1977 - 20 – www.kunstforum.de
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Künstler fotografieren

Sind Fotos von Künstlern (automatisch) Kunst? Welche Bilder entstehen, wenn Künstler, die eigentlich gar nicht mit Fotografie arbeiten, zur Kamera greifen? War der erste Teil der Dokumentation (Band 19, 1977) ... WEITERLESEN historisch angelegt, werden im zweiten, zeitgenössischen Teil Fotografien aktueller Künstler publiziert, darunter einige speziell für KUNSTFORUM entstandene Originalbeiträge. Bei Künstlern, deren malerisches bzw. plastisches Werk als allgemein bekannt gilt, wie Sol Lewitt, Dan Graham, Daniel Buren, Gotthard Graubner, Sigmar Polke, Josef Erben, Reiner Ruthenbeck oder A. R. Penck, wurde auf ergänzende Kommentare verzichtet. Anders wurde bei den Malern verfahren, die durch komplizierte analytische Vorgangsweise, spezielle malerische oder fotografische Probleme klären wollen. Zu den Arbeiten von Ugo Mulas, Richard Thatcher, Susanna Tanger, Oliver Thome, Vinceno Cecchini und Gianfranco Zappettini gibt es daher zusätzliche 'Statements'. VERBERGEN

Spontanmalerei 

Über das Verhältnis von Farbe und Gegenstand in der neueren Malerei

„Die nachfolgende (vorläufige) Zusammenstellung einer spontanen Gegenstandsmalerei ist weniger als eine Tendenzmeldung, sondern eher als Nachtrag zum Mediumthema im Bereich der Malerei gemeint“, konkretisiert Michael Schwarz den Gegenstand seiner ... WEITERLESEN Dokumentation über Spontanmalerei. In seiner Analyse des Verhältnisses von Farbe und Gegenstand in der neueren Malerei unterscheidet der Autor vier Ausprägungen. Eine erste Gruppe bilden Maler, die aufgrund ihrer Ausbildung dem Abstrakten Expressionismus verpflichtet sind und eine zeitlang in diesem Stil gemalt haben. Beeinflusst durch die realistischen Tendenzen der 60er Jahre haben Künstler wie Antonius Höckelmann oder Walter Stöhrer dann eine Synthese von gestischer Ausdrucksmalerei und Gegenstandsbeschreibung gefunden. Die Maler der zweiten Gruppe untersuchen in ihren Werken vor allem die Möglichkeiten und Bedingungen der Malerei - Malerei als Vorgang, Addition von Farben, Konsistenz, Malerei als Medium. Als Vertreter dieser Richtung nennt Michael Schwarz Georg Baselitz oder Gerhard Richter. Die dritte Gruppe von Malern beschäftigt sich stärker mit dem Gegenstand und sie tut dies mit Distanz. Farbauftrag, Technik und Farbzusammenstellung sind, wie bei den anderen, spontan, nachlässig und von betonter Maßlosigkeit. Die Themen sind jedoch bewusst und nicht selten mit der Absicht gewählt, an ihnen eine bestimmte Haltung zu demonstrieren. Herausragender Vertreter dieser Malerei ist Markus Lüpertz. In der letzten Gruppe fasst Michael Schwarz eine Reihe von Malern zusammen, die an austauschbaren und beliebigen Gegenständen eine freie Malerei entwickeln wie beispielsweise Lutz Wolf, Rolf Zimmermann oder Lambert Maria Wintersberger. Zum Thema siehe auch „Malerei – z.B. Landschaft“ (Band 70, 1984) und „Malerei – Radikale Malerei“ (Band 88, 1987) VERBERGEN

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