Gespräche mit Galeristen , 1995

Das Sprechen trägt zur Intensivierung des Sehens bei

Heinz-Norbert Jocks sprach mit Elke und Werner Zimmer anlässlich ihres 25jährigen Galeriejubiläums

Elke und Werner Zimmer, zunächst auf dem Feld naiver Kunst zu Hause, haben sich seit jeher mehr auf Malerei spezialisiert. Mitte der 70er Jahre entdeckten sie für sich die Klassische Moderne von Baumeister bis Winter, kurz darauf die Meister des Informels, um schließlich eine Öffnung zur gegenständlichen Malerei zu vollziehen. In diesem Jahr begehen sie ihr 25jähriges Galeriejubiläum abseits der Düsseldorfer Szene.

*

H.-N. J.: Was veranlaßte Sie vor 25 Jahren eine Galerie zu gründen?

E. Z.: Damit angefangen haben wir, weil wir sammelten und darüber Künstler ohne Ausstellungsmöglichkeit kennenlernten. Wir merkten, daß es für das, wofür wir uns interessierten, keine Galerie gab. Das war ein Aspekt. Ein weiterer war, daß sich einer von uns selbständig machen wollte. Wir waren beide damals in der Werbung tätig, also in einem sehr hektischen Beruf, weshalb wir uns nach einem ruhigen Pol sehnten. In den ersten beiden Jahren blieb mein Mann in der Werbeagentur, während ich die Galerie alleine führte. Jede freie Minute und jeden Urlaub waren wir gemeinsam unterwegs. 1972 gab dann auch mein Mann die Arbeit in der Werbung auf.

Wie man weiß, sammelten Sie naive Kunst!

E. Z.: Ja, mit ihr setzten wir uns die ersten Jahre auseinander.

Wer war mit von der Partie?

E. Z.: Alles, was Rang und Namen hatte. „Von Grandma Moses bis Ivan Generalic“ hieß eine Ausstellung. Wir arbeiteten damals die deutschen Naiven gründlich auf, darunter die alten wie Carl Christian Thegen, aber auch damals…

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von Heinz-Norbert Jocks

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