Titel: res publica 2.0 · S. 106
Titel: res publica 2.0 , 2011

78 Antworten von 9 Experten

Auf Initiative des international führenden und wegweisenden Instituts für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark wurden im 2010 erschienenen Jahrbuch der Projekte 2007–2008 fünf Fragen zum Thema Kunst im öffentlichen Raum aufgeworfen:

Welche Bedeutung hat Kunst im öffentlichen Raum (KiöR) für eine demokratische Öffentlichkeit?

Benötigt die kapitalistische Gesellschaft die KiöR als „kritisches Feigenblatt“ oder wird sie als Repräsentationsinstrument missbraucht?

Wie ist die Situation zu bewerten, in der man die Öffentlichkeit der Kunst aussetzt – zur leichteren Begegnung mit ihr?

Wie lassen sich die Möglichkeiten und Sprachformen temporärer Interventionen im Vergleich zu permanenten Installationen interpretieren?

Welchen Stellenwert nimmt die KiöR im aktuellen Kunstdiskurs ein?

Diese Fragen wurden an folgende Experten gestellt: MARIUS BABIAS, PAOLO BIANCHI, BRIGITTE FRANZEN, SABINE B. VOGEL und ANSELM WAGNER. Jetzt hat Bianchi als Gastherausgeber von „Res Publica 2.0“ den Ball aufgenommen und den Spieß umgedreht, indem er nun den Grazer Kollegen WERNER FENZ befragt, und zusätzlich andere Experten: CLAUDIA BÜTTNER, DAGMAR DANKO und CHRISTOPH DOSWALD. Der Fragenkatalog wurde um folgende Punkte erweitert:

Welche Rolle soll Kunst im Stadtraum spielen, kann man sie nur als Störfaktor gelten lassen, soll sie mehr Ärgernis als Augenweide sein?

Wie kann Kunst in der Stadt mit öffentlichen Aktionen, Signalen, Codes und Interventionen auf städtebauliche, soziokulturelle, infrastrukturelle und historische Aspekte der Stadt reagieren?

„Naturgemäß sind es die öffentlichen Bereiche wie die Stadt, Plätze, Parks, Gärten und Monumente, die ein anschauliches Bild von der Verfassung der res publica vermitteln. Sie bilden die Foren der Versammlung, Integration und Kommunikation“, heißt es 1985 in einem „Kunstforum“-Band mit dem programmatischen Titel „Res…

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