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Titel: Kunst und Sport · von Verena Kuni · S. 68 - 67
Titel: Kunst und Sport , 2004

VERENA KUNI
WELLNESS, ALS HOHE KUNST BETRACHTET

Die wenigsten werden Widerspruch gegen die Behauptung einlegen wollen, dass die Beschäftigung mit Kunst – und namentlich der zeitgenössischen – eine überaus wohltuende Angelegenheit ist. Was keineswegs bedeutet, gegen Karl Valentins gern zitierte Sentenz, Kunst sei schön, mache aber viel Arbeit, Widerspruch einlegen zu wollen – ganz im Gegenteil. Vielmehr wäre zu betonen, dass dies keineswegs allein für deren ProduzentInnen gilt, sondern gut und gerne auch für die Rezeption in Anspruch genommen werden darf. Aber – um ein dem Thema dieses Bandes angemessenes Bild zu wählen – verhält es sich mit dieser Art der Arbeit gerade für letzteren Personenkreis nicht ganz ähnlich wie mit dem „Work Out“ in einem Sportstudio? Handelt es sich nicht auch hier um Mühen, die man nicht nur freiwillig auf sich nimmt, sondern für die man – so man nicht zum professionellen Trainingspersonal gehört – auch zu bezahlen bereit ist?

Gleichwohl, so wäre einzuwenden, hat dieser Sportsgeist mit physischer Bewegung wenig zu tun – es sei denn im Sinne der Pfallerschen „Interpassivität“1: Selbst Kunst, die sich unmittelbar mit dem Thema Sport beschäftigt, verlangt ihrem Publikum doch in den seltensten Fällen körperliche Anstrengungen – sondern wohl vielmehr geistige Bemühungen ab, die dann idealerweise zur Kräftigung der mentalen Muskulatur, wenn nicht allein zu schnödem hedonistischen Genuss und auf diesem Wege eben zu einer Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens führen mögen. Wie schön, wenn Matthew Barney im Aufzugschacht des Chrysler-Buildings um sein künstlerisches Seelenheil klettert oder sportlich durch Frank Lloyd Wrights sich in der Tat in Richtung eines großen Geistigen schraubende Guggenheimspirale schwingt – während wir uns selbst höchst bequem im Kinosessel räkeln können.

So weit, so sicherlich richtig. In groben Zügen jedenfalls. Wer wollte schon Großausstellungsbesuche zum Volkssport erklären, nur weil sich mehr oder weniger regelmäßig ganze Massen in Bewegung setzen, um dem einen oder anderen Kunstereignis beizuwohnen – wie etwa jene, die sich diesen Sommer bei schweißtreibenden Temperaturen, in der jede Bewegung zur Tortur werden konnte, zur Biennale-Eröffnung in den Giardini tummelten. Auch wenn’s die Wadenmuskeln stählt und sich etliche Blasen an den Füßen geholt haben werden: Mit einem ordentlichen Marathonlauf lässt sich diese Art von Mobilität kaum vergleichen – eher schon mit einem Pilgerzug, sieht man einmal von der Bußfertigkeit ab, welche die TeilnehmerInnen des letzteren auszeichnen sollte.

Allerdings, und damit zurück ins Umfeld der Fitness-Studios und ihrer AnhängerInnen: Das sportliche Training im eigentlichen Sinne mag das eine sein. Im Trend liegt jedoch etwas anderes, das genau das Richtige für den arbeitsamen, gebildeten, leider aber immer öfter leicht oder gar schwer gestressten modernen Menschen zu sein scheint und ihm eben zu einem ganzheitlichen, Körper und Geist gleichermaßen umfassenden Wohlbefinden zu verhelfen verspricht: Wellness.

Doch was hat Wellness, vom erwünschten Effekt einmal abgesehen, nun ihrerseits mit Kunst zu tun? Dem World Wide Web als probatem Ratgeber in Sachen Alltagstrends fällt es – wer hätte anderes erwartet – selbstredend denkbar leicht, die beiden Begriffe miteinander zu verknüpfen. Die „ungefähr 137.000 Suchergebnisse“, die bei einem schlichten Schlagworteintrag vom gängigen Google-Maschinchen ausgeworfen werden, mögen sich zwar mehrheitlich einem extrem „erweiterten“ Kunstbegriff verdanken. Schließlich ist die „Erholung der neuen Art“2, hinter der therapeutisch begleitete Malkurse in bukolischem Ambiente stehen, im Grunde weder neu – noch werden sich die künstlerischen Ergebnisse mit denen professionell auf diesem Feld tätiger Zeitgenossen messen wollen. Andere Funde wiederum regen immerhin auch ohne Entrichtung einer Kursgebühr die kunsthistorisch vorgebildete Phantasie gehörig an. Im Februar 2003, kann man erfahren, ist auf der Insel Usedom ein internationaler Wellnesskongress durchgeführt worden, und dieser knüpfte an den ‚1. Europäischen Kongress für Thalassotherapie 2002 in Rostock/Warnemünde‘ an. „Wellness ist kein kurzfristiger Mode- und Reisetrend, sondern spiegelt das Freizeitverhalten und neue Urlaubsmotive der Menschen.“ Böte sich hier zudem ein geeignetes Motiv für Kunst? Caspar David Friedrichs einsamer Mönch am Meer – würde er bei einem heutigen Kleist vielleicht eher profane Gedanken wecken, etwa an den von rasanten Berg- und Talfahrten diverser Börsenticker gebeutelten Banker als Kurgast in der Thalassotherapie? Wirklich weiter in der Beantwortung der eingangs gestellten Frage führen solche ausschweifenden Assoziationen allerdings nicht.

