Biennalen: Printemps de Toulouse , 2010

Fabian Stech

20 Jahre Printemps de Toulouse

»Eine Form für jede Aktion«

Musée les Abbatoirs, Musée les Jacobins, Chateau d’eau, Espace EDF Bazacle,
Fondation Espace Ecureuil und 19 weitere Orte.

In Toulouse begann der Printemps de Septembre mit einem doppelten Knall. Nach 10 Jahren in Cahors sprengte das Fotofestival den Rahmen und zog im Jahr 2001 in die größte Stadt der Region, nach Toulouse. Politische Gründe waren damals dafür sicher ebenso ausschlaggebend wie logistische und die Suche nach finanzkräftigen Sponsoren. Das Festival eröffnete am 28.01.2001 nur zwei Wochen nach dem Attentat vom 11. September in New York und neun Tage nach einer der größten Industrieexplosionen Europas in der Chemiefabrik AZF mit 31 Toten. In der Entwicklung, die das Festival durchlaufen hat, weg vom kalten Medium der Fotografie hin zur Malerei und dem heißen Medium der Installation und nun der Performance, bildet der Printemps de Toulouse die historische Entwicklung der Kunst der letzten zehn Jahre besser ab, als alle Biennalen, schon allein deshalb, weil es einem jährlichen Rhythmus folgt. Auch die Organisationsform hat sich den neuen Gegebenheiten angepasst. Weniger öffentliches und privates Geld im Kulturbetrieb führte das gemischt finanzierte Festival zu einer Multiplikation der Interventionen und Orte, aber auch die obligatorische Implikation der örtlichen Akteure und des Publikums weisen in die gleiche Richtung. Ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte diese Tendenz im letzten Jahr als sage und schreibe 33 Ausstellungsorte beteiligt waren. Seit seinen Anfängen wurde in den “nuits blanches”, den weißen oder durchgemachten Nächten, das Festival von den darstellenden Künsten begleitet, die in Aufführungen eine direkte Beziehung…

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