen der Konstruktion nationaler Identitäten – im Falle ihrer Herkunftsländer Ägypten und Ungarn." Für die Ausstellungsinszenierung wurde das Obergeschoss in ein fiktives Denkmal verwandelt. Das Untergeschoss hingegen bietet eine museumsähnliche Umgebung für Videos, Fotografien und Objekte (bis 23. Oktober 2016). www.edith-russ-haus.de

Personalien

Eissenhauer: Zusätzliche Aufgaben

Michael Eissenhauer, Fotoquelle. Wikipedia/Achim Kleuker

Michael Eissenhauer, Generaldirektor der Museen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin, übernahm zusätzlich den Direktorenposten der Gemäldegalerie und der Skulpturensammlung mit dem Museum für Byzantinische Kunst bei den Staatlichen Museen zu Berlin. Eissenhauer tritt damit die Nachfolge von Bernd Lindemann an, der sich kürzlich in den Ruhestand verabschiedet hat.

Museen & Institutionen

Luzern: Schenkung

Ferdinand Hodler, Bezauberter Knabe, um 1905, Öl auf Leinwand, Kunstmuseum Luzern, Schenkung Monika Widmer (Ausschnitt)

Das Kunstmuseum Luzern erhielt aus dem Nachlass der Sammlerin Monika Widmer als Schenkung ein Knabenbildnis von Ferdinand Hodler aus dem Jahre 1905. Die Schenkung umfasst außerdem ebenfalls drei Aquarelle von Louis René Moilliet, der zusammen mit Paul Klee und August Macke 1914 eine Tunis-Reise unternommen hatte. Das Hodler-Bild zählt zu den Hauptwerken des Malers. www.kunstmuseumluzern.ch

Museen & Institutionen

Karlsruhe: Ankauf von Magritte-Bild

René Magritte, Le Goût de l’Invisible, 1927, Staatl. Kunsthalle Karlsruhe (Ausschnitt)

Die Staatl. Kunsthalle Karlsruhe kaufte mit Unterstützung diverser Stiftungen das Bild „Le Goût de l’Invisible“ von René Magritte (1927) an. Der Titel ist doppeldeutig, er lässt sich sowohl mit „Der Geschmack des Unsichtbaren“ als auch mit „Die Lust am Unsichtbaren“ übersetzen. Magritte hatte noch bis 1926 als Werbegrafiker seinen Lebensunterhalt verdient und erhielt erst dann einen festen Vertrag als Maler mit dem Galeriste Paul-Gustave van Hecke, der ihm ein Monatssalär von 2.500 Francs zahlte, nach heutigem Geldwert rund 1.239 Euro. Dafür musste Magritte aber auch eine Menge Bilder produzieren: hatte er in den Jahren 1924 und 1925 nur etwa 15 Werke gemalt, so schuf er nun zwischen Januar 1926 und September 1927 an die hundert Gemälde. Im Herbst 1927 zog Magritte nach Paris und schloss sich dort für drei Jahre der Surrealistengruppe um André Breton an. Das jetzt in Karlsruhe angekaufte Gemälde ist relativ abstrakt angelegt, wie auch viele andere Bilder aus jener Werkphase, obwohl Magritte bereits 1926 sein erstes surrealistisches Bild gemalt hatte („Der Jockey“). www.kunsthalle-karlsruhe.de

Museen & Institutionen

Erfurt: Streit um Schließungspläne

Peterskirche Erfurt, Fotoquelle: Wikipedia/TomKidd

1993 nahm das Forum Konkrete Kunst in der Peterskirche in Erfurt seinen Betrieb auf. Die Sammlung umfasst Dauerleihgaben von 120 Künstlern aus 16 Nationen. Doch seit einigen Monaten streiten sich der Förderverein, die Stadt Erfurt und die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten über den weiteren Verbleib der Sammlung. Die Stadt Erfurt liebäugelt mit einer Schließung des Forums und beruft sich dabei auf „arbeitsplatzbezogene Gefährdungsanalysen“, die keine feste Anstellung von Personal zuließen: so könne die Kirche aus konservatorischen Gründen nicht beheizt werden, und damit seien die Anforderungen an das Aufsichtspersonal zu „hart“. Außerdem, so erklären Bürgermeisterin Tamara Thierbach und der Kulturdirektor Tobias Knoblich, gäbe es dort keine Toiletten. Ulrike Hess, stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, verweist darauf, dass diese Probleme schon lange bekannt seien: „Seit zwanzig Jahren klagen wir die Arbeitszustände der Aufsichtspersonen an“. Doch die Stadt habe sich nie dafür interessiert, wo die Besucher auf die Toilette gehen könnten und greifen dies jetzt als Argument für eine Schließung auf. 2021 findet die Bundesgartenschau in Erfurt statt. Dafür wird das Areal des Petersbergs neu hergerichtet. Der Förderverein fürchtet, dass das Forum Konkrete Kunst dann im Zuge der Baumaßnahmen abgeschafft werden könnte.

