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Biennalen

Ostrale als Biennale

Thomas Brenner, Beitrag zur Ostrale

Auf dem ehemaligen Dresdner Schglachthofgelände fand bislang jährlich die „Ostrale“ als „drittgrößte temporäre Kunstausstellung“ statt. Trotz eines Besucherrekords (25.000) in diesem Jahr ist die Zukunft der Veranstaltung ungewiss: da Fördergelder nur spärlich fließen, ist der Finanzbedarf von ca. 225.000 Euro kaum zu decken; die Stadt Dresden schießt nämlich nur etwa ein Viertel der Summe zu. Zudem müssen die maroden ehemaligen Futterställe auf dem Gelände dringend saniert werden, um weiterhin für Ausstellungen zur Verfügung zu stehen. Die Baugenehmigung für die Ausstellung in diesen Futterställen endet jedenfalls am 31. Dezember 2017. Die Ostrale-Initiatoren rechnen jedenfalls damit, dass diese Räume erst wieder 2019 oder 2020 zu bespielen sind. Angesichts dieser prekären Situation wollen die Veranstalter die Ostrale künftig ab 2017 nur noch als Biennale stattfinden lassen. Sie hoffen, im Sommer 2017 noch einmal „letztmalig“ die unsanierten Futterställe benutzen zu können. Ab 2018 soll die Ostrale dann alle zwei Jahre zeitgenössische Kunst aus Sachsen im Ausland präsentieren. www.ostrale.de

Hochschulen

Stuttgart: Schnuppertage

Drei Tage lang öffnen die Fachbereiche der Bildenden Kunst, des Künstlerischen Lehramts, der Architektur, des Industrial Designs, des Kommunikations- und Textildesigns sowie der Konservierung und Restaurierung an der Kunstakademie Stuttgart während der Herbstferien ihre Türen und bieten studieninteressierten Jugendlichen zwischen 16 und 25 Jahren die Chance, die Atmosphäre an einer Kunsthochschule zu erleben und das Lehrangebot genauer kennenzulernen. Termin: 2. bis 4. Nov. 2016. www.abk-stuttgart.de

Messen & Märkte

Kunst Zürich

Kunst Zürich, Copyright und Courtesy: Kunst Zürich GmbH

Die Kunst Zürich (27.-30. Okt. 2016) findet nunmehr zum 22. Mal statt. Die Messemacher beschreiben ihr Programm als „von Multimedia über Fotografie und Installationen bis zu den klassischen Ausdrucksformen von Malerei und Skulptur. Figurativ und abstrakt, konzeptionell und spontan, klein- bis grossformatig, jung bis arriviert, tief- bis hochpreisig“ reichend. Austragungsort sind ehemalige Fabrikhallen hinter dem Bahnhof Zürich-Oerlikon. Der Eintritt zur Vernissage am 27. Okt. 2016 kostet 50 Franken. „Werksgespräche“ sind für den Samstag und Sonntag jeweils ab 15 Uhr angekündigt, und am Freitag (28.10. 2016) findet eine Podiumsdiskussion statt. Die meisten Aussteller kommen aus der Schweiz, Deutschland, Italien und Frankreich. www.kunstzuerich.ch.

Hochschulen

Michael Nast: Lesung

Michael Nast

Nicht jeden Jüngling zieht es am Ende der Pubertät hinaus in die weite Welt; manch einer lebt stattdessen noch mit 30 Jahren im Elternhaus und lässt sich dort gerne bemuttern. Andere wiederum haben Bindungsängste, flattern als Jobhopper von einer Beschäftigung in die andere und haben nur ihre Karriere im Kopf. Michael Nast hält mit seinem Buch der „Generation beziehungsunfähig“ einen Spiegel vor und gestaltet daraus eine Lesung in der Udk Berlin am 21. Oktober 2016 (20 Uhr, Hardenbergstraße/Fasanenstraße). www.udk-berlin.de

Museen & Institutionen

Haus der Kunst: Post War

Eduardo Paolozzi, Robot, 1956, Bronze, Courtesy Grosvenor Gallery, London Trustees of the Paolozzi Foundation, Licensed by VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Vom 14. Oktober 2016 bis zum 26. März 2017 zeigt das Münchener Haus der Kunst die Ausstellung „Postwar: Kunst zwischen Pazifik und Atlantik, 1945-1965“. Der Begriff "Postwar" beschreibt den Zeitraum nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945. Nach den entscheidenden Siegen der Alliierten - über Deutschland in Europa und über Japan in Asien - hatte die Weltgeschichte einen Wendepunkt erreicht. Auch im Bereich der Kunst markiert die Nachkriegszeit einen historischen und kulturellen Wendepunkt: Sie schwächte die Vormachtstellung westeuropäischer Kunsthauptstädte wie Paris und stärkte international die Präsenz und Dominanz der zeitgenössischen amerikanischen Kunst, der Populärkultur und der Massenmedien. Der Zustand der Künste ließ einen klaren ideologischen Bruch erkennen. Der Kalte Krieg teilte die Welt in zwei Einflussbereiche, und hinter den Begriffen "Sozialistischer Realismus" und "Abstraktion" verbarg sich eine simplifizierte Gegenüberstellung von Kommunismus und kapitalistischer Demokratie, Sozialismus und freiheitlicher Demokratie, die oft komplexere künstlerische Motivationen verschleierte.Die Ausstellung untersucht verschiedene Konzepte der künstlerischen Moderne wie Abstraktion, Realismus, Gegenständlichkeit und Figuration. Sie erkundet, wie sich die individuelle Rezeption und Formulierung der Moderne in all ihren Varianten manifestiert hat. Die Pop Art und Arte povera, Happening und Fluxus, Land Art und erste Ansätze zu einer mixed-medialen Kunst markieren die stilistischen Schwerpunkte in der Aufbruchstimmung der 1960er Jahre. www.hausderkunst.de

