Titel: Out of Africa , 2005

Heinz-Norber Jocks

Die imaginären Welten der Künstler

Gespräch mit Wim Botha (Südafrika)

Was hat es mit Ihrem Installationsraum „Commune: Onomatopoeia“ auf sich, woran Sie zwei Jahre gearbeitet haben?

Wim Botha.: Der Raum wird einzig durch die Dekoration unterteilt und definiert. Es gibt keine Wände. Sie werden ersetzt durch Fenster, Bilder und Malereien. Der Raum strahlt etwas Vertrautes aus. Vielleicht für Menschen aus Südafrika noch mehr als für andere. Die Dinge wurden mal mehr, mal weniger abgewandelt. Alles schwebt. Es ist also kein wirklicher, sondern ein Raum in einem metaphorischen Sinne, so dass die Objekte sowohl einzeln als auch innerhalb eines Konzepts zu sehen sind. Die Raumdimensionen sind dabei so gewählt, dass sie die Anwesenheit von Bewohnern vermuten lassen. Und auch die einzelnen Objekte, die vor hundert Jahren an einem typisch bourgeoisen Ort entweder in einem Büro oder im Raum eines Politikers hätten stehen können, geben Aufschluss über diejenigen, die hier einst wohnten oder noch wohnen.

Warum setzt du Fenster ein?

Es sind solche, durch die kein natürliches, sondern künstliches Licht dringt. Es reflektiert an der Wand, wo sich dunkle Schatten bilden. Die Installation wirkt sehr theaterhaft, aber das Licht gibt dem Ganzen etwas Klinisches. Über das Mobiliar versuche ich die Symbolik der Identitätsbildung zu ergründen, wobei der Stil der Ausstattung typisch für die Häuser der Afrikaaners ist. Von diesen stamme ich übrigens auch ab.

Zu den Elementen gehört eine aus Papier hergestellte skulpturale Figur. Handelt es sich um eine bestimmte Person?

Es ist unwichtig, wer es ist. Es geht um die Idee, dass jemand etwas getan hat,…

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von Heinz-Norbert Jocks

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