Heinz-Norbert Jocks
Leben auf dem Friedhof der Dinge
Über die Sammler und das Sammeln
Für Klaus W. Kerscht & Rudolf Heinz
„Sammelt euch nicht Schätze auf der Erde, wo Motten und Würmer sie zerstören und wo Diebe einbrechen und sie stehlen, sondern sammelt euch Schätze im Himmel, wo keine Motten und Würmer sie zerstören und keine Diebe einbrechen und sie stehlen.
Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“
(Neues Testament: Mt 6,19f.; vgl. Lk 12,33f.)
„Das Zeitalter der Elektrizität liegt ebenso weit hinter uns wie die Steinzeit.
Wir befinden uns im Zeitalter der Macht, der puren Macht.
Jetzt geht es um Himmel und Hölle, ein Zwischending ist nicht mehr möglich.
Und alle Anzeichen sprechen dafür, dass wir die Hölle wählen werden.“
(Henry Miller aus „Vom großen Aufstand“)
Nach meiner ersten China-Reise vor inzwischen vier Jahren und nach stundenlangen Gesprächen mit Sammlern beider Kontinente dachte ich, es wäre nun endlich einmal an der Zeit, dem komplexen Phänomen des Sammelns sowie der facettenreichen Figur des Sammlers wenigstens versuchsweise auf den Grund zu gehen. Nicht nur, weil der Wunsch, etwas völlig Nutzloses in Überfluss zu besitzen und um sich zu scharen, demjenigen arg fremd erscheinen muss, der einst vom befreiten Leben in großen leeren Räumen mit nur einem Gemälde an der Wand und wenig Möbeln um sich herum träumte, damit er zu jeder Zeit das zu eng und langweilig gewordene Feld räumen und anderswo seine Zelte aufschlagen kann, sondern auch angesichts der mittlerweile zu mehr Wichtigkeit und Popularität gelangten, mit dem Feuilleton mächtig konkurrierenden, es zunehmend fast in den…
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