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Ausstellungen: München/Luzern · S. 394 - 395
Ausstellungen: München/Luzern , 1989

Hanne Weskott
Andreas Schulze

„Bilder 1980 – 1988“

Kunstverein, 17.3.-23.4.1989

Kunstmuseum Luzern, 27.1.-12.3.1989

DRAC & FRAC des Pays de la Loire Nantes & Clissons, 3.9.-15.10. 1989

Andreas Schulze, 1955 in Hannover geboren, hatte seine erste Einzelausstellung 1982 bei Six Friedrich in München. Damals war er noch Student der Düsseldorfer Akademie bei Dieter Krieg. Über die „Rundschau Deutschland“ 1981 war er mit den „Neuen Wilden“ in Kontakt gekommen und schnell von der Richtigkeit der „Mülheimer Freiheit“ überzeugt. Für ihn war das die gültige Antwort auf Minimal- und Konzeptkunst. Aber die figurativ-expressive Malweise lag ihm nicht, auch wenn ihm angesichts dieser Bilder seine eigenen kleinen Täfelchen mit den Einfamilienhäusern zu harmlos erschienen. Es entstanden die ersten Kugelbilder, in denen sich Konzeption und freie Form zu einer ganz eigenen Art von Stillebenmalerei verbinden. Vorbilder waren für ihn, wie er immer wieder betont, die späten, zur Abstraktion tendierenden Blumenbilder von Nay, deren „runde Üppigkeit“ er bewunderte. Daß er Kiefer als zweite Inspirationsquelle angibt, erscheint zunächst ziemlich abwegig, reduziert sich aber dann auf einen Punkt: „In Kiefers Bildern sah ich eine besondere Qualität darin, daß er mittels Perspektive ein Gefühl der Sehnsucht erzeugen konnte.“ Andreas Schulze erweist sich hier als hoffnungsloser Romantiker, der in seinen Bildern den Farben den unendlichen Raum öffnen will. Er versucht, mit Hilfe der Kunst den Weltentraum zu verwirklichen, ist aber Realist genug, um hier keiner Verwechslung zu erliegen. Seine Bilder sind in jeder Phase Bilder der 80er Jahre. Nie würde er so weit zurückgehen wie Mariani oder Vaccari. Seine flockig aufgelockerte Malweise verliert nie ganz…


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