Band 200, 2010, S. 436

TISCHSKULPTUR
Seit 2003 lässt der Düsseldorfer Bildhauer Rainer Junghanns eine neun Meter lange Tischskulptur durch verschiedene Ausstellungshäuser touren. Stationen waren u.a. der Kunstverein Iserlohn, das Berliner Haus am Waldsee und das Münchener Zentralinstitut für Kunstgeschichte In die Tischplatte sind 24 Gedichte von Künstlern eingraviert. Es sind Übersetzungen und Paraphrasen des Satzes "Wäre die Zeit Zeit, sie würde lächeln". Junghanns definiert seine Arbeit als "Prozesskulptur", deren kommunikativ-sozialer Kontext sich permanent ändert: Denn bei jeder Vernissage nehmen immer wieder "neue Tischgemeinschaften" auf den 24 Sitzen Platz; jeder Tischgenosse ist dann sozusagen ein "Platzhalter" für die Gedichte und ihre Autoren. So werden, wie bei der […] weiterlesen
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