Kulturpolitik

Kulturpolitische Gesellschaft unterstützt die »Initiative Offene Gesellschaft«

Ob Kongress der Neuen Rechten (KNP) in Polen, Jobbik in Ungarn, Vlaams Belag in Belgien, PVV in den Niederlanden, Front National in Frankreich, FPÖ in Österreich, Goldene Morgenröte in Griechenland oder die AfD in Deutschland: überall in Europa erstarken rechtspopulistische und auch rechtsradikale Parteien. „Ausgrenzungswünsche nehmen zu, und es breitet sich eine unangenehme Kultur des Hasses in Verhalten und Begriffen aus, der zunehmend auch die Mehrheitsgesellschaft infiltriert. Hat die Offene Gesellschaft ihre besten Tage hinter sich?“ fragt die Kulturpolitische Gesellschaft. Unter dem Dach der »Initiative Offene Gesellschaft« finden zahlreiche Debatten und Diskussionsveranstaltungen in ganz Deutschland statt. Seit Herbst 2016 läuft die Aktion »365 Tage für die Offene Gesellschaft«. „Genau ein Jahr vor der Bundestagswahl rufen die Initiatoren alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, aktiv für ein offenes und demokratisches Deutschland einzutreten. Ziel der Bewegung ist es, der »schweigenden Mehrheit« ein Jahr vor der Bundestagswahl eine Stimme zu geben und eine positive Debatte über die Zukunft der offenen Gesellschaft zu führen... Die Kulturpolitische Gesellschaft unterstützt diese Initiative, denn Kulturpolitik ist demokratischen Grundsätzen verpflichtet und braucht Offenheit und Freiheit“. Infos unter: www.die-offene-gesellschaft.de/home

Museen & Institutionen

Stuttgart: Papierarbeiten von W. Baumeister

Emil Stumpp, Porträt von Willi Baumeister, 1927, Fotoquelle: Wikipedia/Deutsches Historisches Museum

Willi Baumeister (1889-1955) lebte und arbeitete in Stuttgart, wo er auch 1946 eine Klasse an der Kunstakademie übernahm. Der Maler, Grafiker und Bühnenbildner war dort auch 1949 Mitbegründer der Gruppe „Gegenstandlose“. Das Kunstmuseum Stuttgart betreut seit 2005 das Archiv Baumeister mit dem Nachlass. Derzeit präsentiert das Kunstmuseum Stuttgart noch bis zum 22. Januar 2017 eine Ausstellung mit Papierarbeiten des Künstlers, die an die große Retrospektive von 2013 anknüpft. Viele der 70 Exponate des Mitbegründers der abstrakten Kunst in deutshcland waren bislang selten öffentlich zu sehen. www.kunstmuseum-stuttgart.de

Preise

Edith-Breckwoldt-Stipendium

Ina Arzensek, Foto: privat

Ina Arzensek trat das Hamburger Edith-Breckwoldt-Stipendium an. Die Objektkünstlerin wohnt vom 1. Oktober 2016 bis 30. September 2018 mietfrei im Künstlerhaus Frise in Hamburg-Ottensen und erhält einen monatlichen Materialkostenzuschuss von 275 Euro sowie einen Zuschuss für eine Abschlussausstellung in Höhe von 1.000 Euro. Mit dem Stipendium soll an die Hamburger Bildhauerin Edith Breckwoldt (1937-2013) erinnert und gleichzeitig junge Kunst in Hamburg gefördert werden.

Hochschulen

Symposion: Texte über Kunst

Der Kunstverein Harburger Bahnhof und die Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK) veranstalten gemeinsam am 14. Oktonber 2016 ein Symposium zum "Schreiben über Kunst als institutionelle Praxis". Die Referenten fragen "nach den Möglichkeiten und Herausforderungen der sprachlichen Konextualisierung von Kunst im Digitalen und Analogen". Mit den Beiträgen von Clara Herrmann, Melanie Romiguière, Nora Sdun, Thomas Thiel, Jan Wenzel trägt das Symposion den Titel "Second Screen", damit bezeichnete man "ursprünglich die parallele Nutzung von Internet und Fernsehprogramm. Als Titel des Symposiums adressiert" dieser Begriff "Sprache als zweite Ebene, auf der Kunstwerke erfahren werden. Andererseits verweist er auf die inzwischen weit verbreitete Praxis, jederzeit zusätzliche Informationen mittels eigener Internetrecherche auf mobilen Endgeräten in die Rezeption von Kunst einfließen zu lassen und eigene Erfahrungen unmittelbar in Form von Kommentaren oder Posts in den Diskurs einzuspeisen". www.kvhbf.de

Preview

Hans-Peter Feldmann in der Sammlung Philara

Hans-Peter Feldmann, Mister Dollar, Courtesy Philara Collection Düsseldorf (Ausschnitt)

In Düsseldorf betreibt Gil Bronner einen Ausstellungsraum für seine Sammlung "Philara". Vom 28. Oktober 2016 bis zum 15. Januar 2016 zeigt er dort Arbeiten von Hans-Peter Feldmann. Für seinen konzeptuellen Ansatz steht exemplarisch die Werkreihe "100 Jahre" mit 101 Porträts aus Feldmann persönlichem sozialem Umfeld. Er bedient sich aus einem Konvolut vorhandener Bilder, aus dem Familienalbum ebenso wie aus Zeitschriften und andere n Quellen: "Briefmarken, Geldscheine und Brotscheiben oder das Ölgemälde über Großmutters Sitzgarnitur: Ihnen ist gemein, dass sie Repräsentanten einer individuellen Alltags- und Erinnerungskultur sind. Diese Alltagsgegenstände arrangiert er zu "Ästhetischen Studien" und beleuchtet dabei kalkuliert die Wertproduktion und Normativität von Kunst. Als Teil dessen betrachtet er auch seine seine künstlerische Autorenschaft, die er konsequent in den Hintergrund rückt..." www.philara.de