Preview

Darmstadt: "Unbehaust"

Im Kunstforum der TU Darmstadt öffnet am 3. September 2016 die Ausstellung „unbehaust – von Häusern und Städten“. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Atelierhaus Riedeselstraße umgesetzt. „Bin ich der Flüchtling nicht? Der Unbehauste?“ Dieses Zitat aus Goethes Faust I ist thematishcer Ausgangspunkt des Konzepts als Beschreibung eines "Lebensgefühls, das im 20. Jahrhundert in der Literatur und der Philosophie einen wesentlichen Niederschlag findet. Gerade in der realen Welt manifestiert sich das Gefühl des 'Unbehaust-Seins' nicht zuletzt auch als Folge von Kriegszerstörung, Vertreibung und fundamentaler Verunsicherung über die Werte der abendländischen Kultur und Zivilisation." Künstlerliste: Renate Behla,Ute Döring, Brigitte Satori Constantinescu, Vera Fles-Schönegge, Johanna Folkmann, Hiltrud Gauf, Andrea Klinger, Michaela Schrabeck, Stefan Hoenerloh, Lukas Ilgner, Winfried Baumann, Jaró, Heinz Birg, Zygmunt Blazejewski, Ki Youn Kim, Bernhard Meyer, Florian Mehnert sowie Georg Schrabeck. www.tu-darmstadt.de

Galerien & Auktionshäuser

Bestimmungen des Kulturgutschutzgesetzes

Nach § 24 des Kulturgutschutzgesetzes (KGSG) gelten ab August 2016 neu fest gesetzte Alters-und Wertgrenzen für die Ausfuhr von Kulturgut. Bei archäologischen Gegenständen, Bestandteilen von Baudenkmälern und antiquarischen Büchern gilt ein Alter von 100 Jahren sowohl für die Ausfuhr aus dem EU-Binnenmarkt ins Nicht EU-Ausland als auch für Exporte aus Deutschland innerhalb der EU. Bei gedruckten Landkarten liegt diese Altersgrenze bei 200 Jahren. Bei Gemälden, Aquarellen, Gouachen, Mosaiken, Radierungen und anderer Druckgrafik, Fotografie sowie bei Skulpturen, die nicht dem Urheber gehören, betrifft dies alle Objekte, die älter als 50 Jahre sind, ebenso für Archive. Die zuständigen Landesbehörden haben dann zehn Tage Zeit, eine Entscheidung über ein Ausfuhrverbot zu treffen. „Galerien, die mit zeitgenössischen Künstlern oder Post War arbeiten, sind verschont, da die Werke jünger als 75 Jahre sind. Kunstwerke, die sich nachweislich nur zwei Jahre ('vorübergehend') im Inland befinden, brauchen keine Ausfuhrgenehmigung, auch wenn sie die Wert- und Altersgrenzen überschreiten“, teilt der Galeristenverband BVDG dazu mit. Wer als Sammler ein als „national wertvoll“ eingestuftes Kulturgut besitzt, das die öffentliche Hand ankaufen will, hat erst mal Pech, wenn der Kaufinteressent (z.B. Museum, Landesstiftung etc.) die „Mittel eines öffentlichen Erwerbs“ nicht aufbringen kann: dann kann der Eigentümer das Werk nämlich nur noch im Inland an Dritte zum Verkauf anbieten und erst nach fünf Jahren „abermals einen Antrag“ auf Ausfuhrgenehmigung ins Ausland stellen. Um Rechtssicherheit hingegen können sich Sammler bemühen, die vorhaben, demnächst aus Deutschland in ein anderes EU-Land umzuziehen und ihre Sammlung mitnehmen wollen. Sie können sich „bei Bedarf vorab bestätigen lassen“, ob ihr Kulturgut als „national wertvoll“ einzustufen ist oder nicht. www.bvdg.de

Personalien

Künstlerbiografie: Epischer Thriller

Florian Henckel von Donnersmarck wurde als Filmregisseur mit dem oscarprämierten Werk „Das Leben der Anderen“ bekannt. Jetzt dreht er einen Film über einen Maler namens Kurt Bannert, gespielt von Tom Schilling. Biografische Hintergründe dieser fiktiven Figur sind Verstrickungen die NS-Zeit, in die DDR der Ulbricht-Ära und in das Westdeutschland der Adenauerzeit. Unschwer ist im Drehbuch zu „Werk ohne Autor“ das Leben von Gerhard Richter zu erkennen. Drehorte sind u.a. die Kunstakademie Düsseldorf, Dresden und Berlin. „Ich hoffe, dass es uns gelingen wird, einen Film zu machen, der zeigt, dass Kunst Dinge erahnen kann, die dem Verstand für immer verschlossen bleiben", erklärt Henckel von Donnersmarck zu seinem Projekt. Etikettiert ist der Film als "epischer psychologischer Thriller über drei Epochen deutscher Geschichte“.

