1991 - 111 – www.kunstforum.de
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Das Museum als kulturelle Zeitmaschine

Stellenwert und Wirklichkeit des Museums heute

Ein Symposium des österreichischen Museums für Angewandte Kunst, Wien, widmete sich im Oktober 1990 dem Thema „Das Museum als kulturelle Zeitmaschine. Stellenwert und Wirklichkeit des Museums heute“. Regina Haslinger hat ... WEITERLESEN die jeweils prominent besetzten Podiumsgespräche für KUNSTFORUM dokumentiert. Nach einer Vorstellung von gattungs- und grenzüberschreitenden Museen wurde das Verhältnis zwischen Kunst, Publikum, Medien und Käufer diskutiert. Den Beziehungen zwischen Kunst bzw. Kunstinstitutionen und kommunaler sowie nationaler Kulturpolitik widmete sich eine nächste Gesprächsrunde. Weitere Themen waren Museumsarchitektur, Kunstpräsentation und –interpretation sowie die Genese und Phänomenologie des Museums. VERBERGEN

Dialog mit dem Anderen

"Dialog" ist Mode geworden. Nach den großen Schlagwörtern der 70er und 80er Jahre, der Ich-Findung, der persönlichen Mythologie, nach den Verstrickungen des Ichs im " ... WEITERLESEN Labyrinth" der Postmoderne, scheint sich ein neuer Begriff als geschmeidiger Titel für Ausstellungen und Begegnungen durchzusetzen. Doch nur selten kommt ein fruchtbringender Dialog zustande, finden Martin Roman Deppner und Doris von Drathen. Die größte Chance bieten ihrer Ansicht nach noch die Kunstwerke selbst, die, kenntnisreich in Beziehung gesetzt, tatsächlich ein non-verbales Zwiegespräch führen können. Denn wer habe in den vergangenen Jahren auch nur eine Podiumsdiskussion erlebt, von der man nicht ermattet und enttäuscht nach Hause ging? „Wenn wir unsere Beitragssammlung "Dialog mit dem Anderen" genannt haben, dann, um deutlich zu machen, dass wir so komplexe Bereiche wie Interdisziplinarität, Künstlersymposien oder -gesprächsrunden, partnerschaftliches Arbeiten oder Beziehungen zwischen verschiedenen Medien und auch den gesamten Bereich des Zitats im postmodernen Sinne nicht behandeln. Wir nähern uns dem Thema über das Phänomen des "Fremden", des "Anderen", denn dessen Antlitz zu erkennen und zu achten, schafft erst den Boden für einen Dialog.“ Das Spektrum der in dieser Dokumentation versammelten Beiträge reicht von Horst Bredekamps „Bemerkungen zur Antikenrezeption der Romantik über die von Monika Wagner recherchierten „Duelle mit van Gogh“ bis zu Jürgen Zankers beobachteten „Pop-Dialogen zwischen Kunst, Design und Medienkultur“ und der von Franz-Joachim Verspohl analysierten „Methode von Pollock und Wols, den Betrachter mit sich selbst zu konfrontieren“. VERBERGEN

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