Museen & Institutionen

Dortmund: ICHTS

Olga Pedan,Trollagem Trollerei Rumpetroll_ICH, Foto: Niklas Taleb

Bis zum 30. Oktober 2016 läuft noch im Dortmunder Kunstverein die Ausstellung "ICHTS" miut Beiträgen von Sam Anderson, Frieder Haller, Aleksander Hardashnakov, Olga Pedan und Arjan Stockhausen. "Die im Ausstellungsraum verstreuten Arbeiten erscheinen wie Fragmente oder Relikte von Ereignissen, die in diesem Raum stattgefunden haben können". Anschließend bespielt vom 12. November 2016 bis zum 5. Februar 2017 Shelly Nadashi den Ausstellungsraum. www.dortmunder-kunstverein.de

Hochschulen

Berlin: Graduale

Graduale 2016, Flyer (Ausschnitt)

Jan Verwoert ist Kurator der Graduale 16 und zukünftiger Gastprofessor der Graduiertenschule an der Universität der Künste Berlin. Die Graduale ist die Abschlussveranstaltung des Stipendienprogramms der Graduiertenschule der UdK Berlin. An drei Tagen finden Konzerte, Performances und Ausstellungen an vier unterschiedlichen Veranstaltungsorten rund um den Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin-Mitte statt. Die diesjährige Graduale vom 20. bis 23. Oktober 2016 steht unter dem Motto: "No New Kind of Duck! Wie man konfliktreiche Welten aus der Wirklichkeit herausschnitzt". So dokumentiert u.a. Alex Martinis Roe, "wie feministische Praxis heute gelebte Wirklichkeiten schafft und Handlungsmodelle aufgreift, die von Frauen vorausgehender Generationen entwickelt wurden". Jeremiah Day betreibt mit Performances und Instalationen "eine Form der Recherche, die das Format journalistischer Reportage sprengt". In ihrer Malerei erschafft Lizza May David" ganze Ökosysteme aus wuchernden Geflechten von Pinselstrichen". I In einer Lecture Performance stellt Azin Feizabadi Motive aus seine Filmtrilogie Uchronia vor. Der Komponist Bjoern Erlach wiederum "dreht und wendet Algorithmen so lange, bis Nullen und Einsen, über rohe Tonerzeuger in Klang übersetzt, musikalischen Formen ein fremdartiges Leben geben". Im Musiktheaterstück Bestiarium macht Nuria Núñez Hierros eine "verwunschene Bibliothek zum Ort, wo Musik andere Wirklichkeiten eröffnet" und Ralf Baecker baut exakte Maschinen mit surrealen Kapazitäten.

Hochschulen

Nürnberg: Absolventenausstellung

Aula der Kunstakademie Nürnberg, Fotoquelle: Wikipedia/AdBK Nürnberg

Drei Monate nach der Jahresausstellung steht das nächste bedeutende Ereignis im Veranstaltungsprogramm der AdBK Nürnberg an: Die Absolventen begehen vom 20. – 23. Oktober 2016 den Abschied von ihrer Ausbildungsstätte mit einer Ausstellung, die das gesamte Areal der Akademie umfasst. 36 Studierende aus nahezu allen Klassen beteiligen sich an der Ausstellung, „so dass sich das Spektrum künstlerischer Ausdrucksmittel in seiner Gänze entfalten kann“. www.adbk-nuernberg.de

Ausschreibungen

St. Vith: Skulptur für Rathausplatz

Die Stadt Sankt Vith (Belgien, deutschsprachige Wallonie) organisiert einen Wettbewerb für die Planung, Herstellung und das Aufstellen eines Kunstobjekts auf dem Rathausplatz. Der Wettbewerb richtet sich an alle freischaffenden Künstler, Kunsthandwerker und Künstlerarbeitsgemeinschaften. „Auf dem Platz vor dem Rathaus soll eine künstlerisch gestaltete, den Platz prägende, aber nicht gänzlich dominierende ein- oder mehrteilige Plastik bzw. Installation aufgestellt werden. Die Skulptur soll zur Aufwertung des Platzes vor dem Rathaus in Sankt Vith beitragen, die Menschen zum Verweilen animieren und ihnen ein Kunsterlebnis bieten...“ Deadline: 25. Nov. 2016. Kontakt: Gemeindeverwaltung Sankt Vith zu wenden (Büro 05, Öffentliche Arbeiten, Tel. 0032-(0)80/280105, Mail: luc.pecheur(at)st.vith.be) Die offizielle Bekanntmachung des Wettbewerbs ist abrufbar unter www.enot.publicprocurement.be/enot-war/changeLanguage.do?language=de-DE

Preise

Preis der Stiftung Buchkunst

Architekturführer Köln, Foto: Copyright Uwe Dettmer, Frankfurt/Main

Der „Architekturführer Köln“ (Designbüro „großgestalten“ und Verlag der Buchhandlung Walther König) erhielt den mit 10.000 Euro dotierten „Preis der Stiftung Buchkunst“. Herausgeber des Bandes sind Baraba Schlei, Uta Winterhager und Tobias Groß. Die rund 100 Beispiele zeigen, „wie die Baukultur seit 1932 in Köln Gestalt angenommen hat. Obschon der Fokus der Betrachtung auf der zeitgenössischen Architektur liegt, hat das Erbe der großen Baumeister seit Kriegsende einen so maßgeblichen Einfluss ausgeübt, dass auch 15 historische Bauten exemplarisch vorgestellt werden. Das älteste vorgestellte Gebäude ist St. Engelbert in Riehl (053) von Dominikus Böhm, das jüngste ist die Ufertreppe am Deutzer Rheinboulevard (102) von planorama, die kurz vor ihrer Eröffnung steht.“ Beim Festakt in Frankfurt wurden auch noch drei Förderpreise für junge Buchgestaltung (je 2.000 Euro) und Auszeichnungen pr die 25 „schönsten deutschen Bücher“ vergeben.