Biennalen

Aichi Triennale

Nagoya, Fotoquelle: Wikipedia/名古屋太郎

In Aichi/Nagoya (Japan) wird die Aichi Triennale vom 11. August bis zum 23.Oktober 2016 ausgerichtet. Das Thema lautet: „Homo faber – A Rainbow Caravan“. Veranstaltungsorte sind das Aichi Arts Center, Nagoya City Art Museum sowie öffentliche Orte in Nagoya Toyohashi und Okazaki. „Caravan“ steht hier als Metapher für die Neugier, die uns immer wieder zu „kreativen Entdeckungsreisen“ in unbekannte Regionen antreibt. Neben Beiträgen aus der Bildenden Kunst umfasst das Programm auch Film, Musik, Oper, Performance. www.aichitriennale.jp

Preise

Kapsch Contemporary Art Prize

Anna-Sophie Berger, Foto: Hanna Putz

Anna-Sophie Berger ist die erste Preisträgerin des Kapsch Contemporary Art Prize zur Förderung junger Künstler mit Lebensmittelpunkt in Österreich. Der Preis wird von der Kapsch AG gemeinsam mit dem mumok (Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien) ausgelobt. Die Preissumme beträgt 5.000 Euro plus Ankauf eines Werks, außerdem bekommt die Preisträgerin eine Einzelausstellung im mumok ausgerichtet. Die Ausstellung dauert vom 22. Oktober 2016 bis zum 19. Januar 2017. „Bergers Ausstellung Places to fight and to make up widmet sich grundlegenden Fragen der Kommunikation. Dabei steht der Einfluss der modernen Kommunikationsmedien auf die Dialog- und Diskursfähigkeit unserer Gesellschaft, die Interaktion von Mensch und Objekt sowie der Umgang mit Gegenstäden und deren Aufbewahrung im Mittelpunkt der gezeigten Arbeiten.“ www.mumok.at

Aktionen & Projekte

Freiburg: Aufruf zur Stuhlaktion

Amalia Pica, Asamble, Buenos Aires 2015, Performance

Die Einzelausstellung von Amalia Poca im Kunstverein Freiburg (16. September bis 1. November 2016) besteht aus Stühlen privater Haushalte, die leihweise zur Verfügung gestellt werden. Die Installation der argentinischen Künstlerin "steht symbolisch für das demokratische Zusammenkommen von Menschen. In Bezug auf den Ort liegt der Fokus auf dem zivilgesellschaftlichen Engagement, aus dem Kunstvereine ursprünglich hervorgegangen sind." Alle diejenigen, die ihre privaten Stühle oder Hocker (keine Sessel oder Sofas!) zeitweise in ein Kunstwerk verwandeln wollen, können diese ab sofort bis zum 9. September 2016 werktags von 9 bis 17 Uhr im Kunstverein Freiburg, Dreisamstr.21 vorbeibringen. www.kunstvereinfreiburg.de

Preise

Bonn: Sonotopia-Wettbewerb

Vollton & Abton von Philipp Hawlitschek

Philipp Hawlitschek ist der erste Preisträger des studentischen Wettbewerbs für installative Klangkunst bonn hoeren – sonotopia 2016. Mit dem Preisgeld realisert er in einem alternativen Kunstraum in der Bonner Nordstadt ("Fabrik45") seine Ausstellung "Vollton und Abton". Laufzeit: 1.10.2016 – 16.10.2016. Hawlitschek ist Meisterstudierender im Bereich Klangkunst bei Prof. Andreas Oldörp an der HBKsaar in Saarbrocken. Er arbeitet mit reduzierten Mitteln, miz denen er Klänge nicht durch Lautsprecher, sondern ausschließlich durch mechanisch-kinetische Objekte erzeugt. www.bonnhoeren.de

Kulturpolitik

65 Jahre UNESCO-Mitgliedschaft

UNESCO-Weltkugel, Abb. auf der Internetseite des Goethe-Instituts, Fotonachweis dort: Foto: gildas_f (CC BY 2.0), via Flickr.

1945 wurde die UNECO von 37 Staaten in London ins Leben gerufen, §um durch internationale Zusammenarbeit in den Bereichen Kultur, Bildung und Wissenschaft den "Frieden im Geist der Menschen" zu verankern". Heute gehören der Organisation 195 Ländern an, seit 1951 auch die Bundesrepublik Deutschland - sie blickt also in diesen Wochen auf 65 Jahre Mitgliedschaft zurück. 1972 wurde auch die DDR Mitglied. "Das erste UNESCO-Institut wurde im Juni 1951 in Köln eingerichtet. Durch die Mitgliedschaft in der UNESCO konnten deutsche Fachverbände für Wissenschaft, Bildung, Kultur und Publizistik stärker in den Weltverbänden auf dem jeweiligen Gebiet mitarbeiten. Heute ist Deutschland der zweitgrößte Beitragszahler – mit mehr als 40 Welterbestätten, 34 ausgezeichnete Formen des immateriellen Kulturerbes und 15 Biosphärenreservate. 250 deutsche Projektschulen unterstützen in ihren schulischen und außerschulischen Tätigkeiten die Ziele der UNESCO."

