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Monografien / Gespräche mit Künstlern · von Oliver Zybok · S. 198 - 207
Monografien / Gespräche mit Künstlern ,

Georges Adéagbo

Ich brauche einen Kopf, und es ist nur mein Kopf, der mir nützt.
Ein Gespräch mit Oliver Zybok

Georges Adéagbo wurde 1942 in Cotonou, der heutigen Republik Benin geboren. Er hat als Kind und junger Erwachsener das Land unter französischer Kolonialherrschaft erlebt und ist zum Studieren 1968 nach Frankreich gezogen. Mit dem Tod seines Vaters kehrte er in sein Heimatland zurück und fing an, alltägliche Dinge zu sammeln, sie in verschiedenen Konstellationen zu arrangieren. In diesen Momenten liegt der Beginn seiner künstlerischen Laufbahn. Adéagbo betont stets, keine Kunsthochschule besucht zu haben, frei zu sein von damit verbundenen vorgegebenen Sprachen über Kunst. Er ist also Autodidakt. Seine Installationen bestehen aus vielfältigen Objekten, Assemblagen, Collagen und Schriftbildern. Man findet Elemente aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten: Bücher, Holzskulpturen, T-Shirts, Schallplatten, Gläser, Flaschen, Fotografien, Werbeprospekte, Zeitungsausschnitte, Fotokopien, diverse Verpackungen usw. 1999 wurde Georges Adéagbo auf der Biennale in Venedig für seine vor Ort, für einen Tag geschaffene Installation auf dem Campo Arsenale ausgezeichnet. Er lebt und arbeitet in Hamburg und Cotonou.

Oliver Zybok: Bis vor kurzem war im KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst in Berlin Deine Ausstellung La lumière qui fait le bonheur..! zu sehen. Es ist Deine bisher umfangreichste Einzelpräsentation. Kann man bei der Schau von einem bisherigen Resümee sprechen?

Georges Adéagbo: Es war kein Überblick über mein bisheriges Schaffen, wenn Du mit Resümee das meinst. Vielmehr verschaffte die Ausstellung auf der einen Seiten einen tiefen Einblick in meine künstlerische Arbeitsweise, auf der anderen ist sie eine Rekonstruktion meiner Einzelausstellung Tout de…


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