Preise

Dagmar Chobot Skulpturenpreis

Angelika Loderer, „ZZZ“, 2015, Sand gepresst, 120 x 90 x 8 cm, Foto: Katrin Binner | © Bildrecht, Wien 2016.

Angelika Loderer „hat eine bildhauerische Praxis entwickelt, die das Gießen, Schöpfen, Schichten und Pressen diverser Materialien in freie, abstrakte bis gegenstandlose Formen überträgt“. Für ihre experimentelle Arbeit mit Quarzsand wurde sie mit dem Dagmar Chobot Skulpturenpreis ausgezeichnet (10.000 Euro).

Aktionen & Projekte

Karlsruhe: Punta y Raya Festival

Unter dem Motto "Abstrakte Kunst in Bewegung" steht das "Punta y Raya"-Festival im ZKM Karlsruhe vom 20. bis zum 23. Oktober 2016. Die Filme entführen das Publikum in eine Welt der Abstrakten Kunst in Bewegung. Als das »abstrakteste Festival der Welt« erkunden die Beteiligten seit 2007 experimentelle Ausdrucksformen in Animationen, Filmen und im Live-Kino. Die Erforschung der Essenz des künstlerischen Ausdrucks mittels reiner Form, Farbe, Bewegung und Ton, steht beim »Punto y Raya Festival« im Mittelpunkt: Keine gegenständliche Darstellung, nur Punkte und Linien! Sprachgrenzen überwindend, positioniert es sich als Symbol der kulturellen Vielfalt und des internationalen Dialogs. Die Themen sind dabei universell und zeitlos. Der internationale Wettbewerb, für den 842 Filme aus 54 Ländern eingereicht wurden, präsentiert in diesem Jahr 117 Filme. Neben Performances von Yro, Robert Lippok und Dirk De Bruyn, finden auch Guest Screenings sowie Masterclasses zu ausgewählten Themen statt". Punto y Raya

Hochschulen

Bonn: "Wie wir leben"

Aktion mit blauen Matrjoschkas in Bonn, Foto: Katharina Haupt

Anlässlich des Jubiläums „20 Jahre UNO-Stadt Bonn“ schaffen Kunststudenten der Alanus Hochschule Alfter "viele verschiedene Kunst-Orte und mobile Aktionen im Bonner Stadtgebiet". Vom 24. bis 29. Oktober setzen sich die angehenden Künstler mit unterschiedlichen Medien mit dem Motto „Wie wir leben“ auseinander und machen dabei ausgewählte Orte in der Stadt zum Schauplatz für Ausstellungen und künstlerische Interventionen. Das Pprojekt wird von der  Alanus-Kunstprofessorin Ulrika Eller-Rüter koordiniert. So entsteht z.B. auf dem Remigiusplatz in der Innenstadt "eine Wucherskulptur aus Holz. Diese beherbergt eine Ausstellung. Besucher können sie mitgestalten, indem sie Bilder und persönliche Fotos zum Thema 'Wie wir leben' mitbringen. Im Tannenbusch-Center wiederum können Besucher in ihren Sprachen und Schriften schreiben, wie wir leben. So soll schließlicheine Schriftrolle als 'Alphabet der Welt'entstehen. Darüber hinaus werden 193 hölzerne Matrjoschka-Figuren in Bonn aufgestellt, in denen Zitate aus der Weltliteratur versteckt sind. Wer sie findet, kann den Figuren eigene Botschaften mitgeben und sie an einem anderen Standort aussetzen." Programmflyer unter www.alanus.edu/veranstaltungen

Museen & Institutionen

Bonn: Ausstellungsgespräche

Pressefoto zur Meldung, Courtesy Bonner Kunstverein

Der Bonner Kunstverein kündigt zwei Gespräche zur aktuelle Ausstellung "Wim T. Schippers: Eine Retrospektive", an, die noch bis zum 13. November zu sehen ist. Am 12. Oktober 2016 spricht Rein Wolfs (Bundeskunsthalle Bonn) über den Künstler. Am 19. Oktober 2016 treffen dann Wim T. Schippers und Margriet Schavemaker vom Stedelijk Museum Amsterdam aufeinander. Sie kuratierte in diesem Jahr die Ausstellungen "Das Stedelijk Museum und der Zweite Weltkrieg " sowe "ZERO: Lassen Sie uns die Sterne erkunden" und bereitget derzeit für 2017 die bevorstehende Retrospektive "Jean Tinguely: Maschinen Spectacle" vor. www.bonner-kunstverein.de

Personalien

Hamburger Kultursenatorin gestorben

Barbara Kisseler, Foto: Bertold Fabricius

Barbara Kisseler, Hamburger Kultursenatorin, starb nach schwerer Krankheit im Alter von 67 Jahren. In den 1980er Jahren war sie Kulturamtsleiterin in Hilden und Düsseldorf, war dann ab 1993 im niedersächsischen Wissenschafts- und Kulturministerium für die Kulturabteilung verantwortlich, bevor sie 2003 Staatssekretärin für Kultur bei der Senatsverwaltung des Landes Berlin und 2006 Chefin der Berliner Senatskanzlei wurde. Als parteilose Politikerin übernahm sie 2011 die Leitung der Hamburger Kulturbehörde.

