Zeichnen zur Zeit · von Reinhard Ermen · S. 180
Zeichnen zur Zeit , 2018

Zeichnen zur Zeit

Eine Serie in mehreren Folgen.

Teil IX vorgestellt von Reinhard Ermen

 

 

 

Zum neunten Mal heißt es im Kunstforum „Zeichnen Zur Zeit“, seit im April 2009 die erste Folge der Dokumentation erschien, wurden immerhin 90 Positionen des Mediums ausgeleuchtet und hervorgehoben. Die Vorbereitungen zur aktuellen Ausgabe waren im vollen Gange, da überrascht den Autor und Herausgeber ein Artikel in der „Neuen Zürcher Zeitung“: „Die Zeichnung kommt“ steht gleich in der Titelzeile am Samstag, den 04. November 2017. Schauplatz der frohen Botschaft ist die Seite „Kunsthandel/Auktionen“, Anlass für die Feststellung, ein Besuch auf der Kunstmesse Artissima in Turin, die den „Disegni“ einen separaten Bereich eingeräumt hatte; 26 der teilnehmenden Galerien haben dieses Terrain bespielt. Nun sind auf allen Kunstmessen Zeichnungen durchaus präsent, längst haben sich auch spezielle, dem Medium zugewandte Messen etabliert, die Nachricht ist also nicht ganz neu, immerhin scheint bemerkenswert, dass Italiens „wichtigste Messe für zeitgenössische Kunst“ diese Fokussierung vornimmt. Zusätzlich liefert der lesenswerte Artikel von Eva Clausen interessante Beiträge fürs ‚Handbuch des nutzlosen Wissens’, etwa, dass die teuerste Zeichnung aller Zeiten 2012 bei Sotheby’s in London für 29,7 Millionen Pfund über den Tisch ging, eine Kohlezeichnung (37,5 × 27,8 cm) von Raffael. Der Bericht zur Artissima 2017 beschreibt ein Phänomen aus der ganz speziellen Perspektive des Marktes, er belegt, was ein Trend wert ist, z. B. Jan Fabre zwischen 30 000 und 240 000 Euro oder Gary Kuehn von 6000 bis 18000 Dollar.

Die Connaisseure, die dem Medium nahe sind und möglicherweise ZZZ im…

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