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Titel: Quo Vadis Biennale? - V. Aktuell: Berlin – Marseille – Riga – Venedig · von Sabine B. Vogel · S. 228 - 235
Titel: Quo Vadis Biennale? - V. Aktuell: Berlin – Marseille – Riga – Venedig ,
Titel: Quo Vadis Biennale? - V. Aktuell: Berlin – Marseille – Riga – Venedig

Schlüsselmomente der Biennale Venedig

Eine Ausstellung über die 125-jährige Geschichte
von Sabine B. Vogel

Eine lange Schlange steht vor den Toren des Biennale-Geländes in Venedig. Es ist das Wochenende, wo die Architektur Biennale eröffnen sollte. Aufgrund der Pandemie Covid-19 musste das Großereignis auf 2021 verschoben werden – worauf wartet jetzt das fast ausschließlich italienische Publikum? „Le Muse Inquiete. When La Biennale Di Venezia meets history“ heißt die Ausstellung, die hier bis Anfang Dezember im Zentralen Pavillon stattfindet (29.09. – 08.12.2020). Hinter dem kryptischen Ausstellungstitel verbirgt sich ein großartiges Konzept. Denn erstmals in der Geschichte der Biennale Venedig kommen für gut drei Monate die sechs Biennale-Sparten zusammen: Architektur, Film, Kunst, Musik, Tanz, Theater – im Titel metaphorisch ,Musen‘ genannt.

Der im Januar neu berufene, in Venedig geborene, als Filmproduzent bekannte Biennale-Direktor Roberto Cicutto lud die künstlerischen Leiter*innen ein, unter dem Vorsitz von Cecilia Alemani (Kunst) eine geschichtliche Ausstellung über die 125-jährige Geschichte von La Biennale Di Venezia zusammenzustellen – was übrigens der Name der Dachorganisation ist, und nicht der Kunst-Sparte, die irrtümlich so genannt wird. Für ihre „Reise durch die Archive“, wie es in dem kleinen Ausstellungsführer heißt, greifen sie dabei „Schlüsselmomente“ heraus: Kriege, Unruhen, Generationskonflikte im 20. Jahrhundert, die die Biennale Venedig prägten und veränderten. Im Ausstellungsparcours durch 13 Räume sind Fotografien, Filme, Plakate und wenige Kunstwerke ausgestellt, darüber schallen Musiksequenzen.

Die Mengen von Briefen und Zeitungsausschnitten sind ausschließlich in italienischer Sprache, aber auch ohne Übersetzungen lässt sich die wechselvolle Geschichte verstehen. Das beginnt im großen Kuppelsaal gleich eingangs mit historischen Filmszenen: Da marschieren…

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