Biennalen: Triennale Kleinplastik Fellbach · von Sigrid Feeser · S. 429
Biennalen: Triennale Kleinplastik Fellbach , 2001

SIGRID FEESER

8. Triennale Kleinplastik Fellbach 2001

„Vor-Sicht Rück-Sicht“

Alte Kelter Fellbach, 21.7. – 21.10.2001

Jetzt müssten sie sich eigentlich ganz schrecklich freuen in der kleinen Stadt Fellbach, gleich hinter dem großen Stuttgart. Die internationale Triennale der Kleinplastik ist nach zwei Gastspielen in der Schwabenmetropole wieder an den Ort ihres Ursprungs zurückgekehrt. Das erklärt auch, warum die achte Triennale die sechste in Fellbach ist. Der sich sichtlich am meisten freut, ist Friedrich-Wilhelm Kiel, der ehemalige Oberbürgermeister, Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Trägervereins: Endlich wieder zuhause! Kiel darf zufrieden sein, er hat die das städtische Image befördernde Sache vor gut zwanzig Jahren ja erfunden. Und eigene Kinder, nicht wahr, die lässt man nicht verkommen. Die filzigen Monetenzähler, die Abschaffer, Nörgler und Verschieber hat er glücklich ausgetrickst, die Umwidmung der lange unahnsehnlich vor sich hingammelnden, einst der kommunalen Weinbereitung dienenden „Alten Kelter“ zum neuen Ausstellungslokal mit auf den Weg gebracht. Die multifunktionale Sanierung bietet üppige Möglichkeiten. 2500 Quadratmeter Halle stehen der Veranstaltung jetzt zur Verfügung. Der imposante offene Dachstuhl, eine solide, fast filigran wirkende Zimmermannsarbeit von 1906, reißt den Blick bewundernd nach oben. Eine kleine Weinstube mit Aussichtsbalkon hängt auf halber Höhe und lockt mit Verkostungen heimischer Gewächse, deren Nachfolger man auf den Hängen gleich hinter dem Haus heranwachsen sehen kann.

Auch die Triennale ist gewachsen und gewachsen und etwas füllig geworden mit den Jahren. Auf dem Büchertisch im Foyer waren wie zum Beweis die progressiv an Umfang und Farbe zunehmenden Kataloge ausgelegt. Vorbei die Zeiten, als der Mannheimer Kunsthallendirektor und Plastik-Kenner Heinz Fuchs eine handverlesene Kollektion zusammenstellte…

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