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Magazin: Museen & Institutionen · von Reinhard Ermen · S. 451 - 451
Magazin: Museen & Institutionen , 2001

REINHARD ERMEN
Das „Mori Arts Center“

in den „Roppongi Hills“, Tokio

In Japan reden alle von der Krise, nur die ‚Mori Building Company‘ nicht. Die 1959 gegründete MBC ist reich und groß geworden durch die Initiierung, Koordination und Verwaltung von Stadtentwicklungsprojekten.. Auf Neudeutsch wäre das ein ‚Developer‘, dessen erfolgreichstes Objekt die 1986 eröffneten ‚ARK Hills‘ in Tokio sind. Bekannteste Adresse dort dürfte die ‚Suntory Hall‘ sein, ein Konzertsaal, in dem sich die musikalische Weltelite die Klinke in die Hand gibt. Allein in Tokio verwaltet Mori etwa 90 Gebäude, in Südostasien hat man längst den Sprung nach China bzw. Shanghai gewagt, das höchste Gebäude der Welt, das dortige ‚World Financial Center‘ schreibt man sich stolz auf seine Fahnen. Die Pläne zu diesem Prestigeobjekt sind indessen (die Krise!) ins Stocken geraten und sollen mit Blickrichtung auf die Olympiade 2008 in China noch mals diskutiert werden. Die (nicht eben neue) Vision einer vertikalen Stadt („vertical city“), die alle Großprojekte der MBC beflügelt, findet in Tokio immer wieder weiße Flecken. Verglichen mit New York, insbesondere Manhattan, ist das eine geradezu horizontale Stadt, und so hat man sich an die Planung des bislang größten Komplexes in der Firmengeschichte gemacht. Die ‚Roppongi Hills‘ im südwestlichen Zentrum von Tokio, soll ein neues Herzstück der Stadt werden, mit vier Wohntürmen, einem Hotelpalast, einem Theater, den ‚TV Asahi Headquarters‘, einem ganzen Kranz weiterer nützlicher und schmückender Bauten und dem zentralen Büroturm, der mit 53 Stockwerken alle anderen Gebäude merklich überragt und auch durch seinen, in Ovalrundungen erdachten Grundriss herausgehoben ist. Für…


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