Hochschulen

Bogomir Ecker: Ruhestand

Bogomir Ecker, Professor für Interdisziplinäre Kunst mit den Schwerpunkten Kunst im öffentlichen Raum und kontextbezogenen Skulpturen/ Installationen, wurde ach 14 Jahren des Lehrens an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig in den Ruhestand verabschiedet. Zuvor war Ecker von 1993 bis 2002 Professor für Bildhauerei an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. www.hbk-bs.de

Aktionen & Projekte

Osnabrück: Shining Gap

Simon Weckert, Rope Screen, 2013, Foto: Simon Weckert (Ausschnitt)

Für den 20. bis 23. Oktober 2016 ist in Osnabrück das Lichtkunstfestival „Shing Gap“ angekündigt. Im Botanischen Garten werden Video- und Lichtprojektionen von Nikola Dicke, Victoria Gentsch, Constantin Hartenstein, Sigrid Sandmann sowie von dem Künstlerduo Lisa Weber und Markus Walenzyk vorgeführt. „Der Kunstparcours lädt Besucher dazu ein, den besonders reizvollen Steingarten mit seinen bizarren Felsformationen als Kulisse für leuchtende künstlerische Interventionen - wie die von Clemens Behr, Andreas Gehlen, Simon Weckert und Oleg Yushko - auf neuartige Weise wahrzunehmen.“ Einige der Kunstwerke wurden nämlich speziell für den Ort konzipiert. „Sie nehmen in ihrer jeweiligen Gestalt Bezug auf die Pflanzenwelt und ihre Umgebung“ und machen diesen botanischen Naturraum physisch erlebbar.

Hochschulen

Dieter Lincke gestorben

Dieter Lincke

Die HfG Offenbach trauert um Dieter Lincke, der im Alter von 76 Jahren starb. Lincke war an der Hochschule 26 Jahre lang Professor für Zeichnen, Illustration und Buchgestaltung. www.hfg-offenbach.de

Aktionen & Projekte

Dialog in agora

Cluj Napocva/Klausenburg, Fotoquelle. Wikipedia/Alexmandru

Dr. Dana Simona Fabini leitet ein künstlerisches Austauschprojekt mit Künstlern aus Köln und der Partnerstadt Cluj Napoca/Klausenburg (Rumänien). Im Oktober 2016 findet ein Workshop in Klausenburg statt; für den Herbst 2017 sind Ausstellungen in Köln geplant. 2018 wird das Projekt dann in Rumänien fortgesetzt. Es nennt sich „dialog in agora. arheologie contemporană“ (Dialog in der Agora. Zeitgenössische Archäologie) und versteht sich als ein „interaktiv-performatives Projekt, das zeitgenössische Kunst und interdisziplinäre künstlerische Ausdrucksformen unterstützt. Das Projekt setzt auf einen kulturellen Austausch von Erfahrungen und Informationen zwischen dem deutschen und dem rumänischen Raum und soll die gute Praxis des kulturellen Dialogs und den interkulturellen Austausch der Fachkompetenz beispielhaft verkörpern. Am Projekt nehmen visuelle Künstler aus den Städten Köln und Cluj Napoca (Klausenburg) und ihre Gäste aus den Bereichen Musik, Literatur, Kunstgeschichte und Kunsttheorie teil. Die Stadt Köln und die Stadt Cluj Napoca sind heute Partnerstädte, sie waren beide ursprünglich römische Kolonien und haben im Hinblick auf ihre Bedeutung für die Kultur des jeweiligen Landes eine ähnliche Entwicklung erlebt...“

Ausschreibungen

Ereignis Druckgrafik

Der Bund Bildender Künstler Leipzig veranstaltet die Ausstellungsreihe „Ereignis Druckgrafik“. Die nächste Ausstellung im März 2017 hat den Schwerpunkt Textillustration. Einzureichen sind 3-5 Arbeiten mit max. 5 MB. Deadline ist der 15. November 2016. Kontaktdaten und Download Einreichungsformular unter www.bbkl.org

Preise

Rosa-Schapire-Kunstpreis

Dan Perjovschi, Foto: Maria Anna Tappeiner

Dan Perjovschi empfing den Hamburger Rosa-Schapire-Kunstpreis (20.000 Euro). Ausgewählt wurde er von Prof. Kasper König. „Der jeweilige Direktor oder die Direktorin der Hamburger Kunsthalle benennt eine sachkundige Persönlichkeit des öffentlichen Lebens, die das Recht hat, den Preisträger oder die Preisträgerin auszuwählen“. Mit der Auszeichnung verbunden ist eine Ausstellung im Lichthof und in der Galerie der Gegenwart der Hamburger Kunsthalle bis zum 29. Januar 2017. Dort wird Perjovschi die Wände „mit seinen charakteristischen Zeichnungen versehen. Diese mit schwarzen Filzmarkern direkt in den Raum (Wand, Boden, Fenster) gezeichneten Aphorismen, geben einen humorvollen und präzisen Einblick in das aktuelle Zeitgeschehen wie auch in menschliche Komödien/Tragödien...“ www.hamburger-kunsthalle.de/