Aktionen & Projekte

Wien: BA CONTEMPORARY 2016  

„BA CONTEMPORARY“ ist ein neues Projekt, mit dem der Verein BIENNALE AUSTRIA – Verein zur Förderung zeitgenössischer KünstlerInnen sich demnächst in verschiedenen europäischen Städten präsentiweren will. Das Vorhaben versteht sich als "Schmelztiegel für Künstler aus der ganzen Welt, die in den verschiedensten künstlerischen Disziplinen arbeiten...." Die Projektreihe startet in Wien vom 26. September bis 9. Oktober 2016 im Ausstellungsraum Gumpendorfer Str. 23 mit einer Auswahl von 12 internationalen Künstlern als "Wechselspiel aus Fotografie, figurativer und abstrakter Malerei sowie Installation". Künstlerliste: Agnieszka Ceccarelli aus Italien, Glen Farley aus Norwegen, Ancuta Mihaela Muresan aus Rumänien, Simon Odischo aus Deutschland, Koen Soberon aus Belgien, Herwig Maria Stark, Johannes Petrus Lehner und Darius Foroutan aus Österreich, Gustavo Fuentes aus Puerto Rico, sowie Kelly Fischer und Rosaria Vigorito aus den Vereinigten Staaten von Amerika und Inna Moshkovich aus Australien. www.ausstellungsraum.at/home.php

Aktionen & Projekte

Leipzig: Videofestival INTERSCREENING II

Westpol-Logo

Der Leipziger Westpol A.I.R. Space präsentiert vom 22. September bis zum 02. Oktober 2016 zum zweiten Mal das Videokunstfestival Interscreening II - „Expedition Westpol“." An jedem Abend der zwei Festivalwochenenden werden verschiedene Videokünstler ihre Arbeiten zeigen und künsterlische Antworten auf die Frage nach der Notwendigkeit der Avantgarde geben. Auf diese Weise bekommt die Kunstform Video, nach bisher eher ergänzender Stellung, ein eigenes und vielgestaltiges Format im Westpol A.I.R. Space. Ein Publikumspreis wird wie im letzten Jahr auch vergeben." Interessierte Künstler können sich noch bis zum 16. August 2016 bewerben. "Der Kunst- und Ausstellungsraum Westpol A.I.R. Space wurde im September 2011 gegründet und befindet sich im Westwerk Leipzig. Er zählt zu den größten Off-Spaces in Leipzig. Der Westpol versteht sich als offenes Netzwerk und Plattform von und für Künstler, für die der Raum als konstitutiver Bestandteil der eigenen künstlerischen Praxis fungiert". Kontakt: westpol-video@gmx.de

 

Ausschreibungen

GEDOK-Stipendium

Das Land Schleswig-Holstein vergibt ein Stipendium für einen Zeitraum von zwei Monaten im Gastatelier der GEDOK Schleswig-Holstein. Das Stipendium beträgt 1.000 Euro/mtl. monatlich, davon werden 400 Euro für Miete und Verbrauchskosten sowie Internetzugang einbehalten. Voraussetzung für das Stipendium ist die Anwesenheit im Lübecker Gastatelier. Es wird eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 10 Euro erhoben, zahlbar auf das Konto der GEDOK Schleswig-Holstein:IBAN DE32 2305 0101 0030 0091 12 BIC NOLADE21SPL Sparkasse zu Lübeck. Bewerbungsschluss für Bildende und Angewandte Kunst ist der 1. Oktober 2016. Kontakt / Bewerbung an: GEDOK Schleswig-Holstein, Ruth Bleakley-Thiessen, Fleischhauerstr. 33, 23552 Lübeck, Tel.: 0451 31432, E-Mail: kontakt@gedok-sh.de, www.gedok-sh.de/stipendien/

Ausschreibungen

Die Angst im Koffer

Illustration zur Kofferraumausstellung

Man kennt das Szenario aus Hollywood-Actionfilmen: Entführungsopfer oder die Leichen Ermordeter werden oft im Kofferraum abtransportiert. Ein Prominenter ließ vor einigen Jahren den Kofferraum seiner Limousine für den Fall des Falles sogar mit einem Nottelefon im Inneren ausstatten, damit er bei einer Entführung von dort aus die Poliezi hätte verständigen können, wenn man ihn nicht gefesselt und geknebelt hätte. Die Angst fährt also manchmal mit, gerade in den heutigen Zeiten, meint der Kurator Stephan US. Für das Bürgerzentrum Schuhfabrik Ahlen organisiert er zusammen mit Christiane Busmann eine "Kofferraumausstellung". Für das Projekt "Die Angst im Koffer" werden "künstlerische Arbeiten" gesucht, "von Zeichnung, Malerei, Skulptur, Film, Video, Installation, Performance und Raumkonzepte, die einen Bezug zum Thema „Angst“ haben. Diese Arbeiten sollen im Raum eines Koffers oder Kofferraum eines Autos realisiert werden. Jede künstlerische Technik und Disziplin ist möglich. All´ diese Kofferraumarbeiten fahren am 10.09.2016 bequem auf das obere Parkdeck des Parkhauses am ehemaligen Marktkauf in Ahlen (Industriestraße, 59229 Ahlen) vor. Dort werden die Koffer bzw. die Kofferräume von 15.00 – 19.00 Uhr zur zweiten großen Kofferraumausstellung in Ahlen geöffnet. Künstlerinnen und Künstler, die sich beteiligen möchten, können sich bis zum 5. September 2016 anmelden unter stephan.us@versanet.de

