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Titel: Video-Special · S. 184 - 184
Titel: Video-Special , 1989

Friedemann Malsch
Clip, Klapp, Bum

Von der visuellen Musik zum Musikvideo

Vera Body/Peter Weibel (Hg):
a) Buch: Köln, DuMont, 1987,352 S., Abb., Reihe: DuMont-tb 198, DM19,80
b) Video-Kassette: Köln, DuMonl, 1988, VHS-PAL, 60′, Reihe: dumont creativ – Video

Die laufenden Bilder hatten schon immer eine Affinität zu den Tönen, sie erscheinen wie Geschwister. Deshalb hat es schon früh in der Geschichte des Films Versuche gegeben, beide aufeinander zu beziehen, eine eng verschränkte Einheit der „hörbaren Bilder“ bzw. der „visuellen Töne“ herzustellen. Viking Eggeling, Léger u.a. gehörten zu den großen Pionieren dieses Genres.

Zweifellos hat die Entwicklung der letzten zehn Jahre dieses Genre in eine neue Qualität überführt. Mit dem Music-Clip hat der Bereich der populären Musik die Führung übernommen, und er tut dies erstmals in der Geschichte dieses Genres mit einer ästhetischen Verankerung im Publikum, im Gegensatz zu den bisherigen Entwicklungen, in denen immer die Außenseiter diese Rolle übernahmen. Damit ist auch im perzeptiven Bereich ein noch kaum übersehbares Feld eröffnet, das allemal eine Betrachtung lohnt.

Die Videokassette „Clip-Klapp-Bum“ behandelt genau diesen Thema. Man tat gut daran, mit den beiden Herausgebern auf ausgesprochene Kenner der Materie zu setzen, denn umfangreiches Wissen zählt doppelt in der prosperierenden Videoszene, der noch eine effektive kommunikative Infrastruktur fehlt. Die Kassette verspricht Aufklärung über die Entwicklung von der visuellen Musik der 20er Jahre zum Musikvideo unserer Tage. Der interessierte Zuschauer wird jedoch, je länger er zuschaut um so mehr enttäuscht. Nicht nur wird an historischem Material nur ein einziges Beispiel gezeigt, der hervorragende Trickfilm von Oskar Fischinger von 1934, „Komposition…


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