Nichts desto weniger hat auch die Kunstkritik den neuen Trend bereits für sich entdeckt. So titelte in diesem Sommer das Feuilleton der ‚TAZ‘ die Besprechung einer Ausstellung von Arbeiten Gottfried Graubners schwungvoll „Wellness-Kunst“ – um selbiger allerdings eine wenig wohlwollende Betrachtung zu vergönnen. Immerhin, so resümiert der Kommentar, blieben angesichts der gut gepolsterten Farbkissen des Düsseldorfers und Hamburger Kunstprofessors, jenen Menschen, die sich von „neuer Kunst vor den Kopf gestoßen“ fühlten, „größere Blessuren erspart“ – „selbst in der Wellnesslandschaft einer internationalen Hotelkette würde Graubners Farblicht niemanden verstören.“3 Ob „neue Kunst“ nun zwangsläufig an Qualität gewinnt, wenn sie verstört oder ob sie gar – um noch einmal zu Kleist und Friedrich zurückzukehren – dem Betrachter das Gefühl vermitteln muss, ihm seien die Augenlider weggeschnitten worden, steht sicher ebenso noch einmal auf einem anderen Blatt wie die Frage, ob die zitierten Zeilen dem Werk des Malers so ganz gerecht werden.

Es kann schließlich nicht jeder Madonnen aus Elefantendung collagieren, Francisco Goyas ‚Desastres‘ (1810-15) kolorieren oder Haifische halbieren, auf dass Puls und Herz der gelangweilten Gemeinde mal wieder ein wenig höher schlagen – wobei, a propos, sollte es ein Zufall sein, wenn Damien Hirst in jüngster Zeit besonders gern seinen Klassiker ‚Pharmacy‘ (seit 1992)4, also bildschön präsentierte Pillen in diversen Neu- und Wiederauflagen zeigt? Zwar mögen schnöde synthetische Drogen, wie sie der Brite in seiner Apotheke versammelt, bei den mehr zu Bachblüten und Weleda-Produkten neigenden AnhängerInnen wahrer Wellness-Kultur wenig Beifall finden. Aber wer behauptet denn, dass sie eingenommen werden wollen? Ist es nicht vielmehr die Betrachtung, in der ein Werk der Kunst seinen Nährwert gewinnt? Nur dieser werden die bei Einnahme mutmaßlich brachiale Wirkung entfaltenden Stoffe zugänglich gemacht. Den Sinnen weitaus näher kommt hingegen der Honig – immerhin eines der ältesten Naturheilmittel der Welt – den Hirst in offenen Schalen darbietet. Warum also nicht seinen wohltätigen Duft genießen, vielleicht sogar in Erinnerungen an den großen deutschen Kollegen des Briten schwelgen, der seinerzeit auf der documenta 6 das heilsame Naturprodukt durch die hehren Hallen des Museum Fridericianum pumpte, um das Denken in Fluss zu bringen?5 Anders als Joseph Beuys, der sich bestens auf die Homöopathie verstand, mag Hirst mit alternativen Heilmethoden wenig am Hut haben. Dennoch lässt sich eigentlich erstaunlich leicht davon absehen, dass sein Honig keine Sympathiebekundung für das Wesen der Bienen ist, sondern statt dessen Fliegen locken soll, damit diese den Tod im ‚Inscet-o-Cutor‘ finden – zumal in einem Museum, in dessen wohlklimatisierten Räumen derlei Getier ohnehin nichts zu suchen hat. Und sollte doch einmal ein Insekt in die ewigen Jagdgründe geschickt werden, kann man immerhin noch über den gottgegebenen Kreislauf von Werden und Vergehen meditieren – ganz im Sinne des Künstlers übrigens, der die kühle Insektenfalle gern mit dem allen Kreaturen gleichermaßen Leben spendenden und Leben nehmenden Schöpfer vergleicht.6 Also am Ende doch eine Schule für die Sinne, wenn man es nur so sehen will.

