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Ausstellungen: New York · S. 306 - 307
Ausstellungen: New York , 1989

Uli Bohnen
Clemens Weiss

Nicht Summe, nicht Synthese – Quintessenz! Ronald Feldman, 10.9.-8.10.1988

Die endlose Selbstreflexion („Kunst über Kunst“), die seit Jahren stattfindet, wurde /.war immer geistreicher, aber auch immer auswegloser, da sie letztlich retrospektiv bleiben muß. So hat man allen Grund, für bildnerische Interventionen dankbar /.u sein, die nicht Teil jener Problemstellung sind, sondern einen Ausblick auf Lösungen eröffnen, ohne nur Naivität und Zynismus in der Weise zu mischen, die so gern als „erfrischende Unbefangenheit“ bezeichnet wird.

Clemens Weiss, 1955 in Düsseldorf geboren, hat bis vor einem Jahr in Mönchengladbach einen Kellerraum als Lager unterhalten, in welchem die Arbeiten gestapelt waren, die er, nach kurzem Studium an den Akademien von Düsseldorf und Wien, im Verlauf etwa eines Jahrzehnts hergestellt hat. Ronald Feldman in New York hat ihm /.wischendem 10. September und dem 8. Oktober die erste Einzelausstellung seines Lebens eingerichtet. In den beiden großen Räumen der Galerie auf der Mercer Street in SoHo bot sich nun Gelegenheit, die bis dahin in aller Enge (wenngleich in beeindruckender Konzentration) gehäuften Einzelobjekte in eine denkbare Ordnung zu bringen.

Um es vorweg zu sagen: selten sah ich Form und Inhalt zu einer glaubhafteren Identität gebracht – zu einer Identität, die nichts mit der banalen Tautologie einer zu kurz angesetzten Harmonie zu tun hat.

Transparent ummantelt von nach oben hin offenen Glaskästen, die aus mit milchig-weißem Ponal zusammengeklebten Scheiben bestanden, waren drei etwa 350 x 400 x 350 cm große Binnenräume konstruiert worden, die mit mannigfachen Gegenständen gefüllt waren und mit einigen kleineren, vorwiegend an den Wänden aufgebauten Objektgruppen…


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