Kunstforum-Gespräche · von Alexander Braun · S. 396
Kunstforum-Gespräche , 2008

Eines der architektonisch schönsten Museen in Deutschland.

Alexander Braun im Gespräch mit Stephan Berg, dem neuen Direktor des Kunstmuseums in Bonn

Seit dem 1. April 2008 hat Stephan Berg den in den Ruhestand verabschiedeten Dieter Ronte auf dem Direktorensessel des Kunstmuseums Bonn beerbt. Den Vorschusslorbeeren, die dem 1959 in Freiburg geborenen promovierten Germanisten von Verwaltung und lokaler Presse entgegengebracht wurden, konnte man die Erleichterung über den Amtswechsel herausspüren. Dieter Ronte hatte zuletzt schwer unter der Bürde seiner jahrelangen Kooperation mit dem umstrittenen Verein »Stiftung für Kunst und Kultur e.V.« in Bonn und dem gemeinsam verantworteten Millenniums-Millionen-Debakel »Zeitwenden« zu tragen. So gleicht es einem doppelten Befreiungs-Schlags, dass zeitgleich mit Bergs Antritt auch die Sammlung Grothe (jetzt Sammlung Ströher) abgezogen wird und damit ein eher unrühmliches Kapitel einer »Public-private-Partnership« zu Ende geht. In Rontes Tradition anspruchsvoller zeitgenössischer Ausstellungen zu Philip Guston (1999 und 2007), Mona Hatoum (2004), Jörg Sasse (2005), John Baldessari (2007), Gert und Uwe Tobias (2008) und Überblicksausstellungen zur Kunstszene Finnlands (2006) oder Ägyptens (2007) wird sich Stephan Berg dagegen wiederfinden. Mit dem ausgehandelten Intendantenvertrag, der auf acht Jahre fest geschrieben und keinen Schwankungen des kommunalen Haushalts ausgesetzt ist, scheint die Basis solide: Ankaufsetat: EUR 150.000,- / Ausstellungsetat EUR 300.000,-. Stephan Berg leitete von 1990 bis 2000 den Kunstverein Freiburg, dann ab 2001 den Kunstverein Hannover. Seit 2004 lehrt der Vater von zwei Töchtern zusätzlich als Honorarprofessor an der Kunstakademie in Braunschweig.

A.B.: Was reizt Dich nach Stationen in Freiburg und Hannover an Bonn?

S.B.: Das Kunstmuseum reizt mich, weil es eines der architektonisch…

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