Ist der Blick jedenfalls erst einmal vom Wellness-Trend affiziert, dann interpretiert es sich schon bald ganz ungeniert – und nimmt man gar ein gängiges Lexikon zum Thema bei der Hand, so eröffnen sich selbst auf bereits bekannte Arbeiten neue, wortwörtlich wohltuende Perspektiven. Man muss sich dabei nicht einmal aufs Projizieren verlegen – wiewohl die Versuchung stets verführerisch winkt, beispielsweise angesichts einer neuerdings ebenfalls hochmodisch unter den so genannten Wellness-Sportarten subsumierten, nichts desto weniger aber für ihre entspannende Wirkung altbekannten Freizeit-Fortbewegungsart wie dem Wandern. Waren da nicht Künstler wie Richard Long und vor allem natürlich Hamish Fulton schon vor mehr als dreißig Jahren echte Vorreiter – „Trendsetter“ avant la lettre sozusagen? „Lassen Sie sich mal so richtig laufen“, wenn Sie eine „Auszeit vom Alltag“ brauchen, wie die ‚Psychologie heute‘ im August-Heft diesen Jahres riet, dessen Schwerpunkt ebenfalls dem Thema „Wohlsein“ gewidmet war. Nun wird, was das Gehen in unterschiedlichen Tempi angeht, selbst ebendort beigegeben: „Es ist an der Zeit, das Laufen zu vereinfachen, aus seiner medialen und mystischen Vereinnahmung zu befreien und den Ballast aus Lifestyle und Leistung abzuwerfen, der auf das Laufen aufgepfropft wurde. […] Wir können laufen, ohne Atemnot, ohne Widerwillen und ohne Heilserwartung.“7 Der Umweg über die Kunst ist da so eine Sache: Während sich Atemnot, Widerwillen und überhaupt jede Art von physischer Anstrengung zweifellos umgehen lassen, wenn man sich der kontemplativen Betrachtung bzw. dem inneren Nachvollzug einer Wanderung von Fulton widmet, verlangt letzteres doch sehr wohl eine gewisse Empathie. Und mag der Begriff „Heilserwartung“ in diesem Fall auch etwas übertrieben wirken, muss man sich schon fragen, was den Reiz einer geistigen Beschäftigung mit der Bewegung anderer im Rahmen der Kunst denn eigentlich ausmacht – mit dem „Couchpotatoe“, der des Abends faul vor dem Fernseher sitzt und seiner Fußballmannschaft, Tour de France-Radlern oder tapfer sprintenden Leichtathleten zujubelt, möchte sich der hehr gestimmte Kunstrezipient in der Regel ja wohl eher ungern verglichen wissen.

Fulton selbst wiederum verweist mit Blick auf seine Fußwanderungen durchaus sehr explizit darauf, dass für ihn das Gehen als solches Mittel der Selbsterkenntnis und der spirituellen Erfahrung sei, diese also wortwörtlich auf dem Wege einer physischen Anstrengung zu gewinnen wäre.8 Mit seinem seit 1969 konsequent verfolgten Konzept in die Nähe eines modischen Bewegungstrends gerückt zu werden, dürfte jedoch kaum je in der Absicht des Künstlers gelegen haben. Ganz im Gegenteil ist auf dem Feld der Kunst schließlich stets eine gewisse Vorsicht angebracht, wenn es um Trends geht: Schon die so genannte „breite Anerkennung“ birgt ein gewisses Risiko, da die Popularität einer Position in den Kreisen eines professionelleren Kunstpublikums früher oder später das geschätzte Exklusivitätsgefühl berührt und folglich Naserümpfen ob etwaiger Anlehnung an den „Massengeschmack“ ernten kann. Sogar das eigene Konzept in einen Breitensport verwandelt zu sehen – das dürfte sich nicht einmal Beuys ernsthaft gewünscht haben.

Die ganzheitlich gemeinte „Reaktivierung der Sinne“ allerdings, die sich auch letzterer zum Anliegen gemacht hatte, scheint zu den Versprechen zu zählen, die in der Tat auf gewisse Gemeinsamkeiten zwischen künstlerischen Programmen und solchen verweisen, die derzeit eben trendgerecht mit dem Label „Wellness“ versehen werden. Beispielsweise die Licht- und die Farblichttherapie, die – wie die Anbieter entsprechender Anwendungen versichern – zu den „ältesten Behandlungsformen der Menschheit“ zählen. Und, so wäre zu ergänzen, ganz sicher auch zu den denkbar angenehmeren unter den ebensolchen, denkt man etwa an die kalten Wassergüsse des Kneippschen Verfahrens oder – „Willkommen in Wellville!“ – ähnliche aus heutiger Perspektive doch eher anstrengend bis dezidiert unangenehm anmutenden Applikationen, welche sich die nicht weniger ganzheitlich gesonnenen Gesundheitsapostel vergangener Epochen auf die Fahnen geschrieben hatten.

