Titel: Idylle oder Itensität · von Wolfgang Max Faust · S. 160
Titel: Idylle oder Itensität , 1980

Wolfgang Max Faust

Arte Cifra?
Neue Subjektivität?
Trans-Avantgarde ?

Aspekte der italienischen Gegenwartskunst

…Kunst im Umbruch. Die Situation wird lebhaft: „Junge Italiener“, bis jetzt nur wenigen bekannt, stehen plötzlich im Mittelpunkt des internationalen Interesses. Auf der im September/Oktober 1979 veranstalteten Stuttgarter Galeristen-Ausstellung „europa 79“ stellten „Spiegel“ und „Zeit“ übereinstimmend fest: Die Sektion der Italiener bildet das kreative Zentrum der Ausstellung. Hier sind Mut, Ironie, Aggressivität, Spaß am E in fall und Reflexion über das eigene Tun zu finden, hier gibt es neue Impulse für eine „Kunst der 80er Jahre“. Ausstellungen der beteiligten Künstler – in den letzten Monaten in Köln, Rom, Amsterdam, Paris, Bonn, New York veranstaltet – bestätigen diese Einschätzung. Präsentationen in Mannheim, Basel, Essen, Venedig werden sie sicher bestärken. , Junge Italiener“. Was ist neu? Warum finden sie so rasch internationale Beachtung?

Arte Cifra und Trans-Avantgarde

Neu ist auf den ersten Blick dies: Die „Jungen Italiener“ setzen sich durch, obwohl sie weder eine Gruppe bilden, obwohl sie keine festgeschriebenen Programme oder Manifeste besitzen, obwohl sie Einzelgänger, Einzelkämpfer sind, die sich in ihrer Kunst vor allem auf die eigene Person und die Probleme ihrer subjektiven Aussagen beziehen. So zeigt das Werk von Mimmo Paladino, Sandro Chia, Francesco Clemente, Enzo Cucchi, Nicola De Maria, Ernesto Tatafiore und Nino Longobardi, das im folgenden als Beispiel für die Kunst der Jungen Italiener gelten soll, zuerst einmal kaum Übereinstimmungen. Und dennoch kann man ein Gemeinsames entdecken, das auf beunruhigende Weise den Nerv der Zeit trifft und sich von anderen zeitgenössischen Kunstaktivitäten absetzt. Achille Bonito Oliva hat dies Gemeinsame…

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