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Magazin: Publikationen · S. 353 - 353
Magazin: Publikationen , 1989

Kultur Macht Politik

Wie mit der Kultur Stadt/Staat zu machen ist
Hg. von A.R.T (Agentur für Recherche und Text)

Die Kunst der letzten 10 Jahre hat sich eindeutig dem breiten Publikum geöffnet, es geradezu gesucht. Nicht nur in den Techniken der Selbstdarstellung, auch in ihren Thematiken ist eine Reflektion aufs Soziale unübersehbar, wie die „d8“ 1987 zeigte. Doch wie sieht es mit der anderen Seite aus? Hat der Kunst-Boom, der unbestreitbar die Museen füllt und den kulturellen Großveranstaltungen aller Art volle Häuser bringt, ein sinnvolles Echo bei den Politikern gefunden? Zweifellos ist Kultur zum Wirtschaftsfaktor geworden. Aber ist dies bereits ein Konzept für Kulturpolitik? Welche Substanz hat die Konjunktur der Kultur?

Das Kölner Journalistenbüro A.R.T. versucht, einige Rahmenbedingungen für ein „kunstfreundliches“ Klima anzusprechen. Nach Meinung der Herausgeber können diese Rahmenbedingungen nur im sozialen Umfeld der Kunstproduktion liegen. Daher steht dieses im ersten Teil des Buches im

Vordergrund und ist auf einen Bezugspunkt konzentriert: die Stadt. Dies macht Sinn, denn erstens sind es in der BRD noch immer die Kommunen, die den Hauptanteil an der Kulturpolitik tragen; andererseits reagieren aber gerade sie auf ihre aktuelle Sinn- und Zukunftskrise mit heftigen ideologischen, finanziellen und verwaltungstechnischen Eingriffen. Am Beispiel der Stadt ist also Kulturpolitik in ihrer aktuellen Brisanz deutlich darstellbar.

Unter derartigem Blickwinkel werden ansonsten so langweilige Themen wie etwa das Problem der Gemeindefinanzierung zu spannenden Reißern, wie Wolfgang Pohl mit dem Untertitel seines diesbezüglichen Beitrags schon klar macht: „Den letzten beißen die Hunde“. Eher globale historiografische Beschreibungen zur Stadtentwicklung, quasi eine Typologie der städtischen Ikonografie (Helmut Böhme),…

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