Als ebensolche entdeckt hat sie im neunzehnten Jahrhundert der Amerikaner Edwin S. Babbitt, Verfasser des schon bald zum Standardwerk avancierten Buches ‚The Principles of Light & Colour‘ (1871). Von den wohltuenden Effekten seiner Chromo-Therapie – beziehungsweise deren Weiterentwicklung durch andere Protagonisten des Feldes wie dem Inder Dinshah P. Ghadiali, einem theosophischen Arzt, der nach der legendären Heilung einer von der konventionellen Medizin bereits aufgegebenen Patientin mit seinen Errungenschaften auf diesem Gebiet ebenfalls weltweit Schule machte – kann man sich heute nun nicht nur im Zuge einer entsprechenden Behandlung überzeugen, wie sie unzählige Praxen für alternative Heilverfahren anbieten. Vielmehr sollte ein Besuch in einem nahe gelegenen Kunstmuseum genügen – empfehlenswert zumal, da dieser auch für den Geldbeutel etwas schonender ausfallen dürfte, dessen Füllung, wie mittlerweile ebenfalls von der Psychologie belegt, bisweilen recht gravierende Auswirkungen auf die psychische und physische Gesundheit zu zeitigen pflegt. Möglicherweise werden sogar diejenigen, welche die Anschaffung einer einschlägig ausgestatteten „Infrarot-Wärmekabine“ ins Auge gefasst haben oder die eigene Heimsauna in mühseliger Bastelarbeit aufzurüsten planen, hier eine echte Alternative finden können. Jedenfalls, so die Kultureinrichtung eine Arbeit von James Turrell ihr Eigen nennt – eines Künstlers, dessen „Art of Light and Space“ sich von Beginn an sowohl aus der wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem Farblicht wie auch mit dessen eher metaphysischen Aspekten speiste. Kaum von ungefähr pflegt Turrell im Rückblick auf die Zeiten, da er sich gemeinsam mit seinem Künstler-Kollegen Robert Irwin und dem Experimentalpsychologen Edward Wurtz im Rahmen des berühmten „Art & Technology“-Programms an der University of California in Los Angeles der systematischen Erkundung des „Ganzfelds“ und seiner Effekte auf die menschliche Wahrnehmung widmete, auf William Blake zu verweisen: „If the doors of perception were cleansed, everything would appear to man as it is, infinite.“9

Die Pforten der Wahrnehmung auf natürlichem Wege und nicht mithilfe synthetischer Drogen zu öffnen – das ist „Wellness-Philosophie“, wie sie im Buche steht; ebendort im übrigen nicht erst seit den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, da der Amerikaner Halbert L. Dunne „High Level Wellness“ als ganzheitliches Gesundheitsprogramm propagierte und damit dem seinerseits im englischen Sprachraum schon seit 1654 lexikalisch nachgewiesenen Begriff zu neuer (und was die Folgen angeht, sicherlich von ihm selbst kaum vorausgeahnter) Beliebtheit verhalf. Abgesehen davon, dass sich die Faszination für Farbvisionen bis weit über das Mittelalter hinaus zurückverfolgen lässt, findet die spezifische Kombination von naturwissenschaftlichem Experiment und spiritueller Spekulation ab der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts ein breites Echo vor allem in theosophischen Kreisen – was wiederum bekanntlich nicht ohne Folgen für die Kunstgeschichte der Moderne geblieben ist. In diesem Sinne lassen sich Turrells Farb-Licht-Räume durchaus in einer Entwicklungslinie sehen, die von Wassily Kandinsky über Yves Kleins Monochrome, dessen leere Räume und Mark Rothkos Bildmeditations-„Kapellen“ – wenn man denn so will – bis hin zum ‚Rhoden Crater‘ in der Wüste von Arizona führt. Was die für eine „Farblichttherapie“ im eigentlichen „Wellness“-Sinne entscheidende physische Involvierung des Betrachters angeht, ist es jedoch – sieht man einmal davon ab, dass für denjenigen, der sich der Erfahrung von Rothkos Bildern ernsthafter aussetzt und länger als die sprichwörtlichen dreißig Sekunden durchschnittlicher Museumsbesucheraufmerksamkeit vor ihnen verharrt, zweifellos eine physische und psychische Wirkung wahrnehmbar wird – Turrell, dessen Kunst tatsächliche Schnittmengen mit ersterer aufweist. Dies festzustellen, schmälert den Wert seiner künstlerischen Arbeiten keineswegs – und man muss nicht erst den berühmten „Rahmen“ bemühen, der immer dann herbeizitiert wird, wenn es gilt, Objekte der Kunst von denen des Alltags zu scheiden, um zu sehen, was seine Arbeiten von therapeutischen Settings, wie ihnen beim Heilpraktiker oder im Wellness-Hotel zu begegnen ist, trennt. Und zwar ungeachtet dessen, dass es durchaus eine ganze Reihe von Projekten gibt, die sich direkt wie entsprechende Einrichtungen nutzen lassen: Explizit etwa eine Installation wie ‚Heavy Water‘ (Confort Moderne, Poitiers, 1991), die eines seiner „Himmelsfenster“ mit einem veritablen Swimming Pool kombinierte oder das 2000 im Rahmen der Echigo-Tsumari-Kunsttriennale eingerichtete ‚House of Light‘, das über ein mit einem ähnlichen Deckenlicht ausgestattetes Zimmer verfügt (‚Outside-In‘) – letzteres übrigens in direkter Nachbarschaft zu dem von Marina Abramovic mit einer speziellen Traumkammer versehenen ‚Dreamhouse‘.10

