Ausstellungen: Aachen · von Andreas Denk · S. 418
Ausstellungen: Aachen , 1998

Andreas Denk

Mengenbüro

Raphael Danke + Tobias Danke, Arbeitsgemeinschaft für Architektur und Produkt, Thomas Locher, Jason Meadows, Regina Möller, Pentti Monkkonen, Franz West, Johannes Wohnseifer

Neuer Aachener Kunstverein, Aachen

22. August – 27. September 1998

Zum zweiten Mal hat der Aachener Kunstverein Aachener Künstler der jüngeren Generation dazu eingeladen, eine Gruppenausstellung mit Künstlern ihrer Wahl zu konzipieren. In diesem Jahr fiel die Wahl auf Tobias Danke (*1970), der an der Academie Beeldende Kunsten in Maastricht studierte, und Raphael Danke (*1972), der derzeit Student an der Akademie Berlin-Weißensee ist.

Die Idee für die mengenbüro betitelte Ausstellungssituation geht davon aus, Installationen und Fotografien in einer Präsentation zusammenzufassen, die Konstruktionen oder Formen sind, die der Aktion und der Erfahrung des Betrachters „Raum“ geben: mengenbüro, so die Künstler, „ist die Konstruktion eines Modells zur Kommunikation [Bildbetrachtung] unter Berücksichtigung der formalen und inhaltlichen Aufladung der Umgebung. Bilder [Fotografien] zeigen Formen von räumlichen Konstruktionen und Schnittstellen aus theoretischer Konzeption und realer Konstruktion.“

Die Kommunikationsvorgänge, unter denen die Dankes sowohl die Interaktion von Besuchern und Kunstwerken wie auch eine „Kommunikation“ der Kunstwerke untereinander verstehen, erzeugen interaktive Bereiche, die im mengenbüro als „Raumblöcke“ dargestellt werden.

Deren Elemente sollen der Alltagswelt entnommen sein, da die jeweilige Beschaffenheit der Situation Progression und Regression von Kommunikation wesentlich beeinflusse. Dabei lassen sich unterschiedliche Raumsituationen als „Raumblöcke“ manifestieren: In jeder Situation können die Kommunikationsteilnehmer, also Künstler, Besucher und Kunstwerke (von den Dankes als „Mengen“ bezeichnet) auf unterschiedliche Art interagieren. Mehrere dieser mengenbüros ergeben schließlich das große mengenbüro.

Diesen kompliziert formulierten Überbau haben die Dankes in ein simples graphisches Schema übertragen, daß die…

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