Biennalen

La Biennale de Montréal

Philippe Pirotte, Foto: Büro Schramm für Gestaltung

Vom 19. Oktober 2016 bis zum 15. Januar 2017 findet „La Biennale de Montréal“ statt. Zum aktuellen Biennale-Team gehören als Kurator der belgische Kunsthistoriker Philippe Pirotte und als Mitglied des Advisory Teams Kitty Scott, Corey McCorkle und Aseman Sabe. Dem deutschen Kunstpublikum ist Pirotte als Rektor der Frankfurter Städelschule bekannt. Das Thema der jetzigen Biennale lautet „Le grand balcon“ (Der große Balkon) und bezieht sich auf Jean Genets Theaterstück „Le Balcon“, 1957 in London uraufgeführt, in dem es um Macht und Machtmissbrauch geht, um Revolution und Unterdrückung, menschliche Eitelkeit und die Hohlheit der Rituale in der Politik, um Realität und Illusion. Dazu liefern rund 50 eingeladene Künstler Beiträge, die im Musée de l'art Contemporain von Montréal aus Hauptort der Biennale ausgestellt werden. Die Biennale findet aber auch noch an weiteren Orten in der Stadt statt. www.bnlmtl.org

Museen & Institutionen

Anna Jermolaewa im 21er Haus

Beide Weiß (nach Valeria Mukhina), 2015 Foto: Anna Jermolaewa, © Belvedere, Wien Skulptur, bemaltes Holz, bemalt, Aquarell

Bis zum 22. Januar 2017 zeigt das Wiener 21er Haus die Ausstellung „Beide Weiß“ mit Arbeiten von Anna Jermolaewa. Die Ausstellung umfasst Werke von den frühen 1990er-Jahren bis heute und bietet neben Jermolaewas bevorzugten Medien Fotografie und Video auch malerische, zeichnerische, skulpturale und installative Arbeiten. „Jermolaewas Motive bestechen gerade in ihrer Einfachheit und zeugen zugleich vom analytischen Interesse der Künstlerin an Strukturen, in denen sich soziale, politische oder auch geschlechtsspezifische Ungleichheit äußert. Ihr Blick ist dabei niemals selbstgefällig oder pathetisch, vielmehr entlarvend ironisch, manchmal sogar von beißendem Humor und stets emphatisch.“ www.21erhaus.at

Museen & Institutionen

Wolfsburg: Im Käfig der Freiheit

Nobuyoshi Araki , Ohne Titel (aus der Serie „Tokyo Novelle“),1995, Schwarzweissfotografie, © Nobuyoshi Araki

Bis zum 15.1.2017 geht es im Kunstmuseum Wolfsburg um „die Fragilität der Freiheit – um individuelle, politische, sexuelle, nicht zuletzt auch künstlerische Freiheit. Und ihre stete Bedrohung durch zahlreiche Machtverhältnisse“. Die Ausstellung „Im Käfig der Freiheit“ will die „Macht der Bilder“ herausstellen und beweisen, „dass auch die Kunst am Ende nur ein weiterer 'Käfig der Freiheit' ist.“ Künstlerliste: Nobuyoshi Araki, Katie Armstrong, Awst & Walther, Burhan Dogançay, Paul Graham, Douglas Gordon, Andreas Gursky, Jeppe Hein, Georg Herold, Damien Hirst, Johannes Kahrs, Anselm Kiefer, Gert Jan Kocken, Jeff Koons, Sharon Lockhart, Rémy Markowitsch, Daniel Pflumm, Neo Rauch, Tim Wolff, Erwin Wurm. www.kunstmuseum-wolfsburg.de

Preview

Spiegel, Licht und Reflexion

Das SCHAUWERK Sindelfingen zeigt ab 30.10.2016 unter dem Titel „SPLIT – Spiegel. Licht. Reflexion“ rund 130 Werke aus der Sammlung Schaufler. Reflektierende Materialien markieren einen Umbruch in der Kunst des 20. Jahrhunderts: Seit Ende der 1950er-Jahre fanden neue Techniken und Werkstoffe Eingang in die Gestaltung. Der Spiegel wurde als Material entdeckt, um physikalische Eigenschaften und Themen wie Licht, Zeit, Raum und Bewegung zu erforschen. Insbesondere die Künstler der ZERO-Avantgarde verfolgten mit ihren lichtkinetischen Objekten neue Ansätze. Bei Adolf Luther werden Spiegel und Linsen als Instrumente genutzt, um das reflektierte Licht sichtbar zu machen. Otto Piene dient Licht als gestalterisches Element, das über die Reflexion das eigentliche Kunstwerk aktiviert. Michelangelo Pistoletto hingegen thematisiert in seinen Spiegelobjekten den Malereidiskurs und bezieht den Betrachter als Mitgestaltenden ein. Auch Künstler wie John M Armleder, Katharina Sieverding, Subodh Gupta und Erwin Wurm nutzen das Material Spiegel auf vielfältige Weise. Der Ausstellungsbesucher wird nicht nur zur Partizipation aufgefordert, sondern auch zum Innehalten und Nachdenken über Fiktion und Realität, Offensichtliches und Verborgenes – denn der Blick in den Spiegel verspricht mehr als nur ein Abbild. www.schauwerk-sindelfingen.de

Museen & Institutionen

Leverkusen: Online-Petition

Museum Schloss Morsbroich Leverkusen

Wirtschaftsprüfer empfahlen die Schließung des Museums Schloss Morsbroich Leverkusen. Dagegen regte sich zahlreicher Protest. Inzwischen sind rund 14.900 Unterschriften gegen die Schließung zusammen gekommen. Mit Erfüllung des sogenannten Quorums (1.900 Unterschriften) wurde die Zahl an Stimmen erreicht, bei der von openpetition Deutschland eine Stellungnahme seitens der verantwortlichen politischen Vertreter (im Falle des Museum Morsbroich der Mitglieder des Stadtrats von Leverkusen) eingefordert wird. Als Reaktion auf den vielstimmigen Protest entschloss sich der Rat der Stadt im August 2016, die Schließungspläne vorerst auf Eis zu legen und neue konzeptionelle Vorschläge seitens des Museumsvereins abzuwarten - das bedeutet aber noch längst nicht eine Abwendung von den Schließungsplänen.