Ohnehin ist die Eintrübung des Differenzierungsvermögens in solchen Fällen eher auf Seiten einer devoten Huldigungslyrik angesiedelt, wie sie derzeit auch gerne in Texten zu Olafur Eliassons einschlägigen Projekten begegnet – und deren VerfasserInnen mitunter in den simpelsten wahrnehmungsphysiologischen Settings bzw. angesichts deren Inanspruchnahme im Rahmen einer künstlerischen Arbeit gleich Offenbarungen höherer Wahrheiten wähnen. Wiewohl natürlich nichts dagegen einzuwenden ist, wenn auf dem Umweg über die Kunst ein paar ehedem durchaus noch zur Allgemeinbildung zählende Basiskenntnisse erworben werden können, für deren Vermittlung früher das Grundschulfach ,Gemeinschaftskunde‘, der Kosmos-Kinder-Physikkasten und die eine oder andere experimentelle Erprobung im alltäglichen Umfeld zuständig gewesen sind. So didaktisch, wie – nicht immer, aber doch recht oft – bei dem mehrere Generationen jüngeren Isländer, kommt Turrells „Art of Light & Space“ allerdings selten daher; wenngleich der Amerikaner seinerseits das Interesse an der experimentellen Seite der Wahrnehmungspsychologie auch im Anschluss an die Zeit seiner interdisziplinären Versuchsreihen an der UCLA keineswegs verloren hat und sich – denkt man etwa an seine ‚Perceptual Cells‘ – auch wiederholt von deren apparativen Anwendungen inspirieren ließ11, sind seine Arbeiten doch deutlicher dem Spirituellen zugewandt. Eine Neigung, die im Umfeld seiner künstlerischen Ursprünge in der kalifornischen Licht- und Raumkunst auch bei anderen Künstlern zu finden ist, neben Irwin wären hier etwa Eric Orr oder Hap Tivey zu nennen.12 Ob man der nun seinerseits so zugeneigt ist oder nicht: Als Bilder und Räume der Kunst überzeugen Turrells leuchtende Beispiele unbestritten. Im Zweifelsfall auch unabhängig von etwaigen Wellness-Ambitionen des Publikums, und unabhängig vom Glauben an das Geistige in der Kunst. Wie es im Übrigen der Künstler selbst recht treffend formuliert, wenn er, auf diesen Punkt angesprochen, meint: „Das Geistige ist wohl immer ein Terrain der Kunst gewesen. Ich denke, manchmal ist es für Menschen leichter, sich ihren Anteil an Spiritualität auf visuellem Wege zu holen, als über organisierte Religion […]. Aber ich möchte doch auch sagen, dass die Sinne und eine Sättigung derselben, während sie dich direkt hin zum Geistigen lenken können, dich ebenso gut ganz und gar davon abhalten können. Das sind die Grenzen der Kunst, und daher halte ich die Kunst nicht eben für schrecklich spirituell – sondern eher für eine Wegbegleiterin, eine Geste, die in diese Richtung weist.“13

