Monografie , 1975

KP Brehmer

KP Brehmer

Die hier abgebildeten Arbeiten entstanden während meiner Lehrtätigkeit an der Kunstschule in Hamburg in den Jahren 1971-74. Mit ihnen versuche ich Be-Deutungen bildnerischer Materialien zu deuten. (… will sich der Künstler an der gesellschaftsbezogenen Arbeit beteiligen, so muß er seine Werkzeuge und Materialien auf ihre Tauglichkeit untersuchen. Um sich verständlich zu machen, muß die Kluft zwischen der Kunst und dem ‚Trivialen‘ überwunden werden. Der Versuch Codierungen des Trivialen in die ‚Hohe Kunst‘ einzuführen, um der gesellschaftlichen Wirklichkeit näher zu sein, könnte ein erster Schritt sein.)
(Brehmer, aus ‚Kunst und Politik‘)

Die Farbengeographie ist eine Arbeitsreihe, begonnen 1969, die inzwischen 12 Bildtafeln umfaßt. (Farbe erscheint nur als Farbe, wenn sie die Farbe von etwas ist, das heißt in dem Maße, als sich etwas selbst als Farbe zeigt. In diesem Sinne sagen wir himmelblau, apfelgrün, blutrot. Himmel tritt hier nicht als Himmel in Erscheinung, sondern als blau. Was ist blau am Himmel? Seine Farbe. Doch Farbe ist nicht am Himmel, wie Wolken am Himmel sind. Farbe gehört nicht zum Himmel als ein Stück davon. Deshalb kann das Blau im Himmel die Farbe der Wand sein, wenn wir sagen, die Wand ist himmelblau. In gewisser Weise muß Blau zum Himmel gehören, um Himmel als blau zu erfahren, doch Blau muß auch vom Himmel losgelöst sein, damit die Wand als Wand erfahren werden kann…) (Rene Denizot, aus ‚Text für eine Malerei-Ausstellung‘, Paris/M. Gladbach 1973)

Ich bin der Ansicht, daß der einzige Fortschritt der Kunst der ist, die ganze Intensität vom ICH auf das WIR…

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