Gespräche mit Kunstvermittlern · von Heinz-Norbert Jocks · S. 401
Gespräche mit Kunstvermittlern , 1994

Dem, der an keine ewigen Wahrheiten glaubt, ist das immer wieder Irrewerden an sich selbst möglich.

Heinz-Norbert Jocks sprach mit Ulrich Krempel

Ulrich Krempel, 1948 geboren, lernte bei Imdahl in Bochum das Sehen von Bildern, promovierte über „Die ROSTA-Fenster und ihre Stellung in der Entwicklung einer sozialistischen Bildersprache“. Nach Stippvisiten als Fachreferent für Kunstgeschichte, Archäologie und Romanistik in der Universitätsbibliothek Bochum und als Lehrbeauftragter an diversen Hochschulen kam er 1980 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an die Kunsthalle Düsseldorf. Dort machte er sich mit Ausstellungen zu Paik, Immendorff, Eisenstein, „Das Junge Rheinland“ und Jankel Adler einen Namen. 1986 wechselte er als Ausstellungsleiter ans Museum Folkwang, Essen, wo er Auerbach, Büttner, Mell, Schlieker, Kuball, Marjanov sowie die Reihe „Folkwang Video“ präsentierte. Von 1988 bis 1993 leitete er schließlich die Ausstellungsabteilung der Kunstsammlung NRW, Düsseldorf. Zu den Künstlern, die er dort vorstellte, gehörten: Gerz, Lam, Karavan, Morandi, Wols, Knöller, Koberling, Cragg, die Konstruktivistische Internationale, Bonnard sowie die Kunst der ersten Australier. Seit dem 1.11.1993 ist er Direktor des Sprengel Museums in Hannover.

*

H.-N. J.: Wie verlief Ihr Weg zur Kunst?

U. K.: Mit dem Lesen, den Illustrationen in Büchern und den Museen im Ruhrgebiet fing das an. Besonders gut kann ich mich an das Museum Folkwang mit seiner alten Hängung erinnern. Damals tauchte ich in die Literatur und die bildende Kunst der Romantiker und Surrealisten mit ihren geheimnisvollen Welten ein. Per Anhalter reiste ich voller romantischer Vorstellungen noch vor dem Abitur in irgendwelche Städte: nach München zu den Fauvisten und den deutschen Frühexpressionisten und zu Kandinsky, nach Paris…

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