Sehr dezidiert in ebendiese Richtung weist mit ihren Arbeiten eine Künstlerin, die ihre auf körperliche und seelische Ganzheit zielenden Exerzitien zwar mehrheitlich in eindrucksvolle Bühnenbilder und -performances transformiert, seit Anfang der neunziger Jahre aber auch zahlreiche Skulpturen und Installationen geschaffen hat, die direkt auf eine aktive Anteilnahme am in Aussicht gestellten Läuterungsprozess zielen: Marina Abramovic. In ihren ‚Transitory Objects‘ sind regelmäßig behauene Quarzkristallquader in unterschiedlicher Höhe an die Wand montiert oder werden zum Teil schlichter, aus Holz und Kupfer gefertigte Möbel-Skulpturen, so dass bei der Benutzung bestimmte Köperzonen – Kopf, Herz oder Geschlecht – in Kontakt mit den Steinkissen kommen; für die ‚Objects for Departure‘ finden sich geringfügig bearbeitete Kristalldrusen auf hohe Stelen gesetzt, unter denen stehend man seinen „Inneren Himmel“ entdecken soll, oder große Kristalle zu „Schuhen“ verarbeitet, in die es zu schlüpfen gilt, um zu einer entsprechenden Reise aufzubrechen.14 In der meditativen Benutzung dieser Objekte sollen, so die Künstlerin, Körper und Geist mit den im Gestein enthaltenen Kräften in Verbindung treten und mit neuen Energien aufgeladen werden – ein Gedanke, der sich in der Tat auch unter den Anhängern esoterisch informierter Gesundheitstrends großer Beliebtheit erfreut („Peter Mandel, der Begründer der Farbpunktur, reichert neuerdings Kristallglas gezielt mit heilsamen Informationen an, die – aufgelegt auf bestimmte Reflexbereiche des menschlichen Körpers – die Selbstheilungskräfte anregen und verschobene Harmoniemuster regulieren sollen. Lesen Sie seine Beschreibung der neuentwickelten Kristalltherapie […].“).15Die Inspirationsquelle ist in beiden Fällen in alternativen therapeutischen Verfahren zu suchen, wie sie sonst eher in fernöstlichen Sphären gepflogen werden – ganz ähnliche Vorstellungen haben freilich, vermittelt über die frühneuzeitliche Korrespondenzlehre, auch in Europa ihre Spuren hinterlassen: Mineralpräparate sind in der Homöopathie wie auch in der ihr verwandten anthroposophischen Medizin gang und gäbe, wiewohl kaum einer bei der Anwendung seiner Salbe so direkt ans Steinauflegen denken wird. Dass im Kunstraum hingegen gerade massive Kristalle eine einschlägige Wirkung entfalten können, belegen nicht nur Abramovic‘ Arbeiten – sondern auch die im vorvergangenen Sommer in Karlsruhe gezeigte Installation einer anderen zeitgenössischen Künstlerin, deren Werk man ansonsten eigentlich nicht so ohne weiteres mit demjenigen der Performerin assoziieren würde. Trotzdem man sich von Sylvie Fleurys aus profanem Plexiglas gefertigten ‚Giant Chromo Quartz‘ (2001) selbst wohl keine mineralische Heilkraft erwarten durfte, reichte seine Ausstrahlung doch völlig aus, um die Besucher ihrer Ausstellung im Museum für Neue Kunst zur Benutzung der ‚Aura Video Station‘ zu verführen, die sinnigerweise in derselben Kemenate untergebracht war, ebenso wie ‚Aura Soma‘ (2001) – eine Anlehnung ans esoterische Farbtherapieangebot im Nagellackflaschenformat.16

Fraglos hat das Bedürfnis nach ganzheitlicher Gesundheit, auf das auch die aktuelle „Wellness-Welle“ antwortet, nicht erst in jüngster Zeit Einzug in die Kunst gehalten. Im Gegenteil: So ließe sich etwa – noch lange bevor die KünstlerInnen der siebziger und achtziger Jahre das Wassermannzeitalter für sich entdeckten – an die Gepflogenheiten eines Johannes Itten erinnern, der ein treuer Anhänger der ganzheitlichen (und ihrerseits ganz im Trend der Anfang des vergangenen Jahrhunderts grassierenden Gesundheitslehren liegenden) Mazdaznan-Bewegung war. Zu seinem Bauhaus-Vorkurs gehörten dementsprechend eine gesunde Ernährung und geistige Übungen. Das mochten manche seiner damaligen Kollegen ebenso belächeln wie heutige nicht wenige der Tatsache skeptisch gegenüber stehen, dass Abramovic die Studierenden ihrer Klasse dazu auffordert, an einem recht asketischen Ritual teilzunehmen, in dessen Verlauf geschwiegen und gefastet wird (‚Cleaning the House‘).17 Aber möglicherweise kann man angehenden KünstlerInnen gar keine bessere Ausbildung angedeihen lassen – zumal in einer Zeit, in der sich ganz offenkundig recht viele Menschen eben nicht nur von Personal Trainern, Heilpraktikern und anderen Anregungen dafür erwarten, wie sie in ihrem eigenen mentalen Haushalt aufräumen können, sondern eben auch von der Kunst?

