Titel: 54. Biennale Venedig · von Susanne Boecker · S. 296
Titel: 54. Biennale Venedig , 2011

Zimbabwe

Berry Bickle, Calvin Dondo, Tapfuma Gutsa, Misheck Masamvu – Seeing ourselves: questioning our geographical landscape and the space we occupy from yesterday, today and tomorrow. Kommissar: Doreen Sibanda. Kurator: Raphael Chikukwa. Ort: Santa Maria della Pieta, Calle della Pieta, Castello 3701

Es ist eine Premiere: Erstmals präsentiert sich Zimbabwe auf der Biennale Venedig mit einem eigenen Pavillon. Mit Ägypten und Südafrika sind damit bei der 54. Ausgabe der globalen Kunstschau insgesamt drei der 54 afrikanischen Nationen in der Lagunenstadt vertreten (der angekündigte Pavillon der Demokratischen Republik Kongo auf der Insel La Certosa war zehn Tage nach Eröffnung der Ausstellung noch nicht realisiert). Finanziell unterstützt durch das Fürstentum Monaco, die Europäische Union und das Institut Français, haben die Kommissarin Doreen Sibanda und Kurator Raphael Chikukwa eine Ausstellung konzipiert, die sich durch ein klares Konzept auszeichnet. „Seeing Ourselves“ beschränkt sich auf nur vier Positionen, darunter keiner der sogenannten, international bekannten „Shona“-Steinbildhauer, die stereotyp mit Kunst aus Zimbabwe assoziiert werden. Innerhalb der letzten 20, 30 Jahre seien in Zimbabwe Künstler in anderen Medien wie Fotografie, Video oder Textilkunst ausgebildet worden, begründet Doreen Sibanda die Auswahl. Mit dem Auftritt in Venedig wolle man vorherrschenden Vorurteilen über Kunst aus Zimbabwe entgegentreten. „Die Ausstellung demonstriert die Bedeutung von Selbstbewusstsein und die Möglichkeit von Neuanfängen, von Wiedergeburt, Korrektur und Entwicklung“, betont Raphael Chikukwa.

Die vier Künstler arbeiten in verschiedenen Medien. In seinem groß angelegten Projekt „New German Family“ hat Calvin Dondo (geb. 1963) deutsche Familien porträtiert, die afrikanische Kinder adoptiert haben. Tapfuma Gutsa (geb. 1956) präsentiert zwei Installationen, die…

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