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Ausstellungen: Düsseldorf · S. 258 - 259
Ausstellungen: Düsseldorf , 1989

Heinz-Norbert Jocks
Rückblick nach vorn

Kunstmuseum, 25.9.-20.11.1988

Im Jahr des 700jährigen Stadtjubiläums feiert das von Hans Albert Peters seit Juli 1976 geleitete Kunstmuseum im Ehrenhof, das 1913 als Zentralmuseum, bestehend aus Gemäldesammlung des Galerievereins und dem Hetjen-Museum, gegründet wurde, seinen 75. Geburtstag. Grund genug, Rechenschaft über den aktuellen Stand der Sammlung abzulegen, einen „Rückblick nach vom“ in Form einer großen Ausstellung zu wagen, die die schwierige Museumsarbeit in Bezug auf die Erwerbungen, insbesondere der letzten zwanzig Jahre, illustriert. Verwiesen wird vor allem auf das, was nach 1945 in der Kunstszene geschah, auf den Gesamtbestand an aktueller und Gegenwartskunst seit Deutschem Tachismus, „Neuem Realismus“ in Frankreich und Italien, wobei ein besonderer Akzent auf die plastische Präsentation jener ruhmreichen Jahre gesetzt wird, die die „Stadt der Künstler“ der von Piene, Mack und Uecker am Ende der 50er Jahre gegründeten Gruppe ZERO verdankt. Der informative Wert der interessanten Ausstellung liegt unter anderem im passionierten Engagement für die aus dem unmittelbaren Umfeld der Akademie hervorgegangenen Stile, Richtungen, Tendenzen und Einzelpersönlichkeiten, unter ihnen Joseph Beuys, der in Düsseldorf lange Zeit sträflich vernachlässigte. So gesehen übernimmt die breitgefächerte Ausstellung, die einen Blick auf zeitgenössische Kunst, auf die alte und neue Glassammlung, auf das Design des 20. Jahrhunderts, auf die Graphische Sammlung und auf die Düsseldorfer Malerschule des 19. Jahrhunderts wirft, einen wichtigen Teil der in dieser Stadt dürftigen Öffentlichkeitsarbeit, insofern auch Arbeiten solcher Künstler gezeigt werden, die sich erst in den letzten Jahren einen Namen gemacht haben, darunter Bodomir Ecker, Milan Kunc, Tina Juretzek, Bernd Lohaus, Leiko Ikemura,…


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