Auffallend ist jedenfalls die große Spannbreite künstlerischer Positionen, die sich je auf ihre Weise, also – wie etwa auch die höchst unterschiedlichen Rekurse auf charismatische Kristallformationen bei Abramovic und Fleury belegen – denkbar unterschiedlich orientiert, aber gleichwohl gut mit dem Thema anfreunden können. Da gibt es auf der einen Seite sozusagen die High-Tech-Variante der theosophischen „Thought Forms“, wie sie weiland Annie Besant und Charles Leadbeater propagierten18 – nämlich in Mariko Moris ‚WAVE-Ufo‘, das im Frühjahr 2003 im Kunsthaus Bregenz gelandet war und die Besucher dazu einlud, in entspannter Atmosphäre ihre computergraphisch modulierten Hirnströme zu betrachten (oder genauer gesagt: deren computertechnisch generierte Simulation). Und auf der anderen Seite wird, „unplugged“ und back to the roots, in den hehren Hallen der Kunst veritables Yoga praktiziert – wenn das Künstlerpaar Benita und Immanuel Grosser vor Alten Meistern oder wahlweise auch den Arbeiten jüngerer Zeitgenossen seine Matten ausbreitet und MuseumsbesucherInnen einen neuen, durchaus körperlich beflügelten Zugang zum Geistigen in der Kunst verspricht. Bevor man den Mund zu voll mit Spott über das „Turnen für den Bildergott“ (Hanno Rauterberg) nimmt19, sollte man sich allerdings im Klaren darüber sein, dass das Konzept, das die beiden formulieren, mindestens theoretisch genau dem entspricht, was sich nicht nur MuseumspädagogInnen, sondern vor allem auch nicht wenige zeitgenössische KünstlerInnen von ihrem Publikum wünschen: „Man wird sich selbst zum Beobachter (participating), ohne die anteilnehmende Position dabei aufzulösen (at the same time). Auf diese Weise muss sich das Subjekt nochmals rechtfertigen. Der Beobachter/Besucher muss seine Haltung überprüfen und seinen eigenen logischen Raum neu setzen, und zwar genau an dem Schnittpunkt, an dem er in ein handelndes Verhältnis zum Raum tritt.“20 Im ‚Lebendigen Museum‘, zu dem Udo Kittelmann jüngst das MMK Frankfurt erklärt hatte, fehlten die beiden erstaunlicherweise – obwohl man nicht nur Tobias Rehbergers ‚Three Boys, Four Girls‘ (1996) beim herumlümmeln zusehen, sondern, natürlich nach Anleitung von Erwin Wurm, auch mal selbst die ‚One Minute Sculpture‘ mimen durfte. Ob die dezidierte Umsetzung einer performativen Rezeptionsposition den eher bodenständig orientierten Frankfurtern zu sehr nach dem Geistigen in der Kunst müffelte – oder sie gar von der Sorge getragen waren, dass sich letztere gänzlich in ersteres auflösen könne? Demgegenüber lassen die beiden Hamburger, die im hohen Norden nicht nur ihre Projekte konzipieren, sondern auch ein ‚International Sivanda Yoga Center‘ (‚Y8‘, sprich „Yacht“) betreiben, durchblicken, dass ihnen ihrerseits die feinen Unterschiede durchaus heilig sind – auf ihrer Homepage (http://www.artyoga.de) muss man jedenfalls immer noch zwischen Kunst und klassischem Yoga wählen, angeleitet von keinem geringeren als Joseph Kosuth: „You have to decide between yoga and art“. Wiewohl gerade die ‚Y8‘-Projekte zaudernden Kunstfreunden die Entscheidung, am Ende beides unter einem Hut zu vereinen, erleichtern dürfte.

Unter Katharina Grosses Farbhimmel – der auf diese Weise fast wie ein später Reflex auf Max Heindels Heilsversprechen wirken mag („Der Maler genießt endlose Wonnen durch die immer wechselnden Farbenzusammenstellungen. Bald lernt er, dass seine Gedanken diese Farben verbinden und nach seinem Willen formen“, wie es in der ‚Weltanschauung der Rosenkreuzer‘ heißt.21) – scheint die Suche nach ganzheitlichem Wohlsein im Zeichen der Kunst jedenfalls noch ein gutes Stück stimmiger untergebracht als in so mancher Massage-Praxis, wie sie in den letzten Jahren immer wieder an Orten der Kunst aufgemacht wird, um den von Biennale zu Biennale ziehenden Pilgerscharen ein wenig von der berufsneurosenbedingten Verspannung zu nehmen: Ob nun Suwasi Kusolwong den taktilen Kontakt zum Publikum sucht (‚Happy Berlin‘, ‚Happy Göteborg‘, ‚Happy Kwangju‘ usw.) oder Alicia Framis zur Entspannungstherapie lädt – wiewohl die Arrangements der spanischen Künstlerin in der Regel etwas mehr bieten als nur das einfache Serviceprogramm. Wenn dieses nämlich – wie 2001 in Berlin – nur für Damen zugänglich war oder – wie jetzt in Venedig – recht deutlich damit winkt, vor welchem Hintergrund die exotischen Wellness-Utopien des saturierten Kunstpublikums Kontur gewinnen, dann lässt sich im Rahmen einer entsprechenden Sitzung durchaus gleich mit darüber meditieren, inwieweit die Ganzheitlichkeitssehnsucht weniger Fluchtwege aus der kommoden Konsumkultur weist als vielmehr deren struktureller Bestandteil ist.