Personalien

Daniel Josefsohn gestorben

Daniel Josefsohn, Fotoquelle: Hamburger Kunstverein, Ausstellungseröffnung 2010

Daniel Josefsohn, Fotograf, starb im Alter von 54 Jahren. Bekannt wurde er vor allem durch seine Plakatkampagne für den Musiksender MTV im Jahr 1994: Fotos von Szenegängern im Münchener Nachtleben hatte er mit „Miststück“ oder „Konsumgeile Göre“ betitelt. Die „ZEIT“ beschreibt ihn in einem Nachruf als einen „der ersten Skater Deutschlands“ in den 1970er Jahren, der aber dann 1989 das Skateboard mit der ersten eigenen Kamera vertauscht hatte und damit nach dem selben Prinzip umging: „Früher war das Skateboard die Verlängerung meines Fußes, dann die Kamera die Verlängerung des Arms“, so Josefsohn über Josefsohn. Fortan arbeitete er für das Zeitgeistmagazin „Tempo“ und andere Print-Magazine. Im Hamburger Kunstverein hatte er 2010 eine größere Ausstellung unter dem Titel „Es wird alles gut Mutter“. Von 2010 bis 2012 war er auch Kreativdirektor der Berliner Volksbühne. 2012 erlitt er einen Schlaganfall. Wie er mit der Behinderung umzugehen versuchte, beschrieb er in seiner „ZEIT“-Kolumne „Am Leben“. Und er fotografierte weiter, u.a. sich selbst, im Rollstuhl sitzend, vor einem Foto von Martin Kippenberger, der ebenfalls im Rollstuhl saß.

Messen & Märkte

abc berlin contemporary

abc Berlin contemporary, Foto: Copyright Marco Funke

Die abc berlin contemporary (15.-18. 9. 2016) wird im Kongresszentrum Station Berlin abgehalten (Luckenwalderstr. 4-6). Zu dieser Messe haben sich Berliner Galeristen zusammen geschlossen: sie richten seit 2005 jedes Jahr Anfang Mai das Gallery Weekend und seit 2008 im September die abc-Messe aus. Nach dem die Artforum-Messe 2010 eingestellt wurde, besetzt die abc mit ihren ca. 120 Positionen von Galerien und Projekräumen zusammen mit der Berliner Liste den Herbsttermin im lokalen Messekalender – mit ausreichendem zeitlichem Abstand zur Londoner Frieze Art Fair und zur Pariser FIAC im Oktober. Den Begriff „Messe“ meidet man indes – denn die Galerien präsentieren hier nicht ihr Programm als eine Art Accrochage wie auf den anderen Messen, sondern treten hier als „Produzenten“ ihrer Künstler auf. Es gibt auch keine festen Kojen, sondern einen Parcours aus Display-Systemen, in dem die Auussteller größere Gestaltungsmöglichkeiten für die Präsentation von Skukpturen oder Installationen haben. Der „Tagesspiegel“ beschrieb die Atmosphäre vor zwei Jahren mit den Worten: „Tendenzen gibt es keine, Experimente dafür umso mehr.“ Dies gilt sicherlich auch noch in diesem Jahr für eine Veranstaltung, die „keine Messe, sondern eine Verkaufsschau mit Solopräsentationen“ sein will. „Dieses Jahr wird der Fokus auf eine konzentrierte Auswahl an einzelnen Präsentationen gelegt, die in der großen Ausstellungshalle in einer von dem Büro Johanna Meyer-Grohbrügge weiterentwickelten Architektur gezeigt werden. U-förmige Einbauten werden eine kabinettartige Atmosphäre schaffen, die eine direkte und vertiefte Auseinandersetzung mit jeder einzelnen künstlerischen Idee unterstützt.“ www.artberlincontemporary.com

Aktionen & Projekte

Wiesbaden: Ben Patterson-Gedächtnis Event

Uncle Ben's, Grafik: Ann Noël (Ausschnitt)

