Ausstellungen: Regensburg/Leverkusen/Braunschweig · S. 463
Ausstellungen: Regensburg/Leverkusen/Braunschweig , 1989

Hanne Weskott

Arnulf Rainer

„Zeichnungen 1949-1985“

Städtische Galerie, 27.1.-5.3.89.

Museum Morsbroich, Leverkusen, 30.11.88-15.1.89.

Kunstverein Braunschweig, 9.6.-30.7.89

Arnulf Rainer gehört zu den produktivsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Das betrifft nicht nur sein Werk, sondern auch die große Anzahl von Publikationen und Ausstellungen. Heuer wird der „böse Bube“ von einst 6o Jahre alt und da kann so eine Zeichnungsausstellung nur der Auftakt für Größeres sein. Im Mai wird seine an Höhepunkten nicht arme Karriere durch eine große Retrospektive im New Yorker Guggenheim-Museum gekrönt. Diese Schau wird anschließend in Madrid und Den Haag zu sehen sein.

Zeichnungen sind für Rainer keine Vorstudien oder Nebenprodukte. Sie gehören zu seinem wichtigsten Ausdrucksmittel. Überhaupt ist der Begriff bei ihm weit gefaßt. Die reine Handzeichnung zählt ebenso dazu wie die frühen „Überdeckungen“ und späteren „Photoübermalungen“. Im Kunstforum Band 26 von 1978 wählte er für diese Art von Arbeiten deshalb die offenere Bezeichnung „100 bildnerische Serien“. Dort hat er seine Arbeitsweise auch sehr treffend beschrieben: „Ich mache keine Hauptwerke, sondern Serien kleineren Umfangs….Ich umkreise mein Thema, ich versuche die Bildidee, das Motiv, das Problem, von allen Seiten nur anzuschneiden, anzuknabbern.“ Die großen Ölbilder sind also eher selten. Am Anfang der Beschäftigung mit einem Thema stehen die kleineren Formate, und diese wurden für die jetzige Schau ausgewählt. 13 Serien aus verschiedenen Jahren kann man hier in direkter Gegenüberstellung vergleichen. Gerade diese Möglichkeit macht die Sache spannend, weil Rainers Arbeitsweise meist zu Ausstellungen führt, die auf eine Serie und damit ein Thema beschränkt bleiben.

Angefangen hat alles – und das ist jüngeren Rainer-Fans oft sehr fremd – mit…

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