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Magazin: Messen & Märkte · S. 407 - 408
Magazin: Messen & Märkte , 1991

Ungewisse Zukunft

KUNSTMESSE »ART FRANKFURT« IM UMBRUCH

VON KARLHEINZ SCHMID

Mögen die Verantwortlichen der Messe Frankfurt, die die Kunstmesse Frankfurt GmbH übernehmen wird, noch so oft und noch so eindringlich behaupten, daß es eine vierte „Art Frankfurt“ geben wird: Was derzeit völlig offen ist, nämlich die künftige Konzeption, läßt sich nicht herunterspielen. Nach der Kündigung von Anita Kaegi, die – möglicherweise auf Anordnung – bis zuletzt ihre Verhandlungsbereitschaft signalisierte, als ihre Kündigung schon längst geschrieben war, tauchen Fragen auf, die für die Szene keine mehr sind. Freilich gab es in den ersten Jahren der zunächst umstrittenen Frankfurter Kunstmesse heftige Attacken gegen das Auswahlverfahren, souverän von Anita Kaegi im Alleingang praktiziert. Gewiß wurde Kritik laut, wenn dabei eine bekannte Galerie auf der Strecke blieb, mithin nicht zugelassen wurde. Doch grundsätzlich mochte niemand Kritik üben – zumal die einst in Basel tätige Messe-Chefin von „Art Frankfurt“ zu „Art Frankfurt“ deutlichere Zeichen setzte. Dabei war ihre Vorliebe für die junge, noch nicht etablierte Kunst kaum zu übersehen; dabei herrschte dann – wie auf der vergangenen „Art Frankfurt“ – mitunter auch ein Mangel in Sachen Klassischer Moderne oder herausragender Kunst zeitgenössischer Herkunft. Jedenfalls schien kein Handlungsbedarf in bezug auf eine Jury zu bestehen, die künftig die Auswahl der teilnehmenden Galerien trifft.

Gleichwohl werden hinter den Frankfurter Messe-Kulissen fleißig Namen gesammelt: Von Jean-Christophe Amman über Klaus Gallwitz bis zu Peter Weiermair reicht die Liste der Frankfurter Star-Vermittler, die nun im Team entscheiden sollen, was bislang Aufgabe der Geschäftsführerin war. Daß der Nachruf auf Anita Kaegi positiv ausfiel, stellt die…

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