Am 25. Juni 2916 starb der Fluxus-Künstler Ben Patterson in Wiesbaden. Elke Gruhn und ihr Team vom Nassauischen Kunstverein Wiesbaden sowie Kerstin Skrobanek organisieren für den 2. Sept. 2016 ein Memorial Event in Wiesbaden. Im Mittelpunkt steht das letzte Projekt von Ben Patterson, nämlich eine Lotterie zur Realisierung eines Buches über Fluxus und Performance des Fotografen Wolfgang Träger. Die Lotterie findet von 12 bis 13 Uhr im örtlichen Spielcasino statt. Vorher ist für 11 Uhr eine "Rectory Closeum"-Veranstaltung in der Freien Kirche des Humors des Sammlerehepaaes Ute und Michael Berger in Wiesbaden-Erbenheim angekündigt, und nach der Verlosung öffnet im Nassauischen Kunstverein "Ben's Bar". http://www.kunstverein-wiesbaden.de

Biennalen

Liam Gillick - künstlerischer Direktor des Okayama Summer Summit

Liam Gillick. Foto: Wolfgang Träger

Liam Gillick ist künstlerischer Direktor des Okayama Summer Summit in Japan. Die neue Triennale findet dort vom 9. Oktober bis zum 27. November 2016 statt. Eingeladen sind 31 Künstler: Yu Araki, Trisha Baga, Noah Barker, Robert Barry, Anna Blessmann and Peter Saville, Angela Bulloch, Jose Leon Cerrillo, Michael Craig Martin, Peter Fischli and David Weiss, Simon Fujiwara, Ryan Gander, Liam Gillick, Melanie Gilligan, Rochelle Goldberg, Dominique Gonzalez-Foerster, Pierre Huyghe, Joan Jonas, Tatsuo Majima, Katja Novitskova, Ahmet Ögut, Jorge Pardo, Philippe Parreno, Rachel Rose, Cameron Rowland, Shimabuku, Motoyuki Shitamichi, Rirkrit Tiravanija, Anton Vidokle, Hannah Weinberger, Lawrence Weiner, Anicka Yi. Ausstellungsorte sind: das Korakukan Tenjin Schulhaus, Tenjinyama Cultural Plaza, das Okayama Orient Museum, die ehemalige "Fukuoka"-Sojasaucen-Fabrik, das Clair Marunouchi-Kino, das Hayashibara Museum of Art,  das Okayama Schloss und Regierungsgebäude der Okayama Präfektur. www.okayamaartsummit.jp/

Galerien & Auktionshäuser

Saisonstart Frankfurter Galerien

Galerie Bärbel Grässlin, Saisonstart 2015

Der Rundgang zum Saisonstart der Frankfurter Galerien ist für Freitag, 9.9.2016, 18-22 Uhr Samstag, 10.9.2016, 11-18 Uhr sowie Sonntag, 11.9.2016, 11-18 Uhr angekündigt. Die Veranstaltung findet bereits zum 22. Mal statt und umfasst 30 teilnehmende Galerien. Sie stellen in ihren Ausstellungen jeweils eine künstlerische Position in den Mittelpunkt. Diesmal liegt der Focus vor allem auf der Malerei, "die von klassischen Positionen, wie Johannes Heisig (DIE GALERIE) oder die des ehemaligen Städellehrers Johann Georg Geyger (Galerie Hanna Bekker vom Rath), bis hin zu jüngerer, das Medium selbst reflektierender Malerei, wie von Jagoda Bednarsky (Philipp Pflug Contemporary), oder Alisa Margolis (Galerie Wilma Tolksdorf) reicht. Deutlich erhöht hat sich in diesem Jahr der Anteil an Gruppenausstellungen. Sieben Präsentationen stehen entweder unter einem Thema wie Papierschnitte (Galerie Brigitte Maurer), der Farbe Rot (Galerie Jörg Schuhmacher) oder spiegeln einen Querschnitt durch das Programm einer Galerie wider wie der Westend Galerie, die in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag feiert. Auch der Bereich Skulptur ist in diesem Jahr gut vertreten und führt von dem realistischen Holzbildhauer Thomas Hildenbrand (galerie . mühlfeld + stohrer) über Axel Anklam (Galerie Rothamel), Peter Sauerer (Galerie Martina Detterer) bis zu Malerei und Objekt verbindender Kunst von Elisabeth Vary (Galerie Kim Behm)."

Aktionen & Projekte

Ars Electronica: Cyber Arts

Christoph Wachter, Mathias Jud, Can You Hear Me (Ausschnitt)

Die CyberArts-Schau präsentiert auch in diesem Jahr wieder die besten Arbeiten des Prix Ars Electronica. Vom 8. bis 18. September 2016 sind im OK im OÖ Kulturquartier insgesamt 32 Kunstwerke zu sehen und zu erleben. Das Spektrum reicht der Spionage-Installation über codierte Gedichte auf Baumrinde bis zum chirurgischen Do-It-Yourself-Systemder Spionage-Installation über codierte Gedichte auf Baumrinde bis zum chirurgischen Do-It-Yourself-System. Von Freitag 9. und Samstag 10. September 2016 eröffnen zudem die „Prix Foren“ mit den diesjährigen Gewinnern der Goldenen Nicas. www.aec.at

 

Aktionen & Projekte

EMOP Berlin – European Month of Photography

Botschaft von Mexiko: Voladores Kike Arnal, Samen/ Seeds 2014 © Kike Arnal, 150 x 120 cm, Ultrachrom Druck / Ultrachrome print( Ausschnitt)

