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Titel: Video-Special · S. 179 - 179
Titel: Video-Special , 1989

Museum für Gegenwartskunst Basel
Neues Video aus der BRD

27.10.-10.11.1987, Basel 1987,42 S., 7,5 Sfr.
(Bezug über Museum f. Gegenwartskunst, St.Alban-Rheinweg 60, Basel)

Die Verbreitung des Wissens über die Entwicklungen der Arbeit mit Video in einzelnen Ländern erfolgt in der Regel über die jährlich oder als Biennalen stattfindenden internationalen Festivals. Bei aller Informationsdichte, die diesen eignet, ist jedoch eine Schwäche unübersehbar: man sieht jeweils nur aktuelle Produktionen, die sich zudem nicht einer thematischen Strukturierung eingliedern. Die gliedernden Überblicke und analysierenden Darstellungen über einige Jahre nationaler Videoproduktion sind auch heute noch eine Seltenheit.

Um so unverständlicher ist die Tatsache, daß die wenigen Veranstaltungen dieser Art nicht einmal auf großes Interesse stoßen. So ist die Präsentation deutscher Videokunst der 80er Jahre, die Dieter Daniels für das Baseler Museum für Gegenwartskunst erstellte, nur wenig beachtet worden, obwohl sie ein wichtiges Gegenstück zum Videokunst-Programm der Goethe-Institute darstellt, und deshalb ist der Katalog auch heute noch eine wichtige zu entdeckende Publikation. Entgegen der ganz auf Personen abgestellten Präsentation der staatlichen Kulturinstitute gruppiert Daniels die Produktion nach Verfahrensweisen, für die er jeweils typische Bänder auswählt. Nach einem „historischen Einstieg“ folgen die Themen „Video und Fernsehen – zwischen Kritik und Affirmation“, „Die ästhetischen Möglichkeiten von Video“, „Der Charme der Einfachheit“, „Die Macht des Mediums als Gegenstand der Analyse“ und schließt mit dem Modethema „Narration, Fiktion, Simulation“. In seinem einführenden Text erläutert Daniels die von ihm vorgeschlagenen Themen und schafft damit einen vertieften Einblick in das bundesdeutsche Geschehen, der eine gute Voraussetzung zur Diskussion bietet. Die einführenden Texte der Schweizer Autoren…


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