Titel ,

Indonesien

Handiwirman Saputra, Syagini Ratna Wulan

Lost Verses
Kommissar*innen: Ricky Pesik & Diana Nazir, Indonesische Agentur Kreativwirtschaft
Kurator: Asmudjo Jono Irianto
Ort: Arsenale

Unter dem Titel Verlorene Verse zeigen Handiwirman Saputra (1975, Indonesien) und Syagini Ratna Wulan (1979, Indonesien) eine Gemeinschaftsarbeit über unser „Leben unter den Bedingungen der Globalisierung“. Der Raum ist gefüllt mit 178, in langen Reihen aufgestellten Glasvitrinen. Innen liegen Objekte, die laut Kurator auf das Wissen und die Wurzeln des indonesischen Volks referieren, darunter Medizin, Gefäße, Glasobjekte und andere kryptische Versatzstücke. Oben sind kurze Sätze in das Glas eingraviert, „All men must die“, darunter liegt ein goldener Fisch. Unter „What is belief“ liegen Messer und Gabel, unter „It is nowhere“ verwirren weiße Gipsabdrücke ineinander gelegter Hände. Dazwischen steht ein runder Tisch, der in der Rede als Ort von Verhandlungen bezeichnet wurde. Mitten drin thront ein unbenutzbares, manchmal rotierendes, kleines Holz-Riesenrad. Und daneben lädt ein Raucherzimmer mit bereitliegenden, indonesischen Zigaretten zu einer Pause ein. Es verweise auf Indonesien als größtem Tabakproduzenten. Rauchen sei weitverbreitet, üblich und billig, betont der Kurator, und das Raucherzimmer sei „der demokratische Raum schlechthin“. Am Ende des Parcours kommt man dann zu der „Erzählmaschine“, die uns einen Ausdruck unserer verschlungenen Wege durch dieses Labyrinth des Denkens ausspuckt, ein Dokument unseres Versuches, in all den Dingen einen Sinn zu finden und dabei nach den ,verlorenen Versen‘ zu suchen. (SBV)

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von Sabine B. Vogel

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