Nachrichtenforum: Messen & Märkte · S. 18
Nachrichtenforum: Messen & Märkte , 2011

Wegen der geografischen Lage Wiens hat die Viennafair (12.-15. Mai 2011) seit ihrer Gründung ihren programmatischen Schwerpunkt auf Mittel- und Osteuropa gelegt. Mit 124 Teilnehmern, davon 49 aus Österreich, ist diese Kunstmesse im siebten Jahr ihres Bestehens zur führenden Kunstmesse des Landes avanciert. Verantwortlich für die Leitung ist ein Team mit Hedwig Saxenhuber, Eckart Nussbaumer und Georg Schöllhammer. Neu ist in diesem Jahr eine offene Zone für Vereine und Initiativen aus dem CEE-Raum (CEE=Central and Eastern Europe). Die Initiativen können in diesem Bereich Projekte und Einzelschauen präsentieren. Auch sonst will die Viennafair „neue Kooperationen zwischen Galerien und Institutionen“ fördern, wie Matthias Limbeck, themenverantwortlicher Geschäftsführer beim Veranstalter „Reed Exhibitions“, betonte. Ebenfalls neu ist eine Ausweitung des geografischen Schwerpunktraums auch auf Teilnehmer aus außereuropäischen Regionen. Drei Kuratoren der jungen Szene wählen Galerien aus Indien und anderen asiatischen Ländern, Südamerika und Nordafrika aus. Um all diese Neuausrichtungen logistisch besser umzusetzen, entwickelt der Architekt Johannes Porsch ein neues, flexibles Standssystem, „das die Kunstmesse als urbanes System definiert“ (Pressetext).Presseberichten zufolge erwies sich im Januar 2011 die Online-Messe Vip Art Fair (Vip = Viewing in private) als Flop. Technische Probleme verhinderten rasches Einloggen und bequemes Kommunizieren über eine Live-Chat-Funktion. Dem Vernehmen nach wurde auch wenig verkauft.

Carlos Urroz, neuer Direktor der ARCO Madrid, reduzierte in diesem Jahr das Messeprogramm mit drastischen Einschnitten. Den Parcours konzentrierte er auf zwei Hallen statt wie bisher auf drei; und damit beschnitt er vor allem das in den vergangenen Jahren arg aufgeblähte Rahmenprogramm. Selbst beim traditionellen Länderschwerpunkt waren diesmal nur acht Galerien…

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