Museen & Institutionen

Der Britische Blick: Deutschland - Erinnerungen einer Nation

Ernst Barlach, „Schwebender“, 1927, Guss: 1987, Bronze, Copyright: Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottdorf, Leihgabe des Kulturrings der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft

Neil MacGregor initiierte diese Ausstellung, die vom British Museum erarbeitet wurde (Kurator: Barrie Cook) und vom 8. Oktober 2016 bis zum 9. Januar 2016 im Berliner Martin Gropius-Bau zu sehen ist. „Der Britische Blick: Deutschland - Erinnerungen einer Nation“ beschäftigt sich mit 600 Jahren deutscher Geschichte. Die Ausstellung spürt der deutschen Identität aus britischer Sicht nach. Entstanden ist ein Dialog zwischen Deutschland und seiner Geschichte. Dazu wurden 200 Objekte aus Museen und Bibliotheken zusammen getragen. Zu sehen sind Werke wie Albrecht Dürers Holzschnitt eines Nashorns von 1515 sowie die Porzellanversion von Johann Gottlieb Kirchner von 1730, die nach Vorlage Dürers entstanden ist. Porzellan wurde Anfang des 18. Jahrhunderts in Meißen erneut erfunden. Es wurde zu einem wichtigen europäischen Wirtschaftszweig und machte dem „weißen Gold“ aus China Konkurrenz. Die Schedelsche Weltchronik aus dem Jahr 1493 weist auf die Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg Mitte des 15. Jahrhunderts hin. Für deutsche Präzision und hohe Goldschmiedekunst steht das Astrolabium von 1596. Eines der eindrucksvollsten Objekte der Ausstellung ist Ernst Barlachs Bronzeskulptur mit dem Titel „Schwebender.“ Am 13. Dezember 1981 besuchten Helmut Schmidt, damals Bundeskanzler, und Erich Honecker, damaliger Generalsekretär des Zentralkomitees der SED, einen Abguss von Barlachs schwebendem Engel im Dom von Güstrow. Der Engel stand nun für eine gemeinsame Erinnerung der beiden Staaten und Staatsmänner. www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/gropiusbau/ueber_uns_mgb/aktuell_mgb/start.php

Hochschulen

Geld Macht Kunst

Geld Macht Kunst, © Martina Müller

"Kunst zu besitzen, verspricht Prestige und hohe Rendite. Auktionspreise von mehr als hundert Millionen für ein Gemälde sind nichts Ungewöhnliches. Nur wie entstehen die Preise? Wer kauft durch welche Vermittlung? Wie bringen Sammler ihren Kunstbesitz zur Wertsteigerung in Position? Was bedeutet der Hype auf dem Markt für Museen und Besucher? In welche Bedrängnis geraten öffentliche Institutionen?" Antworten auf diese Fragen versucht  der Dokumentarfilm "Geld Macht Kunst" von Martina Müller zu geben. Er wird als 20. ARTE-KHM-Preview aufgeführt, und zwar am Dienstag, 18. Oktober 2016 um 20.30 Uhrin der  Aula der Kunsthochschule für Medien KHM Köln (Filzengraben 2 / Mühlenbach). Auf Arte läuft der Film dann am 19. Oktober 2016 um 21.50 Uhr. www.khm.de

Messen & Märkte

Art Taipeh

Art Taipeh

47.000 Besucher zählte man auf der letztjährigen Art Taipeh. Die Messe (12.-15. Nov. 2016) gilt als wichtige Veranstaltung für den Kunsthandelsplatz Taiwan, der sich im Wettbewerb gegenüber den Konkurrenzveranstaltungen auf Festlandchina zu behaupten versucht, wo die Kunstmessen in Shanghai und Hongkong eine Marktführerschaft für sich reklamieren. Immerhin findet die Art Taipeh bereits seit 23 Jahren statt; die rund 170 teilnehmenden Galerien kommen aus 20 Ländern und sorgen für ein gewisses internationales Flair. Neben dem Hauptsektor gibt es einen „Premiere“-Bereich mit Exponaten, die innerhalb der vergangenen 3 Jahre entstanden, außerdem setzen die Veranstalter in jüngster Zeit auch neue Akzente in der Präsentation der medialen Künste. www.art-taipeh.com

Biennalen

Venedig: Nordischer Pavillon

Mats Stjernstedt, Foto: Åsa Lundén/Moderna Museet Stockholm

Finnland, Norwegen und Schweden bespielen gemeinsam den Nordischen Pavillon auf der Biennale von Venedig. Für 2017 hat das Moderna Museet Stockholm Mats Stjernstedt zum Ausstellungskommissar berufen. 2019 stellt dann das Frame Visual Art Finland in Helsinki den Kurator für die Biennale, und 2021das norwegische OCA-Office for Contemporary Art in Oslo. Stjernstedt arbeitet allerdings niht in Schweden, sondern er ist seit 2011 künstlerischer Direktor des Kunstnernes Hus in Oslo. Die drei Länder teilen sich den Pavillon seit 1962. In den vergangenen Jahren gab es dort zur Biennale jeweils Solo-Projekte aus einem Land zu sehen. Für den Zeitraum 2017-2021 vereinbarte man, dass alle drei Länder im Programm zu gleichen Teilen vertreten sind.

