Ausstellungen: Düsseldorf · von Helga Meister · S. 313
Ausstellungen: Düsseldorf , 2013

Helga Meister

Alexander Calder

»Avantgarde in Bewegung«

Kunstsammlung NRW, Düsseldorf, 7.9.2013 – 12.1.2014

Alexander Calder (1898-1976), der Erfinder des Mobile, ist Ahnherr einer Kunst der Bewegung. Diesem Thema hat sich Museumschefin Marion Ackermann in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen verschrieben. Ausgangspunkt ihrer Überlegungen für eine Retrospektive des Amerikaners in Düsseldorf war ein nur 75 Zentimeter hohes „Standing Mobile“ von 1936. Dieses kleine Objekt sollte nach dem Tode von Karl Heinrich Müller, dem Gründer der Museumsinsel Hombroich, bei Christie’s in New York versteigert werden, zum Wohle dreier unfertiger Gebäude auf der Insel. In letzter Minute wurde es aus der Auktion zurückgeholt und vom Land NRW angekauft. Im Dezember 2008 gelangte es als Dauerleihgabe in die Kunstsammlung.

Die eher unscheinbare Skulptur aus bemaltem Stahlblech und Draht mitsamt einer Holzkugel gehört zu einer Gruppe von knapp 40 raren Klangskulpturen. Ackermann ahnte allerdings nichts davon. Erst als sie in New York dem Enkel des Künstlers und Chef der Calder Foundation, Alexander S.C. Rower, von ihrem Neuzugang berichtete, klärte er sie auf. Man könne, sagte er, die am feinen Draht hängende Kugel in Schwingung versetzen. Calder wollte, so sein Enkel, dass ein Luftzug diese Kugel bewegt und die Skulptur zum Tönen bringt. Für Düsseldorf stand seitdem fest, dass es eine besondere Calder-Schau mit Klang und Bewegung werden sollte. Von den 70 in Düsseldorf gezeigten Werken erzeugt zumindest theoretisch knapp die Hälfte eigenwillige Töne.

Die Kuratorin Susanne Meyer-Büser entwickelte eine Ausstellung, in der der Betrachter mitverfolgen kann, wie Calder tickte. Er schuf eine Kunst mit scheinbarer Leichtigkeit, aber einem enormen technischen und handwerklichen…

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