In diesem Sinne sind auch der Autorin selbst solche Angebote am sympathischsten, die – Massage hin, Message her (kaum von ungefähr trug schon das „Update“ von Marshall McLuhans berühmtem Buch eben diesen Titel: ‚The Medium is the Massage‘) – nicht ganz so sanft und schmiegsam sind, wie sie daher zu kommen scheinen. Als Carsten Höller – der übrigens auch für seine Variation auf die Lichttherapie eine etwas härtere Gangart wählt (als blendende Beispiele etwa die ‚Lichtecke‘, 2001 oder die ‚Lichtwand‘, 2002) – 1999 sein ‚Sanatorium‘ in den Berliner Kunstwerken eröffnete, gab es zwar auch einen ‚Riesenpsychotank‘, in dessen gut gesalzenem Gewässer man Körper, Seele und Geist treiben lassen konnte, wer coram publico die schicken Hüllen fallen zu lassen wagte. Doch schon vor dem Eingang zeigte die ‚Dampfhütte‘ vielsagend an, dass im Zeichen des Wahren, Schönen und Guten eine ganze Menge heiße Luft in die Welt hinaus geblasen wird. Und so manchem, der vom ‚Ballhaus‘ einen echten Kick in Sachen entfesselter Lebensfreude zu erhalten vermeinte, dürfte es gegangen sein wie dem Kollegen, mit dem ich damals Höllers Wellness-Angebot auf seine praktische Brauchbarkeit überprüfte. Dessen schwungvoll ausholender Fußballer-Fuß erwischte zwar – sportlich geschickt – einen der kleinsten Bälle. Doch der war dummerweise aus hinterhältig buntbemaltem Gusseisen oder einer ähnlich widerständigen Materie gefertigt. Besser hätte auch kein Zen-Meister zum Schlag ausholen können. Und was vermag ein nachhaltigeres Wohlgefühl zu vermitteln, als die Auseinandersetzung mit Kunst, welche ganz unerwartet eine derart intensive Wirkung zu entfalten versteht?

Anmerkungen
1.) Vgl. Robert Pfaller: Die Illusionen der Anderen. Über das Lustprinzip in der Kultur, Frankfurt am Main 2002.
2.) Vgl. http://www.kunst-und-wellness.de/.
3.) [Bes]: Wellness-Kunst. Mit gutem Gewissen gemalt: Gotthard Graubner zeigt eine bunte Auswahl seiner farbigen Kissen in der Kestner Gesellschaft Hannover, in: die tageszeitung, Ausgabe Nord, Nr. 7110, 22.07.2003, S. 19.
4.) Vgl. die zur Installation von 1999 in der Tate Gallery eingerichtete online-Dokumentation http://www.tate..org.uk/pharmacy/.
5.) Zur ‚Honigpumpe am Arbeitsplatz‘ im Kontext vgl. ausf. Joseph Beuys – documenta-Arbeit, Ausst.Kat. Museum Fridericianum Kassel, bearb. von Veit Loers/Pia Witzmann, Ostfildern-Ruit 1993, S. 157 ff.
6.) Vgl. http://www.tate.org.uk/pharmacy/.
7.) Ulfias Meyer: Lassen Sie sich mal so richtig laufen, in: Psychologie Heute, 30. Jg., Nr. 8, August 2003, S. 27.
8.) Vgl. Hamish Fulton. Walking Journey, Ausst.Kat. Tate Gallery London, bearb. von Andrew Wilson et al., London 2002; Hamish Fulton. Walking Artist, Düsseldorf 2001.
9.) So 1971 gegenüber J. Livingstone, zit. nach C. Adcock: James Turrell. The Art of Light and Space, Berkley 1990, S. 69.
10.) Vgl. auch die online-Dokumentation zu den Projekten, http://www.echigo-tsumari.jp/tsumari_html/English/info/dlhouse/dlhouse.html.
11.) Vgl. James Turrell. Perceptual Cells, Ausst.Kat. Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf, hrsg. von Jiri Svestka, Stuttgart 1992.
12.) Vgl. Jan Butterfield: The Art of Light and Space, New York 1993.
13.) Turrell, zit. nach http://www.pbs.org/art21/.artists/turrell/ (Übs. V. K.).
14.) Vgl. Marina Abramovic. Public Body. Installations and Objects 1965-2001, hrsg. und bearb. von Germano Celant, Mailand 2001.
15.) Vgl. http://www.gesundheitstrends.de, ‚Kristalltherapie‘.
16.) Vgl. Sylvie Fleury. 49000, Ausst.Kat. Museum für Neue Kunst/ZKM Karlsruhe, bearb. von Ralph Melcher et al., Ostfildern-Ruit 2001.
17.) Vgl. weiterf. Marina Abramovic: Cleaning the House, hrsg. von Johan Pijnappel, London 1995.
18.) Vgl. Charles W. Leadbeater/Annie Besant: Thought Forms, London 1905.
19.) Vgl. Hanno Rauterberg: Turnen für den Bildergott, in: DIE ZEIT, Nr. 43, 2002, S. 37.
20.) Benita-Immanuel Grosser: ‚participating, at the same time‘, Konzept, vgl. http://www.artyoga.de.
21.) Ein Buch, von dem sich bekanntlich bereits Yves Klein intensiv hat inspirieren lassen; vgl. Max Heindel: The Rosicrucian Cosmo-Conception. Or: Mystic Cristianity. An Elementary Treatise Upon Man’s Past Evolution, Present Constitution And Future Developement, Oceanside/Cf. 1909; hier zit. nach der deutschen Ausgabe Darmstadt 1973, S. 119.