Band 153, 2000, S. 157

THOMAS VARGEN
Western von heute
ZU DEN ARBEITEN VON CHRISTOPH DETTMEIER
Es gibt kaum einen Traum, kaum eine Hoffnung, kaum eine Angst, kaum eine Ideologie, kaum ein Trauma, kaum einen Zorn, der sich nicht in die Satteltasche eines Westernhelden packen ließe. (Georg Seesslen)
Christoph Dettmeier umkreist in seinen Arbeiten einen Mythos, der von Ehre erzählt und von den Anstrengungen, sie in einer verlustreichen Welt zu behaupten. Wenn der Künstler auf Ritter und vor allem Westernsagen rekurriert, dann markiert er damit eine Schnittstelle, in der eine durch moralische Rhetorik gekennzeichnete Position auch mit Gewalt bald nicht mehr gehalten werden kann. Cowboy und Ritter leben ständig in einer Welt, die, wie sie glauben, […] weiterlesen
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