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Kunstforum-Gespräche · von Heinz-Norbert Jocks · S. 308 - 311
Kunstforum-Gespräche ,

Über die physische Präsenz

Kathrin Bentele, die neue Direktorin des Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen in Düsseldorf
im Gespräch mit Heinz-Norbert Jocks

Seit dem 1. Oktober ist die 35-jährige Schweizerin Kathrin Bentele als Nachfolgerin von Eva Birkenstock die neue Direktorin des Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen. 2018 war Bentele als Curatorial Fellow im Artists Space, New York tätig, und seit 2019 als Assistenzkuratorin an den KW Institute for Contemporary Art in Berlin.

In dem Gespräch mit Heinz-Norbert Jocks gibt sie Einblick in ihr Kunstverständnis.

Heinz-Norbert Jocks: Was reizt Sie an der Arbeit als Direktorin des Kunstvereins?

Kathrin Bentele: In Düsseldorf und der Rheinregion gibt es eine lange Kunsttradition und viel gewachsenes Wissen über Kunst, zudem geht eine neue Künstler*innengeneration aus der Akademie hervor. Der Kunstverein ist von seinem Programm her sehr international ausgerichtet, hat aber auch immer die lokale Anknüpfung gesucht. Ich verstehe die kuratorische Arbeit nicht nur als eine intellektuelle und konzeptuelle, sondern auch als eine materielle derart, dass sie sich in der engen Auseinandersetzung mit der Architektur, der Infrastruktur und den lokalen Ressourcen vor Ort entwickelt und Kooperationen impliziert. Mit meinem Programm möchte ich auch an bereits in der Stadt bestehende Initiativen anknüpfen.

Warum sind Kunstvereine nach wie vor von großer Bedeutung?

Von einem bürgerschaftlichen Engagement und demokratischen Gedanken getragen, sind sie Orte des Experimentierens, die Kunst als ein öffentliches und debattierbares Gut begreifen und jungen Positionen zur Sichtbarkeit verhelfen. Gerade in der gegenwärtig fragilen Zeit gesellschaftlicher Polarisierung und der durch Covid-19 ausgelösten Krise ist es wichtig, Positionen zu…


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von Heinz-Norbert Jocks

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