Der September 2016 ist in Berlin EMOP-"Monat der Fotografie". Das Festival stellt "die ganze Bandbreite historischer und zeitgenössischer Fotografie vor. Museen, Kulturinstitutionen, Galerien, Projekträume, Botschaften und Fotoschulen in Berlin und Potsdam präsentieren einen Monat lang zahlreiche Ausstellungsprojekte und Veranstaltungen." Die Jury wählte insgesamt 130 Ausstellungsprojekte aus. Bei den Portfolio Reviews erhalten 80 Teilnehmer die Möglichkeit, ihre fotografischen Werke 31 weltweit renommierten Experten in 15-minütigen Gesprächen vorzustellen – darunter Fotografen, Künstler, Kuratoren, Art-Direktoren, Journalisten und Galeristen. Dazu sind noch bis zum 4. Septeber 2016 Einreuchungen möglich unter www.emop-berlin.eu/de

Messen & Märkte

POSITIONS Berlin

POSITIONS Berlin 2015

Die dritte Ausgabe von POSITIONS Berlin ist für den 15. bis 18. September 2016 im Postbahnhof am Ostbahnhof angekündigt. Zusätzlich zu den Ausstellungen an den Kojenwänden stehen diverse Sonderschauen, Preisverleihungen, Performances. Künstlergespräche und Videokunst auf dem Programm. Dieses umfasst „Positionen von der zeitgenössischen Kunst über die Nachkriegskunst bis hin zur Klassischen Moderne.“ www.positions.de

Preview

Aby Warburg: Bilderatlas

Aby Warburg, um 1900, historische Aufnahme

Aby Warburg (1866-1929, eigentlich Abraham Moritz Warburg) war ein Kunstwissenschaftler, der in Hamburg wirkte und dort die Ikonografie als motivkundliche Erforschung eines Bildwerks als eigenständige kunsthistorische Disziplin etablierte. 1924 begann er mit seiner Arbeit an dem Bilderatlas "Mnemosyne, Bilderreihe zur Untersuchung der Funktion vorgeprägter antiker Ausdruckswerte bei der Darstellung bewegten Lebens in der Kunst der europäischen Renaissance". Mnemosyne ist die griechische Schutzgöttin des Gedächtnisses und der Erinnerungskunst. Mit diesem Projekt wollte Warburg den Fortbestand von antiker Ästhetik in der europäischen Kust späterer Epochen herausstellen - das bestrifft insbesondere die Renaissance, aber auch den Klassizismus um 1800 und den Neo-Klassizismus des späten 19. Jh. Das ZKM Karlsruhe zeigt nun vom 1. Sept. bis zum 13. Nov. 2016 eine vollständige Rekonstruktion seines Bilderatlas in Originalgröße." Alle Tafeln werden mit einem ausführlichen Kommentar versehen. Zwei der insgesamt 63 Tafeln können außerdem das erste Mal seit 1929 wieder exakt so ausgestellt werden, wie Warburg selbst sie vor Augen hatte: mit den Originalabbildungen aus dem Warburg-Institute in London." Ergänzt wird die Ausstellung durch 13 Künstlertafeln von Andy Hope 1930 (KÜnstlername von Andreas Hofer), Sarah Lehnerer, Jochen Lempert, Jannis Marwitz, Paul McCarthy, Olaf Metzel, Matt Mullican, Linda Fregni-Nagler, Albert Oehlen, Tal R, Elfie Semotan, Christian Vind und Peter Weibel. www.zkm.de

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Recklinghausen: Neue Talente

Julia Gruner: Floaters, Acryl, 2016 (Detail).

Neue Talente aus NRW - die Kunsthalle Recklinghausen zeigt in Kooperation mit new talents – biennale cologne (Jochen Heufelder) neue Arbeiten von aktuellen jungen Künstlern. Die Ausstellung läuft dort vom 21. August bis zum 30. Oktober 2016. "Die Kölner Kunstbiennale new talents ist die Plattform für junge Künstler und Kreative aus den Bereichen Bildende Kunst, Film, Komposition, Choreografie und Design. Seit 2008 werden im Zweijahresrhythmus jeweils über 50 Akademie- und Hochschulabsolventen aus NRW sowie nationale und internationale Gäste Fachleuten und Interessierten vorgestellt." In Recklinghausen stellen aus:Dragutin Banic, Louisa Clement, Vera Drebusch, Julia Gruner, Bastian Hoffmann, Roman Kochanski, Claudia Mann, Benjamin Ramírez Pérez, Sebastian Thewes sowie Elisabeth Windisch. www.newtalents-cologne.de