Museen & Institutionen

Zeitreise Städelmuseum

Pressebild zu „Zeitreise Städelmuseum“

Ein Wissenschaftsteam des Städel Museums Frankfurt hat detailgenaue 3D-Rekonstruktionen der historischen Präsentationen der Städelschen Sammlung angefertiget. Auf einer eigens eingerichteten Website sowie mit einer Virtual Reality Applikation, die unter anderem für die Samsung Gear VR verfügbar ist, „können nun die Standorte des Städel Museums in den Jahren 1816, 1833 und 1878 besucht werden. So lassen sich die damaligen Präsentationsformen der Sammlung virtuell durchschreiten und die ausgestellten Werke betrachten.... Die 'Zeitreise' verdeutlicht eindrucksvoll, wie neueste technologische Entwicklungen für die Generierung und Aufbereitung kunsthistorischer Forschungsergebnisse auf ansprechende und gewinnbringende Weise nutzbar gemacht werden können...“ www.zeitreise.staedelmuseum.de

Aktionen & Projekte

Nach Wolken suchen

Florian Rainer, Fluchtwege, 2015, Farbfoto, 35 x 45 cm, Copyright: Florian Rainer

Hirtennomaden, Bauer und Wanderer müssen auf freiem Feld den Himmel beobachten und an der Formation der Wolken rechtzeitig einen sich andeutenden Wetterumschwung erkennen können. „Nach Wolken suchen“ bedeutet in der nomadischen Existenz Regen, Nahrung und Fruchtbarkeit, ebenso aber auch Zerstörung zu dechiffrieren. Die Ausstellung im Wiener MUSA-Museum Startgalerie Artothek (25. Okt. 2016 bis 4. Feb. 2017) begreift eine solche Wolkensuche als Metapher „auf den suchenden Menschen des 21. Jahrhunderts... der Blick nach ob.n zeigt mitunter andere Himmelsgebilde – Überwachungskameras, Satelliten, Drohnen, letztere auch als neue Instrumente der Kriegsführung. Die praktischen Clouds des Internets hingegen geraten immer wieder ins Kreuzfeuer der Kritik aufgrund ihres ungenügenden Datenschutzes.“ Die Ausstellung „Looking for the Clouds“ spannt zeitlich und thematisch einen Bogen vom New Yorker Attentat am 11. September 2001 bis in das Jahr 2015, „das sich uns allen als Höhepunkt einer beispielslosen, erzwungenen, enormen Migration eingeprägt hat“. Die ausgestellten Foto- und Videoarbeiten beluchten „die Geschichte der letzten 15 Jahre unter diesem Aspekt“.Kuratoren sind Gunda Achleitner, Berthold Ecker. Künstlerliste: Tanja Boukal, Raphaël Dallaporta, Balázs Deim, Hans-Peter Feldmann, Rainer Ganahl , Gelitin, Aldo Giannotti, Samuel Gratacap, Ibro Hasanović, Anna Jermolaewa, Carine & Elisabeth Krecké, Daniel Mayrit, Dimitris Michalakis, Florian Rainer, Wolfgang Reichmann, Julian Röder, Panos Tsagaris. www.musa.at

Messen & Märkte

Artissima Turin

Artissima Turin, Foto: Perrotino/Alfero

52.000 Besucher, etwa 200 Aussteller, davon ca. 140 Teilnehmer aus dem Ausland: das sind die Eckdaten der Artissima Turin (4. Bis 6. Nov. 2016). Sie ist damit weiterhin Italiens größte Messe für zeitgenössische Kunst, und auch in dieser Größenordnung studen manche Rezensenten sie immer noch als eine „Entdeckermesse“ ein, ein „Name dropping“ wie auf der Art Basel sei hier nicht so augenfällig, stattdessen gäbe es mehr „experimentelle Positionen“ zu sehen, und damit sei diese Kunstmesse in der norditalienischen Autostadt auch nicht so beliebig aufgestellt wie etwa die Londoner Frieze Art: so zeigt der Sektor „Present Future“ eine kuratierte Auswahl von jungen Positionen, und die Abteilung „Back to he future“ ist den Pionieren der zeitgenössischen Kunst vorbehalten – die „Neue Zürcher Zeitung“ formulierte es etwas uncharmanter mit „in Vergessenheit geratene Künstler der jüngeren Vergangenheit“. Die Artissima wird aus öffentlichen Mitteln finanziert – das mildert den Wettbewerbsdruck ein wenig, den sich rein private Messeveranstalter ausgesetzt sehen, führt aber nicht zu programmatisdher Behäbigkeit, da hier Kuratoren dem Erscheinungsbild Profil geben und eben nicht nur Galeristen in einem Zulassungsausshcuss die Teilnehmer untereinander ausklüngeln, wie das woanders oft der Fall ist. www.artissima.it

Galerien & Auktionshäuser

Neuer Kunstraum in Köln

ak RAUM Köln  

Mit einer Gruppenausstellung eröffnete soeben ein Ausstellungsraum in Köln: der ak RAUM konzentriert sich schwerpunktmäßig auf Einzelpräsentationen zeitgenössischer Künstler, Gruppenausstellungen, Lesungen und auch Filmscreenings. Betreiberin ist Agnes Kornas. Bei der Auftaktausstellung „findet das Thema Papier nicht nur als formaler Werkstoff Beachtung, sondern erfährt diverse Interpretationen seiner Materialität“. Bis zum 3. Dezember 2016 sind Arbeiten von Jochen Arentzen, Thomas Arnolds, Walter Dahn, Jo Dickreiter Philip Emde, Max Frintrop, Lukas Goersmeyer, Benjamin Houlihan, Max Marion Kober, Mike Meiré, Johanna V. Monkiewitsch, David Ostrowski, Michail Pirgelis, Tilo Riedel, Jan-Ole Schiemann, Andreas Schulze, Ralph Schuster, Philip Seibel, Gert & Uwe Tobias und Rosemarie Trockel zu sehen. www.ak-raum.com

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In eigener Sache

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