Ausstellungen: Duisburg , 1987

Raimund Stecker

Chris Macdonald

Wilhelm Lehmbruck-Museum der Stadt Duisburg 26.7-20.9.1987
Württembergischer KV Stuttgart, 14.5.-28. 6.1987

Vorgestellt wurden im neugebauten Ausstellungssaal des Duisburger Wilhelm-Lehmbruck-Museums – die Ausstellung selbst wurde komplett nebst Katalog vom Württembergischen Kunstverein in Stuttgart übernommen – Werke des 1957 in Lynn, Massachusetts, geborenen und nun in New York lebenden CHRIS MACDONAI.D. Nach der Stuttgarter Präsentation und einer Ausstellung in der Münchener Galerie Thomas (auch hierzu gibt es einen Katalog – Eva Karcher schrieb darin einen Text mit dem Titel: »Zukunfts-Maschinen«) war dies Macdonalds erstes Zur-Diskussion-Stellen seiner Arbeiten außerhalb der USA – seine erste Museumsausstellung überhaupt, wie es Duisburgs Museumsdirektor, Christoph Brockhaus, zu betonen wußte.

Es sind aus groben Hölzern montierte Skulpturen. Das Bearbeiten des Holzes selbst jedoch hat für das jeweilig Ganze eines Werkes von Chris Macdonald – wird dies verglichen z.B. mit dem bildhauerischen Aus-dem-Stamm-Gewinnen einer Skulptur – wenig Bedeutung. Die Bedeutung, die der Materialbearbeitung für seine Werke zukommt, ist eher vergleichbar dem Vorfertigen von Montageteilen. Als das das Kunstwerk konstituierende Tun erweist sich denn auch an den in Duisburg vorgestellten Arbeiten das Montieren, das Zusammenfügen der Einzelteile zu einem Werk. Zu Werken, die aus ihrem skulpturalen Stillstand heraus zwar durchaus vermögen, Bewegtheit zu evozieren, diese Evokationen hingegen nie einlösen.

Von »Funktion und Disfunktion« spricht, diesen Zusammenhang interpretierend, Christoph Brockhaus in seinem Text, von einem sich »in ihrer Ungelenkheit jedem mechanischen Automatismus« Widersetzen, Gottlieb Leinz (beide Texte sind dem Duisburger Katalog auf einem Faltblatt beigelegt) und »Fortbewegungsgeräte« nennt Tilman Osterwold die Skulpturen Chris Macdonalds. Von »Rädern« ist die Rede, wenn zylindrische…

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