vorheriger
Artikel
nächster
Artikel
Kollaborationen · von Max Glauner · S. 300 - 307
Kollaborationen ,

Kollaborationen
Teil 10: lumbung-Ökonomien

Documenta fifteen-Nachlese. Kollaborative Wirtschaftsformen.

Die lumbung Gallery, initiiert von Beat Raeber, Martin Heller und Michael Oswald bietet alternative Distributions- und Wertschöpfungsmodelle für den Kunstmarkt.

Eine Gesprächsreihe von Max Glauner

In der zehnten Ausgabe der KUNST-FORUM-Reihe nehmen wir erneut einen Perspektivwechsel vor. Wir treten hinter die Kulissen der Kunstproduktion. Gesprächspartner sind der Zürcher Galerist Beat Raeber und der Berliner Jurist und Kulturmanager Martin Heller. Vor anderthalb Jahren, 2021, stellten sie zusammen mit dem Kommunikationsfachmann und Webdesigner Michael Oswald die Onlineplattform TheArtists ins Netz (www. theartists.net). Nein, ein Kollaborativ im emphatischen Sinn ist das sicher nicht.1 Nachdem Beat Raeber seine Zürcher Galerie RaebervonStenglin aufgegeben hatte, suchte er nach Alternativen zum gängigen Marktbetrieb. In Martin Heller und Michael Oswald fand er die Mitstreiter für ein Projekt, das Küstler*innen, die von keiner Galerie vertreten werden, einen ersten Auftritt und Erlös ermöglicht.

Dazu fragt TheArtists Kuratoren, Museumsleute, Künstler an, für einen begrenzten Zeitraum von bis zu 12 Monaten Künstler*innen vorzuschlagen, die sich auf der Website präsentieren können. Mittlerweile ist das Unternehmen als Verein eingetragen und wirtschaftet ohne öffentliche Förderung als Non-Pro-fit-Organisation. Neben dem Anliegen Auftrittsplattform und Sprungbrett in den Kunstbetrieb zu bieten, spielt eine transparente und kommunitäre Verteilung der Einnahmen eine zentrale Rolle. So erhält die Künstler*in aus dem Verkauf 65 %, 5 % davon gehen an die Kolleg*innen, die restlichen 35 % zur Kostendeckung in den Verein.2

Nachdem Arbeitsgruppen im Vorfeld der documenta fifteen lange über mögliche Distributionsformen der documenta-Arbeiten diskutiert hatten, war es einer Zufallsbegegnung zu verdanken, dass TheArtists von der künstlerischen Leitung kurzfristig eingeladen wurde,…

Weiterlesen?

Der Artikel ist aus dem aktuellen Band und somit nur für Abonnent*innen zugänglich. Erstellen Sie Ihren Zugang und lesen Sie sofort weiter:

Probelesen

  • 1 Ausgabe bequem nach Hause geliefert + E-Paper inklusive
  • 30 Tage Digitalzugang: Alle seit 1973 erschienenen Ausgaben, Texte, Bilder, Personen, Institutionen, Ausstellungen...
  • Ersparnis über 30%

19,90 €