Biennalen

Venedig: Isländischer Pavillon

Egill Sæbjörnsson, Foto: Hubert Kemper, Ahlen

Stefanie Böttcher, Leiterin der Kunsthalle Mainz, ist Kuratorin des isländischen Pavillons auf der 57. Venedig Biennale 2017. Der Künstler ist Egill Sæbjörnsson mit seinem Projekt, „in der fantastische und groteske Charaktere sichtbar werden, die sich durch die partizipatorische Kreation des Publikums entfalten.“ Egill Sabjornsson ist bildender Kunstler, Performer, Musiker und Komponist. „In seiner Kunst entwickelt er sehr persönliche und konzeptuelle Darstellungen, bei denen Video, Animation, Musik, Sound und Performance in skulpturalen und theatralischen Installationen zusammenspielen.“ 2014 realisierte der Künstler für das Kunstmuseum Ahlen die Lichtkunstinstallation „Kaskade“. Sie setzt seitdem Nacht für Nacht das Tonnen-Dach des Kunstmuseums durch die Projektion herablaufender Lichtstreifen in Szene. Das Kunstwerk ist Teil des Lichtkunstnetzwerkes „Hellweg – ein Lichtweg“.

Messen & Märkte

Berliner Liste

BERLINER LISTE, Foto: Copyright Berliner Liste

10.000 Besucher zählte man im vergangenen Jahr, und mit mehr als 120 Teilnehmern ist die Berliner Liste (15.-18. Sept. 2016) nach eigenen Angaben die größte unter den Messen im Kunstherbst der Hauptstadt. Sie findet im Rahmen der „Berlin Art Week“ statt, zu der sich verschiedene Messen und Ausstellungen mit Führungen und Sonderprogrammen stadtweit zusammen geschlossen haben, darunter auch Kunstvereine und Projekträume. Als „Entdeckermesse“ focussiert sich die Veranstaltung auf ein Angebot im Preissegment bis 10.000 Euro. Bei der letztjährigen Messe bemäkelte der „Tagesspiegel“ allerdings ein „bestürzendes Niveau“ mit einem „bunten Meer dekorativ gemeinter Flachware“, dies allerdings „mit Könnerschaft“. Obwohl die Berliner Liste eine kuratierte Messe ist, muss sie den Spagat zwischen künstlerisch-kuratorischem Anspruch und wirtschaftlichen Erwartungen schaffen – beides schließt einander natürlich a priori nicht aus, aber die Ambivalenz, die der Kritiker Jens Müller im „Tagesspiegel“ ansprach, spiegelt die beiden Richtungen im gesamten Kunstbetrieb wider – hier die messenkompatible Sammlerkunst, dort das eher sperrige Programm der Kunstvereine und Projekträume. Über den eigenen Tellerrand der hauptstädtischen Szene hinausschauen wollen die Veranstalter, indem sie für 2016 einen Asien-Schwerpunkt angekündigt haben. www.artberlin.de/kunstmessen/berliner-liste/

Personalien

Carola van Ham gestorben

Carola van Ham-Eisenbeis

Carola van Ham-Eisenbeis, Seniorchefin und Gründerin des Kölner Auktionshauses Van Ham, starb im Alter von 90 Jahren. Sie hatte 1959 das „Kunsthaus am Museum“ gegründet. Seit sie sich 1996 in den Ruhestand zurück zog, leitet ihr Sohn Markus Eisenbeis das Auktionshaus.

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Terry Fox und Valérie Favre in Wuppertal

Valérie Favre, Ghost (nach Goyas „Hexenflug“), 2014-15 Sammlung Wemhöner, Herford © VG Bild-Kunst, Bonn, 2016

Das kommende Herbstprogramm des Von der Heydt-Museums Wuppertal und der Von der Heydt-Kunsthalle bietet zwei Einzelausstellungen, und zwar mit Terry Fox ("Elemental Gestures", 11.9.2016-19.2.2017) im Museum und mit Valérie Favre (28.8. 2016-8.1.2017) in der Kunsthalle. Terry Fox (1943 Seattle-2008 Köln) war "auch mit der Kunstszene in Nordrhein-Westfalen eng verbunden. Neben Joseph Beuys, Wolf Vostell oder Nam June Paik zählt er zu den wichtigsten Vertretern der frühen Performance- und Video-Kunst. In Installationen und Street-Events lenkte er die Wahrnehmung auf Alltagsphänomene und Aspekte sozialer Existenz. Er erforschte Energien von Stoffen und Materialien, wobei der Klang eine zentrale Rolle spielte. Ab den 1980er Jahren komponierte Terry Fox aus Objekten, Sprache und akustischen Reizen vielschichtige 'Raumbilder'". Valérie Favre ist Professorin für Malerei an der Universität der Künste Berlin und "malt höchst intensive Bilder". Sie greift dabei "Motive der Malerei- und Filmgeschichte als Archetypen der Phantasie auf. Das theatralische Potential bekannter Gemälde wie Goyas 'Hexenflug'oder Rembrandts 'Kreuzabnahme' ist für sie der Ausgangspunkt zu vielteiligen Bildserien. Die Protagonisten wandeln ihre Gestalt und kehren die Szenen in ein phantastisches Schauspiel." www.von-der-heydt-museum.de

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