1990 - 108 – www.kunstforum.de
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Aktuelles Denken

Wer liest denn heute noch, wo eine Bild-, Text- und Ton-Einheit am Monitor pausenlos als Abklatsch der Welt diese zu sein vorgibt? Denken benötigt Zeit, und wer hat diese ... WEITERLESEN noch? Gleichwohl sei das gesamte Leben durch die Mediatisierung ästhetisch aufgeladen, daher genüge es nicht, die literarische Denktradition immer wieder von neuem aufzuarbeiten, meint Gerhard J. Lischka. Vor dem Hintergrund des Siegeszugs der Mediatisierung, die sich auch als Repräsentantin des Denkens inthronisiert hat, versucht Lischka herauszuarbeiten, ob, wie und warum „aktuelles Denken“ heute noch funktionieren kann. Fazit seiner Reflexion, welchen Stellenwert "Denken" in diesem Kontext einnimmt und was "aktuell" bedeutet: „Man muss sich ins Universum aller heute existierenden Möglichkeiten stürzen, ja fallen lassen", um zu einer Sinndefinition zu gelangen.“ In vierzehn Gesprächen hat er Denken als Austausch von Gedanken und aktuelles Denken als das zwanglose Umkreisen eines gemeinsam als aktuell empfundenen Themas praktiziert. Eingelassen auf diesen Gedankenaustausch und "die Kunst, den Sinn der Lebensgestaltung selbst zu definieren" haben sich Jean-François Lyotard, Jean Baudrillard, Paul Virilio, Vilém Flusser, Niklas Luhmann, Elisabeth Lenk, Christina von Braun, Eva Meyer, Valie Export, Peter Weibel, Friedrich Kittler, Siegfried J. Schmidt, Hannes Böhringer und Felix Philipp Ingold. Zum Thema „Philosophie“ siehe auch „Kunst und Philosophie (Band 100, 1989), „Beiträge zum Tod von Vilém Flusser“ (Band 117, 1992) und „Denken 3000“ (Band 190, 2008). VERBERGEN

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