Titel: Outside USA · S. 201
Titel: Outside USA , 1991

Aussenseiter, Artbrutisten, Autodidakten und Amateure, Volkskünstler, Visionäre, Vergessene und Verrückte: 25 Porträts

Raymond Coins

* 1904, PATRICK COUNTY, VIRGINIA, LEBT IN NORTH CAROLINA

Raymond Coins begann vor ungefähr zwanzig Jahren mit dem Behauen und Formen von einheimischen Geröllsteinen, nachdem er sich aus dem Arbeitsleben im Tabakanbau am Rande der Appalachen in North Carolina zurückgezogen hatte. Er formte und glättete die grünen Steine mit Axt, Meißel und Säge zu eindrucksvollen abgerundeten Figuren. Was als Hobby begann, wurde zu einer wahren Leidenschaft. „Es hat mich so fasziniert, ich mußte einfach arbeiten“, erklärt der Künstler in einem Interview. „Ich konnte nicht stillsitzen, bis ich endlich anfing. Frühmorgens stand ich auf und begann mit der Arbeit, und eh ich mich’s versah, war es schon wieder dunkel.“ Seine bevorzugten Sujets sind Engel, Schildkröten, Frösche, Bären, Fische und menschliche Büsten. Coins‘ letzte Arbeit ist eine Reihe von Flachreliefs, in denen er Träume darstellt, die er zum Teil in seiner Kindheit gehabt hat. „Es kommt mir einfach so in den Sinn, was ich machen könnte. Ich drehe und wende den Stein hin und her und sehe, was sich daraus machen läßt. Dann plötzlich kommt die Idee. Es ist mir ein Rätsel und erfüllt mich mit Staunen.“ American Primitive Gallery, New York

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