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Gespräche mit Galeristen · von Frank Frangenberg · S. 460 - 461
Gespräche mit Galeristen , 1998

GISELA CAPITAIN
Geld bringt Farbe

FRANK FRANGENBERG SPRACH MIT DER KÖLNER GALERISTIN

Eine Gruppe namhafter Kölner Bürger hat sich zusammengefunden um sich ein Sprachrohr zu geben. Selbstbewußt, wie dem wachsenden Anspruch der Hauptstadt gegenüber wachsam, soll eine Zeitung meinungsbildend die Kräfte des Rheinlands bündeln. So fingen bereits im 19. Jahrhundert rheinische Geschichten an.

Die Gruppe Kölner Galeristen, die ein Kunstmagazin lanciert, dessen zweite Nummer gerade erschienen ist, versetzt die Kunstgemeinde damit nicht in helle Aufregung. Die Galeristen haben sich den Titel für das von ihnen initiierte Magazin aus Martin Kippenbergers Buch „241 Bildtitel zum Ausleihen“ geliehen, Titelnummer CXXXIV: „Paradex“ S. 28, siehe weiter dort den Kommentar zum Titelvorschlag: „Zum Zelluloid: Meine Theorie: Nicht die Spannung macht das Geld (Vergnügen), sondern das Geld bringt die Farbe, die Spannung und die Kürze“.

Die Wahl des Magazinnamens mag man nun spitzfindig ausdeuten. Wer will aber den Galeristen die Notwendigkeit eines Kunstmagazins bestreiten, das drei- bis viermal jährlich kompetent über Ausstellungen im Rheinland berichtet? Die Kölner Presseorgane haben ihren Witz und Esprit leider ungleich nur auf ihre Sportredaktionen verteilt. Der Kulturteil bescheidet sich zumeist der Berichterstattung über die „feine Kunst“ jedwede Wertung zu nehmen.

„Paradex“ kommt nun daher in einer Mischung aus reflektierender Kunstbetrachtung und reinem Service, im Aufbau dem Schweizer „Parkett“ nicht unähnlich mit einem Essay, zwei oder drei Interviews mit international renommierten Künstlern und einem „View“ aus der Ferne auf die Szene einer anderen Stadt. Ein Insert in unbegrenzter Auflage liegt jedem Heft bei, auf Wolfgang Tillmans folgte in der zweiten Ausgabe Richard Prince. Es schließt sich…


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von Frank Frangenberg

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