Ausstellungen: Berlin · S. 330
Ausstellungen: Berlin , 1989

Thomas Wulffen

Supervision

Knut Bayer, Maria Eichhorn, Christoph Hildebrand

Galerie Vincenz Sala, 27.5.-24.6.89

Die Ausstellung ist auch eine Art Selbsthilfe, denn die Berliner Kunstlandschaft tut sich schwer mit aktueller Kunst, sei sie nun aus Westdeutschland oder der Stadt selbst. Ausnahmen, wie das Künstlerhaus Bethanien, bestätigen die Regel. Besonders auf der institutionellen Schiene, hiesse, die nun Berlinische Galerie, Kunstverein oder Kunsthalle, tut sich wenig oder garnichts. Es scheint als haben die zuständigen Herren und Damen die Gegenwart schon hinter sich oder als sei Aktualität in ihren Augen nur eine andere Art Vergangenheit. Dieses Missverständnis wiegt umso schwerer, weil sich in Berlin eine neue Künstlergeneration zu etablieren beginnt, die auf einem für die Stadt ungewohnten Hintergrund arbeitet. Ohne diesen begrifflich fixieren zu wollen, lässt er sich im weitestgehenden Sinne als konzeptuell begreifen. Dieser Hintergrund nimmt die Erfahrungen auf, die sowohl durch die Arbeit des Büro Berlins und ihr nahestehender Künstler vermittelt wurden als auch die Möglichkeiten neuerer Kunst, wie sich im Umfeld des Begriffpaares ‚Realkunst-Realitätskünste‘ entwickelten.

Die Galerie Vincenz Sala gehört zu den wenigen profilierten off-the-road Galerien in Berlin. Dort hat Marius Babias den Versuch unternommen, drei aktuelle Künstler innerhalb der erwähnten neuen Generation in einer Argumentationskette verbunden vorzustellen: Knut Bayer, Christoph Hildebrand und Maria Eichhorn. Gemeinsamer Ausgangspunkt ist ‚Die Beaufsichtigung des Materials‘, verstanden als Transposition und Übersetzung entauratisierter Komplexe in und zu auratischen Werken und dessen Umkehrung. Der Aufbau der Ausstellung versucht dabei eine komplexer werdende Entwicklung aufzuzeigen. Der erste Raum wird bestimmt von drei malerisch geprägten Arbeiten, wobei sich vor allem die Arbeit von Christoph…

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