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Kunstforum-Gespräche · von Carmela Thiele · S. 330 - 333
Kunstforum-Gespräche ,

Die neuen Umstände thematisieren

Anja Casser, Direktorin des Badischen Kunstvereins in Karlsruhe im Gespräch mit Carmela Thiele

Anja Casser empfängt in ihrem Büro, das zugleich als Bibliothek eines der ältesten Kunstvereine Deutschlands dient. Seit 2007 ist die Kunsthistorikerin Direktorin des Badischen Kunstvereins. Sie war Co-Kuratorin der 6. Werkleitz-Biennale 2004 in Halle, Kuratorin des Siemens Arts Programs und Kuratorin im kunstraum München und im Westfälischen Kunstverein Münster. Sie studierte Kunstgeschichte in Freiburg und München.

Anja Casser gibt Positionen Raum, die konzeptuell und oftmals weiblich sind. Darunter waren bedeutende Ausstellungen zum Werk von Miriam Cahn, Nancy Holt, Noa Eshkol, Zofia Kulik und Kathy Acker. 2012 wurde der Badische Kunstverein mit dem AdKV-ART Preis für Kunstvereine ausgezeichnet. Ihr Programm ist durch Grenzgänge zum Film, zur Literatur und zum Tanz gekennzeichnet. Während des Lockdowns im Frühjahr 2020 lief gerade die Ausstellung von Jeremiah Day, dessen Werk auf Traditionen des experimentellen Tanzes basiert.

Carmela Thiele: Durch die Pandemie-Sicherheitsvorkehrungen wird die Arbeit aller Museen und Ausstellungshäuser erschwert. Der Badische Kunstverein musste im Frühjahr nicht nur die Schau von Jeremiah Day schließen, sondern auch das für sein Werk zentrale Performance-Programm absagen. Wie haben Sie auf die veränderte Lage reagiert?

Anja Casser: Wir hatten für das Jahr 2020 einen Schwerpunkt auf Künstlerinnen und Künstler gelegt, die den Körper in das Zentrum ihrer Arbeit stellen. Einen Teil der Performances von Jeremiah Day konnten wir durchführen, aber das Festival beider parallel stattfindenden Ausstellungen von Jeremiah Day und Rory Pilgrim mussten wir absagen und das Haus schließen. Jeremiah Days Praxis verbindet performative…

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